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Schreckliche Eltern und Erinnerungen. Hilfe !!!

14. Oktober 2014 um 14:40 Letzte Antwort: 8. August 2019 um 21:43

Hi zusammen,

Ich weiss gar nicht wo ich als erstes anfangen soll, es geht um meine Eltern. Ich bin 25 und ich kann mit meiner Vergangenheit immer noch nicht gut umgehen. Ich denke das mich meine Eltern früher nie so wirklich wollten und wenn ich jetzt daran zurückdenke an einigen Sachen die mir zugestoßen sind in der Kindheit / Jugend fängt es an, an mir zu zerren. Ich bin Einzelkind und bin in Kroatien geboren. Meine Eltern endschieden sich dann nach Deutschland zu ziehen als ich gerade mal ein jahr alt war. Ich habe nur aus Erzählungen mitbekommen das mich meine Eltern 2 Jahre alleine bei meinen Großeltern zurückgelassen haben um sich in Deutschland einen Job zu suchen. Also haben sich mich geholt als alles klappte. In Deutschland im Kindergarten habe ich mich aus meinen Erinnerungen sehr gut zurecht gefunden und hatte viele Freunde. Ich habe schon früher als Kind mitbekommen wie sich meine Eltern wahnsinnig oft gestritten haben, wie mein Vater geflucht hat ,wie die Situation sich handgreiflich zugespitzt hatte. Ich kann mich auch an eine Situation erinnern als ich mit im Auto saß und meine Eltern sich lauthals wieder gestritten haben und meine Mutter meinem Vater sogar mitten auf der Straße ins Lenkrad rein gegriffen hat. Ich hatte als Kind immer sehr viel Angst und habe gebettelt und gefleht das sie sich wieder vertragen im Alter von nicht mal 6 Jahren. Einmal habe ich sogar gesagt das bitte die polizei kommen soll weil ich soviel Angst hatte. Dann bekam ich die Windpocken verbunden mit hohem Fieber (als kind war ich relativ oft krank) umd wurde alleine den tag über von meinen Eltern in der Wohnung liegen gelassen. Nur einmal sind zwei Bekannte in die Wohnung gekommen und haben nach mir gesehen und meinten nur , wie können sie das Kind nur hier alleine liegen lassen. Das habe ich so im fiebrigen Halbschlaf mitbekommen. Sonst wurde ich von Babysittern gross gezogen und nicht alle waren nett zu mir. Als ich schließlich in die zweite Klasse gekommen bin hatten sich meine Eltern wieder entschlossen umziehen..also für mich hieß es wieder war ich los gerissen von meinen Freunden. Ich kam in eine neue Schule mitten in eine Klassen in der sich die Kinder schon zusammengetan haben und konnten mich schon nicht ausstehen. So ging es dann meine ganze Schulzeit. Ich war in der neuen Schule über die Jahre nicht wirklich beliebt. Ich wurde jeden tag gehänselt und niedergemacht. Ich War einfach anders als die anderen Kinder. In der gesamten Schulzeit hatte ich vielleicht 4 Freunde und das War zum Ende der Schuljahre. Aber wir alle waren Kinder aus eher zerrütteten Familien. Als die Pupertät anfing waren meine Eltern nicht anders zu mir. Wir lebten zusammen in einer 3 Zimmer Wohnung. Ich hatte mein eigenes Zimmer doch ich wollte oft mit meinen Eltern sein, habe immer den Kontakt gesucht wollte immer mit ihnen reden aber wenn Gäste zu uns gekommen sind meinte mein Vater immer ich sollte in meinen Zimmer verschwinden. Er sagte das zu mir als wäre ich ein Hund. Das ich sie ja nicht blamiere vor den Gästen. Alles was ich tat war immer falsch in ihren Augen. Ich war immer das schlechte, miserable Kind und alle anderen waren immer viel besser in den Augen meiner Eltern. Einmal wollten am Abend Gäste zu uns kommen und meine Mutter hat so furchtbar viel vorbereitet für die Gäste und gemacht und getan das ich sie als kind nunmal fragte warum sie nie soviel einfach auch nur für uns macht einfach nur für die Familie. Ihre Antwort War einfach nur: weil ich die Gäste mehr liebe als dich. Das hat mich damals richtig verstört. Ich habe mich furchtbar ungeliebt von ihnen gefühlt. Irgendwann begann ich diese Gäste an nicht zu leiden. Ich habe in ihnen Konkurrenz gesehen, wegen ihnen wurde ich immer verscheucht, wegen ihnen haben mich meine Eltern ausgeblendet. Ich muss dazu sagen die Gäste stehen für meine Eltern immer an erster Stelle. In ausländischen Familien ist das so. Es muss alles vorbereitet sein und aufgeräumt sein und alles nervige sollte am besten verschwinden, damit diese Leute im Nachhinein nicht schlecht über einen redet. Jetzt kann ich natürlich sagen das, das Quatsch war, die Gäste zu hassen, weil diese Leute natürlich nichts dafür können wie meine Eltern mich behandelten. Ich wurde sehr oft geschlagen und beschimpft. Das kann man gar nicht beschreiben wenn man sowas nicht selber miterlebt hat. Ich war als Kind in der Schulzeit recht pummelig und wurde immer als fette Kuh von ihnen bezeichnet und das tat mir weh. Wenn ich mich im Spiegel ansah sagte meine Mutter zu mir was schaust du dich so an? Du bist doch eh eine fette Kuh. Ich war in ihren Augen nichts wert wenn ich fett war, weil andere ja vlt schlecht über uns reden könnten. Sie brachten es mir nicht bei wie normale Eltern sondern eher grob und knallhart. Ich fing an zu verzweifeln und jeden tag zu weinen. Ich war innerlich kaputt. Ich war nicht so ein unbeschwertes, glückliches Kind wie die anderen ich wurde von allen Seiten fertig gemacht. In meiner Jugend fing ich an mich heftig mit meinen Vater zu streiten vielleicht auch weil er es nicht nachvollziehen konnte das ich mich in der Pupertät befand und es ging Tage lang. Dann ich fing an lauthals zu weinen und schrie warum kannst du mich nicht lieben wie dein Kind. Und er meinte er wünschte sich das ich sterbe. Ich war kaputt wirklich. Meine Mutter hatte alles an diesemAbend mitbekommen und sagte nur zu mir wir bringen dich einfach zu einem Psychiater und dann wird wieder alles gut mit dir. Stellt euch das mal vor ? Ich habe nichts mehr verstanden. wo der Fehler bei mir liegen sollte. Dem Kind den Tod zu wünschen und sich zu wünschen das es nicht mehr exestiert, ist für ein Kind zu viel. Meine Eltern haben sich auch oft getrennt und ich war immer diejenige, die sie wieder zusammen gebracht hat. Egal was mir passiert war trotzdem waren es meine Eltern und ich liebe sie trotzdem. Ich wollte schon immer das sie sich vertragen. Irendwann wurde ich größer und habe angefangen mich mit Freunden zu verabreden und feiern zu gehen. Selbstverständlich haben wir uns zuhause dann aufgebrezelt umd uns kurze Röcke angezogen. Als mich dann meine Mutter sah sagte sie dann: wenn du so raus gehst breche ich dir die Beine. der Rock war wirklich nicht kurz er ging paar Zentimeter bis zum Knie. Für mich War es schlimm meine Freundinnen durften es und ich nicht. Ich hatte das Gefühl das meine Mutter Anfing damals mich zu hassen und in mir das zu sehen was sie damals nie haben konnte. Dazu muss ich noch sagen sie hatte mich mit 18 bekommen. Ich war schon ein hübsches Mädel und war dann auf Partys und zum ersten mal im Leben dachte ich ich habe endlich spass und dann habe ich auch nach der Schulzeit viele neue Leute kennengelernt und wir hatten viel spass. Ich wurde eine Rebellin. Ich fing an mit den Punks abzuhängen. Ich fing an Alkohol zu trinken und es waren auf einmal alle Sorgen vergessen. Die Leute die ich damals dann kannte haben mir gut getan. Ich habe dann auch für mich entdeckt das ich bei Jungs sehr gut wirke. Was in der Schulzeit gar nicht der Fall war. Irgendwann fing ich an darüber nach zu denken warum andere Leute die ich kannte so viel liebevollere Eltern hatten als ich. Als ich 18 wurde meinten meine Eltern die müssten für mich eine riesen Fete schmeißen natürlich nicht für meine Freunde sondern für ihre Freunde. Sie haben extra die ganze Wohnung umdekoriert und Bierbänke aufgestellt. Fleisch vom Metzger bestellt. Alles drehte sich um den Empfang der Gäste. Ich dagegen musste an meinen 18ten Zuhause sein und in meinem Zimmer sitzen ich durfte nicht bei den "Erwachsenen" im Wohnzimmer sein. Ich musste mich stattdessen um die mitgebrachten Kindern kümmern (im Alter von 3-7 Jahren ). Das lag mir gar nicht. Jeder Gast hatte mir als Geschenk einen riesen Strauss Blumen mitgebracht und einen Umschlag mit Geld. Worüber ich mich natürlich sehr freute. Als die ganzen Gäste gegangen waren hatte ich mir überlegt meinen Eltern was von meinen Geburtstagsgeld zu geben. Ich wollte einfach das sie mich mögen. Und ich gab ihnen 300 Euro und sagten Danke. Sie sagten dann auch das mein Geburtstag schon sehr teuer war. Und sie wegen mir so viel Geld ausgeben mussten. Ich glaube ihnen wäre auch ganz Recht gewesen wenn ich ihnen sogar die ganzen 600 Euro gegeben hätte .Heute wenn wir uns streiten und ich ihnen sage was ich alles schon miterleben musste und das erwähne streiten sie es komplett ab. Als wäre das niemals passiert das ich ihnen was gegeben hätte. Das belastet mich psychisch einfach so sehr. Mein Vater hat meine Mutter wieder mal verlassen und ich war schon ausgezogen gewesen. Meine Mutter rief mich verzweifelt an und ich war für sie da und telefonierte 2 Stunden mit ihr. Solche intimen Gespräche hatte ich noch nie mit ihr. Meine Mutter ist ein kalter Typ Mensch. Wenn ich als Kind weinte fand sie das meistens lächerlich. Sie meint sie ist immer im Recht. Wenn man ihr kein Recht gibt und sie hatte in manchen Sachen einfach kein Recht dann wurde sie zur größten Feindin auch in ihrem Bekanntenkreis. Sie ist kontrollsüchtig und fängt schnell wegenKleinigkeiten zum schreien an. Wenn man sich was kaufte dann wollte sie sofort wissen wie viel man dafür ausgegeben hat und wenn es zu teuer war dann brach der Streit aus. Egal ob bei mir oder bei meinem Vater. Ich hatte mein eigenes Geld in der Ausbildung verdient und es wurde immer rum gestritten wenn ich mit einer Tüte Klamotten Nachhause gekommen bin und immer war alles hässlich und nicht qualitativ in ihren Augen. Es war wirklich die Hölle. Auf jeden Fall hatte ich lange intensive Gespräche mit ihr geführt und sie getröstet. Auf einmal hatten wir ein gutes Verhältnis zueinander. Sie fing an mit Sport und es tat ihr gut und wir würden viel mehr nicht wie Mutter und Tochter sondern wie Freundinnen. Als mein Vater wieder zurück zu ihr kam war ich wieder voll vergessen. Sie war also wieder ganz die Alte. Ich will nicht damit sagen das mein Vater die Schuld hatte als er wieder zurück kam, sondern sie war es selbst. Sie wird einfach von selbst immer komisch. Ich fand es traurig und wieder mal habe ich gelernt das ich in dieser Familie nicht wirklich gebraucht werde. Als wir uns mal wieder stritten hatte ich meine Mutter daran erinnert das ich als sie mich brauchte für sie da war und selbst das stritt sie ab. Man wird einfach in dieser Familie für verrückt gehalten und es wird alles abgestritten was mal gesagt wurde. Immer wenn ich versuchte das aufzuzählen was in der Vergangenheit erheblich schief gelaufen ist wurde immer gesagt das ich psychisch krank bin und fantasiere und sie mich bald einliefern lässt. Mir fehlen einfach nur die Worte . Sie ist so unfassbar schlagfertig und gerissen und stellt alles so hin als würde ich mir alles ausdenken. Meine Mutter sagt sogar zu mir ihre Freundinnen würden schon schlecht von mir reden und denken und sie würden sagen ich sei ein Schmarotzer. Ich verstehe es nicht. Es kommt mir so vor als würde sie in mir den Feind sehen. Meinen jetzigen freund behandelt sie sogar viel besser als mich.
Es gibt noch unzählige Geschichten die ich erzählen könnte aber ich habe es aufgegeben die Leute die ich kenne die interessieren sich nicht dafür die können es auch nicht nachvollziehen. Derzeit wohne ich alleine und habe mit ihnen nicht mehr viel zu tun. Ich sehe sie nur ab und zu und dann tun sie immer auf scheinheilig nett. Ich lasse sie auch nicht mehr an mich ran und fertig machen lass ich mich schon mal gar nicht mehr von ihnen. Dennoch zerren so viele alte Erinnerungen an mir. Was meint ihr, kennt ihr ähnliche Situationen in der Familie?

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14. Oktober 2014 um 19:47

Ohje..
Persönlich kenne ich solche Situationen nicht, aber du tust mir total Leid! Tut mir Leid wenn ich das jetzt sage, aber solchen Eltern gehört das Kind verboten! Ich finde erstaunlich wie stark du bist. Ich hätte sicher mit irgendwas mich in die Aufmerksamkeit hinein gebracht. Magersucht, Ritzen oder irgendsowas. Obwohl ich beim ritzen eine gewisse abneigung habe. (Keine Ahnung was es noch für Krankheiten gibt) Ich würde dir empfehlen zum psychotherapeuten zugehen, wird dir sicher weiter helfen.

Schönes Leben noch

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14. Oktober 2014 um 23:59

Das
Kenne ich auch nicht ganz so heftig aber sehr ähnlich, ich fühle mich auch ungeliebt und als das Schwarze Schaf in der Familie würde ich mich sehen.
Von meinem Vater würde ich auch oft mit diesen ausdrücken beschimpft er ist ist Alkoholiker.
Neuen Mutter konnte sich nie von ihm lösen die Aussage war, dass ich erst ausziehen müsste.
Ich studiere gerade und bin während meiner prüfungszeit vor knapp 4 Monaten ausgezogen, um ihr das leid zu ersparen.
Das Resultat sie wohnt noch immer mit ihm zusammen, nun sehe ich selbst mich als Problem da es anscheinend ohne mich nicht so schlimm zu sein Scheind.
Ich habe weder Umarmungen noch Küsse noch nette Worte erfahren ich müsste früh selbstständig werden und mir auch alles was ich bis jetzt geschafft habe selbst hart erarbeiten. Um zu studieren müsste ich seit dem ich 17 bin arbeiten da ich weder Taschengeld noch irgendwelche Extras bekam.
Es ist schwer für mich mit Ihnen den Kontakt zu halten da es immer weh tut denn wenn ich sie sehr denke ich ich habe alles falsch gemacht.
Meine Mama Balkan auch oft mit wie mein Vater mich angeschrien und geschupst hat aber es folgten keine Worte nur was ist denn hier wieder los...
Ich gehe zur zeit zu einen Psychiater wegen schweren Depressionen und selbstverletzendem verhalten.
Ich denke du solltest auch eine Therapie machen bevor dein Schicksal dich einholt.
Den Kontakt zu deinen Eltern würde ich weitestgehend vermeiden.

Liebe Grüße

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25. November 2016 um 19:39
In Antwort auf medirah

Ohje..
Persönlich kenne ich solche Situationen nicht, aber du tust mir total Leid! Tut mir Leid wenn ich das jetzt sage, aber solchen Eltern gehört das Kind verboten! Ich finde erstaunlich wie stark du bist. Ich hätte sicher mit irgendwas mich in die Aufmerksamkeit hinein gebracht. Magersucht, Ritzen oder irgendsowas. Obwohl ich beim ritzen eine gewisse abneigung habe. (Keine Ahnung was es noch für Krankheiten gibt) Ich würde dir empfehlen zum psychotherapeuten zugehen, wird dir sicher weiter helfen.

Schönes Leben noch

Hallo, ich bin gerade mal 13 und erlebe gerade das was du da oben geschrieben hast, zwar wünschen mir meine Eltern nicht den Tod oder scheuchen mich weg, wenn Leute kommen aber der Rest ist genau das was ich seid meiner ganzen Kindheit erlebt habe  Meine ganze Klasse hasst mich und neulich als unsere bevorstehende Klassenfahrt angesagt wurde & gesagt wurde, dass es nur 4-er Zimmer gäbe ( wir sind eine grobe Zahl ) war direkt klar, dass ich mit Leuten aus der anderen Klasse in einem Zimmer schlafen muss 😭 Ich heule jeden Tag und denke öfters über Selbstmord nach, denn das ist kein schönes Leben. 
 

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25. November 2016 um 20:16

Ganz ehrlich, wie kann deine Mutter nur auf die Idee kommen das du ihr hilfst?! Ich weiß es ist schwer zu verstehen aber auch Eltern haben keine Absolution verdient. Ich kann mir vorstellen das es schwer ist wenn sie zu dir kommt, auf dich zugeht und du das Gefühl hast das du ihre Nähe brauchst. Jetzt wo du erwachsen bist kannst du endlich entscheiden wer gut für dich ist und deine Eltern sind es nicht wenn sie nicht dazu stehen wie sie dich behandelt haben.
also ich würde mich jetzt von Ihnen abwenden, und sie  sollten dir erstmal beweisen ... ach Quatsch... sie sollten dazu stehen was sie getan haben. Du solltest sie fragen können warum genau habt ihr das und das gemacht? Warum habt ihr so und so reagiert? Wenn sie das nicht beantworten wären sie für mich gestorben.
die zwei haben sich einen dreck um dich gekümmert!
dein Selbstwertgefühl dürfte ganz ganz zerstört, oder garnicht erst aufgebaut sein.

deswegen ist das was ich machen würde wahrscheinlich garnicht umzusetzen für dich.

meine Empfehlung: such dir einen guten Psychologen der mit dir das alles aufbaut was deine Eltern garnicht erst wachsen lassen haben.

viel Glück!

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25. November 2016 um 20:30

Am besten ein Psychologe der auch Verhaltenstherapie anbietet. Er kann dir viele Übungen zeigen die du in deinen einbringen kannst um dich selber zu stärken.
Wärst du aus berlin würde ich dir meinen empfehlen!

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27. November 2016 um 15:26

Warum ist es dir so wichtig ,  deinen Eltern die Fehler aufzuzählen ?  Es macht nicht den Eindruck, als wären sie einsichtig und  könnten dazu stehen. Dann würden sie ggfls um Entschuldigung bitten. Vielleicht könntet ihr dann versuchen gemeinsam damit umzugehen . 
Zur Zeit lässt du dabei zu viel Kraft, die du brauchst um neu zu starten.
So traurig wie es auch ist, gehörst du evtl. zu den wenigen Menschen, die ohne elterlichen Kontakt besser dran sind. Jeder Kontakt wird dich neu traumatisieren und entwerten.
Ich wünsche dir eine gute Therapie und Kraft sie durchzuhalten . Alles Gute 

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8. August 2019 um 21:43
In Antwort auf tylar_12547080

Hi zusammen,

Ich weiss gar nicht wo ich als erstes anfangen soll, es geht um meine Eltern. Ich bin 25 und ich kann mit meiner Vergangenheit immer noch nicht gut umgehen. Ich denke das mich meine Eltern früher nie so wirklich wollten und wenn ich jetzt daran zurückdenke an einigen Sachen die mir zugestoßen sind in der Kindheit / Jugend fängt es an, an mir zu zerren. Ich bin Einzelkind und bin in Kroatien geboren. Meine Eltern endschieden sich dann nach Deutschland zu ziehen als ich gerade mal ein jahr alt war. Ich habe nur aus Erzählungen mitbekommen das mich meine Eltern 2 Jahre alleine bei meinen Großeltern zurückgelassen haben um sich in Deutschland einen Job zu suchen. Also haben sich mich geholt als alles klappte. In Deutschland im Kindergarten habe ich mich aus meinen Erinnerungen sehr gut zurecht gefunden und hatte viele Freunde. Ich habe schon früher als Kind mitbekommen wie sich meine Eltern wahnsinnig oft gestritten haben, wie mein Vater geflucht hat ,wie die Situation sich handgreiflich zugespitzt hatte. Ich kann mich auch an eine Situation erinnern als ich mit im Auto saß und meine Eltern sich lauthals wieder gestritten haben und meine Mutter meinem Vater sogar mitten auf der Straße ins Lenkrad rein gegriffen hat. Ich hatte als Kind immer sehr viel Angst und habe gebettelt und gefleht das sie sich wieder vertragen im Alter von nicht mal 6 Jahren. Einmal habe ich sogar gesagt das bitte die polizei kommen soll weil ich soviel Angst hatte. Dann bekam ich die Windpocken verbunden mit hohem Fieber (als kind war ich relativ oft krank) umd wurde alleine den tag über von meinen Eltern in der Wohnung liegen gelassen. Nur einmal sind zwei Bekannte in die Wohnung gekommen und haben nach mir gesehen und meinten nur , wie können sie das Kind nur hier alleine liegen lassen. Das habe ich so im fiebrigen Halbschlaf mitbekommen. Sonst wurde ich von Babysittern gross gezogen und nicht alle waren nett zu mir. Als ich schließlich in die zweite Klasse gekommen bin hatten sich meine Eltern wieder entschlossen umziehen..also für mich hieß es wieder war ich los gerissen von meinen Freunden. Ich kam in eine neue Schule mitten in eine Klassen in der sich die Kinder schon zusammengetan haben und konnten mich schon nicht ausstehen. So ging es dann meine ganze Schulzeit. Ich war in der neuen Schule über die Jahre nicht wirklich beliebt. Ich wurde jeden tag gehänselt und niedergemacht. Ich War einfach anders als die anderen Kinder. In der gesamten Schulzeit hatte ich vielleicht 4 Freunde und das War zum Ende der Schuljahre. Aber wir alle waren Kinder aus eher zerrütteten Familien. Als die Pupertät anfing waren meine Eltern nicht anders zu mir. Wir lebten zusammen in einer 3 Zimmer Wohnung. Ich hatte mein eigenes Zimmer doch ich wollte oft mit meinen Eltern sein, habe immer den Kontakt gesucht wollte immer mit ihnen reden aber wenn Gäste zu uns gekommen sind meinte mein Vater immer ich sollte in meinen Zimmer verschwinden. Er sagte das zu mir als wäre ich ein Hund. Das ich sie ja nicht blamiere vor den Gästen. Alles was ich tat war immer falsch in ihren Augen. Ich war immer das schlechte, miserable Kind und alle anderen waren immer viel besser in den Augen meiner Eltern. Einmal wollten am Abend Gäste zu uns kommen und meine Mutter hat so furchtbar viel vorbereitet für die Gäste und gemacht und getan das ich sie als kind nunmal fragte warum sie nie soviel einfach auch nur für uns macht einfach nur für die Familie. Ihre Antwort War einfach nur: weil ich die Gäste mehr liebe als dich. Das hat mich damals richtig verstört. Ich habe mich furchtbar ungeliebt von ihnen gefühlt. Irgendwann begann ich diese Gäste an nicht zu leiden. Ich habe in ihnen Konkurrenz gesehen, wegen ihnen wurde ich immer verscheucht, wegen ihnen haben mich meine Eltern ausgeblendet. Ich muss dazu sagen die Gäste stehen für meine Eltern immer an erster Stelle. In ausländischen Familien ist das so. Es muss alles vorbereitet sein und aufgeräumt sein und alles nervige sollte am besten verschwinden, damit diese Leute im Nachhinein nicht schlecht über einen redet. Jetzt kann ich natürlich sagen das, das Quatsch war, die Gäste zu hassen, weil diese Leute natürlich nichts dafür können wie meine Eltern mich behandelten. Ich wurde sehr oft geschlagen und beschimpft. Das kann man gar nicht beschreiben wenn man sowas nicht selber miterlebt hat. Ich war als Kind in der Schulzeit recht pummelig und wurde immer als fette Kuh von ihnen bezeichnet und das tat mir weh. Wenn ich mich im Spiegel ansah sagte meine Mutter zu mir was schaust du dich so an? Du bist doch eh eine fette Kuh. Ich war in ihren Augen nichts wert wenn ich fett war, weil andere ja vlt schlecht über uns reden könnten. Sie brachten es mir nicht bei wie normale Eltern sondern eher grob und knallhart. Ich fing an zu verzweifeln und jeden tag zu weinen. Ich war innerlich kaputt. Ich war nicht so ein unbeschwertes, glückliches Kind wie die anderen ich wurde von allen Seiten fertig gemacht. In meiner Jugend fing ich an mich heftig mit meinen Vater zu streiten vielleicht auch weil er es nicht nachvollziehen konnte das ich mich in der Pupertät befand und es ging Tage lang. Dann ich fing an lauthals zu weinen und schrie warum kannst du mich nicht lieben wie dein Kind. Und er meinte er wünschte sich das ich sterbe. Ich war kaputt wirklich. Meine Mutter hatte alles an diesemAbend mitbekommen und sagte nur zu mir wir bringen dich einfach zu einem Psychiater und dann wird wieder alles gut mit dir. Stellt euch das mal vor ? Ich habe nichts mehr verstanden. wo der Fehler bei mir liegen sollte. Dem Kind den Tod zu wünschen und sich zu wünschen das es nicht mehr exestiert, ist für ein Kind zu viel. Meine Eltern haben sich auch oft getrennt und ich war immer diejenige, die sie wieder zusammen gebracht hat. Egal was mir passiert war trotzdem waren es meine Eltern und ich liebe sie trotzdem. Ich wollte schon immer das sie sich vertragen. Irendwann wurde ich größer und habe angefangen mich mit Freunden zu verabreden und feiern zu gehen. Selbstverständlich haben wir uns zuhause dann aufgebrezelt umd uns kurze Röcke angezogen. Als mich dann meine Mutter sah sagte sie dann: wenn du so raus gehst breche ich dir die Beine. der Rock war wirklich nicht kurz er ging paar Zentimeter bis zum Knie. Für mich War es schlimm meine Freundinnen durften es und ich nicht. Ich hatte das Gefühl das meine Mutter Anfing damals mich zu hassen und in mir das zu sehen was sie damals nie haben konnte. Dazu muss ich noch sagen sie hatte mich mit 18 bekommen. Ich war schon ein hübsches Mädel und war dann auf Partys und zum ersten mal im Leben dachte ich ich habe endlich spass und dann habe ich auch nach der Schulzeit viele neue Leute kennengelernt und wir hatten viel spass. Ich wurde eine Rebellin. Ich fing an mit den Punks abzuhängen. Ich fing an Alkohol zu trinken und es waren auf einmal alle Sorgen vergessen. Die Leute die ich damals dann kannte haben mir gut getan. Ich habe dann auch für mich entdeckt das ich bei Jungs sehr gut wirke. Was in der Schulzeit gar nicht der Fall war. Irgendwann fing ich an darüber nach zu denken warum andere Leute die ich kannte so viel liebevollere Eltern hatten als ich. Als ich 18 wurde meinten meine Eltern die müssten für mich eine riesen Fete schmeißen natürlich nicht für meine Freunde sondern für ihre Freunde. Sie haben extra die ganze Wohnung umdekoriert und Bierbänke aufgestellt. Fleisch vom Metzger bestellt. Alles drehte sich um den Empfang der Gäste. Ich dagegen musste an meinen 18ten Zuhause sein und in meinem Zimmer sitzen ich durfte nicht bei den "Erwachsenen" im Wohnzimmer sein. Ich musste mich stattdessen um die mitgebrachten Kindern kümmern (im Alter von 3-7 Jahren ). Das lag mir gar nicht. Jeder Gast hatte mir als Geschenk einen riesen Strauss Blumen mitgebracht und einen Umschlag mit Geld. Worüber ich mich natürlich sehr freute. Als die ganzen Gäste gegangen waren hatte ich mir überlegt meinen Eltern was von meinen Geburtstagsgeld zu geben. Ich wollte einfach das sie mich mögen. Und ich gab ihnen 300 Euro und sagten Danke. Sie sagten dann auch das mein Geburtstag schon sehr teuer war. Und sie wegen mir so viel Geld ausgeben mussten. Ich glaube ihnen wäre auch ganz Recht gewesen wenn ich ihnen sogar die ganzen 600 Euro gegeben hätte .Heute wenn wir uns streiten und ich ihnen sage was ich alles schon miterleben musste und das erwähne streiten sie es komplett ab. Als wäre das niemals passiert das ich ihnen was gegeben hätte. Das belastet mich psychisch einfach so sehr. Mein Vater hat meine Mutter wieder mal verlassen und ich war schon ausgezogen gewesen. Meine Mutter rief mich verzweifelt an und ich war für sie da und telefonierte 2 Stunden mit ihr. Solche intimen Gespräche hatte ich noch nie mit ihr. Meine Mutter ist ein kalter Typ Mensch. Wenn ich als Kind weinte fand sie das meistens lächerlich. Sie meint sie ist immer im Recht. Wenn man ihr kein Recht gibt und sie hatte in manchen Sachen einfach kein Recht dann wurde sie zur größten Feindin auch in ihrem Bekanntenkreis. Sie ist kontrollsüchtig und fängt schnell wegenKleinigkeiten zum schreien an. Wenn man sich was kaufte dann wollte sie sofort wissen wie viel man dafür ausgegeben hat und wenn es zu teuer war dann brach der Streit aus. Egal ob bei mir oder bei meinem Vater. Ich hatte mein eigenes Geld in der Ausbildung verdient und es wurde immer rum gestritten wenn ich mit einer Tüte Klamotten Nachhause gekommen bin und immer war alles hässlich und nicht qualitativ in ihren Augen. Es war wirklich die Hölle. Auf jeden Fall hatte ich lange intensive Gespräche mit ihr geführt und sie getröstet. Auf einmal hatten wir ein gutes Verhältnis zueinander. Sie fing an mit Sport und es tat ihr gut und wir würden viel mehr nicht wie Mutter und Tochter sondern wie Freundinnen. Als mein Vater wieder zurück zu ihr kam war ich wieder voll vergessen. Sie war also wieder ganz die Alte. Ich will nicht damit sagen das mein Vater die Schuld hatte als er wieder zurück kam, sondern sie war es selbst. Sie wird einfach von selbst immer komisch. Ich fand es traurig und wieder mal habe ich gelernt das ich in dieser Familie nicht wirklich gebraucht werde. Als wir uns mal wieder stritten hatte ich meine Mutter daran erinnert das ich als sie mich brauchte für sie da war und selbst das stritt sie ab. Man wird einfach in dieser Familie für verrückt gehalten und es wird alles abgestritten was mal gesagt wurde. Immer wenn ich versuchte das aufzuzählen was in der Vergangenheit erheblich schief gelaufen ist wurde immer gesagt das ich psychisch krank bin und fantasiere und sie mich bald einliefern lässt. Mir fehlen einfach nur die Worte . Sie ist so unfassbar schlagfertig und gerissen und stellt alles so hin als würde ich mir alles ausdenken. Meine Mutter sagt sogar zu mir ihre Freundinnen würden schon schlecht von mir reden und denken und sie würden sagen ich sei ein Schmarotzer. Ich verstehe es nicht. Es kommt mir so vor als würde sie in mir den Feind sehen. Meinen jetzigen freund behandelt sie sogar viel besser als mich.
Es gibt noch unzählige Geschichten die ich erzählen könnte aber ich habe es aufgegeben die Leute die ich kenne die interessieren sich nicht dafür die können es auch nicht nachvollziehen. Derzeit wohne ich alleine und habe mit ihnen nicht mehr viel zu tun. Ich sehe sie nur ab und zu und dann tun sie immer auf scheinheilig nett. Ich lasse sie auch nicht mehr an mich ran und fertig machen lass ich mich schon mal gar nicht mehr von ihnen. Dennoch zerren so viele alte Erinnerungen an mir. Was meint ihr, kennt ihr ähnliche Situationen in der Familie?

28 Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken.
Matthäus 11,28 (Lutherbibel)
Alles Liebe!

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