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Schreckliche Erfahrungen

3. Dezember 2008 um 7:18

Ich habe gelesen, um schlimme Erfahrungen zu verarbeiten soll man sie aufschreiben. Das will ich hier versuchen.

Das ganze dreht sich um meine Kindheit. Ich hatte in der Volksschule nie viele Freunde und war nicht die Beliebteste aber ich wurde zumindest akzeptiert.
Das hat sich in der Hauptschule schlagartig geändert. Ein Mädchen, dass die erste Klasse wiederholen mußte hat mich bei unserer ersten Begegnung zum Feinbild erklärt.
Von da an wurde ich 4 Jahre lang nur gehänselt, auch verprügelt und gemobt. Eine Freundin hatte ich dort nie. Ich konnte keinen Tag in die Schule gehen ohne dass man sich nicht permanent über mich lustig gemacht hat und immer wieder in der Gruppe auf mich losgegangen ist. Meine Mitschülerinnen haben öfters vor der Schule auf mich gewartet um mich abzufangen. Ich kannte aber schon alle Schleichwege vom Schulgelände und sie haben mich nie erwischt.

Ich habe einmal beim Volleyball einen Ball versemmelt und wurde sofort verprügelt. Die Turnlehrerin hat angeblich nichts gesehen.
Weil ich nicht schnell genug aus dem Weg gegange bin wurde ich durch die Schule gejagt. Dir Direktorin mußte sogar einmal die Polizei holen.
Ich habe den Fehler gemacht mit dem Exfreund von einer Klassenkollegin zu reden. Sie ist mit dem Messer auf mich losgegangen. Das waren nur ein paar Beispiele.

Zu hause hat man mir nicht geglaubt. Sogar gesagt, es liegt sicher an mir, dass mich keiner mag.
Irgendwann habe ich mir eine Packung Rasierklingen gekauft und bin damit in die Dusche gegangen. Nach einer halben Stunden heulen habe ich mir selbst eingestanden, dass ich zu feige bin es zu beenden.

Als ich nach 4 langen Jahren in die Mittelschule gekommen bin hat sich die Lage ein bischen verändert. Freundinnen hatte ich aber immer noch keine.
Ich habe gelernt ein Geist zu sein. Ich kann in einer Gruppe stehen ohne aufzufallen. Inzwischen bin ich 30 Jahre alt und bewege mich noch immer lautlos. Leider kann ich das alles nicht vergessen. Ich bin immer noch schüchtern und würde mich am liebsten in eine Ecke verkriechen. Am wohlsten fühle ich mich nur alleine oder in kleinen Gruppen.
Natürlich habe ich inzwischen Freunde. Nicht viele aber sie akzeptieren mich so wie ich bin. Meine Ehemann hat versucht mehr über die Sache aus mir heruaszukriegen aber ich will ihm das gar nicht erzählen. Öffne keine Bücher wenn du Angst vor dem Inhalt hast.

So, ich habe Euch lange genug gelangweilt. Mal sehen ob mir das wirklich hilft (ich bezweifle es).

LG
Angel

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3. Dezember 2008 um 18:39

Naja
daran hab ich auch schon gedacht aber ich weiß nicht wem ich mich anvertrauen kann. Ich bin mir nicht sicher ob ich einfach so von der Leber reden kann wenn vor mir ein Fremder sitzt.

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4. Dezember 2008 um 7:04

Hammer oder Ambos
Es tut mir leid zu hören, dass es bei Dir schlimmer war.

Deine Meinung mit Hammer oder Ambos teile ich nicht. Ich will die sein, die daneben steht und vorsichtig dem Hammer zeigt, dass sein Verhalten keinen Sinn hat.

Ich will Harmonie, Frieden und Rücksicht. Wenn wir alle Kämpfer werden ist die Welt auch nicht besser. Warum können wir nicht alle aufeinander aufpassen.

Ich kann natürlich nicht wissen was Dir alles passiert ist. Vielleicht hast Du recht mit dem was Du sagst. Ich hoffe aber, dass Du unrecht hast.

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