Forum / Psychologie & Persönlichkeit

Schreckliche Angst vor psychosom. Durchfall

20. Januar um 12:59 Letzte Antwort: 31. Januar um 14:33

Hallo ihr Lieben,

zunächst ein "Geständnis" - ich bin ein Mann, der jedoch schon sein ganzes Leben viel besser mit Frauen zurechtkommt und deren Gesellschaft bevorzugt. Hoffe also, das ist kein Problem für euch! Wenn doch, tut's mir ehrlich leid! Ich bin in vielen Dingen eher "unmännlich", zumindest, wenn man unser gesellschaftliches Bild eines "richtigen Kerls" als Vorbild betrachtet...

Aber ich schweife von meinem eigentlichen Thema ab. Ich wollte euch nur reinen Wein einschenken, da ich nicht weiß, wie man in diesem Forum darauf reagiert.

Ich habe seit knapp 6 Jahren (bin 31) eine Angststörung, die mit häufigem Urinieren begann, aber sich im Laufe der Jahre immer wieder etwas anderes gesucht hat. Mal Kopfschwummrigkeit, mal Einschlafängste, mal Kloßgefühl im Hals - und seit 2018 mein Nemesis, die "Angstdurchfälle".
Vielleicht kann das jemand nachvollziehen: Der erste angstbezogene Durchfall kommt innerhalb von Sekunden, und für mich war es ein ziemlich traumatisches Erlebnis, weil ich in den Jahren vorher ständig irgendwelche "Horrornachrichten" über Durchfälle, Erreger etc. mitbekommen habe (bin eine HSP, sauge also leider alles auf wie ein Schwamm) - was mich eventuell unterbewusst geprägt hat auf dieses Symptom. Jedenfalls trage ich seither die Angst 24 Stunden mit mir herum, dass ich erneut Durchfall bekommen könnte, und dadurch entstand eine enorme Angst vor den Angstsymptomen, was demzufolge ein Teufelskreis ist, den ich nicht durchbrechen kann...

Ich wache auf, bin furchtbar nervös in Sekunden, mein Unterleib zieht richtig wie vor einer Präsentation früher in der Schule - was den hastigen Gang zur Toilette zur Folge hat. Dann muss ich den ganzen Tag über auch unglaublich oft pinkeln - aber meist eben doch nur ein kleines bisschen, ich habe eine übersteigerte Empfindlichkeit was die Blase angeht. Mein Unterleib ist komplett verspannt, ich kann teilweise die Muskelpartien mit dem Finger nachzeichnen, so deutlich spüre ich sie anspannen. "Schmerzen" würde ich es nicht nennen, eher wie beim Muskelkater. Wenn ein Muskel anzieht, blubbert es kurz darauf und ich muss pupsen. Wenn ich mich bewege, bücke usw. triggere ich das oft zusätzlich, weil alles so steif unten ist...
Bei JEDEM Angstdurchfall, auch nach über zwei Jahren, bin ich panisch, dass er "nicht mehr aufhört", dass ich nun "an dem Flüssigkeitsmangel sterben werde", usw., ich zittere dabei, meine Ohren sind rot und heiß usw.
Im Rahmen meines Klinikaufenthalts in einer psychosom. Einrichtung wurde ich natürlich untersucht, ohne Befund. Ich habe auch noch nie Gewicht verloren, kein Blut im Stuhl, kein Fieber oder sonst was. Und mal ganz tacheles: Es ist auch von der Konsistenz her kein "Wasser" wie man mir immer von "normalem" Durchfall oder so erzählt, sondern ich "blähe" das eher raus, als ob die Luft schuld wäre, und es ist zwar weich und dünn, aber keine Suppe wie gesagt...
Reizdarm-Zeug wie Carmenthin, Probiotika-Kuren, Buscopan ausprobiert und nichts hat's gebracht - einfach, weil ich damit meiner Angst nicht begegne, und diese nun mal der Auslöser ist...

Ich habe in diesem Forum einen anderen Thread gefunden und dort gemerkt, dass ich mit dieser (oder einer ähnlichen) Problematik gar nicht so allein bin, wie ich immer denke. Ehrlich gesagt möchte ich mich mit diesem Eintrag einfach nur mitteilen, nach außen treten, es einfach mal "los werden" - und vielleicht gibt es ja sogar eine Person, die einen solchen Kreislauf wirklich mit purem "Aushalten" überwunden hat und sagen kann, wie lange ich diesen Mut aufbringen müsste...

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20. Januar um 21:32
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Hallo ihr Lieben,

zunächst ein "Geständnis" - ich bin ein Mann, der jedoch schon sein ganzes Leben viel besser mit Frauen zurechtkommt und deren Gesellschaft bevorzugt. Hoffe also, das ist kein Problem für euch! Wenn doch, tut's mir ehrlich leid! Ich bin in vielen Dingen eher "unmännlich", zumindest, wenn man unser gesellschaftliches Bild eines "richtigen Kerls" als Vorbild betrachtet...

Aber ich schweife von meinem eigentlichen Thema ab. Ich wollte euch nur reinen Wein einschenken, da ich nicht weiß, wie man in diesem Forum darauf reagiert.

Ich habe seit knapp 6 Jahren (bin 31) eine Angststörung, die mit häufigem Urinieren begann, aber sich im Laufe der Jahre immer wieder etwas anderes gesucht hat. Mal Kopfschwummrigkeit, mal Einschlafängste, mal Kloßgefühl im Hals - und seit 2018 mein Nemesis, die "Angstdurchfälle".
Vielleicht kann das jemand nachvollziehen: Der erste angstbezogene Durchfall kommt innerhalb von Sekunden, und für mich war es ein ziemlich traumatisches Erlebnis, weil ich in den Jahren vorher ständig irgendwelche "Horrornachrichten" über Durchfälle, Erreger etc. mitbekommen habe (bin eine HSP, sauge also leider alles auf wie ein Schwamm) - was mich eventuell unterbewusst geprägt hat auf dieses Symptom. Jedenfalls trage ich seither die Angst 24 Stunden mit mir herum, dass ich erneut Durchfall bekommen könnte, und dadurch entstand eine enorme Angst vor den Angstsymptomen, was demzufolge ein Teufelskreis ist, den ich nicht durchbrechen kann...

Ich wache auf, bin furchtbar nervös in Sekunden, mein Unterleib zieht richtig wie vor einer Präsentation früher in der Schule - was den hastigen Gang zur Toilette zur Folge hat. Dann muss ich den ganzen Tag über auch unglaublich oft pinkeln - aber meist eben doch nur ein kleines bisschen, ich habe eine übersteigerte Empfindlichkeit was die Blase angeht. Mein Unterleib ist komplett verspannt, ich kann teilweise die Muskelpartien mit dem Finger nachzeichnen, so deutlich spüre ich sie anspannen. "Schmerzen" würde ich es nicht nennen, eher wie beim Muskelkater. Wenn ein Muskel anzieht, blubbert es kurz darauf und ich muss pupsen. Wenn ich mich bewege, bücke usw. triggere ich das oft zusätzlich, weil alles so steif unten ist...
Bei JEDEM Angstdurchfall, auch nach über zwei Jahren, bin ich panisch, dass er "nicht mehr aufhört", dass ich nun "an dem Flüssigkeitsmangel sterben werde", usw., ich zittere dabei, meine Ohren sind rot und heiß usw.
Im Rahmen meines Klinikaufenthalts in einer psychosom. Einrichtung wurde ich natürlich untersucht, ohne Befund. Ich habe auch noch nie Gewicht verloren, kein Blut im Stuhl, kein Fieber oder sonst was. Und mal ganz tacheles: Es ist auch von der Konsistenz her kein "Wasser" wie man mir immer von "normalem" Durchfall oder so erzählt, sondern ich "blähe" das eher raus, als ob die Luft schuld wäre, und es ist zwar weich und dünn, aber keine Suppe wie gesagt...
Reizdarm-Zeug wie Carmenthin, Probiotika-Kuren, Buscopan ausprobiert und nichts hat's gebracht - einfach, weil ich damit meiner Angst nicht begegne, und diese nun mal der Auslöser ist...

Ich habe in diesem Forum einen anderen Thread gefunden und dort gemerkt, dass ich mit dieser (oder einer ähnlichen) Problematik gar nicht so allein bin, wie ich immer denke. Ehrlich gesagt möchte ich mich mit diesem Eintrag einfach nur mitteilen, nach außen treten, es einfach mal "los werden" - und vielleicht gibt es ja sogar eine Person, die einen solchen Kreislauf wirklich mit purem "Aushalten" überwunden hat und sagen kann, wie lange ich diesen Mut aufbringen müsste...

Hallo,

nach 6 Jahren liegt bereits eine ziehmlich leidvolle Zeit hinter dir. In der psychosomatischen Klinik wurde eine Angststörung bestätigt? Oder gab es noch andere Diagnosen? 

Mit purem Aushalten wirst du kaum einen Angstkreislauf durchbrechen. Eine ambulante Therapie deiner Angststörung wäre wirklich sinnvoll. Durch Angsterfahrungen entsteht ganz schnell ein Angstgedächtnis, dieses sorgt dafür, dass schon bei kleinsten Reizen deine Angstreaktion (Durchfall o.ä.) abläuft. Durch eine erhöhte Angstbereitschaft kommt es zu einem absoluten Teufelskreis. Du nimmst eine körperliche Veränderung wahr, z.B. Bauchgrummeln und nun kommt Katastrophendenken hinzu, z.B. ich bekomme sicher gleich Durchfall, komme nicht rechtzeitig zum WC, alle werden mich sehen. 
Indem du die Angst nur erträgst veränderst du nicht die Gedanken, die damit verbunden sind und der Kreislauf bleibt bestehen. 

Auf deinem Weg unterstützen kann dich das Erlernen einer Entspannungsmethode. Progressive Muskelentspannung oder aus dem Bereich des MBSR, achtsamkeitsbasierend. Zum Überwinden des Angstkreislaufes wird häufig eine Kombination aus Psycho- und Pharmakotherapie notwendig. Antidepressiva, weil man inzwischen weiß, dass sie nicht nur stimmungsstabilisierend bei Depressionen wirken, sondern auch bei Angststörungen helfen, sie normalisieren neurobiologisch den Angstkreislauf und machen eine Angstbewältigung möglich.  Parallel dazu wird die Psyche reguliert durch kognitive Verhaltenstherapie. Indem du die Auslöser identifizierst, dass, was die Angst aufrechterhält und neue Bewertungen erlernst in Angstsituationen, und natürlich einiges mehr. 

Ich kann dir nicht sagen, wie lange du den Mut aufbringen musst aber ich kann dir sagen, dass viele Betroffene durch ihre Therapie eine große Erleichterung erfahren, auch wenn die Ängste vielleicht nicht gänzlich verschwunden sind. Und es gibt viele andere Menschen, denen es ähnlich ergeht. Eine Selbsthilfegruppe könnte dir bestimmt auch gut helfen, dann merkst du, dass du nicht alleine bist und deine Probleme verstanden werden, weil sie den Menschen bekannt sind. 

LG Sis

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22. Januar um 17:51
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zunächst ein "Geständnis" - ich bin ein Mann, der jedoch schon sein ganzes Leben viel besser mit Frauen zurechtkommt und deren Gesellschaft bevorzugt. Hoffe also, das ist kein Problem für euch! Wenn doch, tut's mir ehrlich leid! Ich bin in vielen Dingen eher "unmännlich", zumindest, wenn man unser gesellschaftliches Bild eines "richtigen Kerls" als Vorbild betrachtet...

Aber ich schweife von meinem eigentlichen Thema ab. Ich wollte euch nur reinen Wein einschenken, da ich nicht weiß, wie man in diesem Forum darauf reagiert.

Ich habe seit knapp 6 Jahren (bin 31) eine Angststörung, die mit häufigem Urinieren begann, aber sich im Laufe der Jahre immer wieder etwas anderes gesucht hat. Mal Kopfschwummrigkeit, mal Einschlafängste, mal Kloßgefühl im Hals - und seit 2018 mein Nemesis, die "Angstdurchfälle".
Vielleicht kann das jemand nachvollziehen: Der erste angstbezogene Durchfall kommt innerhalb von Sekunden, und für mich war es ein ziemlich traumatisches Erlebnis, weil ich in den Jahren vorher ständig irgendwelche "Horrornachrichten" über Durchfälle, Erreger etc. mitbekommen habe (bin eine HSP, sauge also leider alles auf wie ein Schwamm) - was mich eventuell unterbewusst geprägt hat auf dieses Symptom. Jedenfalls trage ich seither die Angst 24 Stunden mit mir herum, dass ich erneut Durchfall bekommen könnte, und dadurch entstand eine enorme Angst vor den Angstsymptomen, was demzufolge ein Teufelskreis ist, den ich nicht durchbrechen kann...

Ich wache auf, bin furchtbar nervös in Sekunden, mein Unterleib zieht richtig wie vor einer Präsentation früher in der Schule - was den hastigen Gang zur Toilette zur Folge hat. Dann muss ich den ganzen Tag über auch unglaublich oft pinkeln - aber meist eben doch nur ein kleines bisschen, ich habe eine übersteigerte Empfindlichkeit was die Blase angeht. Mein Unterleib ist komplett verspannt, ich kann teilweise die Muskelpartien mit dem Finger nachzeichnen, so deutlich spüre ich sie anspannen. "Schmerzen" würde ich es nicht nennen, eher wie beim Muskelkater. Wenn ein Muskel anzieht, blubbert es kurz darauf und ich muss pupsen. Wenn ich mich bewege, bücke usw. triggere ich das oft zusätzlich, weil alles so steif unten ist...
Bei JEDEM Angstdurchfall, auch nach über zwei Jahren, bin ich panisch, dass er "nicht mehr aufhört", dass ich nun "an dem Flüssigkeitsmangel sterben werde", usw., ich zittere dabei, meine Ohren sind rot und heiß usw.
Im Rahmen meines Klinikaufenthalts in einer psychosom. Einrichtung wurde ich natürlich untersucht, ohne Befund. Ich habe auch noch nie Gewicht verloren, kein Blut im Stuhl, kein Fieber oder sonst was. Und mal ganz tacheles: Es ist auch von der Konsistenz her kein "Wasser" wie man mir immer von "normalem" Durchfall oder so erzählt, sondern ich "blähe" das eher raus, als ob die Luft schuld wäre, und es ist zwar weich und dünn, aber keine Suppe wie gesagt...
Reizdarm-Zeug wie Carmenthin, Probiotika-Kuren, Buscopan ausprobiert und nichts hat's gebracht - einfach, weil ich damit meiner Angst nicht begegne, und diese nun mal der Auslöser ist...

Ich habe in diesem Forum einen anderen Thread gefunden und dort gemerkt, dass ich mit dieser (oder einer ähnlichen) Problematik gar nicht so allein bin, wie ich immer denke. Ehrlich gesagt möchte ich mich mit diesem Eintrag einfach nur mitteilen, nach außen treten, es einfach mal "los werden" - und vielleicht gibt es ja sogar eine Person, die einen solchen Kreislauf wirklich mit purem "Aushalten" überwunden hat und sagen kann, wie lange ich diesen Mut aufbringen müsste...

wie sagte R. Messner sinngemäß irgendwann,

"Mut ist die andere Seite von Angst" beides gehört gleichermaßen zum normalen Leben. In gleichen Teilen..


Nur ist bei dir nur Angst da und permanent präsent. Du trägst die Angst permanent vor dir her, wie ein Kinderwagen oder ein Tablett.

Entwickle und entdecke die zweite Seite in dir, dass ist der Mut. Tue mutige Dinge.

Das hast du in der Vergangenheit nicht getan. Aus wahrscheinlich irgendwelchen Gründen aus deiner Vergangenheit, bist du nicht besonders mutig, selbstsicher, selbstbewusst. Der fehlt wahrscheinlich auch ein gesundes Selbstverständnis.

Deine überpräsente Angst, kannst du m. E. nur durch Erfahrungen ausgleichen, d.h. Situationen in denen du mutig warst, ein Risiko gewagt hast oder generell etwas gewagt hast.

Wenn du täglich oder wöchentlich Situationen eingehst, welche du als mutig, gewagt, verwegen oder hirnrissig, unmöglich, verrückt bezeichnen würdest, dann fügst du deinem Sein, endlich die mutige Erfahrungen hinzu.

Und Stück für Stück kommst du in die Balance, die man braucht und die bei dir signifikant fehlt.

 

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26. Januar um 14:01
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zunächst ein "Geständnis" - ich bin ein Mann, der jedoch schon sein ganzes Leben viel besser mit Frauen zurechtkommt und deren Gesellschaft bevorzugt. Hoffe also, das ist kein Problem für euch! Wenn doch, tut's mir ehrlich leid! Ich bin in vielen Dingen eher "unmännlich", zumindest, wenn man unser gesellschaftliches Bild eines "richtigen Kerls" als Vorbild betrachtet...

Aber ich schweife von meinem eigentlichen Thema ab. Ich wollte euch nur reinen Wein einschenken, da ich nicht weiß, wie man in diesem Forum darauf reagiert.

Ich habe seit knapp 6 Jahren (bin 31) eine Angststörung, die mit häufigem Urinieren begann, aber sich im Laufe der Jahre immer wieder etwas anderes gesucht hat. Mal Kopfschwummrigkeit, mal Einschlafängste, mal Kloßgefühl im Hals - und seit 2018 mein Nemesis, die "Angstdurchfälle".
Vielleicht kann das jemand nachvollziehen: Der erste angstbezogene Durchfall kommt innerhalb von Sekunden, und für mich war es ein ziemlich traumatisches Erlebnis, weil ich in den Jahren vorher ständig irgendwelche "Horrornachrichten" über Durchfälle, Erreger etc. mitbekommen habe (bin eine HSP, sauge also leider alles auf wie ein Schwamm) - was mich eventuell unterbewusst geprägt hat auf dieses Symptom. Jedenfalls trage ich seither die Angst 24 Stunden mit mir herum, dass ich erneut Durchfall bekommen könnte, und dadurch entstand eine enorme Angst vor den Angstsymptomen, was demzufolge ein Teufelskreis ist, den ich nicht durchbrechen kann...

Ich wache auf, bin furchtbar nervös in Sekunden, mein Unterleib zieht richtig wie vor einer Präsentation früher in der Schule - was den hastigen Gang zur Toilette zur Folge hat. Dann muss ich den ganzen Tag über auch unglaublich oft pinkeln - aber meist eben doch nur ein kleines bisschen, ich habe eine übersteigerte Empfindlichkeit was die Blase angeht. Mein Unterleib ist komplett verspannt, ich kann teilweise die Muskelpartien mit dem Finger nachzeichnen, so deutlich spüre ich sie anspannen. "Schmerzen" würde ich es nicht nennen, eher wie beim Muskelkater. Wenn ein Muskel anzieht, blubbert es kurz darauf und ich muss pupsen. Wenn ich mich bewege, bücke usw. triggere ich das oft zusätzlich, weil alles so steif unten ist...
Bei JEDEM Angstdurchfall, auch nach über zwei Jahren, bin ich panisch, dass er "nicht mehr aufhört", dass ich nun "an dem Flüssigkeitsmangel sterben werde", usw., ich zittere dabei, meine Ohren sind rot und heiß usw.
Im Rahmen meines Klinikaufenthalts in einer psychosom. Einrichtung wurde ich natürlich untersucht, ohne Befund. Ich habe auch noch nie Gewicht verloren, kein Blut im Stuhl, kein Fieber oder sonst was. Und mal ganz tacheles: Es ist auch von der Konsistenz her kein "Wasser" wie man mir immer von "normalem" Durchfall oder so erzählt, sondern ich "blähe" das eher raus, als ob die Luft schuld wäre, und es ist zwar weich und dünn, aber keine Suppe wie gesagt...
Reizdarm-Zeug wie Carmenthin, Probiotika-Kuren, Buscopan ausprobiert und nichts hat's gebracht - einfach, weil ich damit meiner Angst nicht begegne, und diese nun mal der Auslöser ist...

Ich habe in diesem Forum einen anderen Thread gefunden und dort gemerkt, dass ich mit dieser (oder einer ähnlichen) Problematik gar nicht so allein bin, wie ich immer denke. Ehrlich gesagt möchte ich mich mit diesem Eintrag einfach nur mitteilen, nach außen treten, es einfach mal "los werden" - und vielleicht gibt es ja sogar eine Person, die einen solchen Kreislauf wirklich mit purem "Aushalten" überwunden hat und sagen kann, wie lange ich diesen Mut aufbringen müsste...

Hey, ich hab sowas ähnliches erlebt, aber es waren Schlafstörungen. Es hatte was damit zu tun, dass ich mit einem Mann zusammen war den ich nicht liebte und ein Studium was mich aussaugte. Mir haben Benzos geholfen. Benzoduazepham löst Angstzustände, aber nicht die Ursache und macht zudem abhängig. Trotzdem brauchst du einen Arzt der herausfindet wovon es kommt. 

Offensichtlich istf es eine Angststörung und somit eine Depression. Die Ursachen können in deinem Umfeld liegen. Ich wünsche dir viel Glück. 

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26. Januar um 16:58
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Hey, ich hab sowas ähnliches erlebt, aber es waren Schlafstörungen. Es hatte was damit zu tun, dass ich mit einem Mann zusammen war den ich nicht liebte und ein Studium was mich aussaugte. Mir haben Benzos geholfen. Benzoduazepham löst Angstzustände, aber nicht die Ursache und macht zudem abhängig. Trotzdem brauchst du einen Arzt der herausfindet wovon es kommt. 

Offensichtlich istf es eine Angststörung und somit eine Depression. Die Ursachen können in deinem Umfeld liegen. Ich wünsche dir viel Glück. 

Hallo matisse,

ich weiß, dass Benzodiazepine unheimlich gerne und oft verschrieben werden. Nach meinem Dafürhalten sollte damit vorsichtiger umgegangen und  es nicht leichtfertig verschrieben werden! In manchen Fällen kann der Einsatz notwendig werden, aber es sollte allerhöchstens zur Überbrückung dienen . Im Normalfall wird zusätzlich ein Antidepressivum verordnet, welches erst nach 6 Wochen seine volle Wirkungsweise entfaltet. Daher manchmal Benzos! Eine Arbeit an der Ursache einer Angsterkrankung ist unter Benzos oft gar nicht möglich. Dieses Medikament bei Schlafstörungen ist schon eine harte Nummer. 

LG Sis
 

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31. Januar um 14:33

Hallo ihr Lieben,

zunächst mal sorry für die späte Antwort - ich habe nicht mehr damit gerechnet, dass eine Antwort auf mein Thema eintrudelt, da ich die ersten Tage nur irgendwelche dubiosen PMs von Heilschamanen etc. erhalten habe, und irgendwann schaut man dann doch nicht mehr vorbei...

Auf jeden Fall vielen Dank für die vielen Ratschläge und das Mitgefühl, tut doch immer gut zu merken, dass es noch nette Mitmenschen gibt! Ich wünsche euch alles Gute!!

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