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Schlimme Einsamkeitsgefühle nach Tod der Mutter!

13. Juli 2017 um 0:53

Hey ihr,

ich weiß gar nicht wie ich anfangen soll. Und auch nicht, was nach dem Text hier nun bei rumkommen soll. Aber ich habe dennoch das Bedürfnis, es loszuwerden. Vielleicht findet sich ja jemand, der mich versteht und/oder mir Tipps/Hilfe geben kann.

Meine Mutter ist vor etwas über einem Jahr an Krebs gestorben, ich bin erst Anfang 20, habe keine Geschwister, bin ohne meinen Vater aufgewachsen.
Die Situation zieht mir den Boden unter den Füßen weg und ich fühle mich so schrecklich verloren und alleingelassen. Ich weiß einfach nicht was ich tun kann. Ich habe auch keine Großeltern mehr, nur noch zwei Onkels, die beide total rumspinnen und mich völlig hängen lassen.
Ich habe zwar Freunde, aber das sind eben nur Freunde. Das gibt mir auf jeden Fall NICHT die Stütze, die ich bräuchte.

Irgendwie nimmt das Leid gar kein Ende. Die Situation macht mir so dermaßen viele Probleme in jedem Bereich meines Lebens, ich weiß einfach nicht wie ich damit umgehen soll. Es macht mich alles so schrecklich verzweifelt.

Ich vermisse meine Mutter SO SEHR! Es ist kaum auszuhalten. Oder eher: Es ist tatsächlich nicht auszuhalten!
Und zusätzlich fühle ich mich einfach so unwichtig, so egal, so wertlos, so einsam. Und ich weiß einfach nicht was ich dagegen tun kann. Ich bin nicht mehr ich. Habe Panikattacken, Zwangsgedanken, teilweise auch Suizidgedanken. Eben weil ich so aussichtslos leide.

Was kann ich nur tun?

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13. Juli 2017 um 4:33

Ich kann dich gut verstehen. Mit 20 fängt man ja eine eigenes Leben grad erst an...und dann soganz ohne Familie...das ist schon schwer.

Was machst du denn? Arbeitest du? Lernst du was'? Studierst? Lebst du allein? In WG? Wie willst du mal leben? Was willst du in deinem Leben unbedingt mal machen?

Viele liebe Grüsse erstmal 

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13. Juli 2017 um 14:31

Erst einmal möchte ich dir mein Beileid aussprechen. Es tut mir sehr leid, dass du deine Mutter so früh verloren hast!

Ich habe vor fast 2 Jahren meine wichtigste Bezugsperson im Leben verloren und war ebenfalls an einem solchen Punkt wie du. Fühlte mich allein, missverstanden, einsam, wertlos, ungeliebt...

Such dir bitte professionelle Hilfe. Vielleicht von einer Trauerberatungsstelle oder einer Trauergruppe. Es gibt Leute die verstehen, was du durch machst und die dich unterstützen können, bei der Trauerarbeit und der Bewältigung der Trauer.
Gib dich nicht auf! Man kann lernen mit dem Verlust zu leben. Die Trauer wird sich verändern. Sie wird bleiben aber du kannst lernen damit umzugehen. Ich habs auch geschafft.
Aber bitte such dir Hilfe, denn allein scheinst du es nicht zu schaffen.
 

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15. Juli 2017 um 23:14

Danke für eure Antworten!

Im Moment arbeite ich, studiere aber ab Oktober wieder. Ich wohne alleine in der Wohnung, in der ich mit meiner Mutter gewohnt hatte.

Irgendwie fühle ich mich so identitätslos und unsagbar unwichtig, seit das passiert ist. Ich bin nicht mehr ich, habe kein Gefühl mehr für mich selbst und meine Wünsche, Ziele, ich fühle mich einfach nur leer und/oder massiv zurückgesetzt, missachtet, alleingelassen, unwichtig, wertlos.

Ich bräuchte jemanden, der da an meiner Seite ist, aber so wirklich habe ich das nicht. Ich habe schon Freunde, die auch sagen, dass sie auf jeden Fall für mich da sind und die mir zuhören usw., aber das ändert an dem Gefühl rein gar nichts. Es ist eben eine ganz andere Ebene.

Irgendwie ist mein ganzes Leben eingebrochen. Ich kann gar nicht sagen, wie schlimm das wirklich für mich ist. Das ist, sozial betrachtet, das allerallerschlimmste, was mir überhaupt passieren konnte. Ich bräuchte meine Mutter, ein Zuhause, Familie, WIRKLICH noch. Ich bin einfach noch nicht erwachsen genug. Oh man.

Vielleicht wäre eine Selbsthilfegruppe bzw. Trauergruppe oder sowas ähnliches wirklich ganz gut, oder ein Psychologe oder so, das Problem ist allerdings, dass ich das mit der Psychologin schon versucht hab und das eine ziemlich schlimme Erfahrung war. Die "Therapeutin" war eine totale Katastrophe und hat meine Probleme einfach nur verschlimmert. Nun habe ich da wirklich Angst vor. Und auch so habe ich insgesamt auf einmal total negative Erfahrungen machen müssen. An Verwandtschaft sind nur noch 2 Onkels übrig, die beide auf einmal unglaublich fies zu mir sind bzw. waren, mich beleidigt haben, mir die Schuld am Tod meiner Mutter gegeben haben und lauter so ein Müll. Auch das hat dafür gesorgt, dass ich überhaupt kein Selbstvertrauen mehr habe. Ich wurde so enttäuscht, ich traue mich irgendwie nicht mehr.

Ich habe echt keine Ahnung, wie ich da rauskommen soll. Ich fühle mich überhaupt nicht mehr sicher. Ich fühle mich total ausgestoßen, fremd auf der Welt, einfach identitätlos.

Alle Gefühle sind das genaue Gegenteil von mir, eigentlich. Es fühlt sich aber so an, als ob mir meine Erfahrungen sagen sollen, dass ich nichts wert bin und nichts mehr erwarten dürfte. Ich werde dieses Gefühl einfach nicht mehr los.

Ich war mit meiner Mutter so verbunden!! Es fehlt einfach so ein großer Teil meiner Identität. Und neben den Verzweiflungsgefühlen, die ich deshalb habe, weiß ich auch überhaupt nicht, wie ich vor anderen damit umgehen soll. Ich habe das Gefühl, dass die Situation mich zu einem Alien macht.

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16. Juli 2017 um 1:52
In Antwort auf alverda

Danke für eure Antworten!

Im Moment arbeite ich, studiere aber ab Oktober wieder. Ich wohne alleine in der Wohnung, in der ich mit meiner Mutter gewohnt hatte.

Irgendwie fühle ich mich so identitätslos und unsagbar unwichtig, seit das passiert ist. Ich bin nicht mehr ich, habe kein Gefühl mehr für mich selbst und meine Wünsche, Ziele, ich fühle mich einfach nur leer und/oder massiv zurückgesetzt, missachtet, alleingelassen, unwichtig, wertlos.

Ich bräuchte jemanden, der da an meiner Seite ist, aber so wirklich habe ich das nicht. Ich habe schon Freunde, die auch sagen, dass sie auf jeden Fall für mich da sind und die mir zuhören usw., aber das ändert an dem Gefühl rein gar nichts. Es ist eben eine ganz andere Ebene.

Irgendwie ist mein ganzes Leben eingebrochen. Ich kann gar nicht sagen, wie schlimm das wirklich für mich ist. Das ist, sozial betrachtet, das allerallerschlimmste, was mir überhaupt passieren konnte. Ich bräuchte meine Mutter, ein Zuhause, Familie, WIRKLICH noch. Ich bin einfach noch nicht erwachsen genug. Oh man.

Vielleicht wäre eine Selbsthilfegruppe bzw. Trauergruppe oder sowas ähnliches wirklich ganz gut, oder ein Psychologe oder so, das Problem ist allerdings, dass ich das mit der Psychologin schon versucht hab und das eine ziemlich schlimme Erfahrung war. Die "Therapeutin" war eine totale Katastrophe und hat meine Probleme einfach nur verschlimmert. Nun habe ich da wirklich Angst vor. Und auch so habe ich insgesamt auf einmal total negative Erfahrungen machen müssen. An Verwandtschaft sind nur noch 2 Onkels übrig, die beide auf einmal unglaublich fies zu mir sind bzw. waren, mich beleidigt haben, mir die Schuld am Tod meiner Mutter gegeben haben und lauter so ein Müll. Auch das hat dafür gesorgt, dass ich überhaupt kein Selbstvertrauen mehr habe. Ich wurde so enttäuscht, ich traue mich irgendwie nicht mehr.

Ich habe echt keine Ahnung, wie ich da rauskommen soll. Ich fühle mich überhaupt nicht mehr sicher. Ich fühle mich total ausgestoßen, fremd auf der Welt, einfach identitätlos.

Alle Gefühle sind das genaue Gegenteil von mir, eigentlich. Es fühlt sich aber so an, als ob mir meine Erfahrungen sagen sollen, dass ich nichts wert bin und nichts mehr erwarten dürfte. Ich werde dieses Gefühl einfach nicht mehr los.

Ich war mit meiner Mutter so verbunden!! Es fehlt einfach so ein großer Teil meiner Identität. Und neben den Verzweiflungsgefühlen, die ich deshalb habe, weiß ich auch überhaupt nicht, wie ich vor anderen damit umgehen soll. Ich habe das Gefühl, dass die Situation mich zu einem Alien macht.

Versuchs doch mal mit einer Selbsthilfegruppe.

Allerdings ist das mit Therapeuten oft so, dass man ne Weile nach "dem Richtigen oder der Richtigen" suchen muss.

Ich wünsch Dir alles Gute! Du kannst mir gerne scheiben, wenn du möchtest. 

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16. Juli 2017 um 10:25

Hallo alverda!

Zunächst mein aufrichtiges Beileid, ich kann durchaus verstehen, wie Du Dich fühlst.

An Deiner Stelle würde ich ein Buch darüber schreiben, und zwar eins, in dem Du ALLES aufführst. Z.B.: Wie sehr Du Dich allein fühlst usw. Schreiben reinigt die Seele. Und Du SOLLST Dir alles von der Seele schreiben. Falls Du nicht weißt, WIE man ein Buch schreibt, sende mir eine PN. Ich helfe Dir gerne.

Liebe Grüße,

lib

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16. Juli 2017 um 22:04
In Antwort auf suahelischnurrbarthaar

Versuchs doch mal mit einer Selbsthilfegruppe.

Allerdings ist das mit Therapeuten oft so, dass man ne Weile nach "dem Richtigen oder der Richtigen" suchen muss.

Ich wünsch Dir alles Gute! Du kannst mir gerne scheiben, wenn du möchtest. 

Aber ob die Selbsthilfegruppe da hilft?! Also ich kenne jemanden, der in fast derselben Situation ist, wir reden auch darüber, aber so wirklich hilft mir das gar nicht.

Es würde mir helfen, wenn sich die Situation insgesamt bessern würde und ich wirklich jemanden hätte, der mich unterstützt und mir diese negativen Gedanken und Gefühle wieder "ausreden" kann bzw. es mir so glaubhaft widerlegen kann, dass ich einfach wieder klarkomme.

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16. Juli 2017 um 22:04
In Antwort auf suahelischnurrbarthaar

Versuchs doch mal mit einer Selbsthilfegruppe.

Allerdings ist das mit Therapeuten oft so, dass man ne Weile nach "dem Richtigen oder der Richtigen" suchen muss.

Ich wünsch Dir alles Gute! Du kannst mir gerne scheiben, wenn du möchtest. 

Aber dennoch danke für das Angebot.

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16. Juli 2017 um 23:25
In Antwort auf alverda

Aber ob die Selbsthilfegruppe da hilft?! Also ich kenne jemanden, der in fast derselben Situation ist, wir reden auch darüber, aber so wirklich hilft mir das gar nicht.

Es würde mir helfen, wenn sich die Situation insgesamt bessern würde und ich wirklich jemanden hätte, der mich unterstützt und mir diese negativen Gedanken und Gefühle wieder "ausreden" kann bzw. es mir so glaubhaft widerlegen kann, dass ich einfach wieder klarkomme.

NAja, ich denke, sowas muss man einfach ausprobieren. Ist schwer, das so im Vorhinein zu wissen, was dir hilft und was nicht.

Auf jeden Fall, waere es gut, wenn du dabei irgendwie Hilfe hättest. Am Ende entdeckst du vielleicht etwas völlig andres, auf das wir alle hier nie gekommen wären. 

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18. Juli 2017 um 1:00

Klingt nicht schlecht, aber eine Trauergruppe hat ja eigentlich auch gar nicht das zum Ziel, was ich bräuchte, um wieder klarzukommen.

Ich brauche einfach Halt. Ich BRAUCHE es wirklich. Was kann ich denn da tun?! Bisher haben es sehr viele Aussagen und Erlebnisse noch deutlich schlimmer gemacht, aber nichts besser.

Ich habe nach wie vor dassebe intensive Bedürfnis, "Eltern", oder zumindest jemanden, der sich ähnlich wie ein Elternteil verhält und mir HALT gibt.

Wenn ich dann zu hören bekomme, dass es das halt nicht geben würde, bekomme ich eine heftigste Panikattacke und ein richtiges Trauma bezüglich dieser Aussage und ansonsten ändert sich genau gar nichts. Ich habe immer noch dasselbe Bedürfnis, nur verstärkt, weil ich mich dann noch verlassener und verunsicherter fühle. Ich wünschte ich könnte auch nur 5 Minuten mit meiner Mutter reden. Ich wäre wieder ich, ich wäre wieder ein Mensch, ich hätte wieder Sicherheit, ein Leben, Lebensfreude, Motivation.

Es ist nicht so, dass meine Mutter mein ganzes Leben ausgemacht hat oder ausmachen würde, aber sie war eben einfach mein Zuhause! Meine direkte Bezugsperson. Ich weiß verdammt noch mal einfach nicht weiter.

...So wie jede Nacht bin ich offensichtlich wieder extrem verzweifelt. Tagsüber geht es sogar manchmal, aber nachts geht es mir IMMER so verdammt, verdammt schlecht.

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18. Juli 2017 um 12:47
In Antwort auf alverda

Klingt nicht schlecht, aber eine Trauergruppe hat ja eigentlich auch gar nicht das zum Ziel, was ich bräuchte, um wieder klarzukommen.

Ich brauche einfach Halt. Ich BRAUCHE es wirklich. Was kann ich denn da tun?! Bisher haben es sehr viele Aussagen und Erlebnisse noch deutlich schlimmer gemacht, aber nichts besser.

Ich habe nach wie vor dassebe intensive Bedürfnis, "Eltern", oder zumindest jemanden, der sich ähnlich wie ein Elternteil verhält und mir HALT gibt.

Wenn ich dann zu hören bekomme, dass es das halt nicht geben würde, bekomme ich eine heftigste Panikattacke und ein richtiges Trauma bezüglich dieser Aussage und ansonsten ändert sich genau gar nichts. Ich habe immer noch dasselbe Bedürfnis, nur verstärkt, weil ich mich dann noch verlassener und verunsicherter fühle. Ich wünschte ich könnte auch nur 5 Minuten mit meiner Mutter reden. Ich wäre wieder ich, ich wäre wieder ein Mensch, ich hätte wieder Sicherheit, ein Leben, Lebensfreude, Motivation.

Es ist nicht so, dass meine Mutter mein ganzes Leben ausgemacht hat oder ausmachen würde, aber sie war eben einfach mein Zuhause! Meine direkte Bezugsperson. Ich weiß verdammt noch mal einfach nicht weiter.

...So wie jede Nacht bin ich offensichtlich wieder extrem verzweifelt. Tagsüber geht es sogar manchmal, aber nachts geht es mir IMMER so verdammt, verdammt schlecht.

Diese Gefühle, die du jetzt hast, kommen alle daher, dass du in Trauer bist. Du hast einen sehr schlimmer Verlust erlitten und musst lernen, damit umzugehen. Du musst dich in deinem neuen Leben zu recht finden. Es wird nicht mehr wie früher, dass ist leider Fakt. Aber es wird auf andere Art schön werden.
Und leider ist so eine Bezugsperson, meiner Erfahrung nach, auch nicht zu ersetzen. Bei mir war es zu mindest so. Er fehlt mir noch immer jeden Tag und ich hab wirklich schlechte Tage, an denen mich die Trauer überrollt und ich nur weine, und das auch noch nach nun mehr fast 2 Jahre nach seinem Tod.

Eine Trauergruppe oder ein Trauerbegleiter oder auch der richtige Psycholge, kann dir erst mal helfen, zu verarbeiten und damit einen Schritt zur Bewältigung zu tun. Man wird dir zuhören, man wird versuchen mit dir zusammen einen Weg zu erarbeiten, wie du zurück in dein Leben finden kannst, wie du dich selbst wieder richtig aufstellen kannst und mit dem Verlust leben kannst.

Dass es gerade nachts nicht einfach ist, lässt sich "leicht" erklären. Du kommst zu Ruhe, bist nicht durch den Alltag abgelenkt und alles stürzt ungehindert auf dich ein. Gedanken, Gefühle, Bilder, Erlebnisse, die voller Trauer um den Verlust.
Die ersten Monate meiner Trauerzeit, hab ich deswegen mit laufendem Fernseher im Schlafzimmer geschlafen. Anders hätte ich nie Ruhe zum Schlafen gefunden.

Es gibt, meines erachtens nach, nicht den einen richtigen Weg, wie man mit einem Verlust  umgehen kann. Das muss jeder für sich selbst rausfinden. Aber ich bin der festen Überzeugung, dass du es schaffen wirst! Es wird schwer aber du wirst es schaffen, auch wenn du jetzt meinst, dass es unmöglich scheint.

Alles Gute für dich und noch mehr Kraft!!!

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18. Juli 2017 um 16:37
In Antwort auf alverda

Klingt nicht schlecht, aber eine Trauergruppe hat ja eigentlich auch gar nicht das zum Ziel, was ich bräuchte, um wieder klarzukommen.

Ich brauche einfach Halt. Ich BRAUCHE es wirklich. Was kann ich denn da tun?! Bisher haben es sehr viele Aussagen und Erlebnisse noch deutlich schlimmer gemacht, aber nichts besser.

Ich habe nach wie vor dassebe intensive Bedürfnis, "Eltern", oder zumindest jemanden, der sich ähnlich wie ein Elternteil verhält und mir HALT gibt.

Wenn ich dann zu hören bekomme, dass es das halt nicht geben würde, bekomme ich eine heftigste Panikattacke und ein richtiges Trauma bezüglich dieser Aussage und ansonsten ändert sich genau gar nichts. Ich habe immer noch dasselbe Bedürfnis, nur verstärkt, weil ich mich dann noch verlassener und verunsicherter fühle. Ich wünschte ich könnte auch nur 5 Minuten mit meiner Mutter reden. Ich wäre wieder ich, ich wäre wieder ein Mensch, ich hätte wieder Sicherheit, ein Leben, Lebensfreude, Motivation.

Es ist nicht so, dass meine Mutter mein ganzes Leben ausgemacht hat oder ausmachen würde, aber sie war eben einfach mein Zuhause! Meine direkte Bezugsperson. Ich weiß verdammt noch mal einfach nicht weiter.

...So wie jede Nacht bin ich offensichtlich wieder extrem verzweifelt. Tagsüber geht es sogar manchmal, aber nachts geht es mir IMMER so verdammt, verdammt schlecht.

Du kannst doch trotzdem mit deiner Mutter reden.

Machen viele Leute.

Ich kannte mal eine Frau, die ihren vielgeliebten Mann verloren hatte und sicher war, dass er sie jeden Morgen in Form eines kleinen Vogels besuchen kam, der sich auf ihren Zaun setzte und mit ihr "zwitscherte".

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19. Juli 2017 um 0:22

Wenn ich schon höre, es würde nicht wie früher werden, dreht sich mir der Magen um, und eigentlich sind genau solche Aussagen der Grund, wieso ich nicht mehr klarkomme und solche Panik habe. Wie gesagt.

Es würde mir helfen, wenn jemand liebevoll mit mir sprechen würde. Und mir im Gegenteil sagt, dass ich auf jeden Fall ich bleibe.

Du kannst dir gar nicht vorstellen, was diese Aussagen in mir auslösen. Ich habe das Gefühl mich aufzulösen. Es ist einfach unerträglich und ich kann ehrlich gesagt auch nicht weiterleben, wenn alles sooooo viel schlechter ist als vorher und als es hätte sein können. Es ist ein Unterschied wie Tag und Nacht, nein, viel krasser. Ich bin in einer anderen Galaxy und ich erkenne NICHTS von mir selbst oder meinem Leben, meinem Selbstverständnis und einfach meiner ganzen Existenz irgendwo wieder. Eigentlich wäre ich lieber gestorben als das zu erleben. Jetzt geht das wieder los, dass ich das Gefühl habe mich aufzulösen. Und dann habe ich vor Augen, dass es nicht mehr wie vorher würde.

Ich ertrage das nicht mehr und ich wünschte wirklich, ich wäre statt meiner Mutter gestorben. Oder eben wir beide, weil sie ohne mich sicher auch nicht klargekommen wäre. Entweder in den nächsten 30 Jahren niemand oder wir beide.

Was mach ich jetzt um die Aussage wieder loszuwerden?! Ich habe jetzt nonstop im Kopf, dass alles grausam ist und es nie wieder wie vorher wird und ich nicht mehr ich bin. Toll.

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19. Juli 2017 um 0:24

*Galaxie

... kann man hier Beiträge eigentlich nicht nachträglich noch mal bearbeiten?

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19. Juli 2017 um 0:29

Eine Freundin hat mir geraten, meiner Mutter Briefe zu schreiben. Vielleicht probiere ich das aus.

Es belastet mich aber wirklich extrem, dass man mir immer wieder solche Dinge sagt. Diese Aussagen brennen sich in meine Seele und ich werde es einfach nicht mehr los. Das meinte ich ja mit meiner letzten Antwort. Es verändert nichts, macht es nur noch schlimmer und ich habe ein richtiges Trauma mit diesen Aussagen.

Oh mein Gott, das ist wirklich kein Leben mehr. Ich erkenne mich selbst null wieder. Null.

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19. Juli 2017 um 3:59

Beitraege kann man nachtraeglich nicht mehr bearbeiten. Man kann nur den ganzen thread löschen lassen, wenn du die Autorin bist.

Naja, du merkst ja selber, dass du dich in solche  negativen Gedanken reinsteigerst.

Das zu ändern, dabei könnte dir eben ein Therapeut helfen.

Anders muss ja nicht "schlecht" bedeuten. Du musst dich noch finden.

Das Briefeschreiben ist eine gute Idee. Vielleicht könntest du da Gedanken zu dir selber als person einbauen. Oder Tagebuch schreiben. Aber dann darauf achten, dass du neben all dem Seelenschmerz auch die kleinen positiven Dinge des Tages nicht vergisst.

Ich rate dir, nicht zu lange zu warten, ehe du Dir Hilfe suchst.

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19. Juli 2017 um 9:16
In Antwort auf alverda

Hey ihr,

ich weiß gar nicht wie ich anfangen soll. Und auch nicht, was nach dem Text hier nun bei rumkommen soll. Aber ich habe dennoch das Bedürfnis, es loszuwerden. Vielleicht findet sich ja jemand, der mich versteht und/oder mir Tipps/Hilfe geben kann.

Meine Mutter ist vor etwas über einem Jahr an Krebs gestorben, ich bin erst Anfang 20, habe keine Geschwister, bin ohne meinen Vater aufgewachsen.
Die Situation zieht mir den Boden unter den Füßen weg und ich fühle mich so schrecklich verloren und alleingelassen. Ich weiß einfach nicht was ich tun kann. Ich habe auch keine Großeltern mehr, nur noch zwei Onkels, die beide total rumspinnen und mich völlig hängen lassen.
Ich habe zwar Freunde, aber das sind eben nur Freunde. Das gibt mir auf jeden Fall NICHT die Stütze, die ich bräuchte.

Irgendwie nimmt das Leid gar kein Ende. Die Situation macht mir so dermaßen viele Probleme in jedem Bereich meines Lebens, ich weiß einfach nicht wie ich damit umgehen soll. Es macht mich alles so schrecklich verzweifelt.

Ich vermisse meine Mutter SO SEHR! Es ist kaum auszuhalten. Oder eher: Es ist tatsächlich nicht auszuhalten!
Und zusätzlich fühle ich mich einfach so unwichtig, so egal, so wertlos, so einsam. Und ich weiß einfach nicht was ich dagegen tun kann. Ich bin nicht mehr ich. Habe Panikattacken, Zwangsgedanken, teilweise auch Suizidgedanken. Eben weil ich so aussichtslos leide.

Was kann ich nur tun?

Mein Beileid ... 

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19. Juli 2017 um 9:19

Geh zu einem Therapeuten!
Du steckst zu tief drin und willst einfach nicht wahr haben wie es jetzt ist, ohne deine Mutter. Und sie wird leider nicht wieder kommen, deswegen wird dein Leben nun mal nicht wie zu vor. Das meinte ich. Du wirst wieder du selbst werden aber dazu musst du erst mal anfangen, deinen Verlust anzunehmen und dein Leben weiter zu leben!!!

Und es wird dir überhaupt nichts bringen, wenn nun jemand zu dir kommt und "liebvoll" mit dir redet. Es wird egal sein wie man mit dir redet, es liegt an dir verarbeiten zu wollen oder in der Trauer festzuhängen und kaputt zu gehen. DU musst was ändern wollen, DU musst zurück in dein Leben finden wollen, es liegt alles allein bei DIR!

Und man kann mit so einem Verlust leben. Ich selbst hätte das nie gedacht und glaub mir ich war ganz unten. Hatte  nichts mehr, hab innerhalb weniger Wochen alles verloren. Job weg, Beziehung kaputt, kaum Freunde, kaum Familie und dann ist der mir liebste Mensch einfach so gestorben. Abends haben wir noch telefoniert uns für den nächsten Tag verabredet und morgens bekomm ich einen Anruf, dass er tot ist. Einfach so. Ich hatte eine 2 Stunden Autofahrt vor mir um ihn noch mal sehen zu können. Eine Fahrt wo ich kaum was sehen konnte weil ich nur geheult hab, wo ich kaum atmen konnte, weil ich Panikattacken hatte, wo ich zwischen hoffen, dass es nicht wahr ist und bangen seine Leiche zu sehen und zu wissen das es wahr ist, schwankte.
Ich musste seine Beerdigung planen und an seinem Grab stehen, hab seinen Nachlass geregelt, mich mit Banken, Versicherungen und Behörden rumgeschlagen und es hat mir den Boden unter den Füßen weggezogen. Ich hatte gar nichts mehr! Weiter unten ging schon nicht mehr. Ich war nicht mehr ich, war kein Mensch mehr.
Und ich hatte die Tabletten schon geschluckt als ich merkte, dass ich dringend Hilfe brauche und mit meinem Selbstmitleid nicht weiter komme.

Ich hab mich aufgerafft und hab mir den Arsch aufgerissen um wieder in mein Leben zu finden. Hab mir Hilfe gesucht und gefunden. Aber niemand kann dir die Trauer  abnehmen. Das wirst du ganz allein bewältigen müssen!

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19. Juli 2017 um 9:23
In Antwort auf alverda

Hey ihr,

ich weiß gar nicht wie ich anfangen soll. Und auch nicht, was nach dem Text hier nun bei rumkommen soll. Aber ich habe dennoch das Bedürfnis, es loszuwerden. Vielleicht findet sich ja jemand, der mich versteht und/oder mir Tipps/Hilfe geben kann.

Meine Mutter ist vor etwas über einem Jahr an Krebs gestorben, ich bin erst Anfang 20, habe keine Geschwister, bin ohne meinen Vater aufgewachsen.
Die Situation zieht mir den Boden unter den Füßen weg und ich fühle mich so schrecklich verloren und alleingelassen. Ich weiß einfach nicht was ich tun kann. Ich habe auch keine Großeltern mehr, nur noch zwei Onkels, die beide total rumspinnen und mich völlig hängen lassen.
Ich habe zwar Freunde, aber das sind eben nur Freunde. Das gibt mir auf jeden Fall NICHT die Stütze, die ich bräuchte.

Irgendwie nimmt das Leid gar kein Ende. Die Situation macht mir so dermaßen viele Probleme in jedem Bereich meines Lebens, ich weiß einfach nicht wie ich damit umgehen soll. Es macht mich alles so schrecklich verzweifelt.

Ich vermisse meine Mutter SO SEHR! Es ist kaum auszuhalten. Oder eher: Es ist tatsächlich nicht auszuhalten!
Und zusätzlich fühle ich mich einfach so unwichtig, so egal, so wertlos, so einsam. Und ich weiß einfach nicht was ich dagegen tun kann. Ich bin nicht mehr ich. Habe Panikattacken, Zwangsgedanken, teilweise auch Suizidgedanken. Eben weil ich so aussichtslos leide.

Was kann ich nur tun?

Mein Beileid!

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19. Juli 2017 um 23:00
In Antwort auf sphinxkitten1

Geh zu einem Therapeuten!
Du steckst zu tief drin und willst einfach nicht wahr haben wie es jetzt ist, ohne deine Mutter. Und sie wird leider nicht wieder kommen, deswegen wird dein Leben nun mal nicht wie zu vor. Das meinte ich. Du wirst wieder du selbst werden aber dazu musst du erst mal anfangen, deinen Verlust anzunehmen und dein Leben weiter zu leben!!!

Und es wird dir überhaupt nichts bringen, wenn nun jemand zu dir kommt und "liebvoll" mit dir redet. Es wird egal sein wie man mit dir redet, es liegt an dir verarbeiten zu wollen oder in der Trauer festzuhängen und kaputt zu gehen. DU musst was ändern wollen, DU musst zurück in dein Leben finden wollen, es liegt alles allein bei DIR!

Und man kann mit so einem Verlust leben. Ich selbst hätte das nie gedacht und glaub mir ich war ganz unten. Hatte  nichts mehr, hab innerhalb weniger Wochen alles verloren. Job weg, Beziehung kaputt, kaum Freunde, kaum Familie und dann ist der mir liebste Mensch einfach so gestorben. Abends haben wir noch telefoniert uns für den nächsten Tag verabredet und morgens bekomm ich einen Anruf, dass er tot ist. Einfach so. Ich hatte eine 2 Stunden Autofahrt vor mir um ihn noch mal sehen zu können. Eine Fahrt wo ich kaum was sehen konnte weil ich nur geheult hab, wo ich kaum atmen konnte, weil ich Panikattacken hatte, wo ich zwischen hoffen, dass es nicht wahr ist und bangen seine Leiche zu sehen und zu wissen das es wahr ist, schwankte.
Ich musste seine Beerdigung planen und an seinem Grab stehen, hab seinen Nachlass geregelt, mich mit Banken, Versicherungen und Behörden rumgeschlagen und es hat mir den Boden unter den Füßen weggezogen. Ich hatte gar nichts mehr! Weiter unten ging schon nicht mehr. Ich war nicht mehr ich, war kein Mensch mehr.
Und ich hatte die Tabletten schon geschluckt als ich merkte, dass ich dringend Hilfe brauche und mit meinem Selbstmitleid nicht weiter komme.

Ich hab mich aufgerafft und hab mir den Arsch aufgerissen um wieder in mein Leben zu finden. Hab mir Hilfe gesucht und gefunden. Aber niemand kann dir die Trauer  abnehmen. Das wirst du ganz allein bewältigen müssen!

Irgendwie habe ich das Gefühl, dass du deinen Frust über deine Situation ein bisschen an mir auslassen willst, Sphinxkitten1. Das möchte ich nicht.

Ich weiß schon ganz gut was mir hilft und was nicht.

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19. Juli 2017 um 23:01
In Antwort auf suahelischnurrbarthaar

Beitraege kann man nachtraeglich nicht mehr bearbeiten. Man kann nur den ganzen thread löschen lassen, wenn du die Autorin bist.

Naja, du merkst ja selber, dass du dich in solche  negativen Gedanken reinsteigerst.

Das zu ändern, dabei könnte dir eben ein Therapeut helfen.

Anders muss ja nicht "schlecht" bedeuten. Du musst dich noch finden.

Das Briefeschreiben ist eine gute Idee. Vielleicht könntest du da Gedanken zu dir selber als person einbauen. Oder Tagebuch schreiben. Aber dann darauf achten, dass du neben all dem Seelenschmerz auch die kleinen positiven Dinge des Tages nicht vergisst.

Ich rate dir, nicht zu lange zu warten, ehe du Dir Hilfe suchst.

Ich schreibe dir eine PN.

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19. Juli 2017 um 23:56

Wir können gerne schreiben, loewenzahn30. Du kannst mir eine PN schreiben.

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20. Juli 2017 um 0:04

Der erste Teil klingt wirklich aufbauend.

Vielleicht wäre 'ne PN aber doch besser?^^

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