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Ritzen

31. Juli 2015 um 12:48

Hallo Mädels (und Jungs),

ich brauche mal eure Hilfe: ich habe eine Freundin die sich Ritzt, weil sie sich als Aschenputtel und immer benachteiligt fühlt. Sie hat einen behinderten Bruder und der steht immer bei ihren Eltern im Vordergrund, ihre beste Freundin musste wegen Problemen mit ihren Eltern in betreutes Wohnen, die nächst beste Freundin macht auch stress und ihr Vater hilft ihrem selbstwertgefühl auch nicht gerade mit seinen Kommentaren...
Ich möchte ihr gerne helfen ... Sie weiß, dass es falsch ist aber macht es trotz dem.

Ich kenne jemanden die (ja weiblich nicht grammatischen falsch) sich auch seeeehr intensiv geritzt hat. Wir kennen uns nicht wirklich gut und ich weiss auch nicht wieso sie sich geritzt hat. Auf jeden Fall hat sie aufgehört! Glaubt ihr ich kann mir von ihr Tipps holen um meiner Freundin zu helfen?

Solange es produktiv ist kann sich hier bitte mal jeder darüber auslassen aber alle anderen suchen sich doch bitte mal einen anderen Beitrag um ihrem geistigen dünnschiss freien Lauf zu lassen.

Janina

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1. August 2015 um 21:01

Anstatt...
...andere menschen zu fragen, wie sie vom ritzen losgekommen sind ( das muss zudem nicht immer stimmen ) sollte sie sich in professionelle hilfe begeben mit zusätzlicher psychologischer betreuung. fürs ritzen an sich gibt es gründe und allein finden die meisten da auch nicht raus. da sollten dann schon menschen mitziehen die auch ahnung vom fach haben.
anhand dessen was du schreibst ( -spielt im elternhaus immer nur die zweite geige ) schliesse ich daraus, dass ihr ritzen aus minderwertigkeitskomplexen enstanden ist. solange die situation zu hause so bleibt und solange sie keine professionelle hilfe bekommt, wird das auch so bleiben und sich höchstens noch verschlimmern.
deine freundin braucht professionelle unterstützung, damit auch die probleme zu hause aufgearbeitet und besprochen werden können.

was die dame betrifft die sich geritzt und dann aufgehört hat :
ich erinnere mich gerade daran, dass es vor ca. 18 jahren in meinem umfeld menschen gab ( damals alles teenager zw. 14 und 15 ) die ritzen als neuen "modetrend" entdeckt hatten. wer ritzte war cool und hielt was aus. es muss also nicht immer was wirklich psychisches sein. es kann auch einfach nur dummheit sein. welcher normaldenkende mensch fügt sich schon wissentlich schmerzen zu nur um "cool da zu stehn" ?

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2. August 2015 um 13:46
In Antwort auf mneme_11908213

Anstatt...
...andere menschen zu fragen, wie sie vom ritzen losgekommen sind ( das muss zudem nicht immer stimmen ) sollte sie sich in professionelle hilfe begeben mit zusätzlicher psychologischer betreuung. fürs ritzen an sich gibt es gründe und allein finden die meisten da auch nicht raus. da sollten dann schon menschen mitziehen die auch ahnung vom fach haben.
anhand dessen was du schreibst ( -spielt im elternhaus immer nur die zweite geige ) schliesse ich daraus, dass ihr ritzen aus minderwertigkeitskomplexen enstanden ist. solange die situation zu hause so bleibt und solange sie keine professionelle hilfe bekommt, wird das auch so bleiben und sich höchstens noch verschlimmern.
deine freundin braucht professionelle unterstützung, damit auch die probleme zu hause aufgearbeitet und besprochen werden können.

was die dame betrifft die sich geritzt und dann aufgehört hat :
ich erinnere mich gerade daran, dass es vor ca. 18 jahren in meinem umfeld menschen gab ( damals alles teenager zw. 14 und 15 ) die ritzen als neuen "modetrend" entdeckt hatten. wer ritzte war cool und hielt was aus. es muss also nicht immer was wirklich psychisches sein. es kann auch einfach nur dummheit sein. welcher normaldenkende mensch fügt sich schon wissentlich schmerzen zu nur um "cool da zu stehn" ?

Danke
Erstmal für die Antwort, aber das mit professioneller Hilfe ist so ne Sache, ich selbst war schon beim Psychologen wegen was anderem und dort kann man einfach nicht frei sprechen, es fehlt das vertrauen oder was auch immer...
Allein wenn ich professionelle Hilfe anspreche kommt ein "ist ja süß" und ein da kann ich ja die und die besuchen...

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2. August 2015 um 23:54

Wenn dir ein
Psychologe mit solchen Sprüchen kommt, hat er seinen Beruf verfehlt und ist für dich der falsche Ansprechpartner. Anderweitig umsehen. Andere Möglichkeiten gibt es nicht. Ritzpatienten können sich nicht gegenseitig therapieren, da muss ein Fachmann ran.

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3. August 2015 um 15:51

Eigene Erfahrung..
Liebe Janina431,

ich kann nur aus meiner Erfahrung berichten, da mir selber sehr viel Scheiß passiert ist, wo ich mich geritzt habe um den seelischen Schmerz zu überdecken. Ich glaube auch, dass deine Freundin sich sehr verletzt fühlt, da sie nicht so sehr beachtet wird, wie sie sich es erwünscht und naja meine Mutter hat mich damals auch zum Psychologen geschleppt und es war einfach nichts für mich, da ich mich nicht verstanden gefühlt habe und mich Psychologen sehr stark an die Ärzte im Krankenhaus erinnert haben, die einfach nur ihren Job tun und sich gar nicht weiter für den Menschen interessieren - also kein Vertrauensverhältnis. Somit war die Sache für mich auch abgehakt.
Ich habe damit aufgehört, weil ich gemerkt habe wie sehr es mein Umfeld überfordert damit umzugehen. Man wird nicht mehr als die Person betrachtet die man ist, sondern auch anders behandelt. Das gefiel mir nicht. Zudem wurde mir klar, dass diese Narben nicht mehr weg gehen und ich ein Leben lang an diese dunkle Phase erinnert werde.
Ich habe mir einfach einen anderen Weg gesucht ( Ok, mit dem rauchen anzufangen war bestimmt nicht die beste Idee ) aber in dem Moment hat es mir geholfen runter zu kommen..Ich denke es gibt auch andere Wege. Ich hab zum Beispiel auch Tagebuch geschrieben. Da konnte man seinen Gedanken und Gefühlen freien Lauf lassen, hat mir auch sehr gut geholfen. Trotzdem kann es nicht langfristig helfen. Ich würde ihr abraten alleine zum Psychologen zu gehen, denn immerhin ist es nicht ihre Schuld, dass sie sich vernachlässigt fühlt. Da spielen die Eltern auch eine große Rolle. Da müsste man schon zur Familientherapie gehen, wenn normales miteinander reden nicht hilft.
Ich hoffe mein Roman konnte wenigstens etwas helfen.

Liebe Grüße

skatemore

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10. August 2015 um 19:00

Mal ausprobieren...?
Ich weiß nicht, ob das bei deiner Freundin was bringen würde. jeder hat oder braucht andere Möglichkeiten, um davon wegzukommen. Es kann sein, dass es ihr erst besser geht, wenn der ganze Stress vorbei ist oder wenigstens mal angesprochen und ausdiskutiert wird. Vielleicht solltest du einfach mal mit ihr reden oder so. Du kennst deine Freundin am besten, vielleicht fällt dir ja noch was ein, was ihr helfen kann.
Trotzdem könntest du das andere Mädchen mal fragen, was ihr geholfen hat aufzuhören und nach einiger Zeit das deiner Freundin vorschlagen.
Aber bitte denke nicht, dass (wenn) sie sich nicht mehr ritzt, dass dann alles wieder gut ist.

Es wäre wahrscheinlich auch gar nicht so verkehrt, über einen Termin bei einem Psychologen nachzudenken. Nicht weil sie sich ritzt, bzw unteranderem schon, aber diese Leute können sehr wahrscheinlich mehr helfen als wir oder du als 'nur' ihre Freundin.

Ich glaube, dass sie auch sehr wenig Selbstbewusstsein hat wegen der ganzen Sache und vlt auch schüchtern ist oder eben das Gegenteil, aber vlt kann ein Pycholige helfen...

Viel Glück.

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1. September 2015 um 0:52

Heii
Also ich weis genau wie sich deine Freundin fühlt und kann mich teilweise in ihr wieder erkennen und das beste was du jetzt tun kannst ist für sie da sein aber versuch keine andere Hilfe zu holen ohne ihre Erlaubnis sonst könnte sie sich vielleicht abgeschoben fühlen . ich habe einfach geschafft con einem Tag auf den anderen auf zu hören da ich Freunde nicht länger enttäuschen wollte. hatte aber leider vor wenigen tagen einen Rückfall ich ritze auch intensiv und das etwa 3 Jahre (bin 14)

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9. September 2015 um 22:33

Viel Reden und super Ablenkung
Also liebe Janina ich kann dir aus der sicht meiner besten Freundin erklären wie das ist wenn sich jemand ritzt


Bei mir kam das alles sehr schleichend. Mutter verstorben,Familie brach auseinander... Ich hatte Ablenkung meinen Ex Freund seine Familie alle haben mich liebevoll aufgenommen dann nach trennung musste ich da weg wollte nicht mehr nach hause also bin ich in die Stadt gezogen wo auch meine ausbildungsstelle war

Dann fing alles an dieses Ständige Allein sein, Erinnerungen kamen hoch überall war Mama

Es ging dann schnell und krass bergab hab mich krankschreiben lassen in meine Bude eingeschlossen
Mir verletzungen hinzugefügt Zigaretten am körper ausgedrückt sehr heiss geduscht ja auch Sex mit sehr vielen Männern ist eine art selbstverletzendes verhalten

Meine freundin wusste nicht mehr weiter ist mit mit erstmal zum hausarzt hat da allesgeschildert und dann kam diese schreckliche einweisung Überwesiung in einer Psychatrie

Für Depressionen starke depressionen

8 Wochen harte aber sehr gute Therapie
Dann zwei Monate später die nächste therapie wegen der Borderlinestörung

Diese therapie diese gespräche neue leute die auch leiden die einen verstehen war echt super ich bereue es nicht
Durch diese therapie habe ich gelernt damit umzugehen mich nicht mehr zu verletzen es war echt spitze ich habe mittlerweile meine tabletten von allein abgesetzt und es geht bergauf

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