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Regelmässiger Zusammenbruch wegen Stress

29. Januar 2016 um 19:49 Letzte Antwort: 17. Februar 2016 um 15:00

Hallo Zusammen
Ich fühle mich in meiner Umgebung oft missverstanden und hoffe hier vielleicht Leidensgenossen zu finden und mich hier über das Problem austauschen zu können.
Ich habe regelmässig Angstzustände und Panikattacken die mich über Stunden einnehmen und mir das Leben echt schwer machen. Auslöser sind meistens kleine nichtbedeutende Entscheidungen, die mich aber total überfordern und dann geht nichts mehr. Ich weine nur noch, mein Kopf ist zwar noch ganz klar und ich sage mir auch "was ist los? das ist doch alles Pipifax, kein Grund so ein in ein Loch zu fallen, beruhige dich, entspanne dich". und auch alle um mich herum die es mitkriegen versuchen mich zu beruhigen, aber ohne Erfolg. Wenn ich keine Beruhigungstablette nehme, hält dieser Zustand stundenlang an. Und auch später bin ich tagelang noch wie unter Schock. Keiner kann mich verstehn.. ich mich ja auch nicht.
Ich bin in Therapie und versuche es zu lösen. Anscheinend nehme ich immer alles viel zu schwer, viel zu ernst und bin zu perfektionistisch.
Das ist es auch was mir meinen Job zur Hölle macht.
Ich renne meinem Leben nur noch hinterher. Unter der Woche arbeite ich oft bis tief in die Nacht. freie Abende verbringe ich mit schnell was im Haushalt machen oder Bürokram erledigen. Meine Wochenenden teile ich mir auf zwischen Fernbeziehung mit meinem Freund (seit 3 Jahren) und eine Art Fernbeziehung zu meinen Eltern, da mein Vater an Krebs erkrankt ist, besuche ich sie nun öfters.
Freie Zeit "Zuhause verbringe ich praktisch nie.
Ca. alle Paar Wochen nach so einem Marathon haut es mich hin und dann geht nix mehr. aber wie kann ich mein Leben anders organisieren. wie alles viel leichter nehmen?

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4. Februar 2016 um 17:19

...
Liebe Iannai, scheint mir so, als würdest du dir selbst zu wenig Raum geben, als wärst du bei dir selbst noch gar nicht richtig angekommen. Könnte sein, dass du dein Leben so organisierst, um nicht spüren zu müssen, wie es dir wirklich geht. Vielleicht musst du mal eine Auszeit nehmen, eine Weile ganz raus aus deinem Leben. Was mir bei Angstzuständen in letzter Zeit echt gut hilft, ist beten. Klingt vielleicht verrückt, aber das holt mich aus den heftigsten Zuständen wieder raus. Ich nehme das Gebet vom heiligen Franziskus "Herr, mache mich zum Werkzeug deines Friedens...". Wenn ich das eine halbe Stunde bete, geht es mir meistens schon deutlich besser. Probier es mal aus! Hilft mir besser als Tabletten. Außerdem würde ich dir zu einer Familienaufstellung raten. Da kann man ganz gut sehen, wo man steht, was schiefläuft und in welcher Richtung die Lösung liegt. Das kann man auch begleitend zur Therapie machen. Falls du noch nichts von der Methode gehört hast, googel das mal, z. B. hier: http://www.sorge-dich-nicht-liebe.de/familienaufstellung oder https://de.wikipedia.org/wiki/Familienaufstellung. Alles Gute wünscht dir Tatjana

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17. Februar 2016 um 12:49

Zusätzliich vielleicht Coaching
Liebe Iannai,

ich kann mir nicht wirklich vorstellen, was das für ein Gefühl sein muss .. Ich kenne solche Zustände von einer Freundin, selbst habe ich es aber noch nicht erlebt. Ich glaube es ist definitv gut, dass du dich in Professionelle Hilfe begeben hast. Eine Therapie ist insbesondere für deine Panikattacken wahrscheinlich gut.
Was den Stress angeht, kam mir gerade die Idee, ob nicht zusätzlich noch Coaching was für dich wäre? Im Coaching begleitet man den Menschen in einem Veränderungsprozess. Man gibt ihm nicht eine Lösung vor, die er so zu verfolgen hat. Man geht davon aus, dass du jetzt beispielsweise eigentlich die Kraft hast, die Situationen zu meistern, nur dich einfach auf dem Weg verlierst. Insbesondere um alles unter einen Hut zu bekommen und nicht alle paar Wochen wieder "umzufallen" wäre dies zusätzliche zu der Therapie vielleicht genau das richtige für dich?

Ich habe in anderen Bereichen bereits sehr positive Erfahrungen mit Coaching gemacht und kann es gewissenhaft weiter empfehlen.

Und eventuell hilft dir das Beten, was tatjana vorgeschlagen hat, für zu Hause ja auch weiter

Ein Zusatz noch: Beim Coaching erreicht man meist viel schneller seine Ziele und hat großen Erfolg als bei einer Therapie. Deshalb habe ich immer mehr das Gefühl, dass eine Kombination der beiden Arten für dich genau das richtige sein könnte.

Probier es doch mal aus?

Ich hoffe ich konnte dir helfen und du kommst bald aus deinem Tief wieder heraus

LG

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17. Februar 2016 um 15:00

Stress Workshop
Hallo iannai,

ich kann dein Problem und wieso es dich so sehr belastet sehr gut verstehen. Oft kann man im Bekanntenkreis keine wirkliche Hilfe oder Verständnis finden. Dass du dich für eine Therapie entschieden hast, halte ich daher für eine gute Entscheidung. Ähnlich wie hustelinchen16 würde ich dir zusätzlich einen Workshop empfehlen. Du hast ja gesagt, dass du nicht weißt wieso du so verzweifelst und überfordert bist, da es häufig nur Pipifax ist und du trotzdem immer wieder in ein total tiefes Loch fällst.
Ich persönlich kenne diese Situation und hatte ebenfalls eine Phase, in der mir alles zu viel wurde, ich mich selbst total verloren habe und das Gefühl hatte meinem Leben hinterher zu rennen. Lange Zeit wusste ich nicht wie ich damit umgehen sollte und habe ebenfalls über alle möglichen Lösungen nachgedacht. Nach langer Recherche, persönlichen Gesprächen mit Betroffenen und der Empfehlung einer Bekannten habe ich mich schließlich für einen Workshop entschieden. Ich wusste zunächst wenig damit anzufangen, habe mich nach einem netten Gespräch mit der Trainerin jedoch dafür entschieden, daran teilzunehmen.
Der Workshop war sehr erfolgreich und hat mir mehr gebracht, als ich mir erhofft habe. Es wird auf viele wichtige Punkte eingegangen wie z.B. die persönlichen Ursachen von Stress, Reaktionen auf Stress, persönliche Ängste, Blockaden und versteckte Wünsche. Dadurch konnte ich vieles über mich heraus finden, was mir vorher noch nicht bewusst war und kann nun ganz anders und viel gelassener mit Stresssituationen umgehen und habe gelernt wie ich mich persönlich immer wieder neu motivieren kann.

Vielleicht kommt so ein Coaching für dich ja ebenfalls in Frage?! Hier mal der Link dazu: http://huber-consulting.de/akademie/trainingworkshop/stress-konfliktblockaden-erkennen-und-emotionale-gesundheit-staerken/

Ich hoffe ich konnte dir weiterhelfen

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