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Schwägerin hat Borderline, wie damit umgehen

26. Mai 2007 um 20:54 Letzte Antwort: 28. Mai 2007 um 12:43

Hallo,

meine Schwägerin hat wahrscheinlich die Borderline-Krankheit/-Persönlichkeitsstörung.
Vor einem halben Jahr hat sie mit 20 ihren Sohn bekommen und ist nun erneut schwanger. Sie hat schon seit mehreren Jahren psychische Probleme, was sich vor allem in ihrem Verhalten gegenüber anderen äußert. Nachdem sie nach der Geburt ihres 1. Kindes 2 Selbstmordversuche gemacht hat, unerwartet wieder schwanger wurde und völlig überfordert mit ihrem ganzen Leben ist, wurde sie zum Psychologen überwiesen. Der hat leider nur 1 mal im Monat Zeit für sie und einen Therapieplatz beantragt, in der Hoffnung, es wird einer frei. Meine Schwiegermutter war mit vielen Dingen auch überfordert und war ebenfalls beim Psychologen (einem anderen). Dieser hat ihr nach ihren Erzählungen gesagt, dass ihre Tochter (also meine Schwägerin) eindeutige Symmptome für Borderline zeigt.
Ich weiß nicht so recht, wie ich damit umgehen soll. Einerseits denke ich, dass man sich auf so eine Ferndiagnose nicht stützen sollte, abdererseits passen die Beschreibungen (die ich dazu gelesen habe) sehr genau zu ihrem Verhalten. Mein Problem ist, dass ich kein gutes Verhältnis zu ihr habe, das sie gegen mich intrigiert hat und mich grundlos bei der Familie in den Dreck gezogen hat. Eigentlich wollte ich ihr einige ihrer miesen Beschimpfunbgen nie Verzeihen, aber jetzt, mit dem Wissen der Krankheit Ich weiß nicht, wioe ich mit ihr umgehen soll und wie es richtig wäre, zumal sie es selber ja nicht weiß. Jedoch weiß die ganze Familie davon, obwohl es ja nichtmal 100%ig sicher ist. Wie soll man mit ihr umgehen? Wie kann man dazu kommen, dass sie selbst die Diagnose (falls es wirklich so ist) erhält und die dafür nötige Therapie? Vor allem mache ich mir auch Sorgen um die 2 Babys, denn der kleine, finde ich, zeigt schon ein paar gestörte Verhaltensweisen gegenüber seiner Mutter.
Hat jemand Erfahrung mit der Krankheit/dem Umgang?
Vielen Dank erstmal.

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26. Mai 2007 um 22:15

...
Hallo Johanna,

es tut mir sehr leid, dass es deiner Schwägerin so schlecht geht, war sie denn schonmal stationär in einer Psychiatrie?
Weißt du, mit der Diagnose Borderline wäre ich erstmal vorsichtig. Oftmals wird diese erst im Laufe der Zeit gestellt werden können und viele psychische Symptome treffen auf mehrere Krankheiten zu. Erstrecht, weil es eine Fremddiagnose war und dieser Psychologe deine Schwägerin nicht wirklich kennt. Also sei erstmal dahingestellt, ob sie tatsächlich an Borderline erkrankt ist.
Über den Umgang mit Menschen mit dieser Krankheit solltest du dich vielleicht nochmal unter Google schlau machen und danach suchen. Ich habe leider keine Ahnung speziell bei Borderline.
Aber was mir wichtig erscheint ist, dass sie sich selbst bereit dazu erklärt, einmal einen Facharzt oder Therapeuten aufzusuchen, macht sie das bzw. wäre das möglich, dass du sie dahingehend etwas unterstützen könntest? Sie hat dir wehgetan, ob ich das verzeihen könnte, weiß ich nicht mal, aber ich bin ein sehr hilfsbereiter Mensch und würde dennoch versuchen zu helfen. Zumal sie ja wirklich psychisch krank ist und für manche Dinge vielleicht wirklich wenig kann.
Wie alt ist das jüngste Kind von ihr? Wie alt ist sie selbst? Wie geht sie denn mit ihrem Kind um und verträgt die jetzige Schwangerschaft?
Es ist sicherlich nicht gut, dass sie jetzt erneut schwanger geworden ist, wenn sie wirklich seelisch krank ist. Denn die Belastung steigt dadurch. Ein zweites Kind läuft nicht einfach mit, das ist Humbug und den hört man oft.

Vielleicht antwortest du mir ja nochmal.

LG Isabell

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28. Mai 2007 um 12:43
In Antwort auf bellami1983

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Hallo Johanna,

es tut mir sehr leid, dass es deiner Schwägerin so schlecht geht, war sie denn schonmal stationär in einer Psychiatrie?
Weißt du, mit der Diagnose Borderline wäre ich erstmal vorsichtig. Oftmals wird diese erst im Laufe der Zeit gestellt werden können und viele psychische Symptome treffen auf mehrere Krankheiten zu. Erstrecht, weil es eine Fremddiagnose war und dieser Psychologe deine Schwägerin nicht wirklich kennt. Also sei erstmal dahingestellt, ob sie tatsächlich an Borderline erkrankt ist.
Über den Umgang mit Menschen mit dieser Krankheit solltest du dich vielleicht nochmal unter Google schlau machen und danach suchen. Ich habe leider keine Ahnung speziell bei Borderline.
Aber was mir wichtig erscheint ist, dass sie sich selbst bereit dazu erklärt, einmal einen Facharzt oder Therapeuten aufzusuchen, macht sie das bzw. wäre das möglich, dass du sie dahingehend etwas unterstützen könntest? Sie hat dir wehgetan, ob ich das verzeihen könnte, weiß ich nicht mal, aber ich bin ein sehr hilfsbereiter Mensch und würde dennoch versuchen zu helfen. Zumal sie ja wirklich psychisch krank ist und für manche Dinge vielleicht wirklich wenig kann.
Wie alt ist das jüngste Kind von ihr? Wie alt ist sie selbst? Wie geht sie denn mit ihrem Kind um und verträgt die jetzige Schwangerschaft?
Es ist sicherlich nicht gut, dass sie jetzt erneut schwanger geworden ist, wenn sie wirklich seelisch krank ist. Denn die Belastung steigt dadurch. Ein zweites Kind läuft nicht einfach mit, das ist Humbug und den hört man oft.

Vielleicht antwortest du mir ja nochmal.

LG Isabell

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Hallo Isabell,

erstmal danke, dass du mir geantwortet hast. Du hast recht, mit der Diagnose bin ich auch sehr vorsichtig, hab ich ja in meinem Beitrag schon geschrieben. Nicht nur weil es eine Ferndiagnose ist, sondern auch, weil ich es gefährlich finde, wenn man sich zu sehr darauf versteift. Ich will nicht, das die Familie jetzt alles damit entschuldigt, was meine Schwägerin macht, denn ich denke, dass das nicht der richtige Umgang ist und auch nicht weiterhilft. Ich denke das wichtigste ist, dass sie sich in Behandlung begibt, am besten natürlich stationär. Das ist aber leider zur Zeit schwierig, da ihr Sohn ein halbes Jahr ist und sie im 5. Monat schwanger. Ausserdem verläuft ihre Schwangerschaft kompliziert, so dass sie schon 5 wochen im krankenhaus lag. Sie war schon einmal beim psychologen, aber wie gesagt, hat der keine zeit und sie wartet auf einen platz. Wie lange das dauert, weiß ich nicht, da ja sie selber, wie auch ihr psychologe nehme ich an, keine eile hat, weil noch keine diagnose vorliegt oder vermutet wird. Ich weiß in erster Linie nicht, wie ich sie (obwohl ich eigentlich erstmal keinen kontakt haben möchte, da sie mich sehr verletzt hat) oder ihre familie dazu bewegen kann, sich intensiver Hilfe zuzuwenden. Das ist natürlich schwer, wenn man ihr nicht sagen kann, warum man denkt, dass sie zum Psychologen soll. Ich möchte eigentlich auch nicht zu viel machen, da ich nicht beschuldigt werden will, mich in dinge einzumischen, die mich nichts angehen. Aber ich will mir auch keine Vorwürfe machen müssen, sollte, vor allem mit den Kindern, doch etwas passieren, was man durch Hilfe hätte verhindern können. Auch wenn die Familie jetzt denkt zu wissen, warum meine Schwägerin sich so verhält, denke ich, können wir uns jetzt nicht zurücklehnen und warten, bis sie irgendwann doch professionelle Hilfe annimmt und warten was dann passiert. Zumal sie die Hilfe denke ich erstmal wegschieben wird, denn mit 2 kleinen Kindern wird sie das 1. als nicht wichtig sehen (sie denkt ja sie ist gesund und alle anderen sind krank) und 2. wird sie wenig zeit finden, verständlicherweise.
Sie ist jetzt übrigens 20 und war schon mit dem 1.Kind total überfordert. Sie wollte aber schwanger werden, weil sie sich allein gefühlt hat und die Beziehung zu ihrem Freund sehr schwierig war. Natürlich wurde das zu ihrer Enttäuschung durch das Kind nicht besser, sondern eher komplizierter, weshalb sie auch ein wenig durchdrehte.
Mit dem 2. Kind war es zwar nicht geplant (obwohl man das bei ihr nicht sicher weiß), aber man kann nur hoffen, dass sie das alles irgendwie schafft. Natürlich nur mit Hilfe.

Danke fürs zuhören

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