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Schüchternheit, die mir oft schadet - Wie überwinden?

12. Februar 2017 um 12:37 Letzte Antwort: 13. Februar 2017 um 20:04

Hallo ihr lieben,

ich weiß nicht genau woher das rührt, aber ich war schon immer etwas schüchtern. Ich habe eigtlich kein großes Problem, mit Menschen in Kontakt zu kommen, jedoch bin ich, wenn ich mit ihnen in Kontakt bin "immer" eher schüchtern bzw lasse mich einschüchtern. Ich habe schon öfters erleben müssen, dass mir diese Schüchternheit zum Verhängnis wird und mir in manchen Situationen sehr schadet (Vorstellungsgespräche, beim Treffen mit Freund!EN!, In Gesprächen mit höhergestellten Personen usw.). Besonders, wenn es mir psychisch nicht so gut geht, fällt es mir schwer, nicht in mir selber einzusacken und ganz "normal" zu wirken. Ich meine, es ist ja kein Problem zurückhaltend zu sein, aber bei mir ist das schlimmer. Wenn ich unter Menschen bin und schüchtern bin, dann ist es so, dass wenn ich mit ihnen rede, dass meine Stimme anfängt zu zittern, dass ich leise spreche, dass ich Herzklopfen bekomme, dass ich bei manchen Themen sogar fast sowas wie ein Blackout kriege und mich dann sehr, sehr unwohl fühle, weil ich merke, wie komisch andere mein Verhalten finden. Habt ihr vielleicht auch schon soetwas erlebt? Habt ihr Tip's für mich, wie man soetwas überwinden kann?

LG
Sarah
 

 

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12. Februar 2017 um 14:32

Hallo biene,

vielleicht überlegst du erstmal, was genau in den Situationen dir diese Gefühle, die sich sehr nach Angst und nicht nach reiner Schüchternheit anhören, macht.. .
Hast du Sorge, du machst dich lächerlich oder ist es Angst vor Strafe oder Ablehnung etc?
Wenn du das definieren kannst, bist du schon mal ein Stück weiter und kannst überlegen, woher das rühren kann. Kindheitserfahrungen, strenge Familie usw? Vergiss nicht, dass es auch nicht schlimm ist, ganz schüchtern zu sein und sich zu verstellen, bringt oft nix. Bist halt so.
Und vll solltest du dir aber  professionelle Ratschläge holen, wie du aus diesen Mechanismen herauskommst, wenn du da täglich drunter leidest. Dauert bestimmt etwas mit der Besserung, ist aber ja kein angenehmer Zustand...

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12. Februar 2017 um 16:40

Hallo klabauterfrau5,

vielen Dank, dass du dir Zeit für mich genommen hast. ich denke, dass es die Angst vor Ablehnung bei mir ist, weil ich in meiner Kindheit viele schlechte Erfahrungen gemacht habe. Ich habe glaube Angst, was falsches zu sagen oder dass, was ich sage, nicht das ist, was andere gerne von mir hören würden oder mich anders eigeschätzt hätten. Es fällt mir schwer von mir selber überzeugt zu sein bzw von dem, was ich sage. Oft ist es auch so, dass ich Dinge sage, die ich dann nur sage, weil ich denke, der andere würde es genauso gerne hören... Voll bekloppt eigtl..! Ich wurde ziemlich oft von anderen Menschen beeinflusst und mir wurden Ansichten und Meinungen aufgebrummt, die vielleicht noch nicht unbedingt mal meine eigenen waren. Es fällt mir arg schwer einschätzen zu können, was nun wirklich meine eigene Meinung ist und was das andere etwas in mir ist, was mir dann einfach sagt "Du sollstest dies oder jenes sagen".

LG

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13. Februar 2017 um 20:04

Hallo Biene,
es ist ganz schwer nachträglich zu lernen, was man selber eigentlich möchte oder welche Meinung man zu etwas hat, wenn das nie gelernt hat oder lernen durfte. Aber es ist möglich!
Dazu ist es hilfreich, seine Wahrnehmung für sich selbst zu schulen, ganz klassisch aufs Bauchgefühl hören, seine Stimmung zu "erfühlen" quasi. Das erfordert etwas Übung, klappt aber mit der Zeit. Deshalb habe ich dir professionelle Hilfe angeraten, denn so etwas schafft man gut in Einzelgesprächen oder Gruppentherapien. Das heißt nicht, dass man psychisch krank ist oder abgestempelt wird. Es gibt ganz viele im Leben stehende Menschen, die ähnliche Probleme mit ihrem Verhalten oder Empfindungen haben. Ich weiß nicht, in welcher Region du wohnst, aber die großen Krankenhäuser haben ambulante Behandlungen (Tageskliniken, Gesprächstherapien etc.) im Angebot. Überweisung vom Hausarzt holen, Erstgespräch vereinbaren, auf Starttermin warten. Man braucht etwas Wartezeit und am Anfang ist es ungewohnt, hilft aber ganz vielen! Dazu muss man erstmal den Mut haben, ich weiß, aber deinem Hausarzt zu erklären, dass du Ängste hast, die deinen Alltag derartig beeinflussen, schaffst du! Ich weiß nicht, wie alt du bist, aber wenn man älter wird, wird das in der Regel nicht besser. Es drohen Depressionen, Zwänge, Beziehungsprobleme oder sonstige unangenehme Auswirkungen. Also, nur Mut. Sorge gut für dich und tritt erstmal für dich und dein Wohlbefinden ein. Das ist der erste Schritt!
Alles Gute und nur Mut!

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