Forum / Psychologie & Persönlichkeit

Raus aus dem Tunnel

Letzte Nachricht: 23. Juli 2012 um 11:32
T
tanner_11964374
22.07.12 um 17:15

Hallo ihr Lieben,

Das ist mein erster Beitrag. Ich heiße Carla, bin 25 Jahre alt und schreibe aus Italien. Ich habe mich in gofeminin angemeldet, weil ich mit anderen Personen meine Meinungen über Schönheit, Kosmetik, Sexualität u.s.w. ausdrücken möchte. Hier habe ich auch die Gelegenheit, mein Deutsch zu verbessern. Ich hoffe, dass ich hier eine gute Zeit verbringen werde. Ich will für euch immer da sein.

Da ich eine Frau bin, kenne ich teilweise die weibliche Psychologie. Es gab eine Zeit, in der ich mich nicht akzeptieren wollte. Liebes-, Ernährungs- und psychologische Probleme haben mich so zu sagen fix und fertig gemacht. Heute geht es mir viel besser, aber total akzeptiert habe ich mich nicht.

Ich schreibe euch um zu wissen, wie es euch geht. Seid ihr mit euch selbst zufrieden, oder nicht so sehr? Gab es Zeiten, in denen ihr mit euch selbst nicht zufrieden wart? Geht es heute besser? Und was habt ihr gemacht, um aus dem Tunnel raus zu kommen?
Entschuldigung für mein schlechtes Deutsch.

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L
lita_11947850
23.07.12 um 1:21

Hallo Carla
In der tat, es gab mal Zeiten in denen ich mit mir nicht zufrieden war. Jeder Blick in den Spiegel war für mich die Qual. Ich fühlte mich viel zu Fett, zu Hässlich. Ich war wütend auf mich . Ich war wütend auf meinem Körper. Einmal war ich so wütend das ich den Spiegel zerschlagen hab und mich mit den Scherben verletzt habe. Ich schäme mich dafür was ich damals gemacht habe. Wie ich aus dem Tunnel raus gekommen bin habe ich meiner Mutter zu verdanken. Ich habe mit ihr über meine Probleme geredet und sie hat mich zu einem Psychologen geschickt. Dies hat mir sehr viel weiter geholfen. Heute geht es mir viel viel besser, ich akzeptiere mich jetzt so wie ich bin und ich lasse Vergangenheit Vergangenheit sein.

Liebe Grüße

Vanessa

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T
tanner_11964374
23.07.12 um 11:32
In Antwort auf lita_11947850

Hallo Carla
In der tat, es gab mal Zeiten in denen ich mit mir nicht zufrieden war. Jeder Blick in den Spiegel war für mich die Qual. Ich fühlte mich viel zu Fett, zu Hässlich. Ich war wütend auf mich . Ich war wütend auf meinem Körper. Einmal war ich so wütend das ich den Spiegel zerschlagen hab und mich mit den Scherben verletzt habe. Ich schäme mich dafür was ich damals gemacht habe. Wie ich aus dem Tunnel raus gekommen bin habe ich meiner Mutter zu verdanken. Ich habe mit ihr über meine Probleme geredet und sie hat mich zu einem Psychologen geschickt. Dies hat mir sehr viel weiter geholfen. Heute geht es mir viel viel besser, ich akzeptiere mich jetzt so wie ich bin und ich lasse Vergangenheit Vergangenheit sein.

Liebe Grüße

Vanessa

Herzlichen Dank
Hallo Vanessa,

Herzlichen Dank, dass Du geantwortet hast. Weißt Du, als ich gelesen habe, was Du hier geschrieben hast, bin ich ein bisschen traurig geworten. Ich erkläre Dir warum: ich verstehe Dich. Ich verstehe Deine Unzufriedenheit, Dein Verhalten, Dein Unwohlsein. Keine Angst, ich beurteile Dich nicht für sowas. Ich mache das nie, weder mit Dir, noch mit anderen Personen.

Ich habe etwas ähnliches erlebt. Vor 10 Jahren habe ich mich in einem Mann verliebt. Er war (und ist heute noch) sehr schlank, unglaubich schön, stark, lieb. Ich habe mich in ihm so stark verliebt, dass ich praktich wie er sein wollte. Also habe ich angefangen weniger zu essen, um so schlank wie er zu sein, aber daher bin ich magersüchtig geworten. Ich habe angefangen so wie er zu laufen, so wie er zu anschauen, so wie er zu denken. Aber diese Liebe war unmöglich, weil er zu weit weg von mir gewohnt hat, weil er für mich zu alt war und wegen anderen Sachen. Aber ich wollte mich nicht ergeben, und heute noch, obwohl er verheiratet ist, mag ich ihn.

Als ich magersüchtig war, habe ich jeden Abend mit einem Glassplitter meine Haut verwundert. Es war so, als ob ich noch mehr leiden wollte, als ich schon gelitten habe. Natürlich ist Deine Reaktion (den Spiegel zu zerschlagen und Dich mit den Scherben zu verletzten) anders als meine. Aber was wir gemacht haben hat eine gemeinsame Ursache: wir waren alle beide von uns selbst unzufrieden. Hoffentlich gehört das definitiv zur unserer Vergangenheit

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