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Ritzen...

16. November um 16:10

Hallo,

ich bin seit einiger Zeit ziemlich hin und her gerissen & finde einfach keine Lösung... deshalb die rießen große Bitte an Euch: Helf mir !

Kurz zum Hintergrund: Meine Eltern haben sich getrennt und geschieden, als ich 6 Jahre alt war. Bis heute komme ich nicht wirklich damit klar. Aufgrunddessen habe ich wohl meine Verlustängste, wobei ich glaube, dass diese immer schlimmer werden. Sobald mein Freund und ich wegen irgendeiner Kleinigkeit disskutieren, habe ich panische Angst, dass er Schluss machen will (obwohl er daran nicht mal einen Gedanken verschwendet).

Wegen der Trennung meiner Eltern habe ich im Alter von 14 Jahren angefangen mich zu Ritzen. Das ging auch fast zwei Jahre gut so, bis meine Mutter es aus dummen Zufall heraus fand. Sie schleppte mich zum Psychologen - wo ich nicht mehr hin ging. Doch sie war all die Jahre der Meinung ich habe deshalb damit aufgehört - war aber nicht so.

Ich habe es nicht mehr jeden Tag getan, wie vorher. Habe mehr darauf geachtet, die Schnitte zu verstecken. Andere Körperstellen als die Arme genutzt. Usw.

Erst als ich meinen Führerschein bekam und eine Ausbildung begonnen hatte und einige Männergeschichten begonnen und beendet habe, trieb es mich langsam vom Ritzen weg.
Immer wenn ich das Verlangen danach habe, rauche ich eine - obwohl ich eigentlich kein Raucher bin. Denn ich habe einfach das Gefühl, zuzusehen wie der Rauch davon schwebt, ist das Selbe, wie Blut zu sehen. Es beruhigt mich irgendwie.

Aber nicht komplett. Das Verlagen und die Gedanken ans Ritzen sind immer noch da und ich kämpfe fast täglich damit, nicht in mein altes Schema zurück zu fallen.

Denn seit 1 Jahr und 3 Monaten bin ich mit meinen Freund zusammen. Davon wohnen wir auch schon ein halbes Jahr zusammen. Und er macht mich glücklich. Ich liebe ihn wirklich.

Und er weiß auch über das alles Bescheid, was ich oben geschrieben habe. Über das Ritzen haben wir schon gesprochen, als wir noch nicht mal zusammen waren. Da er die Narben gesehen und es sich in einer Diskussion ergeben hatte darüber zu reden.

Anfang dieses Jahres gab es einen Moment, wo ich mich nicht zusammen reißen hätte können. Also hatte ich ihn mitten in der Nacht angerufen und ihn gesagt "Schatz, ich will mich ritzen. Bitte, halte mich auf."
Und er war zu mir gefahren, um halb zwölf in der Nacht. Um mich in den Arm zu nehmen, zu beruhigen und davon abzuhalten.
Er meinte, sowas darf ich jederzeit machen, wenn das Verlangen da ist. Er wird immer zu mir kommen. Gemeinsam halten wir mich davon ab.

Die ganze Beziehung über habe ich mich nicht geritzt. Habe lieber eine geraucht oder meinen Freund Bescheid gegeben, dass ich es am liebsten tun würde.

Und vor gut zwei Wochen habe ich es total verbockt !!!

Da ich Anfang September meine geliebte Katze einschläfern lassen musste. Es hatte mich so sehr aus der Bahn geworfen, dass ich meinen Freund nicht an mich ran gelassen habe. Deshalb war er mir am selben Abend noch aus den Weg gegangen, hatte mich alleine gelassen und eine Runde mit seinen Auto gedreht.

Und ich habe es nicht ausgehalten. Ich war alleine Zuhause. Mein Herz brannte. Die Augen taten weh vor lauter Tränen. Und meinen Freund konnte ich nicht anrufen.

Also habe ich mich geritzt.

Nur glaube ich, dass dies gar nicht so schlimm war, wie die Tatsache, meinen Freund nichts davon zu sagen. Lieber habe ich mich Pullover neben ihn geschlafen, war alleine Duschen gegangen, hatte Kuscheln/Sex vermieden. Alles, damit er mich nicht nackt sah. Damit er die Schnitte nicht sah.

ABER !!!!!
Vor etwa zwei Wochen waren wir zusammen mit einen Kumpel auf einer Party. Wir hatten sehr viel Alkohol getrunken - vor allem ich.
Und keine Ahnung wieso, aber im betrunkenen Zustand habe ich meinen Freund dann davon erzählt. Und soweit ich mich erinnern kann, war er ziemlich sauer und enttäuscht darüber. Wir haben eine halbe Ewigkeit darüber disskutiert.

Die genauen Worte weiß ich natürlich alle nicht mehr.. aber er sagte auf jeden Fall, dass das Vertrauen erst mal dahin sei. Er hat mir wirklich zu Hundert Prozent vertraut. Aber er ist enttäuscht von mir.

Seit dem Abend haben wir nicht mehr darüber geredet. Ich dachte, dass er vielleicht auf mich zukommen würde deswegen - ist er aber nicht. Gut, letzte Woche hatte ich ziemlich heftig Migräne und er war echt besorgt. Aber diese Woche ? Hätte es so viele Möglichkeiten gegeben ...

Ich weiß wirklich nicht, ob ich ihn darauf ansprechen sollte ? Oder lieber nicht ? Soll ich es gut sein lassen ?
Was erwartet mein Freund von mir ?

Was würdet ihr mir raten ??? Ich weiß es nämlich echt nicht ....

Dankeschön schon mal.


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17. November um 15:10
In Antwort auf elena--

Hallo,

ich bin seit einiger Zeit ziemlich hin und her gerissen & finde einfach keine Lösung... deshalb die rießen große Bitte an Euch: Helf mir !

Kurz zum Hintergrund: Meine Eltern haben sich getrennt und geschieden, als ich 6 Jahre alt war. Bis heute komme ich nicht wirklich damit klar. Aufgrunddessen habe ich wohl meine Verlustängste, wobei ich glaube, dass diese immer schlimmer werden. Sobald mein Freund und ich wegen irgendeiner Kleinigkeit disskutieren, habe ich panische Angst, dass er Schluss machen will (obwohl er daran nicht mal einen Gedanken verschwendet).

Wegen der Trennung meiner Eltern habe ich im Alter von 14 Jahren angefangen mich zu Ritzen. Das ging auch fast zwei Jahre gut so, bis meine Mutter es aus dummen Zufall heraus fand. Sie schleppte mich zum Psychologen - wo ich nicht mehr hin ging. Doch sie war all die Jahre der Meinung ich habe deshalb damit aufgehört - war aber nicht so.

Ich habe es nicht mehr jeden Tag getan, wie vorher. Habe mehr darauf geachtet, die Schnitte zu verstecken. Andere Körperstellen als die Arme genutzt. Usw.

Erst als ich meinen Führerschein bekam und eine Ausbildung begonnen hatte und einige Männergeschichten begonnen und beendet habe, trieb es mich langsam vom Ritzen weg.
Immer wenn ich das Verlangen danach habe, rauche ich eine - obwohl ich eigentlich kein Raucher bin. Denn ich habe einfach das Gefühl, zuzusehen wie der Rauch davon schwebt, ist das Selbe, wie Blut zu sehen. Es beruhigt mich irgendwie.

Aber nicht komplett. Das Verlagen und die Gedanken ans Ritzen sind immer noch da und ich kämpfe fast täglich damit, nicht in mein altes Schema zurück zu fallen.

Denn seit 1 Jahr und 3 Monaten bin ich mit meinen Freund zusammen. Davon wohnen wir auch schon ein halbes Jahr zusammen. Und er macht mich glücklich. Ich liebe ihn wirklich.

Und er weiß auch über das alles Bescheid, was ich oben geschrieben habe. Über das Ritzen haben wir schon gesprochen, als wir noch nicht mal zusammen waren. Da er die Narben gesehen und es sich in einer Diskussion ergeben hatte darüber zu reden.

Anfang dieses Jahres gab es einen Moment, wo ich mich nicht zusammen reißen hätte können. Also hatte ich ihn mitten in der Nacht angerufen und ihn gesagt "Schatz, ich will mich ritzen. Bitte, halte mich auf."
Und er war zu mir gefahren, um halb zwölf in der Nacht. Um mich in den Arm zu nehmen, zu beruhigen und davon abzuhalten.
Er meinte, sowas darf ich jederzeit machen, wenn das Verlangen da ist. Er wird immer zu mir kommen. Gemeinsam halten wir mich davon ab.

Die ganze Beziehung über habe ich mich nicht geritzt. Habe lieber eine geraucht oder meinen Freund Bescheid gegeben, dass ich es am liebsten tun würde.

Und vor gut zwei Wochen habe ich es total verbockt !!!

Da ich Anfang September meine geliebte Katze einschläfern lassen musste. Es hatte mich so sehr aus der Bahn geworfen, dass ich meinen Freund nicht an mich ran gelassen habe. Deshalb war er mir am selben Abend noch aus den Weg gegangen, hatte mich alleine gelassen und eine Runde mit seinen Auto gedreht.

Und ich habe es nicht ausgehalten. Ich war alleine Zuhause. Mein Herz brannte. Die Augen taten weh vor lauter Tränen. Und meinen Freund konnte ich nicht anrufen.

Also habe ich mich geritzt.

Nur glaube ich, dass dies gar nicht so schlimm war, wie die Tatsache, meinen Freund nichts davon zu sagen. Lieber habe ich mich Pullover neben ihn geschlafen, war alleine Duschen gegangen, hatte Kuscheln/Sex vermieden. Alles, damit er mich nicht nackt sah. Damit er die Schnitte nicht sah.

ABER !!!!!
Vor etwa zwei Wochen waren wir zusammen mit einen Kumpel auf einer Party. Wir hatten sehr viel Alkohol getrunken - vor allem ich.
Und keine Ahnung wieso, aber im betrunkenen Zustand habe ich meinen Freund dann davon erzählt. Und soweit ich mich erinnern kann, war er ziemlich sauer und enttäuscht darüber. Wir haben eine halbe Ewigkeit darüber disskutiert.

Die genauen Worte weiß ich natürlich alle nicht mehr.. aber er sagte auf jeden Fall, dass das Vertrauen erst mal dahin sei. Er hat mir wirklich zu Hundert Prozent vertraut. Aber er ist enttäuscht von mir.

Seit dem Abend haben wir nicht mehr darüber geredet. Ich dachte, dass er vielleicht auf mich zukommen würde deswegen - ist er aber nicht. Gut, letzte Woche hatte ich ziemlich heftig Migräne und er war echt besorgt. Aber diese Woche ? Hätte es so viele Möglichkeiten gegeben ...

Ich weiß wirklich nicht, ob ich ihn darauf ansprechen sollte ? Oder lieber nicht ? Soll ich es gut sein lassen ?
Was erwartet mein Freund von mir ?

Was würdet ihr mir raten ??? Ich weiß es nämlich echt nicht ....

Dankeschön schon mal.


 

Du brauchst psychologische Betreuung.  Ganz dringend.

du machst dich abhängig von anderen Menschen. Das ist sehr schlecht und schwach. Arbeite daran. Ganz dringend 

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21. November um 13:32

Du solltest versuchen, dich selbst davon abzuhalten. Da es glaube ich, für ihn auch eine ziemliche Belastung darstellt.
ich würde noch mal auf ihn zugehen und ihm erklären, dass es dir zwar leid tut, aber es echt kontraproduktiv ist, dir jetzt Vorwürfe zu machen.
man ritzt sich ja nicht, weil es grad so lustig ist, sondern weil man in dem Moment nicht anders kann. 
Rückfälle wenn man es so lange getan hat, sind meiner Meinung nach auch normal.

Und das man nicht gerne sagt „Schatz, ich hab mich heute selbst verletzt“, sondern versucht es zu verstecken - auch klar oder?

soll kein freifahrtschein zum ritzen sein, aber du machst es ja auch nicht ohne Grund. Und DEN müsstest du anschauen, wenns nicht besser wird. Denn das ritzen ist nur das Symptom, nicht die ursache.

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23. November um 12:19

Dein Freund tut mir leid. Du erpresst ihn! Nur weil er nicht gleich springt, wenn Prinzesschen schlechte Laune hat. 

Du kannst doch nicht dein Seelenheil von deinem Freund abhängig machen? Du bist eine eigenständige Person, du solltest dich mal selber ein wenig achten und lieb haben. Dann würdest du auch nicht auf so blöde Gedanken kommen und dich selbst verletzen, nur damit dein Freund aus Mitleid bei dir bleibt. So ein Verhalten ist erbärmlich und unattraktiv. 

Achte doch mal auf DICH!

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