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Quälende Gedanken, Depressionen? Was hilft?

20. März 2018 um 23:29 Letzte Antwort: 11. Mai 2018 um 18:47

Hallo,
also zu mir, ich bin (w)19 und habe schon viel durch in meinem Leben.
Ich wurde gemobbt, habe alles über mich ergehen lassen, weil ich zu schüchtern, introvertiert und sensibel war. Später rutschte ich in eine Essstörung. Ich stand komplett alleine da (außer Familie), so ziemlich alle meine Freunde hatten sich in der Mobbingzeit gegen mich gestellt. Also bekam ich das Gefühl, ich würde nicht gut genug sein aber wenn ich dünner bin, bin ich bestimmt attraktiver. So ging das los. Mit der Magersucht kamen Depressionen, zwanghafte negative Gedanken und teils auch Selbstverletzung. Da kam ich halbwegs alleine raus, hatte Gruppentherapie aber mir gings besser. Ich bin selbstbewusster und auch die Gedanken wurden weniger. Aber ich bekam Panikattacken (Herzrasen, das Gefühl ich bekomm nicht richtig Luft, tendiere zum Hyperventilieren und mir wird übel), was ich auf Schulstress schob.
Allerdings hatte ich in letzter Zeit (eigentlich die letzten 1,5 Jahre) ziemlich viel Stress und einige Schicksalsschläge. Die Panikattacken wurden mehr und auch die Gedanken. Eine Beziehung, die auch eher ungesund war, hat da vermutlich zu beigetragen. Die hab ich Ende 2017 beendet und mir gings auch besser. Die Panikattacken sind weniger geworden.

Ich merke jedoch vermehrt, dass ich depressive Phasen/Züge habe (wie früher). Mir ist alles zu viel, ich kann mich kaum aufraffen. Manchmal ist es mir sogar zu viel zu duschen (sofern ich nichts wichtiges vor hab). Auch "soziale Angelegenheiten" wie Freunde treffen und reden kommt mir manchmal vor wie eine riesige Hürde. Es gibt Tage da will ich einfach nur schlafen. Panikattacken bekomm ich ganz gut in Griff, zu mindestens bin ich noch nicht wegen dem Hyperventilieren bewusstlos geworden, was ja durchaus passieren kann.

Das schlimmste sind meine Launen und Gedanken. Kleinste Sachen lösen was in mir aus. Gedanken die mich innerlich fertig machen. Die kommen und gehen. Manchmal mit ersichtlichen (aber nicht immer wirklich sinnvollen) und manchmal ohne Grund. Die machen mich wahnsinnig. Es sind so quälende negative Gedanken. Hab das Gefühl sie werden immer mehr, immer schlimmer und schränken mich ein. 

Gibt es Leute mit ähnlichen Problemen?
Was hat euch geholfen? Oder was kann helfen? Vielleicht auch irgendwelche Medikamente?


Ich hab noch weitere gesundheitliche Problemen, mit denen ich auch beim Arzt war aber keiner nimmt das wirklich ernst und schiebt es locker ohne weiteren Untersuchungen auf Stress. Deswegen weiß ich nicht, ob ich mit meinem Hausarzt darüber reden kann. Mir wächst das aber alles über den Kopf, das macht mich so fertig.

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21. März 2018 um 3:18
In Antwort auf femke_12431105

Hallo,
also zu mir, ich bin (w)19 und habe schon viel durch in meinem Leben.
Ich wurde gemobbt, habe alles über mich ergehen lassen, weil ich zu schüchtern, introvertiert und sensibel war. Später rutschte ich in eine Essstörung. Ich stand komplett alleine da (außer Familie), so ziemlich alle meine Freunde hatten sich in der Mobbingzeit gegen mich gestellt. Also bekam ich das Gefühl, ich würde nicht gut genug sein aber wenn ich dünner bin, bin ich bestimmt attraktiver. So ging das los. Mit der Magersucht kamen Depressionen, zwanghafte negative Gedanken und teils auch Selbstverletzung. Da kam ich halbwegs alleine raus, hatte Gruppentherapie aber mir gings besser. Ich bin selbstbewusster und auch die Gedanken wurden weniger. Aber ich bekam Panikattacken (Herzrasen, das Gefühl ich bekomm nicht richtig Luft, tendiere zum Hyperventilieren und mir wird übel), was ich auf Schulstress schob.
Allerdings hatte ich in letzter Zeit (eigentlich die letzten 1,5 Jahre) ziemlich viel Stress und einige Schicksalsschläge. Die Panikattacken wurden mehr und auch die Gedanken. Eine Beziehung, die auch eher ungesund war, hat da vermutlich zu beigetragen. Die hab ich Ende 2017 beendet und mir gings auch besser. Die Panikattacken sind weniger geworden.

Ich merke jedoch vermehrt, dass ich depressive Phasen/Züge habe (wie früher). Mir ist alles zu viel, ich kann mich kaum aufraffen. Manchmal ist es mir sogar zu viel zu duschen (sofern ich nichts wichtiges vor hab). Auch "soziale Angelegenheiten" wie Freunde treffen und reden kommt mir manchmal vor wie eine riesige Hürde. Es gibt Tage da will ich einfach nur schlafen. Panikattacken bekomm ich ganz gut in Griff, zu mindestens bin ich noch nicht wegen dem Hyperventilieren bewusstlos geworden, was ja durchaus passieren kann.

Das schlimmste sind meine Launen und Gedanken. Kleinste Sachen lösen was in mir aus. Gedanken die mich innerlich fertig machen. Die kommen und gehen. Manchmal mit ersichtlichen (aber nicht immer wirklich sinnvollen) und manchmal ohne Grund. Die machen mich wahnsinnig. Es sind so quälende negative Gedanken. Hab das Gefühl sie werden immer mehr, immer schlimmer und schränken mich ein. 

Gibt es Leute mit ähnlichen Problemen?
Was hat euch geholfen? Oder was kann helfen? Vielleicht auch irgendwelche Medikamente?


Ich hab noch weitere gesundheitliche Problemen, mit denen ich auch beim Arzt war aber keiner nimmt das wirklich ernst und schiebt es locker ohne weiteren Untersuchungen auf Stress. Deswegen weiß ich nicht, ob ich mit meinem Hausarzt darüber reden kann. Mir wächst das aber alles über den Kopf, das macht mich so fertig.

Hi, 

​ich würde an deiner Stelle zu zwei oder drei Ärzten meines vertrauens gehen und ihm diese Situtaion erklären. Es geht ja in erster Linie um dich und deine Gesundheit. Die Ärzte interessieren sich nur für deine Krankenkassenkarte. Schiebe das nicht auf die lange Bank lass dir helfen.

​Viele Grüße
Hans21

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23. März 2018 um 10:11
In Antwort auf femke_12431105

Hallo,
also zu mir, ich bin (w)19 und habe schon viel durch in meinem Leben.
Ich wurde gemobbt, habe alles über mich ergehen lassen, weil ich zu schüchtern, introvertiert und sensibel war. Später rutschte ich in eine Essstörung. Ich stand komplett alleine da (außer Familie), so ziemlich alle meine Freunde hatten sich in der Mobbingzeit gegen mich gestellt. Also bekam ich das Gefühl, ich würde nicht gut genug sein aber wenn ich dünner bin, bin ich bestimmt attraktiver. So ging das los. Mit der Magersucht kamen Depressionen, zwanghafte negative Gedanken und teils auch Selbstverletzung. Da kam ich halbwegs alleine raus, hatte Gruppentherapie aber mir gings besser. Ich bin selbstbewusster und auch die Gedanken wurden weniger. Aber ich bekam Panikattacken (Herzrasen, das Gefühl ich bekomm nicht richtig Luft, tendiere zum Hyperventilieren und mir wird übel), was ich auf Schulstress schob.
Allerdings hatte ich in letzter Zeit (eigentlich die letzten 1,5 Jahre) ziemlich viel Stress und einige Schicksalsschläge. Die Panikattacken wurden mehr und auch die Gedanken. Eine Beziehung, die auch eher ungesund war, hat da vermutlich zu beigetragen. Die hab ich Ende 2017 beendet und mir gings auch besser. Die Panikattacken sind weniger geworden.

Ich merke jedoch vermehrt, dass ich depressive Phasen/Züge habe (wie früher). Mir ist alles zu viel, ich kann mich kaum aufraffen. Manchmal ist es mir sogar zu viel zu duschen (sofern ich nichts wichtiges vor hab). Auch "soziale Angelegenheiten" wie Freunde treffen und reden kommt mir manchmal vor wie eine riesige Hürde. Es gibt Tage da will ich einfach nur schlafen. Panikattacken bekomm ich ganz gut in Griff, zu mindestens bin ich noch nicht wegen dem Hyperventilieren bewusstlos geworden, was ja durchaus passieren kann.

Das schlimmste sind meine Launen und Gedanken. Kleinste Sachen lösen was in mir aus. Gedanken die mich innerlich fertig machen. Die kommen und gehen. Manchmal mit ersichtlichen (aber nicht immer wirklich sinnvollen) und manchmal ohne Grund. Die machen mich wahnsinnig. Es sind so quälende negative Gedanken. Hab das Gefühl sie werden immer mehr, immer schlimmer und schränken mich ein. 

Gibt es Leute mit ähnlichen Problemen?
Was hat euch geholfen? Oder was kann helfen? Vielleicht auch irgendwelche Medikamente?


Ich hab noch weitere gesundheitliche Problemen, mit denen ich auch beim Arzt war aber keiner nimmt das wirklich ernst und schiebt es locker ohne weiteren Untersuchungen auf Stress. Deswegen weiß ich nicht, ob ich mit meinem Hausarzt darüber reden kann. Mir wächst das aber alles über den Kopf, das macht mich so fertig.

Hallo lara, ja, das kenne ich sehr gut.

Ein guter Trick ist, den eigenen Gedanken nicht alles glauben zu müssen, was sie so erdenken. Du kannst zwar nicht kontrollieren, welchen Gedanken du als nächstes haben wirst. Aber du bist diejenige, die einem Gedanken erstmal glauben muss, damit er Gewicht bekommt. Du bist die Denkerin - du bist nicht deine Gedanken. Du bist die Erschafferin all dieser Gedanken und musst nicht der Diener dieser Gedanken sein, wenn du nicht willst. Du kannst sie für dich nutzen - wenn du möchtest. Selbst die Gedanken, die weh tun. Gerade die, die weh tun.

Ich habe ein Buch drüber geschrieben, wie man seine Gedanken zum eigenen Werkzeug macht und nicht der Sklave der eigenen Gedanken ist (es heißt "Liebe - falls jemand fragt, worum's hier geht". Wenn du es lesen möchtest, kann ich es dir gern zuschicken. Gibt's momentan nur als PDF, aber mit meinem Bruder zusammen mache ich einen Podcast daraus, aber wir sind noch bei Kapitel 1.

https://www.podcast.de/podcast/639907/

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23. März 2018 um 14:30

Wenn nichts hilft, kannst du dir auch professionelle Hilfe suchen. Dafür muss man sich nicht schämen!

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5. April 2018 um 13:33
In Antwort auf femke_12431105

Hallo,
also zu mir, ich bin (w)19 und habe schon viel durch in meinem Leben.
Ich wurde gemobbt, habe alles über mich ergehen lassen, weil ich zu schüchtern, introvertiert und sensibel war. Später rutschte ich in eine Essstörung. Ich stand komplett alleine da (außer Familie), so ziemlich alle meine Freunde hatten sich in der Mobbingzeit gegen mich gestellt. Also bekam ich das Gefühl, ich würde nicht gut genug sein aber wenn ich dünner bin, bin ich bestimmt attraktiver. So ging das los. Mit der Magersucht kamen Depressionen, zwanghafte negative Gedanken und teils auch Selbstverletzung. Da kam ich halbwegs alleine raus, hatte Gruppentherapie aber mir gings besser. Ich bin selbstbewusster und auch die Gedanken wurden weniger. Aber ich bekam Panikattacken (Herzrasen, das Gefühl ich bekomm nicht richtig Luft, tendiere zum Hyperventilieren und mir wird übel), was ich auf Schulstress schob.
Allerdings hatte ich in letzter Zeit (eigentlich die letzten 1,5 Jahre) ziemlich viel Stress und einige Schicksalsschläge. Die Panikattacken wurden mehr und auch die Gedanken. Eine Beziehung, die auch eher ungesund war, hat da vermutlich zu beigetragen. Die hab ich Ende 2017 beendet und mir gings auch besser. Die Panikattacken sind weniger geworden.

Ich merke jedoch vermehrt, dass ich depressive Phasen/Züge habe (wie früher). Mir ist alles zu viel, ich kann mich kaum aufraffen. Manchmal ist es mir sogar zu viel zu duschen (sofern ich nichts wichtiges vor hab). Auch "soziale Angelegenheiten" wie Freunde treffen und reden kommt mir manchmal vor wie eine riesige Hürde. Es gibt Tage da will ich einfach nur schlafen. Panikattacken bekomm ich ganz gut in Griff, zu mindestens bin ich noch nicht wegen dem Hyperventilieren bewusstlos geworden, was ja durchaus passieren kann.

Das schlimmste sind meine Launen und Gedanken. Kleinste Sachen lösen was in mir aus. Gedanken die mich innerlich fertig machen. Die kommen und gehen. Manchmal mit ersichtlichen (aber nicht immer wirklich sinnvollen) und manchmal ohne Grund. Die machen mich wahnsinnig. Es sind so quälende negative Gedanken. Hab das Gefühl sie werden immer mehr, immer schlimmer und schränken mich ein. 

Gibt es Leute mit ähnlichen Problemen?
Was hat euch geholfen? Oder was kann helfen? Vielleicht auch irgendwelche Medikamente?


Ich hab noch weitere gesundheitliche Problemen, mit denen ich auch beim Arzt war aber keiner nimmt das wirklich ernst und schiebt es locker ohne weiteren Untersuchungen auf Stress. Deswegen weiß ich nicht, ob ich mit meinem Hausarzt darüber reden kann. Mir wächst das aber alles über den Kopf, das macht mich so fertig.

Du hast in deinen jungen Jahren ja schon ordentlich was mitgemacht. Ich finde es zuerst einmal großartig, wie du dich alldem stellst und trotz allem immer noch nach vorne schaust und alles in den Griff bekommen willst.

Das ist natürlich nicht leicht, aber mit ein bisschen Hilfe und mit deinem Willen schaffst du das, davon bin ich felsenfest überzeugt!

Hast du denn jemanden, mit dem du über alles reden kannst? Jemand in deine Familie oder einen besten Freund? 
Es gibt auch viele Beratungsstellen an die du dich wenden kannst. Ich würde auch mal einen Termin bei einem Psychologen vereinbaren und mit dem über alles reden. Das hilft oft sehr, da dem solche Situationen geläufiger sind und er weiß, was zu tun ist. Ob dir dein Hausarzt dort weiterhelfen kann bezweifle ich. Er wird dir eventuell ein paar Mittelchen verschreiben, aber er ist auch kein Experte auf dem Gebiet, deswegen würde ich dort nicht unbedingt hingehen. 

Es gibt auch pflanzliche Mittel, die dir helfen können. Die Kraft der Pflanzen hat mich selbst auch überrascht. Ich habe gegen meine depressiven Schübe Sedariston genommen. Das besteht aus Johanniskraut und Baldrian. Es gab mir wieder meine innere Kraft zurück und hat mir aus meinen Tiefs immer herausgeholfen. Das ist rein pflanzlich und gibt es in der Apotheke zu kaufen. Dort kannst du dich auch nochmal beraten lassen. 

Ich hoffe es geht bald wieder aufwärts! Weiterkämpfen und nicht den Mut verlieren!

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5. April 2018 um 14:37

ja, kenne ich super.

Ich habe gelernt, meine Gedanken und Emotionen zu kontrollieren - damit bin ich beidem nicht mehr ausgeliefert. Jetzt muss ich nur noch aufpassen, dass ich die Kontrolle nicht übertreibe

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8. April 2018 um 12:07

Hallo Lara,

ich habe mich vor Jahren aus meiner Depressivität heraus gearbeitet. Das liegt lange zurück und sie ist kein Thema mehr für mich.

Von Medikamenten halte ich gar nichts.

Psychotherapie habe ich als gute Unterstützung erlebt. Aber die Hauptarbeit macht man selbst. Es geht im Wesentlichen darum, sich mit sich selbst und mit der eigenen Lebensgeschichte zu versöhnen (bzw. vertöchtern) und sich auf das Leben in der Gegenwart zu konzentrieren.

Einiges mehr ist hier schon gesagt worden:
"Gedanken und Emotionen ... kontrollieren "
Distanz zu sich selbst und "den eigenen Gedanken nicht alles glauben"
"Sport"

Zum Thema Sport: Beginne 1 Stunde täglich flott zu gehen. Ob das wandern, walken oder spazieren heisst, ist egal. Das ist für den Anfang ok, auf Dauer zu wenig und zu wenig intensiv. Das kannst du dann steigern. Beginne jetzt. Wenn du dich nicht aufraffen kannst, stelle deine Prioritäten um.

Berichte doch hier von deinen Aktivitäten.

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12. April 2018 um 9:09
In Antwort auf rax

Hallo Lara,

ich habe mich vor Jahren aus meiner Depressivität heraus gearbeitet. Das liegt lange zurück und sie ist kein Thema mehr für mich.

Von Medikamenten halte ich gar nichts.

Psychotherapie habe ich als gute Unterstützung erlebt. Aber die Hauptarbeit macht man selbst. Es geht im Wesentlichen darum, sich mit sich selbst und mit der eigenen Lebensgeschichte zu versöhnen (bzw. vertöchtern) und sich auf das Leben in der Gegenwart zu konzentrieren.

Einiges mehr ist hier schon gesagt worden:
"Gedanken und Emotionen ... kontrollieren "
Distanz zu sich selbst und "den eigenen Gedanken nicht alles glauben"
"Sport"

Zum Thema Sport: Beginne 1 Stunde täglich flott zu gehen. Ob das wandern, walken oder spazieren heisst, ist egal. Das ist für den Anfang ok, auf Dauer zu wenig und zu wenig intensiv. Das kannst du dann steigern. Beginne jetzt. Wenn du dich nicht aufraffen kannst, stelle deine Prioritäten um.

Berichte doch hier von deinen Aktivitäten.

"den eigenen Gedanken nicht alles glauben"

=> ist ein ganz wichtiger Punkt, finde ich.

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9. Mai 2018 um 13:25
In Antwort auf heike420

Du hast in deinen jungen Jahren ja schon ordentlich was mitgemacht. Ich finde es zuerst einmal großartig, wie du dich alldem stellst und trotz allem immer noch nach vorne schaust und alles in den Griff bekommen willst.

Das ist natürlich nicht leicht, aber mit ein bisschen Hilfe und mit deinem Willen schaffst du das, davon bin ich felsenfest überzeugt!

Hast du denn jemanden, mit dem du über alles reden kannst? Jemand in deine Familie oder einen besten Freund? 
Es gibt auch viele Beratungsstellen an die du dich wenden kannst. Ich würde auch mal einen Termin bei einem Psychologen vereinbaren und mit dem über alles reden. Das hilft oft sehr, da dem solche Situationen geläufiger sind und er weiß, was zu tun ist. Ob dir dein Hausarzt dort weiterhelfen kann bezweifle ich. Er wird dir eventuell ein paar Mittelchen verschreiben, aber er ist auch kein Experte auf dem Gebiet, deswegen würde ich dort nicht unbedingt hingehen. 

Es gibt auch pflanzliche Mittel, die dir helfen können. Die Kraft der Pflanzen hat mich selbst auch überrascht. Ich habe gegen meine depressiven Schübe Sedariston genommen. Das besteht aus Johanniskraut und Baldrian. Es gab mir wieder meine innere Kraft zurück und hat mir aus meinen Tiefs immer herausgeholfen. Das ist rein pflanzlich und gibt es in der Apotheke zu kaufen. Dort kannst du dich auch nochmal beraten lassen. 

Ich hoffe es geht bald wieder aufwärts! Weiterkämpfen und nicht den Mut verlieren!

Danke für die ausführliche Antwort. 
Ich finde Psychologen usw. leider nicht so hilfreich. Vielleicht liegt das, an den Therapeuten, die ich kennengelernt habe. 

Da Sedariston Johanniskraut enthält, ist es keine Option. Ich verhüte hormonell und Johanniskaut kann sich darauf auswirken. Kennst du andere, ähnliche Mittel?

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10. Mai 2018 um 12:57
In Antwort auf femke_12431105

Hallo,
also zu mir, ich bin (w)19 und habe schon viel durch in meinem Leben.
Ich wurde gemobbt, habe alles über mich ergehen lassen, weil ich zu schüchtern, introvertiert und sensibel war. Später rutschte ich in eine Essstörung. Ich stand komplett alleine da (außer Familie), so ziemlich alle meine Freunde hatten sich in der Mobbingzeit gegen mich gestellt. Also bekam ich das Gefühl, ich würde nicht gut genug sein aber wenn ich dünner bin, bin ich bestimmt attraktiver. So ging das los. Mit der Magersucht kamen Depressionen, zwanghafte negative Gedanken und teils auch Selbstverletzung. Da kam ich halbwegs alleine raus, hatte Gruppentherapie aber mir gings besser. Ich bin selbstbewusster und auch die Gedanken wurden weniger. Aber ich bekam Panikattacken (Herzrasen, das Gefühl ich bekomm nicht richtig Luft, tendiere zum Hyperventilieren und mir wird übel), was ich auf Schulstress schob.
Allerdings hatte ich in letzter Zeit (eigentlich die letzten 1,5 Jahre) ziemlich viel Stress und einige Schicksalsschläge. Die Panikattacken wurden mehr und auch die Gedanken. Eine Beziehung, die auch eher ungesund war, hat da vermutlich zu beigetragen. Die hab ich Ende 2017 beendet und mir gings auch besser. Die Panikattacken sind weniger geworden.

Ich merke jedoch vermehrt, dass ich depressive Phasen/Züge habe (wie früher). Mir ist alles zu viel, ich kann mich kaum aufraffen. Manchmal ist es mir sogar zu viel zu duschen (sofern ich nichts wichtiges vor hab). Auch "soziale Angelegenheiten" wie Freunde treffen und reden kommt mir manchmal vor wie eine riesige Hürde. Es gibt Tage da will ich einfach nur schlafen. Panikattacken bekomm ich ganz gut in Griff, zu mindestens bin ich noch nicht wegen dem Hyperventilieren bewusstlos geworden, was ja durchaus passieren kann.

Das schlimmste sind meine Launen und Gedanken. Kleinste Sachen lösen was in mir aus. Gedanken die mich innerlich fertig machen. Die kommen und gehen. Manchmal mit ersichtlichen (aber nicht immer wirklich sinnvollen) und manchmal ohne Grund. Die machen mich wahnsinnig. Es sind so quälende negative Gedanken. Hab das Gefühl sie werden immer mehr, immer schlimmer und schränken mich ein. 

Gibt es Leute mit ähnlichen Problemen?
Was hat euch geholfen? Oder was kann helfen? Vielleicht auch irgendwelche Medikamente?


Ich hab noch weitere gesundheitliche Problemen, mit denen ich auch beim Arzt war aber keiner nimmt das wirklich ernst und schiebt es locker ohne weiteren Untersuchungen auf Stress. Deswegen weiß ich nicht, ob ich mit meinem Hausarzt darüber reden kann. Mir wächst das aber alles über den Kopf, das macht mich so fertig.

Hallo Lara,

was hier hilft, ist eine Psychotherapie oder zumindest ein Gespräch mit einem Therapeuten. 

Versuche mal, mit deinem Hausarzt darüber zu reden und wenn du das Gefühl hast, er nimmt dich nicht ernst, wende dich direkt an einen Psychotherapeuten. Du findest die Adressen und Telefonnummern in den Gelben Seiten oder auch im Internet. 

Vielleicht hilft dir auch ein Gespräch mit einer Beratungsstelle - hier helfen Jugendliche anderen Jugendlichen: http://www.youth-life-line.de/

LG
Elisabeth

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11. Mai 2018 um 18:47

es gibt Heilpratiker, die nach Gesprächstherapie behandeln. Hat mir auch geholfen.

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