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Scheiß ritzen....

8. Januar 2012 um 13:47 Letzte Antwort: 27. September 2012 um 20:59

ich ritzte mich mittlerweile schon 3 jahre und habe es immer noch nicht geschaff aufzuhören. Momentan bin ich aber wieder stark dabei an mir zu arbeiten und eine gute Freundin von mir möchte mit mir zu ner Psychologin gehen....
Meint ihr das man diesen Schritt gehen muss , oder dass es einen anderen Ausweg gibt, ohne das es die Eltern bemerken? und ohne Psychologen?

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8. Januar 2012 um 15:35

Ich
denke über lang oder kurz wirst Du um eine Psychologische Behandlung nicht herum kommen. Hinter deinem ritzen steckt ein Problem was Du allein nicht bewältigen kannst. Sonst würdest Du nicht schon seit 3 Jahren ritzen. Lass Dir helfen damit Du wieder leichter leben kannst.
Viel Glück

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9. Januar 2012 um 22:29

...
Nun ich weiß nicht was deine Gründe dafür sind, aber das spielt letztlich auch keine rolle.
Ich ritze ebenfalls, weil ein paar dinge passiert sind mit denen ich nicht umgehen konnte und auch immernoch nicht kann. Ich hatte am Anfang das gefühl das meine Probleme im verhältnis zu anderen gar nicht so groß sind und hab mich auch teilweise dafür geschämt. aber das ist alles schwachsinn, ich habe ein Problem und ich brauche Hilfe. Dir scheint es ähnlich zu gehen.
Nur habe ich schnell gemerkt das ich damit allein nicht klarkomme und mir professionelle hilfe gesucht und hatte am Anfang auch eine riesige Angst das meinen eltern zu zeigen. Angst vor ihren Reaktionen, Angst sie zu verletzen, Angst ihnen Sorgen zu machen. Und es war am Anfang auch sehr schwer. Meine Mutter hat immer meine Handgelenke festgehalten und meine Schnnitte berühert, als wenn sie sie wegstreicheln könnte. Man hat ihnen angesehen das sie hilflos waren. Sie haben mich wie ein rohes Ei behandelt, hatten angst mit mir zu reden, immer mit dem gedanken das ich vollkommen labil bin und mich vllt aus dem fenster stürze. Und darum habe ich mich letztlich zusammen mit meinem Psychologen dazu entschieden mich in eine Psychatrie einweisen zu lassen. Heute muss ich sagen das es die beste entscheidung war die ich treffen konnte. Ich wurde dort auf Antidepressiva eingestellt und bin auch jetzt nachdem ich entlassen wurde immernoch in psychologischer betreuung.
Ich kann mir vorstellen das du große Angst vor so einem Schritt hast, aber du solltest dir hilfe suchen. Es sagt ja auch niemand das du wie ich in eine Psychatrie sollst und niemand wird dich zu iwas zwingen. Aber (bei mir war es jedenfalls so) das allein dieses gefühl zu wissen das jetzt jemand da ist, der vollkommen unvoreingenommen ist und helfen will unglaublich erleichternt ist. als ich das erste mal da war habe ich fast nur geweint, weil eine unglaubliche last von mir abgefallen ist.

Wenn du vllt noch Fragen hast od irgendwelche Bedenken od einfach nur reden willst kannst du mich jederzeit anschreiben.

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10. Januar 2012 um 13:07

Hey,
3 Jahre ist echt ne ganz schön lange Zeit. Und deine Eltern haben das nicht bemerkt?!
Also deine Freundin hat absolut recht. Trau dich und geh den Schritt zu nem Therapeuten. Du siehst doch das du alleine nicht mit Ritzen aufhören kannst und Hilfe brauchst.

Nimm deinen Mut zusammen Viel Glück

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17. Januar 2012 um 14:26

Danke..
.. für deine antwort, mich freut es sehr das du davon weg gekommen bist, ich habe mich jetzt für eine therapie entschieden , weil ich einfach keinen anderen ausweg mehr finde, meine mum weiß auch schon bescheid, das war schonmal ein großer schritt nach vorne.... ab mitte februar werde ich meine therapie beginnen und alle die bescheid wissen, stehen voll hinter mir....
ich glaube das ist der richtige weg weil wenn ich die therapie nicht machen würde, könnte das wirklich böse für mich enden...

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23. September 2012 um 20:50

Es ist viel zeit vergangen...
mittlerweile ist wirklich viel zeit vergangen, ich war regelmäßig in der therapie, habe mich jetz auch schon fast 4 monate nicht mehr geritzt... doch ich weiß nicht ob es am sommer lag oder an der therapie. Den wirklichen grund fürs ritzen, warum ich das getan habe, weiß ich immer noch nicht.
seit ein paar tagen geht es mir seit langer zeit mal wieder richtig schlecht. ich habe eine rießen scheiße gebaut und meine beiden cousinen die mir alles in der welt bedeuten hassen mich. ich habe angst doch wieder rückfällig zu werden vor allem heute... ich weiß nicht wie ich mich ablenken soll, ich habe einfach nur diese scheiß gedanken im kopf, ich will doch einfach nur glücklich sein, auch mal über längerem zeitraum...

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25. September 2012 um 8:04
In Antwort auf babs_12328180

Es ist viel zeit vergangen...
mittlerweile ist wirklich viel zeit vergangen, ich war regelmäßig in der therapie, habe mich jetz auch schon fast 4 monate nicht mehr geritzt... doch ich weiß nicht ob es am sommer lag oder an der therapie. Den wirklichen grund fürs ritzen, warum ich das getan habe, weiß ich immer noch nicht.
seit ein paar tagen geht es mir seit langer zeit mal wieder richtig schlecht. ich habe eine rießen scheiße gebaut und meine beiden cousinen die mir alles in der welt bedeuten hassen mich. ich habe angst doch wieder rückfällig zu werden vor allem heute... ich weiß nicht wie ich mich ablenken soll, ich habe einfach nur diese scheiß gedanken im kopf, ich will doch einfach nur glücklich sein, auch mal über längerem zeitraum...

"Ablenken" hilft leider selten
Du brauchst nicht etwas, was Dich "ablenkt" sondern etwas, was Dich beruhigt, was Deinen Gefühlen die verzweifelte Intensität nimmt.

Du kennst die Einteilung in Stufen von 1 (= nur spürbar, wenn man "hinhört" und danach sucht) bis 10 (=füllt die Gedanken völlig aus, man kann an nichts anderes mehr denken) aus der Therapie?
Also ablenken hilft bis zur 4, danach ist da Game Over und Du brauchst eine Alternative, die Deine Gefühle ändert, nicht ablenkt.

Hast Du sowas für Dich mal zusammen gesucht?

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27. September 2012 um 20:59

Leider doch...
oh doch, die eine, der ich so weh getan habe, die will nicht mal mit mir reden, glaubt mir kein wort und weiß nicht ob sie mir jemals wieder vertrauen kann, geschweige denn verzeihen... das schlimmste ist, sie überlegt schon den vorfall ihrer familie zu sagen, und das spricht sich dann natürlich in der ganzen verwandschaft rum und das wäre wirklich gar nicht gut, das wäre das ende...
es tut einfach so weh, ich kann mich nicht mal auf meinen geburtstag freuen, werde auch nicht feiern,...
habe mir nur 2 schnitte zugefügt und das mit einer nagelschere da ich keine klingen mehr hatte...
die therapie breche ich natürlich nicht ab.. aber ich weiß momentan einfach nicht weiter, dann noch schule , sehr stressig darf ich nicht versauen... usw...

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