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Schwangerschaftsdepression ist das möglich?

20. Januar 2016 um 12:54 Letzte Antwort: 21. Januar 2016 um 17:07

Guten Tag ihr lieben Leute!

Zu aller erst stelle ich klar, dass ich nicht schwanger bin.
Es ist nur so, dass ich seid Jahren bzw. seid Kindheitsalter an, an einer Depression leide und einfach nicht weiß wo sie her kommt.

Ich habe dann im Internet gelesen, dass ein Kind wärend der Schwangerschaft, die Depression der Mutter "ab bekommt" und dieses sich dann auf das Kind "übertragen" kann.

Ich habe mich daher schon als Kind sehr einsam gefühlt, wurde ständig gemobbt und überall ausgeschlossen wenn ich wo mit machen wollte.

Wenn ich dann von der Schule nach hause kam und grundlos traurig war, musste ich mir eine Ausrede einfallen lassen um meiner Mutter sagen zu können warum ich traurig war (Zumal ich das Wort Depresion als Kind nicht kannte).

Dann als 2011 der Fall Robert Enke in die Medien kam, habe ich mich über Depression informiert und mir gedacht dass ich darunter leiden muss (Da ich mich immer in meinem Zimmer einschloss und nicht viele Freunde hatte, selten raus ging und mich still verhielt).

Des Weiteren hätte es meine Mutter mit "Du bildest dir das nur ein" oder "Nur weil ein Promi tot ist, redest du dir nun ein dass du das hast. Stelle dich nicht so an" geantwortet, wenn ich versucht hätte es ihr zu sagen.

Ich habe dann meiner Mutter vor 2 Tagen am Telefon gesagt dass ich unter Depressionen leide und ihre Anteilnahme zu dem Thema, war mehr passiv als aktiv....

Darum hier mal meine Frage:


Ist es möglich dass Kinder wärend der Schwangerschaft der Mutter, die Depression der Mutter "Ab bekommen" können?

Ich muss dazu sagen dass ich nun wegen meiner Depression in Behandlung bin und ich mit Medikamenten behandelt werde. Ich mache neben der Therapie auch eine Ausbildung, die ich eigentlich abbrechen will. Doch da ich durch die Ausbildung den Real Abschluss bekomme, kommt ein Abbruch für mich nicht in Frage.

Mein Ausbilder weiß auch von meiner Situation und unterstützt mich soweit er kann (Arbeitszeit kürzen etc.).

Was bei mir nur das große Problem ist, ist die Berufsschule.... da ich in einer Klasse bin, wo jedes falsche Wort sofort mit einer Lesterei bestraft wird.

Eigentlich macht es mir nichts aus wenn andere über mich reden, denn dann weiß ich dass ich lebendig bin.
Doch die Tatsache, dass meine Depression mein Denken verändert, belastet mich Psychisch unheimlich.

Des Weiteren habe ich Angst vor der Klasse ein Referat etc zu halten, da ich einen große Versagensangst habe und darum im Unterricht sehr wenig spreche und nur darauf warte dass die Schule vorbei ist.

Ich habe mir auch schon mehr mals die Frage gestellt, ob es weh tut zu sterben und was die einfachste Methode währe.... jedoch führe ich es nicht auch, da ich genau weiß dass das die Depression erreichen möchte.....


tut mir leid dass es so ein langer Post wurde. aber ich muss einfach mal alles raus lassen um zu wissen dass ich hier Leute habe die mich verstehen können.....


Danke im Voraus für die Antworten......

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21. Januar 2016 um 17:07

Die Depression
möchte, dass du damit zum Arzt gehst. Die Frage, woher das kommt, kannst du dir höchstwahrscheinlich nicht beantworten, und hier kann das wohl auch kaum wer.

Bekannt ist, dass eine gewisse Neigung zu Depressionen vererbt werden kann. Es ist genauso bekannt, dass Kinder von den Depressionen der Eltern beeinträchtigt werden können.

Wichtiger als das "Woher" ist wohl eher, dass du dich in der Zukunft nicht mehr damit rumschlagen musst.

Ich bin nun seit eineinhalb Jahren in Therapie und ganz langsam bin ich in der Lage, mein "Woher" herauszufinden. Aber: sicher kann ich mir nie sein und ich weiß inzwischen, dass es wichtiger ist, nach vorne zu gucken und einen Rückfall nach Möglichkeit nicht erleben zu müssen. Nur so haben meiner Meinung nach meine Kinder eine Chance, ohne das Ganze und mit einer glücklichen Mutter leben zu können.

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