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Schon wieder ein Beitrag von mir..

29. Dezember 2009 um 1:05 Letzte Antwort: 29. Dezember 2009 um 19:13

sorry, leute, wenn ich hier schon wieder nen beitrag poste.. aber ich komme einfach nicht mit mir klar...

Ich hab so viele fragen, die ich mir eigentlich täglich selbst beantworte.

Aber ich muss es einfach niederschreiben.
Meinungen hören usw..
Ich kann es nicht für mich behalten.

Äußerlich wirke ich so fröhlich, natürlich, glücklich..
aber wenn die leute mal sehen würden, wie es seit jahren in meinem innern aussieht..
Da ist ein chaos und so viel angst und trauer..


Eine kurze story zu meiner person, damit er nicht allzu lange wird, der beitrag.

Ich leide, seitdem ich 13 bin, an zwängen und ängsten. Ich war deswegen in therapie.
In der Schule habe ich mich immer wie ein versager gefühlt.
Das hat an meinem selbstbewusstsein genagt.
Mit 15 bekam ich essstörungen, und depressionen entwickelten sich.
Ich habe mich immer mehr zurück gezogen.
Mit 17 entwickelte ich agoraphobie, und machte deswegen und wegen der noch bestehenden essstörungen wieder eine psychotherapie. Ich fing auch an mich zu ritzen.. Das habe ich ca 6 monate gemacht.

Mit 18 kam ich mit meinem jetzt ex freund zusammen, die beziehung war meine erste und nicht schön, sie hat die agoraphobie und panikattacken ins schlimmste getrieben:
Ich konnte irgendwann fast nichts mehr. Nichts mehr unternehmen, keine öffentlichen verkehrsmittel nutzen, kein auto mehr fahren, keine strecken zu fuss laufen..
Nachdem ich mich von ihm endlich trennte, war alles schwierig, ich hatte sowas wie ein burnout, war psychisch total überlastet.. mein ex engte mich sehr ein, unterdrückte mich, kann man fast schon sagen, und wurde öfter gewalttätig.
Also, eine sehr belastende zeit.
Seit der trennung, da war ich 19, habe ich ein komisches verhalten gegenüber männern entwickelt.
Hass, Wut, Aggression, aber gleichzeitig sehnsucht.
Ich hatte seitdem keine beziehung mehr, nur one nightstands, ich habe mich seit meinem ex auch sehr verändert, bin viel offener geworden gegenüber männern, billig, würde ich manchmal fast schon sagen.

Ich trinke auch seit längerem oft sehr viel alkohol.
Ich brauche diese exzessive im leben.. ich habe EXTREM dieses schwarz- weiss denken und das macht mir angst, denn wenn das nicht aufhört, weiss ich, kann ich meinem beruf NIE ausüben.
Damit meine ich, dass es für mich nur das glücklich- sein oder das unglücklich- sein gibt..
Und ich finde keinen mittelweg!

Seitdem ich 20 bin, mache ich wieder eine psychotherapie und bin immernoch bei der thera.
Ich bin jetzt 21.

Und irgendwie nimmt das kein ende mit dem chaos in meinem kopf.. ich bin einfach nicht offen.. ich erzähle nur die hälfte.. wenn überhaupt. Also, den therapeuten, bei denen ich war.
Ich kann einfach nicht!!! Ich kann nicht offen sein!
Es macht mir angst.

Und seit einiger zeit ritze ich mich wieder.
Meistens, wenn ich alkohol getrunken habe.. vor kurzem habe ich mich mit ner zigarrette verbrannt, ziemlich heftig.

Es tut gut!
Es betäubt den schmerz, den ich seelisch habe und zeigt mir, dass ich doch noch was fühle.

Ich sehne mich oft nach dem negativen im leben..
Was ist das?

Habe ich vll borderline oder was könnte mit mir los sein?
Oder sind es depressionen?

Seit jahren bin ich nicht mehr glücklich.

Ich höre nur noch deprimusik, wenn ich alleine bin, und nur bei mir. Dann versinke ich in meine depression.

Und wenn ich unter leuten bin, dann bin ich total exzessiv, trinke so viel alkohol seit einiger zeit, vie zu viel, und zu oft, ich gebe mich in der öffentlichkeit oft total billig, suche irgendwie immer das extreme und sehne mich nach problemen.. fast... Wieso mache ich sowas?

Ich lasse es zu, dass blöde männer mich angraben und habe kein selbstbewusstsein "nein" zu sagen.. ich toleriere es, wenn man mich schlägt, und finde es nicht mal so schlimm.

Und ich habe das gefühl, dass ich irgendwann total absacke, weil ich mich für das schlechte leben entscheide.
Für Probleme, für scheiße...
Wisst ihr was ich meine?

Ich sinke immer tiefer.. meine hemmschwellen werden immer niedriger.

Meine Zwänge sind auch seit der exbeziehung wieder schlimmer..


Kennt das jemand?
Was könnte das denn sein?
Wo endet das??


Liebe Grüße



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29. Dezember 2009 um 16:33

Hallo
Wir haben uns ja schon mal geschrieben
Nun weiß ich auch was über deine Zwänge, wirst es wahrscheinlich kaum glauben aber ich kenne
vieles, was du da beschrieben hast. Nicht unbedingt von den Zwängen her, aber sonstiges Verhalten wie exzessiven Drogenkonsum und die Eigenart sich immer noch tiefer in schlechtes Verhalten (für einen selbst) reinzureiten. Mittlerweile schaffe ich es damit Stück für Stück aufzuhören.
Wichtig dabei bleibt zu betonen, dass man bei solchem Verhalten ziemlich tief in nem Loch steckt,
wie du ja auch schon beschrieben hast!!!
Denn warum trinkst du denn so viel? wahrscheinlich ist es dir zur Zeit ziemlich egal, was dass für dich bedeutet. Ist normal für ne stärkere Depression, genauso wie es normal ist, sich durch sein eigenes Verhalten immer noch tiefer in die Scheiße zu reiten.
Allerdings solltest du den Mut dazu finden über alles mit deinem Psychologen/Psychologin zu reden, wie sollen sonst deine Probleme besser werden??
Es ist der erste Grundstein für ein "besseres Leben".
Ich schreib das nicht einfach so, ich kenne es. Denn wenn du alles über dich erzählst, bekommst du ein engeres Verhältnis zu deinem Arzt und so nimmst du auch die Ratschläge mehr an.
Klar, verändern muss man sich selbst aber der Psychologe kann einem dabei helfen, hätte es selbst nicht gedacht.
Wenn er jedoch nur die Hälfte von dir weiß, ist dass wie bei einem Puzzle, bei dem die Hälfte der Puzzleteile fehlen. Es kann nicht fertig werden, genauso scheint es mir auch bei dir und deinen
Psychotherapien: Du erzählst immer nur die Hälfte, machst eine nach der Anderen, weil das eigentliche Problem nicht behandelt wird. So schaffst du es nicht gesund zu werden.
Ist jetzt villeicht ein wenig hart ausgedrückt, denke trotzdem mal drüber nach

Lieben Gruß

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29. Dezember 2009 um 17:19

Was
ist denn Schwarz-Weiss denken?

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29. Dezember 2009 um 17:48

Stationär?
Hallo!

Bist du schon mal in einer Klinik gewesen? Ich denke das solltest du mal versuchen....
Ich habe einige Zeit in einer Klinik gearbeitet und was du so beschreibst KÖNNTEN zumindestens auf Borderline hinweisen. Grade das Schwarz Weiß denken und das du die extreme lebst. Und das Selbstverletzungen nicht unbedingt was gutes sind weißt du selber. Ich würde dir dringend raten dich stationär behandeln zu lassen, zumindestens für einige Zeit.

Viele Grüße

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29. Dezember 2009 um 19:09
In Antwort auf casasmo

Stationär?
Hallo!

Bist du schon mal in einer Klinik gewesen? Ich denke das solltest du mal versuchen....
Ich habe einige Zeit in einer Klinik gearbeitet und was du so beschreibst KÖNNTEN zumindestens auf Borderline hinweisen. Grade das Schwarz Weiß denken und das du die extreme lebst. Und das Selbstverletzungen nicht unbedingt was gutes sind weißt du selber. Ich würde dir dringend raten dich stationär behandeln zu lassen, zumindestens für einige Zeit.

Viele Grüße

Hi
ja, ich habe mich vor kurzem intensiv damit auseinandergesetzt in eine klinik zu gehen und mich über allemöglichen kliniken informiert.

Dann hatte ich ein gespräch mit meiner therapeutin und die will es nicht, die hält nichts davon und jetzt wurde es mir ausgeredet..

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29. Dezember 2009 um 19:11
In Antwort auf edison_11878691

Hallo
Wir haben uns ja schon mal geschrieben
Nun weiß ich auch was über deine Zwänge, wirst es wahrscheinlich kaum glauben aber ich kenne
vieles, was du da beschrieben hast. Nicht unbedingt von den Zwängen her, aber sonstiges Verhalten wie exzessiven Drogenkonsum und die Eigenart sich immer noch tiefer in schlechtes Verhalten (für einen selbst) reinzureiten. Mittlerweile schaffe ich es damit Stück für Stück aufzuhören.
Wichtig dabei bleibt zu betonen, dass man bei solchem Verhalten ziemlich tief in nem Loch steckt,
wie du ja auch schon beschrieben hast!!!
Denn warum trinkst du denn so viel? wahrscheinlich ist es dir zur Zeit ziemlich egal, was dass für dich bedeutet. Ist normal für ne stärkere Depression, genauso wie es normal ist, sich durch sein eigenes Verhalten immer noch tiefer in die Scheiße zu reiten.
Allerdings solltest du den Mut dazu finden über alles mit deinem Psychologen/Psychologin zu reden, wie sollen sonst deine Probleme besser werden??
Es ist der erste Grundstein für ein "besseres Leben".
Ich schreib das nicht einfach so, ich kenne es. Denn wenn du alles über dich erzählst, bekommst du ein engeres Verhältnis zu deinem Arzt und so nimmst du auch die Ratschläge mehr an.
Klar, verändern muss man sich selbst aber der Psychologe kann einem dabei helfen, hätte es selbst nicht gedacht.
Wenn er jedoch nur die Hälfte von dir weiß, ist dass wie bei einem Puzzle, bei dem die Hälfte der Puzzleteile fehlen. Es kann nicht fertig werden, genauso scheint es mir auch bei dir und deinen
Psychotherapien: Du erzählst immer nur die Hälfte, machst eine nach der Anderen, weil das eigentliche Problem nicht behandelt wird. So schaffst du es nicht gesund zu werden.
Ist jetzt villeicht ein wenig hart ausgedrückt, denke trotzdem mal drüber nach

Lieben Gruß

Huhu
ha dir ne nachricht geschickt..

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29. Dezember 2009 um 19:13
In Antwort auf an0N_1211332899z

Was
ist denn Schwarz-Weiss denken?

Ich denke das kann man so erklären..
.. dass man nur das Gute oder das Böse sieht.
Man kann sich zwischen beidem nicht entscheiden, bzw es gibt für einen keinen mittelweg.

Ich stelle es mit meinem glücklich- oder unglücklich-sein gleich.

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