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Schusseligkeit

13. März 2003 um 11:20 Letzte Antwort: 1. Oktober 2007 um 22:18

Hallo,

ich bin ein furchtbar schusseliger Mensch. das habe ich wohl von meinem Vater geerbt. Das war schon als Kind bei mir so. Meine Mutter meinte immer, das läge daran, dass wir immer mit den Gedanken woanders sind.

Im Studium z.B. habe ich mir oft Klausuren durch Schussligkeitsfehler versaut. Ich bin sagar mal durch eine durchgefallen, weil das komplette Ding statt abzugeben mit nach Hause genommen haben.

Grösstenteils kann man das ganze noch als lustigen Charakterzug verkaufen., aber leider beeinträchtigt diese Macke auch meine Arbeit und dann wird es peinlich.
So habe ich z.B. unseren Schaukastenschlüssel verbummelt (und auf eigene Kosten einen neuen nachmachen lassen), ich habe einmal aus versehen ein paar Unterlerlagen weggeworfen, die noch gebraucht wurden (glücklicherweise hatte noch jemand Kopien) und gestern war in einer Klausuraufgabe die ich gestellt habe ein Fehler (habs glücklicherweise vorher gemerkt und konnte die Änderung ansagen).

Langsam entwickle ich hier auf der Arbeit eine panische Angst vor meiner eigenen Schusseligkeit, kontrolliere alles was ich tue 3mal.
Ich habe allerdings das Gefühl je mehr ich mich darauf konzentriere diese Schusseligkeit zu unterbinden, desto schlimmer wird es.
Ich möchte nicht als schlampig und unzuverlässig dastehen.

Gibt es unter euch auch solche Schussels?
Gibt es Möglichkeiten das in den Griff zu kriegen?
Bin ich vielleicht therapiebedürftig?

LG

RedDevil

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13. März 2003 um 13:53

Hallo Rotes Teufelchen
Was Du da schreibst ist mir auch nicht ganz so unbekannt. Zwar nicht ganz so krass, wie es bei Dir zu sein scheint, aber auch meine Schusseligkeit hat mich schon ab und zu in prekäre Situationen gebracht, aus denen ich nur mit Mühe und Not wieder herausgekommen bin.

Leichtsinnsfehler auf Arbeit und Schlüsselsuche zu Hause kenne ich auch sehr gut... Manchmal, wenn so gar nichts gelingen will frage ich mich, ob mein Kopf nur zur Zierde auf meinem Hals sitzt.

Ich denke mir, daß Schusseligkeit eigntlich erst dadurch entsteht, weil man meistens schon einen Schritt weiter ist, bevor man den eigentlichen Schritt, der dann zur Fortsetzung führt, gemacht hat. Der Gedanke ist nicht zuende gedacht und man übersieht etwas.

Wie man das in den Griff bekommen kann, weiß ich nicht so genau, denn bei mir stellt sich die Schusseligkeit nur dann ein, wenn ich zu viel Zeit habe und alles eigentlich "ordentlich" machen könnte. Wenn ich etwas Stress habe, dann funktioniert es komischerweise besser.
Man konzentriert sich dann nämlich auf das Wesentliche und hat nicht so viel Zeit mit den Gedanken abzuschweifen.

Mach Dir doch einfach einen detailierten Plan, was Du alles zu machen hast und den arbeitest Du dann Punkt für Punkt ab.

Du hast schon begriffen, daß Du aus diesem Teufelskreis wieder rauskommen mußt.

Ich finde Unzuverlässigkeit schlimmer, als Schusseligkeit. Beides nervt zwar, aber lieber verlasse ich mich auf einen schusseligen Freund, der ab und zu mal mit dem Kopf nicht bei der Sache ist, als auf einen unzuverlässigen Ordnungsfanatiker.

Liebe Grüße
Buffy

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15. März 2003 um 23:56
In Antwort auf maud_12699340

Hallo Rotes Teufelchen
Was Du da schreibst ist mir auch nicht ganz so unbekannt. Zwar nicht ganz so krass, wie es bei Dir zu sein scheint, aber auch meine Schusseligkeit hat mich schon ab und zu in prekäre Situationen gebracht, aus denen ich nur mit Mühe und Not wieder herausgekommen bin.

Leichtsinnsfehler auf Arbeit und Schlüsselsuche zu Hause kenne ich auch sehr gut... Manchmal, wenn so gar nichts gelingen will frage ich mich, ob mein Kopf nur zur Zierde auf meinem Hals sitzt.

Ich denke mir, daß Schusseligkeit eigntlich erst dadurch entsteht, weil man meistens schon einen Schritt weiter ist, bevor man den eigentlichen Schritt, der dann zur Fortsetzung führt, gemacht hat. Der Gedanke ist nicht zuende gedacht und man übersieht etwas.

Wie man das in den Griff bekommen kann, weiß ich nicht so genau, denn bei mir stellt sich die Schusseligkeit nur dann ein, wenn ich zu viel Zeit habe und alles eigentlich "ordentlich" machen könnte. Wenn ich etwas Stress habe, dann funktioniert es komischerweise besser.
Man konzentriert sich dann nämlich auf das Wesentliche und hat nicht so viel Zeit mit den Gedanken abzuschweifen.

Mach Dir doch einfach einen detailierten Plan, was Du alles zu machen hast und den arbeitest Du dann Punkt für Punkt ab.

Du hast schon begriffen, daß Du aus diesem Teufelskreis wieder rauskommen mußt.

Ich finde Unzuverlässigkeit schlimmer, als Schusseligkeit. Beides nervt zwar, aber lieber verlasse ich mich auf einen schusseligen Freund, der ab und zu mal mit dem Kopf nicht bei der Sache ist, als auf einen unzuverlässigen Ordnungsfanatiker.

Liebe Grüße
Buffy

Hallo,
Ich bin total ordentlich und gelegentlich habe ich den Anfall alles aufzuräumen. Leider ist dabei schon öfters etwas in den Mülleimer gekommen wie wahrscheinlich meine Autoschlüssel und man musste die gessammten Schlösser austauschen. Das aufräumen ist stärker als ich und ich glaube ich verliere dabei den Kopf. Wenn ich etwas nicht finde schaue ich oft in den Mülleimer wo ich es dann wieder rauskrame und mich darüber wundere wie es dort reinkam.

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16. März 2003 um 0:01
In Antwort auf carlyn_12050620

Hallo,
Ich bin total ordentlich und gelegentlich habe ich den Anfall alles aufzuräumen. Leider ist dabei schon öfters etwas in den Mülleimer gekommen wie wahrscheinlich meine Autoschlüssel und man musste die gessammten Schlösser austauschen. Das aufräumen ist stärker als ich und ich glaube ich verliere dabei den Kopf. Wenn ich etwas nicht finde schaue ich oft in den Mülleimer wo ich es dann wieder rauskrame und mich darüber wundere wie es dort reinkam.

Ja
das erscheint mri perfekt, weil du brauchst nur im Mülleimer suchen.

LG - Lourdes

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16. März 2003 um 0:23
In Antwort auf Lourdes

Ja
das erscheint mri perfekt, weil du brauchst nur im Mülleimer suchen.

LG - Lourdes

Ja, aber....
Es sind mir da noch andere Sachen passiert!
Ich habe mich in einem Café als Kellnerin beworben Und machte vor der anstellung einen Test. Als ich gerade einen Tisch abgeräumt hatte machte ich eine blöde Handbewegung und fegte den Aschenbecher vom Tisch.Dann balanzierte ich mein Tablett in die Beine einer älteren Frau. Sonst ging eigentlich alles ganz gut.Ich habe die Anstellung allerdings nicht behalten da die Klienten ständig versuchten abzuzocken und mir Islamische Sexisten wirklich dreckig entgegenkamen.

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16. März 2003 um 0:33
In Antwort auf carlyn_12050620

Ja, aber....
Es sind mir da noch andere Sachen passiert!
Ich habe mich in einem Café als Kellnerin beworben Und machte vor der anstellung einen Test. Als ich gerade einen Tisch abgeräumt hatte machte ich eine blöde Handbewegung und fegte den Aschenbecher vom Tisch.Dann balanzierte ich mein Tablett in die Beine einer älteren Frau. Sonst ging eigentlich alles ganz gut.Ich habe die Anstellung allerdings nicht behalten da die Klienten ständig versuchten abzuzocken und mir Islamische Sexisten wirklich dreckig entgegenkamen.

Ah ja........
..... ich vestehe. Du hast es wirklic nicht leicht. Was soll ich jetzt sagen? Mein herzliches Beileid........, Kopf hoch..., das wird schon......

...... und das ist alles gelogen.

Also erspar ich dir meine Lügen.

Schlaf gut!

LG - Lourdes

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16. März 2003 um 2:43
In Antwort auf maud_12699340

Hallo Rotes Teufelchen
Was Du da schreibst ist mir auch nicht ganz so unbekannt. Zwar nicht ganz so krass, wie es bei Dir zu sein scheint, aber auch meine Schusseligkeit hat mich schon ab und zu in prekäre Situationen gebracht, aus denen ich nur mit Mühe und Not wieder herausgekommen bin.

Leichtsinnsfehler auf Arbeit und Schlüsselsuche zu Hause kenne ich auch sehr gut... Manchmal, wenn so gar nichts gelingen will frage ich mich, ob mein Kopf nur zur Zierde auf meinem Hals sitzt.

Ich denke mir, daß Schusseligkeit eigntlich erst dadurch entsteht, weil man meistens schon einen Schritt weiter ist, bevor man den eigentlichen Schritt, der dann zur Fortsetzung führt, gemacht hat. Der Gedanke ist nicht zuende gedacht und man übersieht etwas.

Wie man das in den Griff bekommen kann, weiß ich nicht so genau, denn bei mir stellt sich die Schusseligkeit nur dann ein, wenn ich zu viel Zeit habe und alles eigentlich "ordentlich" machen könnte. Wenn ich etwas Stress habe, dann funktioniert es komischerweise besser.
Man konzentriert sich dann nämlich auf das Wesentliche und hat nicht so viel Zeit mit den Gedanken abzuschweifen.

Mach Dir doch einfach einen detailierten Plan, was Du alles zu machen hast und den arbeitest Du dann Punkt für Punkt ab.

Du hast schon begriffen, daß Du aus diesem Teufelskreis wieder rauskommen mußt.

Ich finde Unzuverlässigkeit schlimmer, als Schusseligkeit. Beides nervt zwar, aber lieber verlasse ich mich auf einen schusseligen Freund, der ab und zu mal mit dem Kopf nicht bei der Sache ist, als auf einen unzuverlässigen Ordnungsfanatiker.

Liebe Grüße
Buffy

Einen Plan machen
"Mach Dir doch einfach einen detailierten Plan, was Du alles zu machen hast und den arbeitest Du dann Punkt für Punkt ab."

Und der Plan landet dann wie von Geisterhand im Mülleimer, oder verschwindet sonst irgendwohin.....

*ggggg*

Biggi

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2. April 2003 um 13:14

Willkommen im Club
Hallo RedDevil

Das kenne ich nur zu gut. Grad kürzlich hatten wir von der Arbeit aus eine grosse Veranstaltung. Ich musste für 5 Gastredner Tischsteller mit deren Namen drauf bestellen. Habe natürlich einen vergessen. Auf den Namensschilder habe ich einen wichtigen Gast vom Prof. zum Dr. degradiert (obwohl ich genau weiss, dass der ein Prof. ist) und die Liste geht weiter. Ich denke auch oft, ich könnte meinen Kopf grad so gut daheim lassen. Früher war es noch schlimmer. Es hat sich etwas gebessert. Geholfen hat mir, dass ich lernte mich so zu akzeptieren wie ich bin. Du musst Dich auch mit diesem ärgerlichen Makel gerne haben. Dann ist wichtig zu wissen, dass die Angst vor Fehler geradezu eine magnetische Wirkung auf Fehler hat. Du musst unbedingt einen Weg finden, Dich innerlich von Deiner Angst frei zu machen. Das geht unter anderem Hand in Hand mit dem Akzeptieren Deines Problems. Versuche Dich nicht stressen zu lassen von zuviel Arbeit. Bei mir ist es oft auch die Ungeduld. Alles muss zügig und speditiv erledigt werden. Blödsinn. Aller muss sorgfältig und durchdacht erledigt werden, dann klappts auch mit dem speditiv sein. Ein Chef zieht einen langsameren aber genauen Mitarbeiter einem schnellen schussligen vor. Aber weisst Du was, oft sind die Leute/Chefs nämlich recht verständnisvoll. Mit ein bisschen Glück, nehmen sie dies mit einem Lächeln hin. Meine Chefin kennt mich gut und weiss, dass ich nicht gleichgültig bin. Das ist für sie das wichtigste. Sie sieht ja selbst, dass mich meine Fehler ärgern. Und übrigens, niemand ist perfekt. Der intelligenteste Mensch macht blöde Fehler. Auch super schlaue Professoren können äusserst schlampig sein. Wir sind nun mal Menschen und keine Computer. In einem vorherigen Beitrag habe ich gelesen, dass der Fehler oft darin liegt, den Gedanken nicht fertig zu denken. Das ist leider richtig und hat auch mit Ungeduld zu tun.

Versteife Dich einfach nicht aufs keine Fehler machen. Es gibt nun mal Leute, die öfters Fehler machen als andere. Das ist absolut in Ordnung - zugegeben möchte man lieber nicht zu denen gehören. Aber so ist es nun mal und man kann es nur bis zu einem gewissen Grad verbessern. Deshalb ist man noch lange kein Fall für den Psychologen. Es kann eben tatsächlich auch genetisch sein. Jetzt werde nur bitte nicht sauer auf die Person, von der Du das geerbt haben könntest. Die hat es sich nämlich auch nicht ausgesucht.

Eine letzte Möglichkeit ist vielleicht noch die Kinesologie. Das könne angeblich helfen, solche Gehirnblockaden zu lösen. Ich habe vor, dies mal auszuprobieren. Vielleicht hilfts.

Mei mei, dies ist ein langer Text aber ich hoffe, es hat Dich einwenig ermutigt. Und wie gesagt, Du bist nicht allein. Kannst mir gerne schreiben auf lucky.tina@freesurf.ch wenn Du Lust auf einen weiteren Austausch hast.

Tschüss
Tina

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3. April 2003 um 10:19
In Antwort auf ksenia_11985932

Willkommen im Club
Hallo RedDevil

Das kenne ich nur zu gut. Grad kürzlich hatten wir von der Arbeit aus eine grosse Veranstaltung. Ich musste für 5 Gastredner Tischsteller mit deren Namen drauf bestellen. Habe natürlich einen vergessen. Auf den Namensschilder habe ich einen wichtigen Gast vom Prof. zum Dr. degradiert (obwohl ich genau weiss, dass der ein Prof. ist) und die Liste geht weiter. Ich denke auch oft, ich könnte meinen Kopf grad so gut daheim lassen. Früher war es noch schlimmer. Es hat sich etwas gebessert. Geholfen hat mir, dass ich lernte mich so zu akzeptieren wie ich bin. Du musst Dich auch mit diesem ärgerlichen Makel gerne haben. Dann ist wichtig zu wissen, dass die Angst vor Fehler geradezu eine magnetische Wirkung auf Fehler hat. Du musst unbedingt einen Weg finden, Dich innerlich von Deiner Angst frei zu machen. Das geht unter anderem Hand in Hand mit dem Akzeptieren Deines Problems. Versuche Dich nicht stressen zu lassen von zuviel Arbeit. Bei mir ist es oft auch die Ungeduld. Alles muss zügig und speditiv erledigt werden. Blödsinn. Aller muss sorgfältig und durchdacht erledigt werden, dann klappts auch mit dem speditiv sein. Ein Chef zieht einen langsameren aber genauen Mitarbeiter einem schnellen schussligen vor. Aber weisst Du was, oft sind die Leute/Chefs nämlich recht verständnisvoll. Mit ein bisschen Glück, nehmen sie dies mit einem Lächeln hin. Meine Chefin kennt mich gut und weiss, dass ich nicht gleichgültig bin. Das ist für sie das wichtigste. Sie sieht ja selbst, dass mich meine Fehler ärgern. Und übrigens, niemand ist perfekt. Der intelligenteste Mensch macht blöde Fehler. Auch super schlaue Professoren können äusserst schlampig sein. Wir sind nun mal Menschen und keine Computer. In einem vorherigen Beitrag habe ich gelesen, dass der Fehler oft darin liegt, den Gedanken nicht fertig zu denken. Das ist leider richtig und hat auch mit Ungeduld zu tun.

Versteife Dich einfach nicht aufs keine Fehler machen. Es gibt nun mal Leute, die öfters Fehler machen als andere. Das ist absolut in Ordnung - zugegeben möchte man lieber nicht zu denen gehören. Aber so ist es nun mal und man kann es nur bis zu einem gewissen Grad verbessern. Deshalb ist man noch lange kein Fall für den Psychologen. Es kann eben tatsächlich auch genetisch sein. Jetzt werde nur bitte nicht sauer auf die Person, von der Du das geerbt haben könntest. Die hat es sich nämlich auch nicht ausgesucht.

Eine letzte Möglichkeit ist vielleicht noch die Kinesologie. Das könne angeblich helfen, solche Gehirnblockaden zu lösen. Ich habe vor, dies mal auszuprobieren. Vielleicht hilfts.

Mei mei, dies ist ein langer Text aber ich hoffe, es hat Dich einwenig ermutigt. Und wie gesagt, Du bist nicht allein. Kannst mir gerne schreiben auf lucky.tina@freesurf.ch wenn Du Lust auf einen weiteren Austausch hast.

Tschüss
Tina

Ungeduld
Hallo Tina,

danke für dein Posting.
Es kann schon sein, dass das ganze was mit Ungeduld zu tun hat. Ungeduld ist sozusagen mein zweiter Vorname. Wenn ich irgendwo warten muss, sei es im Supermarkt oder an der Bushaltestelle könnte ich ausrasten.
Wenn man an Astrologie glaubt, könnte man sagen-typisch Widder.
Vor allem Routineaufgaben hasse ich wie die Pest.

Ich mache mich jetzt auch nicht den ganzen Tag wegen meiner Schusseligkeit fertig, aber es ärgert mich schon, weil ich das Gefühl habe, dass ich mir damit oft selbst ein bein stelle. Ich habe irgendwie hohe Ansprüche an mich selbst, bin selten mit den ergebnissen meiner Arbeit 100%-ig zufrieden.
Das ist doch ziemlich verrückt-ein schusseliger Perfektionist.

Ich werde jetzt garantiert keine Wut auf meinen Vater entwickeln, weil er mir das vererbt haben könnte.
Mein Vater ist ein toller Mensch, einer der intelligentesten, sympastischten, interessantesten, hurmorvollsten Menschen, die ich kenne.
Ich hoffe einfach mal, dass er mir neben seiner Schusseligkeitauch eine paar seiner guten Eigenschafen vererbt hat.
Ich bin meinem Vater characterlich sehr ähnlich, schon als ich Kind war herrschte zwischen uns eine Art stummes Verständnis.

ich habe diese Schusseligkeit immer las ein manko empfunden, wie oft meine Mutter zu mir gesagt hat ich soll mich zusammenreissen und nicht so unordentlich und schusselig sein kann ich gar nicht zählen.

Es meinte mal jemand zu mir vielleicht wären mein Vater und ich erwachsene ADS-ler.
Allerdings hätten wir das dann auch als kinde haben müssen und ADS-Kinder haben oft Schulprobleme. Ich war Klassenbeste,mein Vater war auch sehr gut in der Schule, beide haben wir studiert. Das passt irgendwie auch nicht.

Vielleicht ist mein Fehler, dass ich dieses Probelem unbedingt in den Griff kriegen will und es dadurch noch schlimmer mache. Ich hasse es irgendwelchen Macken hilflos ausgeliefert zu sein. Probleme sind für mich da, um gelöst zu werden- oh je jetzt spriht Frau Ingenieur.

Das war jetzt auch ein ziemlich langer Text.

LG

RedDevil

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9. April 2003 um 23:27

Schussligkeit kombiniert mit tolpatschigkeit...
thats the worst combination!

hallo reddevil

ich kann das was du schreibst sehr gut nachvollziehen und es hätte auch mir genauso passieren können... meist trage ich meine schusslig- bzw. tollpatschigkeit mit humor, aber leider geht das nicht immer, da es situationen gibt, wo es einfach zu wichtig ist voll und ganz beisammen zu sein... im beruf ist mir bisher nix passiert, weil ich halt noch zur schule gehe...
aber ich kann dir ja mal meine krasseste aktion erzählen... ich habe ferngeschaut und zwischenzeitlich hunger bekommen. so bin ich in die küche gestiefelt, um was zu essen zu holen.. später, wieder zurück vorm fernseher wollte ich irgendwann umschalten und die fernbedienung war wie vom erdboden verschwunden.. sie war einfach nicht aufzufinden! ich habe im wohnzimmer überall geschaut und auch auf der komode, wo das telefon steht, weil ich diese dort manchmal ablege.. habe mir schon überlegt, wie und was ich wohl meinen eltern sagen soll, wo das teil abgeblieben is.. aber das problem löste sich von ganz alleine, als ich das nächste mal zum kühlschrank ging - da lag sie ruhig und friedlich, die fernbedienung, die mich sämtliche nerven gekostet hat *gg* da denke ich heute noch dran und muss lachen - sowas bescheurtes darf man fast keinem erzählen *lol*
mein freund ist übrigens genauso schusselig und tollpatschig wie ich, was angenehm ist, weil ich mich für nix mehr schämen brauche *g*
aber nun mal zu den ursachen:
ich denke auch, dass es was mit der ungeduld zu tun hat.. natürlich auch damit, dass man mit dem kopf schon bei der nächsten sache ist, bevor man die sache davon beendet hat.. so ist es zumindest bei mir! und du hast recht, umso mehr man sich auf die schussligkeit konzentriert, umso mehr fehler macht man - es ist wie verhext *gr*
aber den tip mit dem zettel fand ich wirklich super - sollte ich mir auch mal zu herzen nehmen.

liebe grüße
SFC
(die das gleiche problem hat)

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1. Oktober 2007 um 22:18
In Antwort auf maud_12699340

Hallo Rotes Teufelchen
Was Du da schreibst ist mir auch nicht ganz so unbekannt. Zwar nicht ganz so krass, wie es bei Dir zu sein scheint, aber auch meine Schusseligkeit hat mich schon ab und zu in prekäre Situationen gebracht, aus denen ich nur mit Mühe und Not wieder herausgekommen bin.

Leichtsinnsfehler auf Arbeit und Schlüsselsuche zu Hause kenne ich auch sehr gut... Manchmal, wenn so gar nichts gelingen will frage ich mich, ob mein Kopf nur zur Zierde auf meinem Hals sitzt.

Ich denke mir, daß Schusseligkeit eigntlich erst dadurch entsteht, weil man meistens schon einen Schritt weiter ist, bevor man den eigentlichen Schritt, der dann zur Fortsetzung führt, gemacht hat. Der Gedanke ist nicht zuende gedacht und man übersieht etwas.

Wie man das in den Griff bekommen kann, weiß ich nicht so genau, denn bei mir stellt sich die Schusseligkeit nur dann ein, wenn ich zu viel Zeit habe und alles eigentlich "ordentlich" machen könnte. Wenn ich etwas Stress habe, dann funktioniert es komischerweise besser.
Man konzentriert sich dann nämlich auf das Wesentliche und hat nicht so viel Zeit mit den Gedanken abzuschweifen.

Mach Dir doch einfach einen detailierten Plan, was Du alles zu machen hast und den arbeitest Du dann Punkt für Punkt ab.

Du hast schon begriffen, daß Du aus diesem Teufelskreis wieder rauskommen mußt.

Ich finde Unzuverlässigkeit schlimmer, als Schusseligkeit. Beides nervt zwar, aber lieber verlasse ich mich auf einen schusseligen Freund, der ab und zu mal mit dem Kopf nicht bei der Sache ist, als auf einen unzuverlässigen Ordnungsfanatiker.

Liebe Grüße
Buffy

Zu viel Zeit haben...
Hallo Buffy und andere .Bei mir ist es genauso wie bei dir Buffy , je mehr Zeit ich habe ,desto verpeilter bin ich...Und je mehr ich mich darüber ärgere desto schlimmer wird es .Die schusseligen "Zwischenfälle " häufen sich dann, sodas ich fast neige dazu depressiv zu werden.Ich kann mich dann selbst überhaupt nicht leiden .Ich glaube auch , dass es erblich ist .Ich habe es leider meinen beiden Kindern weiter vererbt ( Mein Sohn hatte auch schon mal die Fernbedienung im Kühlschrank deponiert und meine Tochter wollte mal eine Person grüßen und statt "Guten Abend" fing sie an mit "Guten Morgen" über "Guten Tag " kam sie endlich zu "Guten Abend". Diese Person hat vielleicht geguckt, ich glaube sie hatte keine Verständnis für so was . jedenfalls hat sie die 3x malige nicht erwiedert und ist einfach weiter gegangen .Hat sich wahrscheinlich weiss ich was gedacht... Wir haben übrogens als mir meine Tochter erzählt hatte 2Tage lang gelacht .
Liebe Grüße
Schopa

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