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Schwanger... und komplett verzweifelt...

3. Januar um 15:21

Hallo!

Ich hoffe mir kann jemand helfen oder hat vl Ähnliches durch gemacht...

Ich bin ungeplant aber insgeheim gewollt in der 7. Woche schwanger. Ich habe es mir insgeheim schon lange gewünscht, aber nicht mehr daran geglaubt, ich hatte den Traum schon fast komplett aufgegeben... Ja und dann völlig unerwartet ist es passiert, es traf mich wie ein Schock - ich konnte es nicht glauben! Als ich es dann halbwegs realisiert habe hatte ich Tränen vor Freude in den Augen und war total glücklich! Am Tag darauf hat es dann angefangen... plötzlich bekam ich immer mehr Angst... ich habe richtige Panik, ich habe Stimmungsschwankungen und ich könnte ständig nur weinen...

Dabei wäre alles gut!! Mein Partner hatte einen kurzen Schockmoment - wo er aber trotzdem völlig vorbildlich reagiert hat - und ein paar Tage später war schon klar er möchte es, erzählte es stolz seiner Familie (sie unterstützen uns voll), seinen Freunden.... alle freuen sich für uns.

Ich möchte nicht wissen, wieviele mich gerade hassen, wo sie das lesen... denn: ich müsste doch überglücklich sein oder?? Ja, das sehe ich auch so! Nur... bin ich es nicht...

Ich weine nur noch, ich habe so dermaßen Angst, dass ich komplett durchdrehe... ich habe Angst den Verstand zu verlieren, habe einen Nervenzusammenbruch nach dem anderen...

Dazu sagen sollte ich vielleicht auch, ich bin 32. Mein Partner hat ein Haus - wo zwar viel getan gehört, aber das er für uns herrichten möchte. Ich müsste meine Wohnung (an der ich extrem hänge, weil es mein 1. richtiges Zuhause ist/war?) hergeben... Ich habe seit einem halben Jahr endlich *den* Job gefunden, der zu mir passt... Es wäre doch alles in Ordnung?

Ja, jetzt... aber mein Leben davor war die Hölle.... Ich hatte eine schlimme Kindheit, eine Mutter mit narzisstischer Persönlichkeitsstörung, keinen Vater... musste früh lernen alleine klarzukommen, mit Terror umzugehen... hatte 15 Jahre lang Essstörungen, jahrelang Depressionen... es war ein K(r)ampf.... war lange in Therapie, vor 2 Jahren habe ich es geschafft endgültig von meiner "Familie" zu gehen. Dann hab ich mich auf Reha begeben, hab alles aufgearbeitet, mich gestellt wovor ich so lange weglief und bin durch gegangen. Eines nach dem anderen bis ichs geschafft habe und tatsächlich ein komplett neues Leben angefangen habe.

Es ist alles plötzlich wirklich anders! Zum 1. Mal erfahre ich was es heißt in einer Familie so richtig angenommen zu werden, zuhause sein... zum 1. Mal habe ich einen liebevollen Partner, der zu mir steht. Ja wir haben auch unsere Probleme und Streitereien, aber nichts im Vergleich dazu was ich vorher durchmachen musste...

Eigentlich hätte ich alles, was ich mir immer gewünscht habe.... und ich bekomme Panik... ich weiß nicht ob mein Leben vorbei ist oder ob es gerade erst richtig beginnt... aber ich fühle mich als würde ich sterben... ich habe so Angst... und ich denke mir dann immer "schau dich an wie du die Nerven weghaust, was sollst du für eine Mutter werden?!" und ich habe mir mein ganzes Leben lang geschworen niemals einem Kind anzutun, was meine Mutter mir angetan hat!!! Ich habe auch so ein fürchterliches Problem mit Vertrauen... habe meine Beziehungen immer so geführt, dass ich ja einen "Notausgang" habe... ich jederzeit in jedem Moment abhauen könnte... musste ich ja früher auch oft, wenn meine Mutter wieder mal ausgetickt ist....

Tja und jetzt.... gibt es da keinen Notausgang mehr.... ich bin schwanger... wir werden zusammen ziehen... ich werde meine heißgeliebte Wohnung hergeben müssen.... mein ganzes Leben ändert sich von heute auf morgen und ich verliere die Kontrolle darüber.... mit Kontrolle und Unabhängigkeit habe ich mich aber immer geschützt.... Nun bin ich bald völlig schutzlos und ich hab.... Todesangst... ich drehe wirklich komplett durch.... in meinem Kopf passiert so viel gleichzeitig.... ich halte es kaum noch aus.... und dann denke ich mir natürlich.... einen Notausgang gäbe es ja noch.... es ist ja erst 7. Woche.... und hasse mich in dem Moment selbst dafür das überhaupt zu denken!!! Ich hab unser kleines Reiskorn ja jetzt schon so lieb (hab eine App da wird die Größe mit Früchten, Obst usw verglichen *g*).... aber ich halte mich wirklich nicht für stabil.... und man sollte doch stabil sein wenn man Mama wird.... man sollte innerlich ruhig sein.... ich sollte glücklich sein.... und nicht mich selbst, meinen Partner und so auch unser kleines Körnchen fertig machen nur weil ich so kaputt bin....

Ich bin verzweifelt.... ich weiß nicht was ich tun soll, mal denk ich so, mal denk ich so... ich kann mich nicht entscheiden... und ich drehe bald wirklich durch wenn ich nicht bald weiß was ich tun soll....

Sorry für den langen Text und danke wenn sich jemand angetan hat den zu lesen!
Ich hoffe ich habe niemandem die Laune verdorben....

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4. Januar um 0:36

Rational nicht erklärbare Todesängste sind meistens ein Hinweis auf die eigene (frühe) Kindheit. Stell dir mal vor, wie es vor ein paar Generationen noch war... ein kleines Kind, das von seinen Eltern nicht wahrgenommen oder vergessen wurde, hatte so gut wie keine Überlebenschancen. Und das die ängste Zeit, seit es die Menschheit gibt. Dieses intuitive Wissen hat sich in unseren Genen festgesetzt. Und es führt dazu, dass kleine Kinder, die von ihren Eltern nicht wahrgenommen werden, tatsächlich körperlich Todesängste durchleben.

Wenn du diese Ängste heute noch fühlst, dann liegt das daran, dass ein Teil von dir in seiner Entwicklung in der Vergangenheit stehengeblieben ist... ein Teil von dir ist immer noch das kleine Kind, das verzweifelt um sein Überleben kämpft.

Du schreibst zwar von Therapien und von deinen Fortschritten. Jetzt, wo du schwanger bist, bist du aber in einer völlig neuen Situation. Du versuchst nicht mehr nur, in Gedanken etwas zu lösen und zu verarbeiten, sondern du erlebst es ganz konkret mit deinem eigenen Körper. Die Liebe und der Rückhalt, den du heute erfährst, zeigt dir, wie deine eigene Kindheit hätte sein können... und dadurch siehst und fühlst du plötzlich die wahre Dimension der Grausamkeit, die du erlebt hast. Von der du dir bisher vielleicht eingeredet hast, sie wäre gar nicht so schlimm, um dich selbst zu schützen.

Stell dir mal eine weiße Wand vor. Wenn du nah an die Wand gehst, kannst du vielleicht kleine Helligkeitsstrukturen vom Putz oder von der Tapete sehen.

Dann stell dir vor, jemand kommt mit einem Projektor oder Beamer und projeziert ein Bild von einem Schachbrett an die Wand. Genau die gleiche Wand, bei der du dir vorher ohne den geringsten Zweifel sicher warst, dass sie "weiß" ist, ist jetzt plötzlich "schwarz".

In einem ähnlichen Zustand befindest du dich im Moment. Du lernst etwas grundlegend neues kennen, das in einem extremen Kontrast zu deinem bisherigen Leben steht. Und durch diesen Kontrast siehst du nun auch dein eigenes Leben aus einer ganz anderen Perspektive. Was vorher weiß war, ist in "neuem Licht" nun plötzlich schwarz. Was vorher "erträglich" war, wirkt nun zutiefst grausam. Und du kannst diese Grausamkeit nur durch den neu hinzugenommenen Kontrast wahrnehmen...

In dieser neuen, kontrastreichen Welt kennst du dich aber noch nicht aus. Du hast gelernt, in einer grausamen Welt zu überleben und dich zu schützen. Und jetzt musst du in kleinen Schritten neu lernen, zu leben. Vieles ist unbekannt und macht dir Angst... bestimmt auch, da alles Unkalkulierbare für dich früher mit Risiko (vielleicht bis hin zum Überlebensrisiko) verbunden war.

Man verarbeitet traumatisierende Erlebnisse nicht in einem Schritt. Es sind viele Schritte... jemand hat es mal mit Zwiebelschalen verglichen. Wenn man eine gelöst hat und denkt, man hat es geschafft, dann kommt nach einer Weile plötzlich die nächste Schale. Man fühlt scih zurückgeworfen. Aber in Wirklichkeit arbeitet man an einer anderen Ebene... genau wie es bei dir gerade ist.

Du musst als Mutter nicht "stark" sein. Das wichtigste ist, dass du deine eigenen Gefühle zulässt. Nicht versuchtst, sie vor deinem Kind zu verstecken... denn Kinder fühlen die Dinge, die ihre Eltern unterdrücken, um so intensiver. Erlaube dir zu trauern und zu weinen, die schmerzhafte Erinnerung zuzulassen und deinen Frieden famit zu schließen, dass du selbst eine so grausame Kindheit hattest. Nur so kannst du deine Vergangenheit hinter dir lassen und die Aufmerksamkeit für dein Kind finden, die es braucht.

Dein Kind wird dich immer wieder mit deinen unerlösten Anteilen konfrontieren. Das geht allen Eltern so. Viele reagieren darauf mit Abwehr, weil sie mit Themen konfrontiert werden, mit denen sie selbst nicht umgehen können und wo ihnen ihre Schwäche udn Hilflosigkeit bewusst wird. Der Versuch, die "Kontrolle" zu behalten, ist das alte Überlebensmuster aus der Vergangenheit... aber es führt gleichzeitig auch zum Verdrängen und zu einem gewissen Verlust der Wahrnehmungsfähigkeit. (Was übrigens Teil jeder Traumatisierung ist: Das Gehirn blendet die Anteile aus, mit denen man nicht umgehen kann und die einen aus der Bahn werfen würden... so kann man in Gefahrensituationen optimal "weiterfunktionieren", was in biologischem Sinne "überleben" bedeutet.). Kinder konfrontieren ihre Eltern intuitiv mit den Themen, mit denen sie nicht umgehen können... dadurch werden sie eher wahrgenommen und bekommen eine tiefere "Nähe" zu ihren Eltern. Es liegt dann an den Eltern, ob sie auf so eine Konfrontation mit Härte/Abwehr reagieren, oder sie nutzen, um sich mit den aufkommenden Gefühlen auseinanderzusetzen und einen Teil ihrer Vergangenheit zu verarbeiten. Wonach sie dann ganz von allein mehr Aufmerksamkeit für ihre Kinder übrig haben.

Es kommt also immer darauf an, aus welcher Perspektive du deine Situation sehen magst. Deine Schwangerschaft kann nämlich auch ein unglaubliches Geschenk sein, das dir die Möglichkeit gibt, dich nach und nach von deiner Vergangenheit zu lösen... sie zu verarbeiten, so dass du tatsächlich in der Lage bist, deinen Kindern eine harmonischere und liebevollere Familie zu schenken als du sie erlebt hast. Und ich bin überzeugt, auf diese Weise kannst du auch dich selbst "heilen": Es spielt keine Rolle, dass du dieses Mal die Mutter bist und nicht die kleine Tochter. Die Nähe, die du mit deinem Kind leben kannst, ist die selbe. Du bist aber nicht von alleine fähig, sie zu leben. Sondern es erfordert die Bereitschaft, deine Vergangenheit noch mehr zu verarbeiten also du es bisher getan hast. Ich bin mir aber sicher, dass es sich lohnt

Versuche also nicht, irgendein Glücksgefühl zu erzwingen oder sonstige Erwartungen, wie eine Mutter angeblich "sein soll". Sondern erlaube dir, traurig und schwach zu sein. Sei dir bewusst, dass sich deine Traurigkeit und Schwäche nicht gegen dein Kind richtet und dich schon gar nicht zu einer schlechten Mutter macht. Im Gegenteil: Sie helfen dir dabei, später besser für dein Kind da zu sein zu können. Da du durch die Verarbeitungsprozesse nach und nach deine Empfindungsfähigkeit und Kraft wieder zurückbekommst, die du vor langer Zeit verloren hast.

Mein Text ist leider auch ziemlich lang geworden. Ich hoffe, die eine oder andere Stelle kann dir ein bisschen beim Verstehen helfen, was mit dir gerade passiert und woher deine Gefühle kommen. Und dir ein wenig Mut machen.

Liebe Grüße und alles Gute!

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4. Januar um 9:52
In Antwort auf luna2019

Hallo!

Ich hoffe mir kann jemand helfen oder hat vl Ähnliches durch gemacht...

Ich bin ungeplant aber insgeheim gewollt in der 7. Woche schwanger. Ich habe es mir insgeheim schon lange gewünscht, aber nicht mehr daran geglaubt, ich hatte den Traum schon fast komplett aufgegeben... Ja und dann völlig unerwartet ist es passiert, es traf mich wie ein Schock - ich konnte es nicht glauben! Als ich es dann halbwegs realisiert habe hatte ich Tränen vor Freude in den Augen und war total glücklich! Am Tag darauf hat es dann angefangen... plötzlich bekam ich immer mehr Angst... ich habe richtige Panik, ich habe Stimmungsschwankungen und ich könnte ständig nur weinen...

Dabei wäre alles gut!! Mein Partner hatte einen kurzen Schockmoment - wo er aber trotzdem völlig vorbildlich reagiert hat - und ein paar Tage später war schon klar er möchte es, erzählte es stolz seiner Familie (sie unterstützen uns voll), seinen Freunden.... alle freuen sich für uns.

Ich möchte nicht wissen, wieviele mich gerade hassen, wo sie das lesen... denn: ich müsste doch überglücklich sein oder?? Ja, das sehe ich auch so! Nur... bin ich es nicht...

Ich weine nur noch, ich habe so dermaßen Angst, dass ich komplett durchdrehe... ich habe Angst den Verstand zu verlieren, habe einen Nervenzusammenbruch nach dem anderen...

Dazu sagen sollte ich vielleicht auch, ich bin 32. Mein Partner hat ein Haus - wo zwar viel getan gehört, aber das er für uns herrichten möchte. Ich müsste meine Wohnung (an der ich extrem hänge, weil es mein 1. richtiges Zuhause ist/war?) hergeben... Ich habe seit einem halben Jahr endlich *den* Job gefunden, der zu mir passt... Es wäre doch alles in Ordnung?

Ja, jetzt... aber mein Leben davor war die Hölle.... Ich hatte eine schlimme Kindheit, eine Mutter mit narzisstischer Persönlichkeitsstörung, keinen Vater... musste früh lernen alleine klarzukommen, mit Terror umzugehen... hatte 15 Jahre lang Essstörungen, jahrelang Depressionen... es war ein K(r)ampf.... war lange in Therapie, vor 2 Jahren habe ich es geschafft endgültig von meiner "Familie" zu gehen. Dann hab ich mich auf Reha begeben, hab alles aufgearbeitet, mich gestellt wovor ich so lange weglief und bin durch gegangen. Eines nach dem anderen bis ichs geschafft habe und tatsächlich ein komplett neues Leben angefangen habe.

Es ist alles plötzlich wirklich anders! Zum 1. Mal erfahre ich was es heißt in einer Familie so richtig angenommen zu werden, zuhause sein... zum 1. Mal habe ich einen liebevollen Partner, der zu mir steht. Ja wir haben auch unsere Probleme und Streitereien, aber nichts im Vergleich dazu was ich vorher durchmachen musste...

Eigentlich hätte ich alles, was ich mir immer gewünscht habe.... und ich bekomme Panik... ich weiß nicht ob mein Leben vorbei ist oder ob es gerade erst richtig beginnt... aber ich fühle mich als würde ich sterben... ich habe so Angst... und ich denke mir dann immer "schau dich an wie du die Nerven weghaust, was sollst du für eine Mutter werden?!" und ich habe mir mein ganzes Leben lang geschworen niemals einem Kind anzutun, was meine Mutter mir angetan hat!!! Ich habe auch so ein fürchterliches Problem mit Vertrauen... habe meine Beziehungen immer so geführt, dass ich ja einen "Notausgang" habe... ich jederzeit in jedem Moment abhauen könnte... musste ich ja früher auch oft, wenn meine Mutter wieder mal ausgetickt ist....

Tja und jetzt.... gibt es da keinen Notausgang mehr.... ich bin schwanger... wir werden zusammen ziehen... ich werde meine heißgeliebte Wohnung hergeben müssen.... mein ganzes Leben ändert sich von heute auf morgen und ich verliere die Kontrolle darüber.... mit Kontrolle und Unabhängigkeit habe ich mich aber immer geschützt.... Nun bin ich bald völlig schutzlos und ich hab.... Todesangst... ich drehe wirklich komplett durch.... in meinem Kopf passiert so viel gleichzeitig.... ich halte es kaum noch aus.... und dann denke ich mir natürlich.... einen Notausgang gäbe es ja noch.... es ist ja erst 7. Woche.... und hasse mich in dem Moment selbst dafür das überhaupt zu denken!!! Ich hab unser kleines Reiskorn ja jetzt schon so lieb (hab eine App da wird die Größe mit Früchten, Obst usw verglichen *g*).... aber ich halte mich wirklich nicht für stabil.... und man sollte doch stabil sein wenn man Mama wird.... man sollte innerlich ruhig sein.... ich sollte glücklich sein.... und nicht mich selbst, meinen Partner und so auch unser kleines Körnchen fertig machen nur weil ich so kaputt bin....

Ich bin verzweifelt.... ich weiß nicht was ich tun soll, mal denk ich so, mal denk ich so... ich kann mich nicht entscheiden... und ich drehe bald wirklich durch wenn ich nicht bald weiß was ich tun soll....

Sorry für den langen Text und danke wenn sich jemand angetan hat den zu lesen!
Ich hoffe ich habe niemandem die Laune verdorben....

Hej, auch ich bin unerwartet schwanger geworden, es hieß ich könnte keine Kinder bekommen und dann passierte es nach 6 Jahren Partnerschaft zum undenkbar ungünstigen Zeitpunkt. Zudem ging es mir körperlich nicht gut, ich war lange im Krankenhaus. Das war alles eine große Umstellung und Herausforderung in jeder Hinsicht, ob für die Partnerschaft oder in der Mutterrrolle. Heute ist mein Kind das beste, was mir je passiert ist! Es ist ein selbstbewusstes und fröhliches Kind.  

Mach dir bewusst das es nicht leicht wird, das es eine Lebensaufgabe ist, die auf dich zukommt. Ein Kind sollte niemals die Eltern heilen/therapieren, denn dann wird dem Kind zu viel Verantwortung aufgebürdet. Das Kind sollte Kind bleiben, dir lediglich stets als Motivation dienen, dich antreiben, das beste aus dir rauszuholen - für dich, für ihn, für das Lebewesen, das ihr geschaffen habt.  

Wenn du eine gute Mutter sein willst, dann schaffst du das auch. 

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6. Januar um 8:00

Hallo!
@bblubb: vielen vielen Dank für deine hilfreiche Antwort!! Sie fühlt sich sehr stimmig an und du konntest mir ein wenig Klarheit in diesen grausamen Nebel bringen...!! Dürftest dich wohl mit solchen Themen gut auskennen.... warum - ich kann nur hoffen dir ist nicht Ähnliches passiert!! Es hilft mir auf alle Fälle ein wenig besser zu verstehen, was mit mir los ist... Trotzdem frage ich mich warum ich so unglaubliche Panik habe...! Ich drehe komplett durch... und wie ein Ping Pong oder ein Hase schlag ich jeden Tag alle paar Minuten Haken zwischen "Oh mein Gott ich kann das nicht", ich würd am liebsten davonlaufen... und "ich würd aber so gern..."... es bricht mir mein Herz, ich halte das nicht mehr aus... jeden Morgen schrecke ich aus dem Schlaf hoch, realisiere es ist wirklich so - ich bin schwanger - und bekomme wieder Panik "ich kann das nicht!!!"... und ich frage mich, ob ich es wirklich nicht kann, ob ich so ein furchtbarer Mensch bin oder ob ich einfach nur absolute Panik vor dieser Nähe habe... wirkliche Todesangst... ich fühle mich hilflos, ausgeliefert, als wäre mein Leben vorbei und in meinem Kopf wird schon wieder automatisch nach einem "Notausgang" gesucht... war ja immer davonlaufen (in mich selbst oder wirklich im Außen) mein Überlebensmodus... hast du da vielleicht auch einen Tipp oder ein Ausdeutschen für mich? Ich weiß nicht wie ich wieder zu mir finden oder klar denken soll, in  meinem Kopf herrscht absolutes Chaos... Täglich ändere ich mehrmals meine Meinung, ich drehe wirklich bald durch... das hält doch niemand aus!! Und das ist aber eine grundlegende wichtige Entscheidung! Wenn nicht die wichtigste des Lebens!! Hier geht es um ein unschuldiges Wesen, das beschützt werden muss! Selbst wenn es bedeutet vor mir selbst.... Hilfe... ich weiß nicht mehr weiter, ich weiß nicht mehr wer ich bin, was mit mir passiert oder was ich tun soll... ich bin komplett verzweifelt, habe mein Lachen, meine Lebensfreude komplett verloren... dabei habe ich es mir immer so vorgestellt, dass ich dann richtig glücklich bin... immerhin habe ich so viel, worüber ich einfach nur glücklich sein dürfte!! Wieso kann ich es nicht... das ist doch furchtbar!! Entschuldigung falls ich Dinge wieder geschrieben habe, die ich in meinem Anfangspost auch erwähnt habe... ich bin wirklich verwirrt und ich habe leider weder die Kraft noch die Zeit um ihn nochmal zu lesen und eine strukturierte Antwort zu geben... Dabei bin ich so ein ordnungsliebender Mensch, hatte immer überall Struktur, momentan bricht jedoch nur noch Chaos aus mir heraus... ich verliere jegliche Kontrolle... was mich komplett fertig macht...

@Sonnenwind: auch dir danke für deine Antwort! Ja da hast du vollkommen Recht, das Kind hat auch nicht die Verantwortung zu heilen - das liegt ganz alleine in meiner Verantwortung! Ich will, dass es ihm besser geht als mir! Nur das ist es auch, was mich so fertig macht... ich weiß nicht, ob ich stark genug bin... schau mich doch an wie ich die Nerven wegschmeiße und durchdrehe... was soll ich nur für eine Mutter werden?? Und ich habe mir geschworen - bereits als Kind - ich werde das *niemals*!!! weiter geben!! Das werde ich auch halten, wenn nötig auch indem ich mein Kind vor mir schütze, ich den Notausgang nehme und für den Rest meines Lebens lieber alleine bleiben, um niemandem jemals mehr weh zu tun... ich habe wahnsinnige Angst, dass ich zu kaputt bin... ich weiß momentan wirklich nicht mehr wer ich bin oder was mit mir los ist... alles was ich davor dachte geordnet zu haben bricht völlig unkontrolliert aus mir aus... Panik, Todesangst, pure Verzweiflung... was soll ich nur tun...

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6. Januar um 9:10
In Antwort auf luna2019

Hallo!
@bblubb: vielen vielen Dank für deine hilfreiche Antwort!! Sie fühlt sich sehr stimmig an und du konntest mir ein wenig Klarheit in diesen grausamen Nebel bringen...!! Dürftest dich wohl mit solchen Themen gut auskennen.... warum - ich kann nur hoffen dir ist nicht Ähnliches passiert!! Es hilft mir auf alle Fälle ein wenig besser zu verstehen, was mit mir los ist... Trotzdem frage ich mich warum ich so unglaubliche Panik habe...! Ich drehe komplett durch... und wie ein Ping Pong oder ein Hase schlag ich jeden Tag alle paar Minuten Haken zwischen "Oh mein Gott ich kann das nicht", ich würd am liebsten davonlaufen... und "ich würd aber so gern..."... es bricht mir mein Herz, ich halte das nicht mehr aus... jeden Morgen schrecke ich aus dem Schlaf hoch, realisiere es ist wirklich so - ich bin schwanger - und bekomme wieder Panik "ich kann das nicht!!!"... und ich frage mich, ob ich es wirklich nicht kann, ob ich so ein furchtbarer Mensch bin oder ob ich einfach nur absolute Panik vor dieser Nähe habe... wirkliche Todesangst... ich fühle mich hilflos, ausgeliefert, als wäre mein Leben vorbei und in meinem Kopf wird schon wieder automatisch nach einem "Notausgang" gesucht... war ja immer davonlaufen (in mich selbst oder wirklich im Außen) mein Überlebensmodus... hast du da vielleicht auch einen Tipp oder ein Ausdeutschen für mich? Ich weiß nicht wie ich wieder zu mir finden oder klar denken soll, in  meinem Kopf herrscht absolutes Chaos... Täglich ändere ich mehrmals meine Meinung, ich drehe wirklich bald durch... das hält doch niemand aus!! Und das ist aber eine grundlegende wichtige Entscheidung! Wenn nicht die wichtigste des Lebens!! Hier geht es um ein unschuldiges Wesen, das beschützt werden muss! Selbst wenn es bedeutet vor mir selbst.... Hilfe... ich weiß nicht mehr weiter, ich weiß nicht mehr wer ich bin, was mit mir passiert oder was ich tun soll... ich bin komplett verzweifelt, habe mein Lachen, meine Lebensfreude komplett verloren... dabei habe ich es mir immer so vorgestellt, dass ich dann richtig glücklich bin... immerhin habe ich so viel, worüber ich einfach nur glücklich sein dürfte!! Wieso kann ich es nicht... das ist doch furchtbar!! Entschuldigung falls ich Dinge wieder geschrieben habe, die ich in meinem Anfangspost auch erwähnt habe... ich bin wirklich verwirrt und ich habe leider weder die Kraft noch die Zeit um ihn nochmal zu lesen und eine strukturierte Antwort zu geben... Dabei bin ich so ein ordnungsliebender Mensch, hatte immer überall Struktur, momentan bricht jedoch nur noch Chaos aus mir heraus... ich verliere jegliche Kontrolle... was mich komplett fertig macht...

@Sonnenwind: auch dir danke für deine Antwort! Ja da hast du vollkommen Recht, das Kind hat auch nicht die Verantwortung zu heilen - das liegt ganz alleine in meiner Verantwortung! Ich will, dass es ihm besser geht als mir! Nur das ist es auch, was mich so fertig macht... ich weiß nicht, ob ich stark genug bin... schau mich doch an wie ich die Nerven wegschmeiße und durchdrehe... was soll ich nur für eine Mutter werden?? Und ich habe mir geschworen - bereits als Kind - ich werde das *niemals*!!! weiter geben!! Das werde ich auch halten, wenn nötig auch indem ich mein Kind vor mir schütze, ich den Notausgang nehme und für den Rest meines Lebens lieber alleine bleiben, um niemandem jemals mehr weh zu tun... ich habe wahnsinnige Angst, dass ich zu kaputt bin... ich weiß momentan wirklich nicht mehr wer ich bin oder was mit mir los ist... alles was ich davor dachte geordnet zu haben bricht völlig unkontrolliert aus mir aus... Panik, Todesangst, pure Verzweiflung... was soll ich nur tun...

Es ist ganz alleine deine Entscheidung was du tun willst. Für oder gegen die Schwangerschaft. Das Leben ist vielfältig. Es ist mit Kind schön und ohne je ein Kind zu bekommen ist das Leben auch schön! Geh am besten zu Pro Familia oder Caritas und lass dich dort beraten.

Ich kann deine Panik und Versagensängste gut nachvollziehen bei deiner Kindheit. Doch manchmal sind das die besten Mütter, die sich Gedanken über ihre Verantwortung machen, und schließlich auch ihre Panik und Versagensängste überwinden konnten.Es ist gut das du dir Gedanken machst, doch deine Panik musst du nun lernen zu überwinden, in dem du peu a peu Selbstvertrauen aufbaust, an das Gute in dir glaubst. Auf das schaust was du bis heute geleistet hast. 

Schau, viele die nicht einmal eine besorgte Kindheit hatten, planen und bekommen Kinder, aber nicht jeder von ihnen ist auch tatsächlich geeignet ein Kind zu erziehen.

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6. Januar um 11:09

Danke! Ja, da hast du vollkommen Recht... Ich benötige auf alle Fälle Hilfe und Unterstützung, jemanden der mich durch dieses Chaos leitet. Dieses Forum hier und eure Antworten sind bereits eine große Hilfe, doch brauche ich noch mehr. Ich werde mich mal erkundigen, wo ich hingehen kann.
Ich bin zwar in Therapie - Gott sei Dank! Doch auch er meinte er ist in dem Punkt kein Experte und ich soll zusätzlich wohin gehen, die sich mit Schwangerschaft besser auskennen. Zumindest bin ich mal soweit darüber nachzudenken! Wenn die Welt so über mir einbricht verfall ich immer in mein altes Muster alles alleine schaffen zu müssen... gut, dass ich zumindest so weit war hier etwas zu posten und dadurch so tolle Erste Hilfe bekommen habe! Das führt dann zum nächsten Schritt... Ich kann nicht oft genug Danke sagen, Hilfe zu bekommen - vor allem von Menschen, die man nicht mal kennt - ist nicht selbstverständlich! Ich hoffe ihr bekommt das zurück, wenn ihr mal Hilfe benötigt

Aber ja, was ich will, das ist wohl die Frage... mein größter Traum war immer eine eigene Familie, eine richtige, eine harmonische, wo man zusammenhält und füreinander da ist. Ich hab immer gerne davon geträumt, diesen Traum in meinem Herzen behalten. Aber irgendwie auch weggesperrt, ich hätte niemals gedacht, dass er wahr werden kann... Und leider ist es nicht wie in den Filmen, wo dann plötzlich das Happy End ist und alles ist gut. Wenn man ein hartes Leben hatte und es plötzlich gut zu werden scheint kommt erst alles hoch und man merkt was man für Schwierigkeiten hat Gutes anzunehmen, sich zu trauen... immerhin war mein Leben in Einsamkeit ja sicher... da konnte man mir nichts tun, wenn ich niemanden zu nahe an mich ran lasse und die Kontrolle behalte bin ich sicher... Tja und nun bin ich dabei jegliche Kontrolle zu verlieren und ja, das macht mir Todesangst... ich hab solche Panik dass mir kotzübel wird - und nein ich habe eigentlich keine Schwangerschaftsübelkeit *g*... ja nur sagt man nicht man soll sich seinen Ängsten stellen... das Leben ist doch erst lebenswert wenn man es wagt seinem Herzen zu folgen, zu vertrauen, loszulassen... und in Wahrheit habe ich niemals gelebt, auch meine Ärzte sagten mir ich war lebendig begraben, habe immer nur überlebt und nie gelebt... langsam war ich so weit und hab es versucht, aber immer nur mit angezogener Handbremse, hab mir immer einen Notausgang zur Sicherheit offen gelassen... hab also weiterhin versucht die Kontrolle zu bewahren, das wird mir aber erst jetzt klar... ich glaube ich stehe an einem absolut lebensverändernden Punkt... "lasse ich meine Vergangenheit endlich hinter mir und traue mich leben oder laufe ich davon, geh ich zurück in meine sichere Einsamkeit, woran ich bestimmt früher oder später zu Grunde gehe"....

Diese Entscheidung ist in der Tat in vielerlei Hinsicht eine Entscheidung für Leben oder Tot... Die härteste Entscheidung meines Lebens war die von meiner "Familie" zu gehen... Aber diese hier... kommt mindestens auf Platz 2, wenn sie sich nicht sogar den Platz 1 teilt...

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6. Januar um 12:45
In Antwort auf luna2019

Danke! Ja, da hast du vollkommen Recht... Ich benötige auf alle Fälle Hilfe und Unterstützung, jemanden der mich durch dieses Chaos leitet. Dieses Forum hier und eure Antworten sind bereits eine große Hilfe, doch brauche ich noch mehr. Ich werde mich mal erkundigen, wo ich hingehen kann.
Ich bin zwar in Therapie - Gott sei Dank! Doch auch er meinte er ist in dem Punkt kein Experte und ich soll zusätzlich wohin gehen, die sich mit Schwangerschaft besser auskennen. Zumindest bin ich mal soweit darüber nachzudenken! Wenn die Welt so über mir einbricht verfall ich immer in mein altes Muster alles alleine schaffen zu müssen... gut, dass ich zumindest so weit war hier etwas zu posten und dadurch so tolle Erste Hilfe bekommen habe! Das führt dann zum nächsten Schritt... Ich kann nicht oft genug Danke sagen, Hilfe zu bekommen - vor allem von Menschen, die man nicht mal kennt - ist nicht selbstverständlich! Ich hoffe ihr bekommt das zurück, wenn ihr mal Hilfe benötigt

Aber ja, was ich will, das ist wohl die Frage... mein größter Traum war immer eine eigene Familie, eine richtige, eine harmonische, wo man zusammenhält und füreinander da ist. Ich hab immer gerne davon geträumt, diesen Traum in meinem Herzen behalten. Aber irgendwie auch weggesperrt, ich hätte niemals gedacht, dass er wahr werden kann... Und leider ist es nicht wie in den Filmen, wo dann plötzlich das Happy End ist und alles ist gut. Wenn man ein hartes Leben hatte und es plötzlich gut zu werden scheint kommt erst alles hoch und man merkt was man für Schwierigkeiten hat Gutes anzunehmen, sich zu trauen... immerhin war mein Leben in Einsamkeit ja sicher... da konnte man mir nichts tun, wenn ich niemanden zu nahe an mich ran lasse und die Kontrolle behalte bin ich sicher... Tja und nun bin ich dabei jegliche Kontrolle zu verlieren und ja, das macht mir Todesangst... ich hab solche Panik dass mir kotzübel wird - und nein ich habe eigentlich keine Schwangerschaftsübelkeit *g*... ja nur sagt man nicht man soll sich seinen Ängsten stellen... das Leben ist doch erst lebenswert wenn man es wagt seinem Herzen zu folgen, zu vertrauen, loszulassen... und in Wahrheit habe ich niemals gelebt, auch meine Ärzte sagten mir ich war lebendig begraben, habe immer nur überlebt und nie gelebt... langsam war ich so weit und hab es versucht, aber immer nur mit angezogener Handbremse, hab mir immer einen Notausgang zur Sicherheit offen gelassen... hab also weiterhin versucht die Kontrolle zu bewahren, das wird mir aber erst jetzt klar... ich glaube ich stehe an einem absolut lebensverändernden Punkt... "lasse ich meine Vergangenheit endlich hinter mir und traue mich leben oder laufe ich davon, geh ich zurück in meine sichere Einsamkeit, woran ich bestimmt früher oder später zu Grunde gehe"....

Diese Entscheidung ist in der Tat in vielerlei Hinsicht eine Entscheidung für Leben oder Tot... Die härteste Entscheidung meines Lebens war die von meiner "Familie" zu gehen... Aber diese hier... kommt mindestens auf Platz 2, wenn sie sich nicht sogar den Platz 1 teilt...

Du bist reflektiert, das ist gut. Der Schritt, dich von deiner Familie loszulösen ist eine starke Entscheidung, die dich weiter in die Selbstständigkeit und Unabhängigkeit geführt hat. 

Weißt du, was viel schlimmer ist, wenn Kinder einsam sind! ...Warum meinst du du seist einsam, wenn du kinderlos wärst? Würde dein Freund hinter dir und deiner Entscheidung stehen?Familie wird idealisiert, vor allem wenn man in ihr als Kind keinen Halt verspürte. Du willst nun das, was dir fehlte. Ich bin in einer Familie aufgewachsen, wo Zusammenhalt Pflicht ist. Das hat alles seine Vor- und Nachteile und so ein Familienmitglied zu sein, heißt auch wenig Privatsphäre, ständige Rücksichtnahme üben und Verfügbarkeit bieten. Das kann total anstrengend sein...

Wer gute Freunde hat, Bekannte hat und zufrieden ist auch im Job, ist völlig autark und hat meist keinen Grund sich einsam oder unzufrieden zu fühlen.Die körperliche Gesundheit ist die, die wir stets schätzen müssen - sie ist nicht selbstverständlich. Es ist auch nicht selbstverständlich ein völlig gesundes Kind zu bekommen. Es ist auch nicht selbstverständlich lebenslang gesund zu bleiben und körperlich fit zu sein. 

Für mich ist nur derjenige einsam, der es verlernt hat sich zu freuen, derjenige der es verlernt hat an das Gute zu glauben. 

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6. Januar um 12:53
In Antwort auf luna2019

Danke! Ja, da hast du vollkommen Recht... Ich benötige auf alle Fälle Hilfe und Unterstützung, jemanden der mich durch dieses Chaos leitet. Dieses Forum hier und eure Antworten sind bereits eine große Hilfe, doch brauche ich noch mehr. Ich werde mich mal erkundigen, wo ich hingehen kann.
Ich bin zwar in Therapie - Gott sei Dank! Doch auch er meinte er ist in dem Punkt kein Experte und ich soll zusätzlich wohin gehen, die sich mit Schwangerschaft besser auskennen. Zumindest bin ich mal soweit darüber nachzudenken! Wenn die Welt so über mir einbricht verfall ich immer in mein altes Muster alles alleine schaffen zu müssen... gut, dass ich zumindest so weit war hier etwas zu posten und dadurch so tolle Erste Hilfe bekommen habe! Das führt dann zum nächsten Schritt... Ich kann nicht oft genug Danke sagen, Hilfe zu bekommen - vor allem von Menschen, die man nicht mal kennt - ist nicht selbstverständlich! Ich hoffe ihr bekommt das zurück, wenn ihr mal Hilfe benötigt

Aber ja, was ich will, das ist wohl die Frage... mein größter Traum war immer eine eigene Familie, eine richtige, eine harmonische, wo man zusammenhält und füreinander da ist. Ich hab immer gerne davon geträumt, diesen Traum in meinem Herzen behalten. Aber irgendwie auch weggesperrt, ich hätte niemals gedacht, dass er wahr werden kann... Und leider ist es nicht wie in den Filmen, wo dann plötzlich das Happy End ist und alles ist gut. Wenn man ein hartes Leben hatte und es plötzlich gut zu werden scheint kommt erst alles hoch und man merkt was man für Schwierigkeiten hat Gutes anzunehmen, sich zu trauen... immerhin war mein Leben in Einsamkeit ja sicher... da konnte man mir nichts tun, wenn ich niemanden zu nahe an mich ran lasse und die Kontrolle behalte bin ich sicher... Tja und nun bin ich dabei jegliche Kontrolle zu verlieren und ja, das macht mir Todesangst... ich hab solche Panik dass mir kotzübel wird - und nein ich habe eigentlich keine Schwangerschaftsübelkeit *g*... ja nur sagt man nicht man soll sich seinen Ängsten stellen... das Leben ist doch erst lebenswert wenn man es wagt seinem Herzen zu folgen, zu vertrauen, loszulassen... und in Wahrheit habe ich niemals gelebt, auch meine Ärzte sagten mir ich war lebendig begraben, habe immer nur überlebt und nie gelebt... langsam war ich so weit und hab es versucht, aber immer nur mit angezogener Handbremse, hab mir immer einen Notausgang zur Sicherheit offen gelassen... hab also weiterhin versucht die Kontrolle zu bewahren, das wird mir aber erst jetzt klar... ich glaube ich stehe an einem absolut lebensverändernden Punkt... "lasse ich meine Vergangenheit endlich hinter mir und traue mich leben oder laufe ich davon, geh ich zurück in meine sichere Einsamkeit, woran ich bestimmt früher oder später zu Grunde gehe"....

Diese Entscheidung ist in der Tat in vielerlei Hinsicht eine Entscheidung für Leben oder Tot... Die härteste Entscheidung meines Lebens war die von meiner "Familie" zu gehen... Aber diese hier... kommt mindestens auf Platz 2, wenn sie sich nicht sogar den Platz 1 teilt...

wenn du kein Kind möchtest, dann bekomme keins! Wenn du ein Kind möchtest, und du eine gute Mutter sein willst, dann wirst du mit der Aufgabe wachsen. Jede Herausforderung, die sich stellt wird dich instinktiv daran erinnern, das du einmal alleine gelebt hast und dein Leben auch selbständig gemeistert hast. Deine Selbständigkeit ist der beste Beweis, wieviel Kraft in dir steckt und dass du jede Herausforderung meistern wirst, die auf dich zukommt.

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7. Januar um 10:00

Mein Partner würde so oder so hinter mir stehen und bei mir bleiben. Er sagt immer das Wichtigste ist ihm, dass ich glücklich bin - egal ob so oder so. Aber könnte er es sich wünschen, würde er sich wünschen ich entscheide mich auch dafür. Im Herzen hab ich das ja von Anfang an getan, nur dann brach eine Flutwelle aus Angst, Panik... über mir ein.
 Und ja, vermutlich suche ich zum Teil danach, was ich nie hatte. Aber ich will nicht nur deshalb eine Familie, sondern einfach weil für mich das Leben dann erst Sinn hat bzw. erfüllt ist - wenn man es mit jemandem teilen kann. Ich habe bloß Angst davor, ob ich es auch schaffe... und auch weil ich mir mit Nähe nicht leicht tue, bedeutete sie ja früher immer Bedrohliches... noch nie war mir so klar wie heute wieviel Angst und Traumata da in mir gesteckt sind... aber danke für den zweiten Text, der hat mich erleichtert. Ich vergesse immer, was ich schon geschafft habe und sehe nur was zu tun ist während ich überhaupt nicht an mich glaube... Tja, jahrelange Gehirnwäsche bekommt man leider nicht von heut aus sich heraus... Bezüglich Gesundheit kann ich dir nur vollkommen Recht geben. Aber zur Gesundheit gehört halt auch die Psyche... In dem Punkt mit der Einsamkeit kann ich dir leider nicht ganz zustimmen... Denn Einsamkeit kann Menschen auch krank machen. Weder gute Bekannte, noch Freunde, noch Familie sind selbstverständlich! Es ist großes Glück, wenn man Menschen hat die einen mögen und akzeptieren wie man ist, die für einen da sind - wofür man mindestens genauso dankbar sein sollte wie für Gesundheit oder Sonstiges. Ich glaube wir Menschen sind im Grunde nicht dazu geboren alleine zu sein, Menschen brauchen Menschen...

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7. Januar um 12:07

Nein, wenn man schwanger ist, ist man alles andere als stabil und vor allem ist man nicht automatisch glücklich.
Vielleicht kannst du dich an deinen Therapeuten wenden, um eine emotinale Stütze zu haben?

Du hattest eine schlimme Kindheit und Depressionen. Ich glaube sowas führt fast automatisch in eine Schwangerschaftsdepression. Ich war davon leider auch betroffen.
Ich erspare dir die Gedanken, die ich in den verschiedenen Schwangerschaften hatte, Aber ich kann sagen: Es geht auch anderen so.
Die Angst wurde nach den ersten 3 Monaten besser. Aber ich hatte sie bis zum Schluß und bis zum Tag der Geburt Angst, was auf mich zukommt. Am liebsten wär mir das Kind gar nicht geboren.
Aber als meine Tochter dann da war, war alles in Ordnung und ich war so gerne Mutter.
Mir lief auch der Umgang mit ihr ganz leicht.
Mittlerweile ist sie 8 Jahre. Wir haben unsere Schwierigkeiten, die ich ebenfalls meiner Kindheit anlaste, aber es geht. Es kostet einfach mehr Kraft und Nerven, als ich denke, dass es die Frauen mit liebevollen Müttern kostet. Aber du weißt, für wen du das tust.
Und du liebst dein Kind.

Ich wünsche dir sehr die Unterstützung, die du jetzt brauchst.

LG

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7. Januar um 14:09

Vielen Dank für die aufmunternden Worte! Das tut gut zu lesen...!

Ja ich habe auch etwas über Schwangerschaftsdepression gelesen und dass wenn man davor mit Depressionen zu tun hatte es leider sehr wahrscheinlich ist, dass man sie bekommt... manchmal denke ich mir ich sollte aufhören dagegen anzukämpfen und es akzeptieren, dass es wohl immer ein Teil von mir sein wird. Bei mir wurden mal rezidivierende Depressionen diagnostiziert, sonst nichts zum Glück was nach allem an ein Wunder grenzt!! Jedoch kann das leider chronisch werden.. und wenn ich bedenke, dass meine Depressionen ungefähr mit 11-12 begonnen haben muss ich jetzt mit 32 wohl leider schon fast von chronisch sprechen oder? Eh dumm irgendwie... hab immer so sehr dafür gekämpft ein "normales" Leben führen zu können, hatte meinen Traum, dass irgendwann alles gut ist (hab zu viele Disney Filme geschaut damals... *g*) und dafür hab ich gekämpft... vielleicht kann man im Leben doch nicht alles schaffen und muss gewisse Dinge einfach akzeptieren... ganz bestimmt sogar - nur wo zieht man die Grenze? Alles dafür tun um eine gute Mutter zu sein, sein bestes geben, aber akzeptieren dass man nunmal nicht immer alles richtig machen kann und ich halt oft trauriger, nachdenklicher, ernster bin als der Durchschnittsmensch? Fällt schwer zu akzeptieren, vor allem wenn ich meinem Kind auch Leichtigkeit mitgeben will... ich will nicht, dass es unter meiner Vergangenheit leidet... das hab ich mir immer schon geschworen...

Und ja, an meinen Therapeuten habe ich mich sofort gewendet, ich bespreche mit ihm alles was mir auf der Seele brennt! Nur würde ich momentan vermutlich täglich 2-3 Stunden brauchen, um alles sortieren zu können...

Ich glaube aber langsam wird es besser... habe viel mit meinem Partner, mit Freundinnen geredet und auch dieses Forum hier hilft mir sehr! Ich bin zumindest nicht mehr am völlig durchdrehen... momentan eher einfach traurig, müde... würde mich am liebsten nur verkriechen... ich empfinde momentan einfach alles als anstrengend und mühsam... möchte am liebsten nur schlafen....


Dankeschön, das ist sehr lieb von dir!! Ich wünsche dir natürlich auch weiterhin nur das Beste und eine schöne Zeit mit deiner Tochter

LG

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7. Januar um 17:16
In Antwort auf luna2019

Hallo!

Ich hoffe mir kann jemand helfen oder hat vl Ähnliches durch gemacht...

Ich bin ungeplant aber insgeheim gewollt in der 7. Woche schwanger. Ich habe es mir insgeheim schon lange gewünscht, aber nicht mehr daran geglaubt, ich hatte den Traum schon fast komplett aufgegeben... Ja und dann völlig unerwartet ist es passiert, es traf mich wie ein Schock - ich konnte es nicht glauben! Als ich es dann halbwegs realisiert habe hatte ich Tränen vor Freude in den Augen und war total glücklich! Am Tag darauf hat es dann angefangen... plötzlich bekam ich immer mehr Angst... ich habe richtige Panik, ich habe Stimmungsschwankungen und ich könnte ständig nur weinen...

Dabei wäre alles gut!! Mein Partner hatte einen kurzen Schockmoment - wo er aber trotzdem völlig vorbildlich reagiert hat - und ein paar Tage später war schon klar er möchte es, erzählte es stolz seiner Familie (sie unterstützen uns voll), seinen Freunden.... alle freuen sich für uns.

Ich möchte nicht wissen, wieviele mich gerade hassen, wo sie das lesen... denn: ich müsste doch überglücklich sein oder?? Ja, das sehe ich auch so! Nur... bin ich es nicht...

Ich weine nur noch, ich habe so dermaßen Angst, dass ich komplett durchdrehe... ich habe Angst den Verstand zu verlieren, habe einen Nervenzusammenbruch nach dem anderen...

Dazu sagen sollte ich vielleicht auch, ich bin 32. Mein Partner hat ein Haus - wo zwar viel getan gehört, aber das er für uns herrichten möchte. Ich müsste meine Wohnung (an der ich extrem hänge, weil es mein 1. richtiges Zuhause ist/war?) hergeben... Ich habe seit einem halben Jahr endlich *den* Job gefunden, der zu mir passt... Es wäre doch alles in Ordnung?

Ja, jetzt... aber mein Leben davor war die Hölle.... Ich hatte eine schlimme Kindheit, eine Mutter mit narzisstischer Persönlichkeitsstörung, keinen Vater... musste früh lernen alleine klarzukommen, mit Terror umzugehen... hatte 15 Jahre lang Essstörungen, jahrelang Depressionen... es war ein K(r)ampf.... war lange in Therapie, vor 2 Jahren habe ich es geschafft endgültig von meiner "Familie" zu gehen. Dann hab ich mich auf Reha begeben, hab alles aufgearbeitet, mich gestellt wovor ich so lange weglief und bin durch gegangen. Eines nach dem anderen bis ichs geschafft habe und tatsächlich ein komplett neues Leben angefangen habe.

Es ist alles plötzlich wirklich anders! Zum 1. Mal erfahre ich was es heißt in einer Familie so richtig angenommen zu werden, zuhause sein... zum 1. Mal habe ich einen liebevollen Partner, der zu mir steht. Ja wir haben auch unsere Probleme und Streitereien, aber nichts im Vergleich dazu was ich vorher durchmachen musste...

Eigentlich hätte ich alles, was ich mir immer gewünscht habe.... und ich bekomme Panik... ich weiß nicht ob mein Leben vorbei ist oder ob es gerade erst richtig beginnt... aber ich fühle mich als würde ich sterben... ich habe so Angst... und ich denke mir dann immer "schau dich an wie du die Nerven weghaust, was sollst du für eine Mutter werden?!" und ich habe mir mein ganzes Leben lang geschworen niemals einem Kind anzutun, was meine Mutter mir angetan hat!!! Ich habe auch so ein fürchterliches Problem mit Vertrauen... habe meine Beziehungen immer so geführt, dass ich ja einen "Notausgang" habe... ich jederzeit in jedem Moment abhauen könnte... musste ich ja früher auch oft, wenn meine Mutter wieder mal ausgetickt ist....

Tja und jetzt.... gibt es da keinen Notausgang mehr.... ich bin schwanger... wir werden zusammen ziehen... ich werde meine heißgeliebte Wohnung hergeben müssen.... mein ganzes Leben ändert sich von heute auf morgen und ich verliere die Kontrolle darüber.... mit Kontrolle und Unabhängigkeit habe ich mich aber immer geschützt.... Nun bin ich bald völlig schutzlos und ich hab.... Todesangst... ich drehe wirklich komplett durch.... in meinem Kopf passiert so viel gleichzeitig.... ich halte es kaum noch aus.... und dann denke ich mir natürlich.... einen Notausgang gäbe es ja noch.... es ist ja erst 7. Woche.... und hasse mich in dem Moment selbst dafür das überhaupt zu denken!!! Ich hab unser kleines Reiskorn ja jetzt schon so lieb (hab eine App da wird die Größe mit Früchten, Obst usw verglichen *g*).... aber ich halte mich wirklich nicht für stabil.... und man sollte doch stabil sein wenn man Mama wird.... man sollte innerlich ruhig sein.... ich sollte glücklich sein.... und nicht mich selbst, meinen Partner und so auch unser kleines Körnchen fertig machen nur weil ich so kaputt bin....

Ich bin verzweifelt.... ich weiß nicht was ich tun soll, mal denk ich so, mal denk ich so... ich kann mich nicht entscheiden... und ich drehe bald wirklich durch wenn ich nicht bald weiß was ich tun soll....

Sorry für den langen Text und danke wenn sich jemand angetan hat den zu lesen!
Ich hoffe ich habe niemandem die Laune verdorben....

nicht mehr daran geglaubt?  also habt ihr nicht verhütet?

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7. Januar um 20:19
In Antwort auf luna2019

Mein Partner würde so oder so hinter mir stehen und bei mir bleiben. Er sagt immer das Wichtigste ist ihm, dass ich glücklich bin - egal ob so oder so. Aber könnte er es sich wünschen, würde er sich wünschen ich entscheide mich auch dafür. Im Herzen hab ich das ja von Anfang an getan, nur dann brach eine Flutwelle aus Angst, Panik... über mir ein.
 Und ja, vermutlich suche ich zum Teil danach, was ich nie hatte. Aber ich will nicht nur deshalb eine Familie, sondern einfach weil für mich das Leben dann erst Sinn hat bzw. erfüllt ist - wenn man es mit jemandem teilen kann. Ich habe bloß Angst davor, ob ich es auch schaffe... und auch weil ich mir mit Nähe nicht leicht tue, bedeutete sie ja früher immer Bedrohliches... noch nie war mir so klar wie heute wieviel Angst und Traumata da in mir gesteckt sind... aber danke für den zweiten Text, der hat mich erleichtert. Ich vergesse immer, was ich schon geschafft habe und sehe nur was zu tun ist während ich überhaupt nicht an mich glaube... Tja, jahrelange Gehirnwäsche bekommt man leider nicht von heut aus sich heraus... Bezüglich Gesundheit kann ich dir nur vollkommen Recht geben. Aber zur Gesundheit gehört halt auch die Psyche... In dem Punkt mit der Einsamkeit kann ich dir leider nicht ganz zustimmen... Denn Einsamkeit kann Menschen auch krank machen. Weder gute Bekannte, noch Freunde, noch Familie sind selbstverständlich! Es ist großes Glück, wenn man Menschen hat die einen mögen und akzeptieren wie man ist, die für einen da sind - wofür man mindestens genauso dankbar sein sollte wie für Gesundheit oder Sonstiges. Ich glaube wir Menschen sind im Grunde nicht dazu geboren alleine zu sein, Menschen brauchen Menschen...

Der Mensch ist ein soziales Wesen, Menschen brauchen Menschen.Unbedingt! Der eine mehr der andere weniger, aber vollkommen alleine wäre die Mehrheit der Menschen einsam. Freunde können genauso gut oder teilweise besser als die eigene Familie eine gute Stütze sein....Ich meinte, dass Kinderlose nicht einsam sind, bloss weil sie keine Kinder haben.Ich habe kinderlose Freunde, die zufrieden sind mit ihrem Leben. 

Niemand ist perfekt, jeder darf Fehler machen und jeder macht kleine oder große Fehler.Daran wird kein Kind leiden. Kinder verzeihen am besten und nahezu alles, solange sie sich geliebt und angenommem fühlen.Wir können in vielerlei Hinsicht von ihnen lernen. 

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8. Januar um 11:58

Ja, da hast du vollkommen Recht! Kinder sollten auch kein Ersatz für irgendetwas sein!! Sowas hätte ich niemals gemacht, sonst hätte ich schon viel früher Kinder bekommen können (vorausgesetzt gesundheitlich möglich), aber ich habe mir immer geschworen das niemals aus den falschen Gründen zu tun und nur dann, wenn es sich richtig anfühlt und zum Großteil alles passt. Ja so war es auch... nur dann hat es mir alle Sicherungen gefetzt, auch eben weil ich schon dabei war diesen Traum abzuschließen, ich hatte mich schon voll mit meinem Plan B fürs Leben abgefunden... und plötzlich steht "Plan" - eigentlich "Traum" A vor der Tür... alle Ängste kamen hoch, alle bösen alten Erinnerungen und komplette Unsicherheit ob ich meinen Schwur mir selbst gegenüber "es besser zu machen" auch erfüllen zu können... Ja stimmt... die Liebe ist eigentlich das Wichtigste! Und die ist da! Warum auch immer geht es mir heute viel besser... Ich fühle mich endlich wieder ein wenig leichter, zuversichtlicher, hab wieder Freude in mir... kann es sein, dass es so schlimme Stimmungsschwankungen waren im Zusammenhang mit schlimmer Vergangenheit und das von heut auf morgen weg ist?! Oder hab ich nur gerade mal eine positive Stimmungsschwankung? *g*

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8. Januar um 12:24
In Antwort auf luna2019

Ja, da hast du vollkommen Recht! Kinder sollten auch kein Ersatz für irgendetwas sein!! Sowas hätte ich niemals gemacht, sonst hätte ich schon viel früher Kinder bekommen können (vorausgesetzt gesundheitlich möglich), aber ich habe mir immer geschworen das niemals aus den falschen Gründen zu tun und nur dann, wenn es sich richtig anfühlt und zum Großteil alles passt. Ja so war es auch... nur dann hat es mir alle Sicherungen gefetzt, auch eben weil ich schon dabei war diesen Traum abzuschließen, ich hatte mich schon voll mit meinem Plan B fürs Leben abgefunden... und plötzlich steht "Plan" - eigentlich "Traum" A vor der Tür... alle Ängste kamen hoch, alle bösen alten Erinnerungen und komplette Unsicherheit ob ich meinen Schwur mir selbst gegenüber "es besser zu machen" auch erfüllen zu können... Ja stimmt... die Liebe ist eigentlich das Wichtigste! Und die ist da! Warum auch immer geht es mir heute viel besser... Ich fühle mich endlich wieder ein wenig leichter, zuversichtlicher, hab wieder Freude in mir... kann es sein, dass es so schlimme Stimmungsschwankungen waren im Zusammenhang mit schlimmer Vergangenheit und das von heut auf morgen weg ist?! Oder hab ich nur gerade mal eine positive Stimmungsschwankung? *g*

Schangerschaftshormone verändern die eine oder andere. Es gibt Frauen, die während der Schwangerschaft nur im Gefühlshoch schweben. Vielleicht hast du das Glück, lass es zu und freue dich dann auch.

Meine Panik hielt genau 24 Stunden lang, nach dem ich vom Krankenhaus zu Hause war und das Kleine in der 1. Nacht beim Atmen anschaute, wurde mir mulmig zumute. Ich dachte, ob das alles so richtig ist, so viel Verantwortung für ein Leben zu übernehmen. Aber die Freude und die Liebe überwiegten und haben jede Angst besiegt und 'vergessen' gemacht.

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8. Januar um 13:58

Ja, mich definitiv... hatte oft das Gefühl "ich kenn mich nicht mehr, ich weiß nicht mehr wer ich bin"... irgendwie weiß ich es noch immer nicht, trotzdem bin ich plötzlich innerlich ziemlich ruhig, leichter und zuversichtlich. Ich hoffe es ist nicht nur eine positive Stimmungsschwankung, sondern eher das Zeichen für "ich bin übern Berg"... *bittebitte*

Ja ich kann mir die Situation gut vorstellen! Wahrscheinlich liegt der Schlüssel auch ein wenig im raus aus dem Kopf, raus aus den Gedanken, loslassen und rein ins Gefühl... So wie du da Liebe und Freude gefühlt hast und das alles andere verschwinden ließ...

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8. Januar um 17:39
In Antwort auf luna2019

Ja, da hast du vollkommen Recht! Kinder sollten auch kein Ersatz für irgendetwas sein!! Sowas hätte ich niemals gemacht, sonst hätte ich schon viel früher Kinder bekommen können (vorausgesetzt gesundheitlich möglich), aber ich habe mir immer geschworen das niemals aus den falschen Gründen zu tun und nur dann, wenn es sich richtig anfühlt und zum Großteil alles passt. Ja so war es auch... nur dann hat es mir alle Sicherungen gefetzt, auch eben weil ich schon dabei war diesen Traum abzuschließen, ich hatte mich schon voll mit meinem Plan B fürs Leben abgefunden... und plötzlich steht "Plan" - eigentlich "Traum" A vor der Tür... alle Ängste kamen hoch, alle bösen alten Erinnerungen und komplette Unsicherheit ob ich meinen Schwur mir selbst gegenüber "es besser zu machen" auch erfüllen zu können... Ja stimmt... die Liebe ist eigentlich das Wichtigste! Und die ist da! Warum auch immer geht es mir heute viel besser... Ich fühle mich endlich wieder ein wenig leichter, zuversichtlicher, hab wieder Freude in mir... kann es sein, dass es so schlimme Stimmungsschwankungen waren im Zusammenhang mit schlimmer Vergangenheit und das von heut auf morgen weg ist?! Oder hab ich nur gerade mal eine positive Stimmungsschwankung? *g*

Also habt ihr verhütet und es war ein Unfall?

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11. Januar um 3:57

Tut mir leid, dass ich erst jetzt wieder schreibe. Ich hoffe dir geht es inzwischen besser und deine Zuversicht ist etwas gestiegen. Ich mag hier noch auf zwei Dinge eingehen, die du auf meine Nachricht geschrieben bzw. gefragt hast:

Die Panik und Todesangst gehört wie gesagt dazu... das sind deine Erinnerungen an deine eigene Kindheit. Wenn du von einem "Notausgang" schreibst, dann gehe ich davon aus, dass du damit meinst, das Leben deines Kindes zu beenden, so lange es rechtlich noch möglich ist. Das wäre in gewissem Sinne der Schritt, in dem du genau so wirst wie die Menschen, unter denen du gelitten hast. Du schreibst du möchtest das was dir widerfahren ist nicht weitergeben. Aber genau mit dem "Notausgang" würdest du es tun. Und würdest deine Augen davor verschließen, weil du dein Kind nicht mehr sehen könntest. Aber zu vergessen, dass es einmal da war, ist nicht so einfach... die Seele lässt sich nicht so leicht manipulieren.

Viellicht hilft es dir, mal über das nachzdenken: Stell dir vor, dein Kind würde am Sterben liegen und du könntest nichts für es tun. Alles was du tun könntest ist, es in deinen Armen zu halten und mit deinem Herzen bei ihm zu sein, bis es tot ist. Und dann stell dir vor, du würdest selbst das Leben deines Kindes beenden. Welches dieser Gefühle könntest du leichter ertragen? Mit welcher Entscheidung könntest du mehr Selbstachtung empfinden?

Du kannst das Gedankenspiel auch abwandeln: Stell dir vor, du könntest selbst die Schwangerschaft nicht überleben. Du würdest deine ganze Kraft dafür verwenden, dein Kind zu beschützen, selbst wenn es dich dein Leben kostet. Und dann stell dir vor, du beendest das Leben deines Kindes, um selbst überleben zu können. Mit welchem Gefühl würdest du dich besser fühlen?

Dein Kind ist bereits da. Daran ändert sich nichts, egal ob du heute sein Leben beendest oder in einem Jahr oder in zehn Jahren. Dein "Ausweg" ist letztendlich keiner, zumindst nicht so wie du es dir vorstellst. Weil du deinem Kind dann genau das weitergeben würdest, was du eigentlioch nicht wolltest. Dazu noch gesteigerter/grausamerer Form. Du müsstest es dann nur nicht mit ansehen, weil dein Kind bereits tot ist.

Das Thema Tod und Todesängste spielt in deinem Leben ja eine entscheidende Rolle. Deshalb finde ich es wichtig, dass du dir einmal Gedanken darüber machst, wie weit deine Liebe, die du deinem Kind schenken möchtest geht. Wärst du bereit, für dein Kind zu sterben? Wärst du bereit, für dein Kind seelische Schmerzen zu ertragen? Auch wenn es "nur" dafür ist, um es nicht alleine zu lassen?

Wenn deine Liebe so stark ist, dann kann sie dir die Kraft geben, alles zu ertragen. Und dabei gleichzeitig noch deine Vergangenheit hinter dir zu lassen. Und allein mit dieser Aufmerksamkeit und Liebe, die du deinem Kind schenkst, geht es ihm bereits besser als dir... vielleicht kann dir auch dieser Gedanke etwas Halt geben.

Denke also nicht so viel an die Zukunft, denn die kann niemand vorhersagen. Gehe kleine Schritte, im hier und jetzt. Denn nur in der Gegenwart kannst du etwas bewirken. Steigere dich nicht in Ängste hinein, was in der Zukunft passieren könnte, sondern frage dich, wie du heute deinem Kind die maximale die mögliche Liebe und Aufmerksamkeit geben kannst. Darauf zielten die Fragen weiter oben auch ab. Vielleicht kann die Vorstellung, dass du bereit bist, für dein Kind zu sterben, deiner Seele einen gewissen Frieden geben. Die Vorstellung, dass du egal was passiert, auf keinen Fall deine eigene Hand gegen dein Kind erhoben hast. Würde es sich mit diesem Gefühl nicht viel friedlicher sterben lassen, als mit dem Gedanken an die Schuld, das Leben seines Kindes beendet zu haben? Falls du das auch so empfinden kannst, dann nutze dieses Gefühl und lasse in den Fällen, in denen du Panik bekommst, die Panik und die Todesangst zu... ohne zu handeln, völlig passiv... ertrage sie mit der Vorstellung, dass du mit deinem Herzen bei deinem Kind bist. Und es bis zuletzt wahrnimmst und liebst. Und wenn dir nach weinen zumute ist, dann weine... über deine eigene Ängste, über deine Schwäche, darüber nicht so sehr für dein Kind da zu sein wie du es gerne würdest... das ist sehr wichtig. Durch Weinen verarbeitet der Körper. Und mit der Zeit wird es leichter werden und du wirst dich befreiter und zuversichtlicher fühlen können...

Ich hoffe diese kleine Anleitung kann dir dabei helfen, durch diese schwere Zeit zu kommen. Vermutlich wirst du immer wieder in solche Gedanken, Gefühle oder Ängste zurückfallen. Aber wenn du es schaffst, sie zuzulassen und zu durchleben, dann wird es dir mit der Zeit besser gehen... das sind zumindest meine Erfahrungen, bzw. die Erfahrungen von Menschen, die ich kenne.


Du hast noch das hier geschrieben (an sonnenwind4 gerichtet): "Ja da hast du vollkommen Recht, das Kind hat auch nicht die Verantwortung zu heilen - das liegt ganz alleine in meiner Verantwortung!"

Hier gab es vielleicht ein kleines Missverständnis. Das was du meinst ist wenn Eltern Erwartungen an ihr Kind haben, dass es sie "heilt". Was aber meistens dazu führt, dass die Kinder die Aufgabe aufgebürdet bekommen, die Last der Eltern zu tragen, damit diese weiter verdrängen können.

Was ich meinte ist aber etwas ganz anderes: Allein durch ihre Existenz heilen uns Kinder, wenn wir es zulassen. Wenn wir das, was sie uns "spiegeln", annehmen können und reflektieren. Wenn wir uns den Emotionen stellen, die sie ganz von allein in uns auslösen. Es geht also nicht daum, das Kind als Werkzeug zu sehen, sondern sich selbst bewusster wahrzunehmen und die eigenen Emotionen und Schwächen gerade nicht auf unsere Kinder abzuladen. Wenn wir dazu bereit sind, dann finden wir selbst Heilung... und sorgen gleichzeitig dafür, dass es unseren Kindern besser geht. Man könnte auch sagen, Kinder heilen automatisch ihre Eltern, damit es ihnen selbst besser geht Wenn die Eltern es zulassen und dankbar annehmen können, auch wenn es für sie anstrengend ist und sie an die Grenze ihrer Kräfte bringt (so wie dich vor einigen Tagen).

Ich wünsche dir nochmal alles Gute und dass dein Kind eine Bereicherung für dein Leben und deine Seele sein wird.

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