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Schwieriges Thema

5. Oktober 2017 um 21:35 Letzte Antwort: 8. Oktober 2017 um 14:32

Das hier fällt mir nicht leicht aber ich würde gerne die Meinung Außenstehender Personen hören.Ich bin Mitte 20 seit 4 Jahren mit meinem Ehemann zusammen und habe eine Tochter.Meine Ehe hat sehr gut angefangen und wir waren lange gücklich doch nun seit fast 2 Monaten ist dies für mich irgendwie unmöglich.Jetzt muss ich etwas uns holen.Ich bin in meiner Jugend vergewaltigt worden,  um dies zu verarbeiten hab ich lange gebraucht. Mein jetziger Mann war nach einem langem schwierigen Weg der erste Mann dem ich wieder richtig vertraut habe.Mit der Zeit hat sich unser Sex Leben geändert. Ich hab mit der Zeit nicht mehr so oft Lust gehabt wie er trozdem hat er es immer wieder versucht, wie Männer halt so sind.Ich ließ mich oft überreden aber damit Schlich sich auch ein das ich diesen Sex garnicht wirklich wollte und ihn eher über mich ergehen ließ. Irgendwann ließ ich ihm dann einfach machen war total passiv und war froh wenn es vorbei war. Doch ich sagte ihm Nicht! dass es mir garnicht mehr gefallen hat.Nun kahm es dazu das er Abends im Bett als ich schon fast geschlafen habe mich befummelte ich sagte er soll es lassen doch er machte weiter bis zum Sex. Als ich dies im Halbschlaf wirklich realisierte wusste ich garnicht was mir geschieht und drehte mich einfach um. Erst ein Tag später redete wir darüber. Er sagte das er dachte ich sei wach und wolle das auch.Als er verstanden hatte das dies nicht so war tat es ihm Wahnsinnig leid und ich weiß das er mir nie absichtlich weh tun würde. Menschlich ist er einfach eine Treue und gutmütig Seele. Der Knackpunkt war nun vor 2 Monten.Er war feiern und kahm spät und betrunken nachhause, ich war zu diesem Zeitpunkt noch wach da ich nicht schlafen konnte stelle mich aber schlafend da ich keine lust hatte mich mit meinem betrunken Mann noch zu unterhalten. Er fing sofort an mich zu befummelte und wollte Sex. Ich schubst ihn weg und drehte mich um. Am nächsten Tag sprach ich ihn darauf an und fragte ihn was passiert wäre wenn ich schon geschlafen hätte. Er beteuerte das er sich an nichts erinnern kann und entschuldigte sich.Seit dem ist nichts wie vorher.Ich habe einfach Angst mich von meinem Mann in den Arm nehmen zu lassen und schon garnichts anderes.Egal wie sehr ich es versuche aber nichts kann mir der vertrauen zu ihn wiedergeben.Ich weiß einfach nicht was ich machen soll.Einerseits möchte ich das, dass alles ein Ende hat und wir getrennte Wege gehen.Andererseits will ich nicht das unsere Familie kaputt geht.Ich weiß es einfach nicht und frage mich wie ein Außenstehender Mensch dies beurteilt.Vielen Dank fürs lesen.

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6. Oktober 2017 um 9:31

Ich finde es normal wie sich dein Mann verhält - sofern er echt nicht mitbekommen hat, dass es dir nicht gefällt (es gibt ja genug Männer die das nur checken wenn man es ihnen sagt)

Sag ihm, wie sehr es dich belastet und beginne eine Therapie, damit du wieder einen besseren Zugang zu Sexualität findest. Wenn er dich liebt, wird er dich verstehen und in Zukunft immer fragen, sobald er dich an Orten berührt, wo du nur manchmal berührt werden willst (sag ihm das auch so, dass er das machen soll). Mit der Therapie kann er ja dann auch darauf hoffen, dass ihr wieder ein normales Sexleben haben könnt.

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8. Oktober 2017 um 14:32

Ich glaube, dass eure Familie erst dann kaputt geht, wenn ihr nicht genug darüber redet...auch wenn dir bei diesem Thema bestimmt oft die Worte fehlen. Auf jeden Fall solltest du ihm sagen, dass du ihn immer noch sehr liebst, aber dass du momentan keine, wirklich KEINE, körperliche Nähe erträgst und er es nicht versuchen soll...und wenn dann nur, wenn er dich vorher fragt (ob er dich z.B. in den Arm nehmen darf). Außerdem solltet ihr klären, wie er sich zu verhalten hat, wenn du von dir aus ankommst und Nähe suchtst, denn das heißt nicht automatisch, dass wieder alles gut ist und ihr am Abend ohne Probleme im Bett landen könnt. Wenn du ihn umarmst, heißt das nicht, dass du ihn auch küssen kannst, wenn du ihn küsst, heißt das nicht, dass du befummelt werden kannst etc... damit möchtest du ihn nicht quälen, sondern du musst deine Grenzen fühlen lernen. Wenn ihr euch innerhalb dieser Grenzen bewegen könnt, wirst du ihm auch wieder vertrauen können und dich bei ihm gut aufgehoben fühlen. Falls ihr jemals wieder miteinander schlafen könnt, muss er sich auch darauf einstellen, dass es dir während dessen zu viel wird und ihr abbrechen müsst, er muss da sensibilisiert werden, denn wenn man erst einmal in seinem Trauma gefangen ist, schafft man auch nicht mehr "hör auf" zu sagen, er muss merken, wenn du nur noch da liegst oder dein Gesicht die ganze Zeit abgewendet ist, oder wie auch immer dein Körper reagiert. Dein Partner muss jetzt sehr stark sein, denn du bist gerade am Wegbrechen und brauchst viel Hilfe. Darf ich fragen, wie alt eure Tochter ist? Hat vielleicht die Geburt etwas damit zu tun gehabt, dass in dir wieder alte Themen hochkommen? Ich meine...ist ja nicht gerade schmerzlos, so eine Geburt.

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