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Rachegdanken und Zukunftsangst

26. Januar 2018 um 14:13

: Ich bitte allen Lesern sich das komplett durchzulesen , zumindest die , die mir einen Rat geben wollen. Das wird ein sehr langer Text weil ich mich über Jahre dazu nie geäußert habe.

Also, wo soll ich da Anfangen...

Vor Jahren als ich in die 5. Klasse kam fing es an das mich ein Mitschüler auf den Kicker hatte, da ich Materiell vielleicht mehr hatte als er. Das hat ihn wahrscheinlich sehr gestört. (ich muss dazu sagen ich habe mir das NIE raushängen lassen).
Jedenfalls hat er dann angefangen über Jahre hinweg Gerüchte über mich zu verbreiten die natürlich nicht gestimmt haben. Ich habe alles versucht. Ich habe mit meinen Lehrer geredet, mit den Schulsozialarbeitern, mit dem Rektor. Diverse Gespräche sind zustande gekommen die rein gar nichts gebracht haben.
Er hat es versucht mich dann Menschlich regelrecht zu erniedrigen was dann auch geklappt hat. Ich weiß auch das sich viele jetzt denken, dass ich es hätte ignorieren sollen, aber ich habe wie gesagt alles versucht um das zu stoppen.
Ich habe den Leuten auch gesagt das sie ihn keinen Glauben schenken sollen, aber sie haben ihn dennoch alles über Jahre abgekauft. Ich war immer ein sehr Ruhiger Schüler/Mensch, aber irgendwann hat es mir einfach gereicht und es kam ein Ausraster nach den anderen.
Ich war böse zu jeden , ich habe es an allen ausgelassen, an meine Eltern , an den Lehrern und dem Rektor, an Freunde von mir, weil ich dachte ich kann es so kompensieren.
Dann kam ich in die 7. Klasse, dass war dann auch das Jahr wo ich anfing die Schule zu schwänzen , er war nach wie vor in meiner Klasse, es kamen auch neue Leute und die hat er auch direkt mir den falschen Gerüchten über mich ''eingeweiht''.
Ich konnte und wollte einfach nicht mehr , auch die neue Lehrerin hat mich nicht weitergebracht. Ich habe dann aufgehört dort zur Schule zu gehen und war nur noch zu Hause. Zuhause ist es auch nicht besser geworden, meine Mutter hat alles versucht um mich wieder in die Bahn rein zu bringen, aber ich blockte ab, weil ich einfach zu großé Angst hatte dort wieder zurückzugehen.
Monate später sollte dann endlich ein Neuanfang erfolgen, durch einen Schulwechsel. Doch als ich vor der Schule stand , ging ich nicht hin, weil die Erinnerungen von dem Jahrelangen Mobbing wieder hochkamen, und somit scheiterte auch der Neuanfang.
Es ging so weiter das ich nur noch zu Hause war, mich in meinem Zimmer verschanzt habe und nur noch in den Tag gelebt habe. Das ging Monate so auch mit meinen Ausrastern wenn man mich auf die Schulthemen angesprochen hat, bis meine Mutter und das Jugendamt beschlossen haben , mich in die Psychiatrie einzuweisen.
Ich war zuerst in der geschlossenen , also dort wo man zuerst nicht raus darf, wurde aber nach 2 Wochen in die Offene Station wegen ''guter führung'' verlegt. Nach 1 Woche auf der Offenen Station wurde ich dann schlussendlich entlassen , sprich ich war knapp 1 Monat in Psychiartrischer Behandlung.
Seit dem haben sich meine aggressionen komplett gelegt. Nach der entlassung wurde ich paar Tage später für die Schule in dem Krankenhaus angemeldet, da war ich dann von 8 bis 16-17 Uhr. Dort ist auch alles gut gelaufen , und so wurde ich auch dort ein halbes Jahr später entlassen.
Die Schule dort sollte als Wiedereinstieg ins Schulleben dienen. Ich wurde dann nach dem besagten halben Jahr wieder in die normale Schule geschickt, wo dann auch alles gut lief. Das erste Jahr verlief super, ich habe schnell Freunde gefunden, und Notentechnisch lief es auch ganz gut.
Dann kam das Schuljahr danach, wo am Anfang , btw die ersten 2-3 Monate alles noch gut lief. Und jetzt kommt der Knackpunkt. Ich war paar Tage krank, und als ich zurückkam , traute ich meinen Augen nicht. Der Schüler, der mich Jahrelang gemobbt und schickaniert hatte , ging jetzt auf meine Schule, besser gesagt in die Parallelklasse.
Ungelogen, direkt am ersten Tag (er wusste aus irgendeinen Grund das ich in dieser Schule bin) fing er an , in meiner GANZEN Klasse wieder genau die gleichen Gerüchte über mich zu verbreiten. Und alle haben das geglaubt , wirklich alle. Ich weiß nicht wie er denen das verklickert hat , aber anscheinend so glaubhaft, dass alle es für Wahr hielten.
Natürlich es es dann als ich wieder kam zu mir durchgesickert. Als ich das erfuhr , habe ich SOFORT die Notbremse gezogen, und ging genau ab diesen Tag an nicht mehr zur Schule. Das ganze ''Verhältnis'' das ganze Schulische , was ich mir die 2 Jahre davor wieder aufgebaut hatte, war wieder kaputt.
Dazu muss ich sagen , habe ich nochmal das Gespräch mit meiner Lehrerin gesucht, aber sie meinte sie weiß davon nichts, und hat auch nichts dagegen unternommen.
Ich hatte nochmal die Chance vom Rektor bekommen , wieder bei ihm zur Schule zu gehen, aber das habe ich vor der Angst vor Rückschlägen auch nicht wahrgenommen, und so war ich wieder komplett am Boden.
Das Problem war diesmal , dass ich Strafrechtlich wegen dem Schule schwänzen verfolgt wurde, und ich musste somit für 4 Tage in Haft/Arrest. Das waren die 4 schlimmsten Tage meines Lebens. Klar in erster Linie ist es meine Schuld aber ich hatte zu große Angst wieder in die Schule zu gehen.
Ich bin zwar nicht mehr äußerlich aggressiv, aber jetzt Fresse ich meine aggressionen in mich hinnein (also sprichwörtlich), ich entwickle nur noch Rachegedanken und will mich an ihn rächen, für alles was er mir angetan hat.
Ich bin mittlerweile Berufsschulpflichtig, aber auch dort sind die Leute die er eingeweiht hat und die mich dafür auslachen, doof anmachen/anschauen.
Auch zuhause habe ich mit dem Freund von meiner Mutter Probleme. Er hat sich normalerweise immer da rausgehalten aber letztens vor Paar Wochen hat er mich schief angeredet, btw keine konstruktive Kritik von sich gegeben , weil er mir einfach nur sein meinung geigen wollte, obwohl ich ihn noch nie was getan habe. Seit dem ignoriere ich ihn , dass gespräch brauche ich garnicht suchen weil er nicht von seiner Meinung abzubringen ist.
Seit dem verspüre ich auch gegen ihn sehr großen hass. Ich habe für mich selbst alles versucht. Ich bin Stundenlang rausgegangen um abzuschalten, bin Fahrrad gefahren , bin mit Freunden weg, aber immerwieder kommt der Hass und die Rachegeanken zurück die ich habe.
Ich finde nichts mit was ich das kompensieren kann, deswegen wende ich mich an euch und will euch fragen, was ihr mir für einen Rat geben Mich Plagt das ganze schon sehr lange, und dass mit dem Freund von meiner Mutter jetzt genauso. Ich weiss einfach nicht mehr weiter.

Bitte kontruktiven Rat und nicht sowas wie '' scheiss auf die'' '' ignorier das'', Das habe ich alles versucht, nichts hilft, ich werde die gedanken nicht mehr los.

Grüße
 

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