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Psychologische Hilfe? Angst und keine Lust mehr

2. November 2016 um 17:47



Ich habe viel in meinem Leben erlebt, was eventuell nicht jeder verkraftet. Ich weiß das ich etwas verarbeiten muss, welches ich nach über 13 Jahre immer noch nicht getan habe. Es kommt leider immer und immer wieder. Mal stärker mal schwächer. Nur wenn etwas Neues passiert, etwas negatives, was man Leben erneut prägt, verfalle ich in eine Art Zwischenwelt. Ich will nichts mehr wissen, kann mich nicht freuen. Ich will dann nicht mehr leben und habe z.B jetzt kurz nach meiner Fehlgeburt gehofft aus der Narkose nicht mehr aufzuwachen. Habe Angst vor Ärzten, da diesen immer ein schwerwiegender Fehler passiert, obwohl man Sie darauf anspricht. Es ist schwer jemanden zu finden dem man vertrauen kann.
Den man Liebe und Geborgenheit geben kann oder eventuell es von anderen fühlt.


Kurz zusammengefasst:


Ich kann besser schreiben über meine Gefühle wie sprechen.
Ich habe mit 13 Jahren kurz vor Weihnachten meine Mutter verloren( vor meinen Augen brach Sie zusammen)
Ich bin in einem Männerhaushalt ausgewachsen und ziemlich früh erwachsen geworden.
Liebe, Geborgenheit, Vertrauen kann ich nur ganz ganz wenigen Menschen geben. Eine einfache Umarmung fällt mir ganz besonders schwer.
Ich habe nie mit jemanden darüber gesprochen, ab und zu mit meinem Mann, aber selbst da glaube ich, das man mich nicht versteht.
Ich habe seit kurzen Angst in meinem Job, seit ein Mitarbeiter sich nicht kontrollieren konnte und neben mir in meinen PC getreten hat.
Dann habe ich gedacht, jetzt vor kurzen gibt mein Leben mir einen Sinn. Ich war schwanger. Erlitt aber vor einer Woche dann die Fehlgeburt. Seitdem läuft bei mir wieder alles aus dem Ruder.
Meine Hausärztin kann mir nicht mehr weiterhelfen außer Krankzuschreiben und gab mir vor 2 Wochen schon eine Überweisung zu einem Psychologen mit. Ich habe mich jetzt erst getraut Kontakt mit Ihnen aufzunehmen. Es fällt mir verdammt schwer.
Aber ich glaube es gibt einen Punkt im Leben, ob man weitergehen möchte, oder stehen bleibt.
😢
Zudem fällt es mir sehr schwer fremde Personen anzurufen. Ich weiß nicht woran das liegt.


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3. November 2016 um 6:42

Guten Morgen!
Es tut mir leid, dass du so bedrückt bist. Und dir konkret helfen ist kaum möglich. Ich möchte dir nur raten, dich selbst wichtiger zu nehmen. Such dich selbst mal tief in dir drin, löse dich von dem, was dir im Leben so "passiert", hierüber darfst du dich nicht definieren. Alles um dich herum, auch die psychischen Probleme, die dein netter Kollege offenbar hat, musst du etwas distanzierter betrachten. Es geht um dich in deinem Leben, und du bist eine Wucht 😀!
Ein Spruch, den ich schon sehr oft hilfreich fand, wenn ich mich mal wieder irgendwo rein gesteigert hab:                                             Nicht die Erlebnisse diktieren unsere Handlungsweisen, sondern die Schlussfolgerungen, die wir aus diesen Erlebnissen ziehen (Adler)

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3. November 2016 um 8:53

Hallo,
so einfach ist das leider nicht mit dem Anrufen. Hört sich zwar seltsam an, aber ich kann nicht so einfach das Telefon nehmen und fremde Menschen anrufen.  Mich nervt es ja selber!
ich habe versucht einige Psychologen per Email zu kontaktieren, leider erwische ich immer nur die, wo die Krankenkasse nicht zahlt.. ich suche mir diese ja nach Bewerrtung aus und nach deren Foto ob Sie mir sympathisch sind.

ja ich bin verheiratet seit diesem Jahr, aber wie Männer nun mal so sind, spielen es leicht runter, gehen arbeiten kommen spät abends wieder und das wars. 

Da da es ein Wunschkind war, ist für mich eine Welt zusammen gebrochen, vorfallen wenn man im Bekanntenkreis Frauen hat die "ausersehen" schwanger geworden sind und keins haben wollen. Tut dies am meisten weh.
 

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3. November 2016 um 9:06
In Antwort auf mystique1963

Guten Morgen!
Es tut mir leid, dass du so bedrückt bist. Und dir konkret helfen ist kaum möglich. Ich möchte dir nur raten, dich selbst wichtiger zu nehmen. Such dich selbst mal tief in dir drin, löse dich von dem, was dir im Leben so "passiert", hierüber darfst du dich nicht definieren. Alles um dich herum, auch die psychischen Probleme, die dein netter Kollege offenbar hat, musst du etwas distanzierter betrachten. Es geht um dich in deinem Leben, und du bist eine Wucht 😀!
Ein Spruch, den ich schon sehr oft hilfreich fand, wenn ich mich mal wieder irgendwo rein gesteigert hab:                                             Nicht die Erlebnisse diktieren unsere Handlungsweisen, sondern die Schlussfolgerungen, die wir aus diesen Erlebnissen ziehen (Adler)

Huhu, 
es ist nicht so einfach. Vielleicht hätte ich es auch anders verpackt, wenn es nicht so nah ab dem Tod meiner Mutter passiert wäre, also am Datum.
meine beste Freundin, die Seite meines Mannes wollen mir immer Hilfe anbieten. Aber es ist garnicht so einfach diese a zunehmen, wenn man sein Leben immer ohne "große" Hilfe irgendwie gemeistert hat.
och schlafe kaum noch durch die Nacht, ständig bin ich am nachdenken.
manchmal wünsche ich mir Inn krankenhaus zu sein, wo sich jemand um mich kümmert, ohne das ich was sagen muss.
ich weiß, total doof. 

Ich habe mittlerweile gemerkt, dass ich immer auf andere achte, selten auf mich selber. Früher hat mich das Glücklich gemacht. Ich zweifle aber daran das dies immer der richtige Weg war, denn ich glaube ich habe mich damit versteckt, mich damit befriedigt, wenn es anderen gut geht, dann kann ich mich dahinter verstecken.

manchmal habe ich einfach das Verlangen in den Arm genommen zu werden. Von meiner Mitter, dieses Mütterliche fehlt mir sehr, vor allem in der Winterzeit. Ich schäme mich dafür, aber kann nichts dagegen ändern. Mein Mann kann mir das Mütterliche nicht geben.
nir zu meiner Schwiegermutter kann ich zu Zeit auch nicht. Mein Schwiegervater ist im Krankenhaus, es geht ihm gut, er musste aber rein weil er Herzaussetzer hatte, dann hat der kleine Bruder von meinem Mann gestern einen Autounfall gehabt. Er ist gott sei dank nur mit Prellungen und blauen Flecken davon gekommen.
aber wie man liest, hat diese Familie genug zutun. 
Da Meine Schwiegermutter 3 Kinder besitzt, distanziere ich mich immer. Sie sagt zwar ich bin Ihre Tochter aber immer wenn Stress ist glaub ich ihr das nicht 😔

Lg

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6. November 2016 um 18:11
In Antwort auf odetta_12358932

Hallo,
so einfach ist das leider nicht mit dem Anrufen. Hört sich zwar seltsam an, aber ich kann nicht so einfach das Telefon nehmen und fremde Menschen anrufen.  Mich nervt es ja selber!
ich habe versucht einige Psychologen per Email zu kontaktieren, leider erwische ich immer nur die, wo die Krankenkasse nicht zahlt.. ich suche mir diese ja nach Bewerrtung aus und nach deren Foto ob Sie mir sympathisch sind.

ja ich bin verheiratet seit diesem Jahr, aber wie Männer nun mal so sind, spielen es leicht runter, gehen arbeiten kommen spät abends wieder und das wars. 

Da da es ein Wunschkind war, ist für mich eine Welt zusammen gebrochen, vorfallen wenn man im Bekanntenkreis Frauen hat die "ausersehen" schwanger geworden sind und keins haben wollen. Tut dies am meisten weh.
 

Dass mit dem Anrufen kann ich vollkommen verstehen. Diese komische Angst habe ich auch. Aber ich sage dir, spring über diesen riesig scheinenden Schatten und ruf den Psychologen an! 
Dein Leben ist nicht so dunkel wie du denkst, du kannst es einfach nur nicht anders sehen. Der Psychologe wird dir helfen Licht in deine persönliche Dunkelheit zu bringen!  

Schreibe dir vielleicht vorher auf einen Zettel was du am Telefon sagen willst:
"Hallo mein Name ist ...... Und ich habe ein paar Probleme die ich alleine nicht bewältigen kann.
Sogar dieses Telefonat ist mir irgendwie unangenehm..."

Sprich ganz offen über deine Angst! Du wirst dich danach wunderbar fühlen weil du diesen kleinen Dämon bezwungen hast! 

Nimm all deinen Mut zusammen und tu es!

Liebe Grüße
MissEinhorn

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7. November 2016 um 2:21

was soll man denn da verschreiben?  Wie lange soll sie die Tabletten nehmen? Lernt man davon telefonieren?
Privatrechnungen sparen , was ist das für ein Argument, ist in dem Kontext nicht nachvollziehbar, aus der Luft gegriffen. Das ist doch paranoid, warum sollten Privatrechnungen entstehen? Zum Heilpraktiker geht man doch mit sowas ncht!

Das ist ein tiefes Probelem, und das gehört mit Achtung betrachtet und  behandelt  bzw. alternativen  Handlungsmöglichkeiten müssen gefunden werden. Die gibt es , bloß wer in dem Karussel ist, kann die unmöglcih sehen. Das können aber Leute, die genau das gelernt haben. 

Ich begreife nicht , warum einem die Gesundheit so wenig wert ist, dass man da keine Fachleute ranlässt. Es ist so einfach: Hausarzt--> Überweisung--> Warteliste--> Notfälle mit Telefonseelsorge überbrücken, eventeulell wissen die auch Therapeuten ,die kürzere Listen haben.  Notfallberatung gibt es auch spontan an einigen Stellen z.B. Berliner Krisendienst,  auch anonym und ohne Rechnung.   Oder direkt zum Psychologen oder in einer Tagesklinik erkundigen, wie man an einen Platz kommt. Es gibt ja  verschiedene Therapien oder Kurse, z.B. Sozialtraining, je nach dem Ziel was man erreichen will. 

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