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Seele verletzt und Kraft lässt nach

29. November 2009 um 16:35

guten tag,

ich bin jetzt 32 jahre alt und war habe noch nie irgendetwas in ein forum geschrieben.

seit 4 jahren habe ich endogene depressionen und nehme natürlich medikamente - gott sei dank nicht mehr viel.

6 jahre dauerte meine beziehung mit meinem exfreund, der es mit mir (wg. meiner depressionen) auch nicht mehr aushielt, bzw. er bevor ich, wie wir es besprochen habe ausziehen werde, hatte er schon seinen neuen freund.

das schwierige daran war, dass wir beide gemeinsam einen mischlingshund fünf jahre aufgezogen haben und wir es uns beide nie im leben hätten vorstellen können, dass wir so eine innige und liebevolle beziehung zu diesem tier aufbauen könnten. es hat einfach unseren horizont erweitert, denn es ist unglaublich wie wir mit dem hund "gelebt" haben. ich war mama und er papa - nicht als kindersatz gemeint, denn kinder wollten wir beide nie aber er war trotzdem unser baby.

als ich dann ausgezogen bin, habe ich den hund natürlich mitgenommen, denn in empfang genommen und entschieden, dass wir ihn behalten ist von mir ausgegangen und es war für uns beide immer klar - im falle einer trennung bleibt er bei "mama".

eine woche später erhielt ich von anwalt und gericht bescheid, dass mein ex freund und sein neuer freund gegen mich klagen werden, solange, bis der hund wieder an ihn übergeben wird.

das habe ich abgestoppt, da auch ich einen rechtsanwalt nahm. ich hätte mir auf der stelle das leben genommen, wenn man ihn mir weggenommen hätte.

lange rede, da es ja auch schon lange her ist, aber erstmals bin ich bereit darüber zu schreiben. meine ganze geschichte kann ich gar nicht erklären, die ganzen gefühle, das dauernde leid, den ständigen wunsch aus dem leben zu gehen, die einsamkeit, das alleinesein.

ich bin in behandlung gewesen bei den besten therapeuten, doch immer wieder, wie die letzten tage habe ich nur ein bedürfnis, zu gehen.

hätte ich den hund nicht, wäre dies schon längst der fall, er ist in keinem sinne arm denn ich schirme ihn so weit wie möglich von meinen gefühlen ab - ganz geht das natürlich nie, vorallem ist er auch sehr sensibel auf meine stimmungen, dennoch möchte ich sagen, dass er ein ganz schönes leben bei mir hat ( ausser seiner allergien und seiner altersbedingten starken arthrose).

nach 2 jahren habe ich eine stelle als reinigungsfrau gefunden, die ich dann 1 jahr ausübte, solange bis mir von der geschäftsstelle angeboten wurde - assistentin der geschäftsleitung - zu werden. ich muss dazu sagen, dass ich gelernte bürokauffrau bin und seit der lehre in diesem beruf gearbeitet habe. jetzt - nachdem ich im juni 09 diese stelle von demselben unternehmen annahm, wurde ich jetzt aufgrund der schlechten auftragslage gekündigt.

jetzt habe ich die möglichkeit (habe mich schon genau erkundigt) werde ich ab jänner 2010 das machen, für das ich wahrscheinlich geboren wurde, eine 1 jährige schule mit praktikum als heimhelferin.

muss mich nur noch anmelden. jetzt kommen aber ganz starke ängste auf mich zu, die letzte zeit:

werde ich es schaffen (mit meiner psyche) ?
was mache ich an langen schultagen mit meinem hund ?
warum habe ich niemanden der hinter mir steht und mir mut zuspricht ?
warum muss ich überhaupt leben ?
warum trinke ich seit monaten so viel und kann es nicht stoppen ?
warum ist mein gehirn nur so "krank" und kann die hormone nicht an den richtigen ort "senden" endorphine...
warum bin ich nie müde, kann nicht ein und durchschlafen und bin dadurch "gaga" ?

ich melde michzu der schule an aber ich habe jetzt schon grosse angst und weiss nicht ob ich es schaffe, habe aber auch druck von meinem umfeld irgendetwas zu machen und etwas möchte ich auch machen, da ich gemerkt habe, dass eine gewisse tagesstruktur das um und auf für meine psyche ist.

sorry - jetzt werden sicher meinungen kommen warum ich mich überhaupt einschreibe, kann ich leider nicht sagen, habe nach einem ausweg gesucht mich durch das veröffentlichen dieses "komischen" briefes zu befreien von einer situation in der ich mal wieder nicht weiss wie und ob es weitergeht. falls ihr denkt ich spinne, habe ihr vermutlich nicht ganz unrecht aber wie gesagt, es ist ganz unmöglich in einem forum - 5 jahre seines vergangenen und sehr durchlebten lebens auf den punkt zu bringen.

danke für die zeit - falls es jemand liest,

liebe grüsse & alles gute für euch alle

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29. November 2009 um 23:30

Hallo nero117
Hast Du noch einen Therapeuten? - Die Medikamente werden ja bestimmt von einem Neurologen gegeben - denke ich.

Tagesstruktur ist wichtig. Nur nicht unter Druck. Was heißt für Dich "Druck des Umfeldes"

Wenn Du magst kannst Du hier oder unter PN mir schreiben

lg
shayla

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