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"Sandwichkind": Glaubt ihr daran (Geschwisterpostion)

30. Oktober 2010 um 14:13

Huhu...

Ich wollte mal Eure Meinung zu dem Thema "Sandwichkind" hören. Glaubt ihr daran, dass "Sandwichkinder" eher benachteiligt werden??? Finden diese Kinder wirklich besonders schwer einen Platz in der Familie?

Das Erstgeborne:
Nimmt eine Sonderstellung ein! Es teht Konkurrenzlos im Mittelpunkt der Elterlichen Aufmerksamkeit. Es wächst zunächst als Einzelkind auf und bezieht eine Vorreiterposition für die nachkommenden Geschwister:
Es ist schneller, besser als andere Kinder und in vielen Dingen den Geschwistern voraus.

Das mittlere Kind:
Hat es oft wesentlich schwerer, denn es muss immer wieder seine eigene Position in der Familie behaupten. Häufig wird es von oben bevormundet und muss nach unten nachsichtig sein. Mittlere Kinder beziehen somit quasi eine Sandwichposition:
sie kämpfen an zwei Fronten gleichzeitig.

Das Nesthäckchen:
Das jüngste Kind darf in der Regel mehr als die Geschwister, weil meistens sind die Eltern schon wesentlich gelassener und gehen weniger streng mit Verboten um. Das jüngste Kind wird allerdings auch nicht ständig von den Eltern beaufsichtigt. Es bezieht eine Nesthäkchenpostion:
Es nimmt das Leben leicht, weil es ihm leicht gemacht wird.

Ich hab das mal anhand meiner Geschwister "beobachtet/überprüft" und muss sagen, dass das total stimmt. Wir sind 3 Mädels (20, 17,11)! (ich bin das "Sandwichkind")

Meine große Schwester darf sich eigentlich alles erlauben, sie macht kaum was im Haushalt und wenn meine Eltern sie mal fragen, ob sie das machen kann, motzt sie gleich rum und und wir haben ne riesen Diskussion im Haus. Meine Eltern regen sich dann tierisch über sie auf, aber nach spätestens einem Tag ist das ganze gegessen OHNE Entschuldigung und gemacht hats meine Schwester erst nicht!!!
Meistens bin ich dann so blöd und mache es, damit es keinen Streit gibt! Man muss mich nur was fragen und ich mach es- meistens- sofort. Ich geh jede Woche mit meinem Opa einkaufen, ich helfe meine Mama im Haushalt, ich fege den Hof, ich koche wenn meine Eltern icht zu Hause sind etc.
Meine kleine Schwester muss nichts machen, gar nichts. Sie hat zwar ihre Aufgaben, die erledigt sie aber nicht und meine Eltern juckt es nicht.

Ich komm mir total blöd vor und fühle mich wie das schwarze Schäffchen in der Familie! Letztens wurde mein Vater 50. und hat groß gefeiert. Meine Mutter hat von Anfang an gesagt, dass es viel zu tun gibt und wir doch bitte alle helfen sollen. Wer hat das meiste gemacht? Meine Mutter und ich!!! Meine Schwester hat jeden Tag gemotzt wenn sie was machen musste, wurde aber am Fest von meiner Mama Zick mal in den Arm genommen, ich keinmal Ich hatte nicht mal nen Platz sonder musste warten bis meine kleine Schwester gegessen hatte und durfte mich dann dazusetzten, genauso wie meine Mutter!
Nachdem das Fest rum war, am nächsten Tag, habe auch nur ich geholfen. Meine Schwester hat ja ne Arbeit gschrieben und musste lernen, konnte aber gleichzeitg immer mal wieder Fernehen schauen. Ich hatte nen schlechtes Gewissen und hab meine Mutter bis zum Schluß geholfen, bekam immerhin ein "Dankeschön"!

Auf meine groß Schwester hab ich einen totalen Hass, ich kann einfach nicht mit ihr! Sie ist immer die tolle, die schlaue, mit dem super Beruf und ich bin nichts, nichts besonders, zumndest habe ich nicht das Gefühl!!!

Sorry, für den langen Text aber das lag mir schon seit längerem aufm Magen

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30. Oktober 2010 um 16:23

Hm..
also ich kenn bin die jüngste in der familie & werde für alles verantwortlich gemacht, ich bin die dümmste & habe am wenigsten recht, deren meinung nach.
dabei bin ich viiiel schlauer als meine 1jahr ältere schwester & muss immer für mein recht kämpfen meine familie hasst mcih dafür & meine älteste schwester ist die geliebteste & darf alles sie ist aber auch schon erwachsen. das 'sandwichkind' ist das am meisten geknuddelte bei mir zuhause

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7. November 2010 um 13:27

Die Situation des Mittleren Geborenen
Liebe Blondie0193,

es gibt tatsächlich Studien und Theorien darüber, z. B. von Alfred Adler, einer der drei Begründer der Psychologie in Deutschland (neben Freud und Jung). In seinem Werk "Menschenkenntnis" geht er insbesondere auf die Schlechterstellung des mittleren Geborenen ein.

Deine Selbstanalyse und Reflexion sind also keinesfalls abwegig. Vlt. hilft Dir das, Mut für die Zukunft zu schöpfen und darauf zu vertrauen, dass Du Jemand bist, ein wertvoller Mensch, der sich seiner Zukunft ohne familiere Beeinträchtigungen hinwenden kann. Vertrau Dir selbst, vor allem Deinem Bauchgefühl, Du machst alles richtig.

Ich wünsche Dir Alles Gute,
Mirabar

http://www.eigenenwegfinden.de

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