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Raus aus dem Elternhaus

7. September 2015 um 11:45

Hallo liebe Forengänger

Nun bin ich mit zarten 19 Jahren ausgezogen und weiß noch garnicht genau wohin mit mir
Letzten Dienstag bin ich hier angekommen, in meiner neuen Stadt, 1000km von meinem zu hause weg. Hier werde ich dann ab Oktober studieren.
Es ist wirklich sehr komisch, zum ersten Mal auf mich allein gestellt zu sein. Glücklicherweise habe ich einen Platz im Wohnheim, aber im Einzelzimmer habe ich nunmal auch keine Gesellschaft, wenn es nachts dunkel wird...

Ich musste die letzte Woche so viele Dinge erledigen, mit denen ich mich nie auseinandergesetzt hab (Konto eröffnen, zum Meldeamt, ins Wohnheim einziehen, dabei tausend Zettel unterschreiben usw) und mich hat das echt überfordert. Mein Freund war zwar (fast) immer dabei, aber letztendlich musste ICH mich damit ja befassen.

Die erste Nacht in meinem neuen Zimmer war schon etwas seltsam. Icht hatte einfach ein mulmiges Gefühl und war einsam. Ich konnte nicht mal ins Wohnzimmer runtergehen und mit meinen Eltern plauschen. Ich war in meinem Zimmer und hab gewartet, dass ich endlich müde werde.
Als meine Eltern angerufen haben und auch, als die Mutter meines Freundes sich bei mir erkundigt hat, ob es mir gut geht, musste ich echt mit den Tränen kämpfen. Ich hatte zu dem Zeitpunkt sogar Zweifel, ob es denn richtig war, herzuziehen und meine Familie zu verlassen. Aber klar, war es richtig, es stand schon anfang des Jahres fest, dass ich herkomme.

Aber nun sitze ich hier, weiß nichts mit meiner Zeit anzufangen. Ein paar nette Leute habe ich schon kennengelernt, aber ich brauche auch immer etwas Zeit, um mich an neue Leute zu gewöhnen.
Die Vorstellung, dass ich jetzt täglich selber schauen muss, dass ich nicht verhungere (und dabei mein Budget nicht überschreite!), selber waschen muss, selber für mich verantwortlich bin ist immer noch abschreckend für mich. Ich bin sehr behütet und nahezu verwöhnt aufgewachsen und ich fühle mich wie ins kalte Wasser geworfen.

Ich wollte einfach mal meine Situation hier beschreiben und fragen, wem es genau so geht und ging, als er/ sie zum ersten Mal das Elternhaus verlassen hat. Wie lange wird es wohl dauern, bis man sich an die neue Sebstständigkeit gewöhnt hat und so locker flockig alles im Griff hat, wie die eigenen Eltern? Würde mich sehr über eure Erfahrungen freuen, es ist immer schön zu hören, wenn es anderen ähnlich geht/ ging wie einem selbst (:

mfg

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7. September 2015 um 16:22

Hallo ayaka0
ich kann dich gut verstehen, dass das alles neu und ungewohnt für dich ist. 1000 km weg von zu Hause sind auch ein schönes Stück! Ich selbst kann nicht aus eigener Erfahrung reden, war zwar in jungen Jahren auch unter der Woche ca 120 km weg von zu Hause, bin aber am Wochenende immer heefahren. Lass dir für die Umgewöhnung einfach Zeit. Anscheinend ist ja auch dein Freund in der Nähe. Es wird ein bißchen dauern, bis du dich eingewöhnt hast und für dich selbst sorgen kannst, aber das schaffst du!! Meine Tochter ist vor 2 Jahren zu Hause ausgezogen, in eine Wohnung, nur 3 Straßen entfernt. Trotzdem hat sie ca ein halbes Jahr gebraucht, bis sie wirklich in ihrer Wohnung "angekommen" ist. Ich hab es daran gemerkt, dass sie nicht mehr jeden Tag nach der Arbeit bei uns aufgetaucht ist und auch nicht mehr täglich nachgefragt hat, wie man dieses und jenes erledigt.! du wirst sehen, in Kürze wirst du es genießen, dein eigenes Leben zu leben und nicht für alles Rechenschaft bei den Eltern ablegen zu müssen! Freu dich auf deinen neuen Lebensabschnitt und lass den Kopf nicht hängen, das wird schon!

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