Forum / Psychologie & Persönlichkeit

Schlimme Zahnarztphobie

2. Februar um 15:55 Letzte Antwort: 4. Februar um 20:00

Liebe Mitglieder,

ich hatte leider im Alter von 12 Jahren ein wirklich traumatisches Zahnarzterlebnis (welches ich hier jetzt gar nicht näher ausführen möchte). Fakt ist, dass ich damals nur eine Lokalanästhesie bekommen habe und alle waren sich im Nachhinein einig, dass eine Vollnarkose bzw. Dämmerschlaf sinnvoller gewesen wäre.

Jedenfalls hab ich seitdem den Zahnarzt stark gemieden. War in den letzten 12 Jahren höchstens dreimal. Habe schon bei einer normalen Kontrolle Schweißausbrüche, schwitzige Hände und Füße und erhöhten Puls. Nach den Kontrollen war alles sogar noch viel schlimmer als vorher und ich nahm mir jedes Mal vor, nie wieder hinzugehen.

Habe vor kurzem leider Kieferschmerzen bekommen, habe eine Woche ohne Zahnarzt ausgehalten, wollte dem aber dann doch nachgehen...aber es scheiterte schon an der Terminvereinbarung. Ich habe es tatsächlich nicht geschafft, anzurufen, sodass das meine Mutter übernehmen musste. Ich besuchte eine Zahnärztin, die auf Angstpatienten spezialisiert sein soll. Sie stellte eine Gingivitis mit tiefen Zahnfleischtaschen fest und will jetzt eine Parodontosebehandlung mit Lokalanästhesie durchführen. Nur möchte ich davon nichts mitbekommen. Habe schon Panik, alleine beim daran denken. Hab mich erkundigt und rausgefunden, dass viele Ärzte mit Lachgas, Dämmerschlaf und auch Valium, Dormikum und Morphium arbeiten. Meine Zahnärztin lehnt das eher alles ab. 

Ich wollte euch fragen, ob es wen hier gibt, der diesbezüglich schon Erfahrungen damit gemacht hat und mir von seine Erlebnissen berichten kann.

Herzlichen Dank,

marroh

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2. Februar um 16:37

hm. Also mit der Ablehnung von Valium, Morphium, Tranquillizern & Co ist sie mir schon mal grundsympathisch. Das Zeug ist gefährlich und Ärzte, die damit viel zu leichtsinnig umgehen, gibt es schon zu viele.
Ehrlich, das ist keine "Lösung", das haut nur mit einer großen Keule auf das Problem. Damit hast Du vielleicht keine Angst vor der Behandlung, aber schnell andere Probleme.

Wenn sie auf Angstpatienten spezialisiert ist - worin besteht dann die Spezialisierung? Irgendwas muss sie doch gesagt haben dazu?

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2. Februar um 20:17
In Antwort auf

hm. Also mit der Ablehnung von Valium, Morphium, Tranquillizern & Co ist sie mir schon mal grundsympathisch. Das Zeug ist gefährlich und Ärzte, die damit viel zu leichtsinnig umgehen, gibt es schon zu viele.
Ehrlich, das ist keine "Lösung", das haut nur mit einer großen Keule auf das Problem. Damit hast Du vielleicht keine Angst vor der Behandlung, aber schnell andere Probleme.

Wenn sie auf Angstpatienten spezialisiert ist - worin besteht dann die Spezialisierung? Irgendwas muss sie doch gesagt haben dazu?

Danke für deine Antwort!

Sie bietet zwar Hypnose an, aber so einfach geht das ja nicht. Man muss sich ja richtig darauf einlassen können und das kann sehr viel Zeit und auch Übung in Anspruch nehmen. Ich bin generell ein ziemlich verkrampfter und angespannter Mensch und ich nehme an, dass ich da mehrere Sitzungen bräuchte, bis ich mich da 100%ig dabei entspannen könnte.

Außerdem bietet sie leichte Beruhigungsmittel in schlimmeren Fällen an, ist aber eigentlich dafür, gar nichts zu verabreichen.

Mein Problem ist aber nicht nur, dass ich einerseits Angst vor Schmerzen habe, sondern auch Angst vorm Miterleben der Behandlung und diese bei vollstem Bewusstsein ertragen zu müssen. 

Heutzutage macht man ja bei vielen OPs keine Vollnarkose mehr, weil sie den Körper so belastet, man bekommt eine lokale Narkose und kann im Grunde bei der OP zuschauen (Von Hüfte und Hand weiß ich es von meiner Mutter und meinem Bruder), zusätzlich bekommt man ein Analgetikum zum Einschlafen (ohne Intubation).
Das Einschlafmittel könnte man theoretisch weglassen, macht man aber nur in seltenen Fällen, weil es für den Patienten meistens unerträglich ist, die Behandlung live mitzuerleben. Meine Mutter und mein Bruder haben es beide versucht, ihnen wurde dann aber schlecht, sodass sie das Analgetikum bekamen. 
Warum kann man das dann auch nicht bei Zahnbehandlungen machen, wenn man Panik  und Angstzustände hat. Warum muss man sich da immer selber quälen und leiden, wenn es Wege gäbe? Die Behandlung dauert länger als eine Stunde.

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3. Februar um 9:51

Du solltest dir echt mal einen Zahnarzt suchen, der sich auch mit 2Angstpatienten" auskennt, die können meistens viel besser helfen.

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3. Februar um 11:11
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Danke für deine Antwort!

Sie bietet zwar Hypnose an, aber so einfach geht das ja nicht. Man muss sich ja richtig darauf einlassen können und das kann sehr viel Zeit und auch Übung in Anspruch nehmen. Ich bin generell ein ziemlich verkrampfter und angespannter Mensch und ich nehme an, dass ich da mehrere Sitzungen bräuchte, bis ich mich da 100%ig dabei entspannen könnte.

Außerdem bietet sie leichte Beruhigungsmittel in schlimmeren Fällen an, ist aber eigentlich dafür, gar nichts zu verabreichen.

Mein Problem ist aber nicht nur, dass ich einerseits Angst vor Schmerzen habe, sondern auch Angst vorm Miterleben der Behandlung und diese bei vollstem Bewusstsein ertragen zu müssen. 

Heutzutage macht man ja bei vielen OPs keine Vollnarkose mehr, weil sie den Körper so belastet, man bekommt eine lokale Narkose und kann im Grunde bei der OP zuschauen (Von Hüfte und Hand weiß ich es von meiner Mutter und meinem Bruder), zusätzlich bekommt man ein Analgetikum zum Einschlafen (ohne Intubation).
Das Einschlafmittel könnte man theoretisch weglassen, macht man aber nur in seltenen Fällen, weil es für den Patienten meistens unerträglich ist, die Behandlung live mitzuerleben. Meine Mutter und mein Bruder haben es beide versucht, ihnen wurde dann aber schlecht, sodass sie das Analgetikum bekamen. 
Warum kann man das dann auch nicht bei Zahnbehandlungen machen, wenn man Panik  und Angstzustände hat. Warum muss man sich da immer selber quälen und leiden, wenn es Wege gäbe? Die Behandlung dauert länger als eine Stunde.

die Behandlung bei Gingivitis ist mir klar, meine Mutter war Zahnarzt

Und als jemand, der inzwischen mehr als 30 Jahre Erfahrungen mit Angststörungen hat, kann ich Dir sagen: das ist immer eine Spirale. Jede Angststörung wird sich so viel Macht über Dich nehmen, wie Du ihr lässt. Das wird immer mehr. Jedes Mal, wenn Du nachgibst, wird es das nächste Mal noch mehr wollen. Deswegen kann "quälen und leiden" durchaus der sinnvollere Weg sein.
Im Grunde wäre der "richtige" Ansatz, das Trauma aufzulösen. Wo aber ein Zahnarzt nichts ausrichten kann, spezialisiert auf Angstpatienten oder nicht - und das dauert auch viel zu lange um mit Deiner Gingivitis darauf zu warten. Dennoch solltest Du Dich darum kümmern, wenn Du nicht den Rest Deines Lebens mit "quälen und leiden" zubringen willst.

Für dieses Mal kannst Du zur Behandlung zu einem Zahnarzt gehen, der die Behandlung im Dämmerschlaf oder wie auch immer durchführt (Finger weg von Morphium und Tranquillizern! ) - nur sehe ich echt das Problem, dass Du das Thema dann ignorierst, bis es wieder zu dringend ist, um es anzugehen.

Geh zu einem Fachmann damit - und damit meine ich keinen Zahnarzt sondern Psychologen / Psychiater / Psychotherapeuten.

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3. Februar um 11:12
In Antwort auf

Du solltest dir echt mal einen Zahnarzt suchen, der sich auch mit 2Angstpatienten" auskennt, die können meistens viel besser helfen.

erst lesen dann antworten...

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3. Februar um 22:51

hy ich würde zwei sachen parallel machen : einerseits mir eine ärzt/in suchen, die mit lachgas arbeitet , da bist du nicht nur wesentlich wesentlich lockerer sondern fast auch heiter gelassen  und zum zweiten würde ich die angst angehen mittels selbsthilfe methode EFT ( bitte googeln bei youtube findest du auch viel dazu  , parallel würde ich mir ein ebbok: "glückskekse für ihre gestresste seele " besorgen ( das ist suuuperhilfreich ) und mich mehr um meine seelische seite kümmern. wenn dir eft zusagst , kannst du auch zu einem therapeuten in deiner gegend gehen, der damit arbeitet m, es kann sehr rasch angst lösung verhelfen....einfach mal ein wenig googeln, wie meine vorredner schon sagten  ist es zeit dich dem thema zu stellen , am besten kontinuierlich und du  wirst sehen es wird kleiner , also ran an die befreiung  =)  alles liebe 

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4. Februar um 19:52

Danke für all eure Rückmeldungen!

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4. Februar um 20:00
In Antwort auf

hy ich würde zwei sachen parallel machen : einerseits mir eine ärzt/in suchen, die mit lachgas arbeitet , da bist du nicht nur wesentlich wesentlich lockerer sondern fast auch heiter gelassen  und zum zweiten würde ich die angst angehen mittels selbsthilfe methode EFT ( bitte googeln bei youtube findest du auch viel dazu  , parallel würde ich mir ein ebbok: "glückskekse für ihre gestresste seele " besorgen ( das ist suuuperhilfreich ) und mich mehr um meine seelische seite kümmern. wenn dir eft zusagst , kannst du auch zu einem therapeuten in deiner gegend gehen, der damit arbeitet m, es kann sehr rasch angst lösung verhelfen....einfach mal ein wenig googeln, wie meine vorredner schon sagten  ist es zeit dich dem thema zu stellen , am besten kontinuierlich und du  wirst sehen es wird kleiner , also ran an die befreiung  =)  alles liebe 

EFT hört sich schonmal sehr gut an Danke für den Tipp

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