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Puh, hab so viele probleme

26. Oktober 2010 um 10:52

hi,

ich poste das mal hier her, weil mit diesem thema eigtl mein leben begann den bach runter zu gehen.

also vor knapp 5 jahren bekam ich ein krankes kind, was lange im krankenhaus lag, ich alleine von da immer noch ganz schreckliche bilder im kopf habe.. naja. er starb dann zuhause plötzlich u unerwartet in meinen armen. ich habe ihn noch reanimiert, der arzt auch, aber er hat es nicht geschafft.

der vater des kindes war glaube ich meine große liebe. kurz nach dem tod erfuhr ich, dass er die ganze zeit eine andere hatte, die sogar schwanger von ihm war.

danach ging es mir lange schlecht, meine ganze welt ist zusammen gebrochen. ich hab das alles irgendwie in mich hinein gefressen, irgendwie funktioniert. verarbeitet habe ich das ganze bis heute nicht so richtig.

es ging turbolent weiter. ich bekam noch 2 weitere kinder. eines wieder von dem vater meines toten sohnes. er wollte dieses kind überhaupt nicht, drängte mich zur abtreibung, will bis heute nichts von seinem sohn wissen. das ganze liegt jetzt bei gericht, weil er auch nicht zahlt etc.

mir geht es phasenweise sehr gut, aber dann kommen wieder phasen, da hab ich innerlich richtig probleme. schlafstörungen, appetitlosigkeit, traurig wie verrückt, perspektivlos.

ich lebe eigtl völlig zurück gezogen. habe kaum kontakt zu jemandem. ich versuche das irgendwie zu verabeiten, aber irgendwie habe ich das gefühl ich stecke an irgend einem punkt der trauerarbeit fest. weiss nicht, wie ich das beschreiben soll. ich denke es war einfach alles zuviel!!

seit knapp einer woche geht es mir jetzt ganz komisch. kraftlos, ja fast schon gleichgültig lebe ich von einem tag zum anderen. funktioniere als mutter, aber eben nur im sinne der kinder.

die ganzen jahre dachte ich, dass die trauer schon vergehen wird, tut sie aber nicht. jetzt nähert sich wieder der geburtstag meines toten kindes. um die zeit herum geht es mir eigtl jedesmal so.
es interessiert aus meiner familie irgendwie niemanden, es ist als wäre da nie etwas gewesen. und der vater kümmert sich ja nicht mal um das lebende geschwisterchen. es ist dem wirklich scheiss egal!

wer hat ähnliche erfahrungen gesammelt u kann mir irgendwelche tips geben??

lg

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26. Oktober 2010 um 16:16

Hi nochmal
danke für den tip, aber das hab ich alles schon hinter mir u so richtig was geholfen hat es mir irgendwie nicht..

ich bin vorhin über meinen schatten gesprungen u habe eine gute klinik in der nächst größeren stadt angerufen. die sekretärin stellte mich gleich zum oberarzt durch. dieser war sehr sehr freundlich, hab ihm alles kurz geschildert... morgen früh bespricht er es mit den kollegen in der frühbesprechung und ruft mich dann zurück. werde wohl erstmal ein paar medikamente bekommen, dass es mir besser geht u dazu eine gesprächstherapie.

also für diesen schritt habe ich jetzt echt fast 5 jahre gebraucht.
denke, das ist dann doch das beste, was ich machen kann. und wie gesagt, ich war jetzt ganz positiv überrascht von dem netten arzt.

fühl mich gerade total erleichtert. so wie es sich anhörte, geht das jetzt auch schnell, also dass ich nicht ewig auf einen ambulanten therapieplatz warten muss..

lg u danke für die antwort!

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