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Psychologe, andere Hilfen? Was tun?

19. Februar 2013 um 14:44

Hab jetzt nicht wirklich einen Thread gefunden der zu mir passt, deswegen stelle ich selbst einen damit ihr mir evtl. weiter helfen könnt.

Wo fang ich an?
Es ist das erste mal für mich, das ich in einem Forum über meine Probleme spreche bzw generell das ich über sie spreche. Ich bin weiblich, 20Jahre alt und mache eine Ausbildung.
Zuhause läuft es mit meiner Mutter eigentlich wirklich gut, nur mit ihrem Freund hab ich so meine Probleme (wir wohnen zusammen). Er benimmt sich wie ein kleines Kind und bezieht sich z.B. im Haushalt auf mich. Nach dem Motto wenn die nichts macht, mach ich auch nichts. Er kann auch keine Kritik annehmen. Deswegen vermeide ich es eigentlich so gut es geht mit ihm zu reden.

Mit meiner Arbeit bin ich auch eigentlich recht zufrieden. Habe nette Kollegen (sind auch nur ein kleiner Kreis im Büro) und bisher noch nie Probleme mit ihnen gehabt (sind sehr verständnisvoll). Meine Arbeitszeiten gefallen mir, meine Pause kann ich mir eigentlich einteilen wie ich möchte. Nach Jahren ein Arbeitsplatz mit dem ich so eigentlich vollkommen zufrieden bin.
Was mich nur stört ist immer der Weg zur Arbeit und zurück. Habe keinen Führerschein (ist in Arbeit) und bin somit auf die öffentlichen Verkehrsmittel angewiesen. Kann so an die 60 bis 90Minuten dauern bis ich Zuhause bin.

Natürlich habe ich auch Berufsschule. Naja, gebe mein bestes um mitzukommen. Die Leute sind nicht so mein Fall, wirklich harmonieren tun wir nicht miteinander. Es hat erstmal 3Schultage gebraucht bis jemand mit mir geredet hat. Eigentlich habe ich keine Probleme damit, neue Leute kennenzulernen.

Schön und gut, was ihr öfters gelesen habt ist das Wort eigentlich. Richtig. Eigentlich.

Es ist mir in den letzten 4-5Monaten stark aufgefallen das ich (wo fang ich an?) .. klingt jetzt vielleicht blöd aber ich hab mir eine Liste zusammengestellt wie ich mich in den letzten Monaten fühle:
Angespannt
Manchmal irgendwie nervös
Unsicher
Lustlos
Unzufrieden
Müde
Gestresst
Gereizt
Frustriert
Ich hab auch extreme Probleme beim einschlafen. Dauert immer mind. 1 Stunde bis ich einschlafe. Und dann fängt es an: Das Gedankenkarussel. Dann denk ich über Gott und die Welt nach und über was wäre wenn hätte ich nur das und das getan/gesagt/gemacht. Ich bekomme dann auch extremes Herzrasen und könnt nur heulen.
Mit mir selbst bin ich auch absolut Unzufrieden. Meiner momentanen Situation, meinem Aussehen. Es gibt nichts wo ich sagen würde WOW; das finde ich an mir oder in meinem Leben positiv .
Morgens wenn ich aufstehe bin ich ganz besonders genervt und gereizt. Bloß nicht ansprechen, lautet es dann! Soo sehe ich dann auch aus. Der Gedanke dann zur Arbeit kotzt mich (Sorry!) einfach nur an. Auf der Arbeit denk ich dann noch drüber die ganze Zeit nach, das ich Abends noch mit dem Hund gehen kann . Was mich auch total ankotzt und ich dann richtig genervt bin.
Von meinen Freunden entferne ich mich immer mehr. Wirklich Freunde kann ich die eigentlich nicht nennen. Von selber melden tun die sich kaum (wobei ich mir momentan auch keine mühe gebe). Wenn man sich dann mal doch sieht (am Wochenende beim saufen) fühl ich mich meist richtig fehl am platz.
Achso ja, Alkohol. Den Trink ich am Wochenende sehr gerne und in wahrhaftigen massen. Er entspannt mich und macht mich frei ?? Aber auch nur manchmal. Kann auch passieren das ich dann völlig depri werde und Heulattacken bekomme. Leider immer öfters momentan in der Öffentlichkeit. Was mit total peinlich ist. Selbstvertrauen hab ich übrgends nicht. Fremde Leute von mir aus ansprechen? No Go.
Und die Liebe: Glaube bin beziehungsunfähig. Kennenlernen tut man heutzutage sowieso nirgendwo mehr wen. Bin seid 3 Jahren Single und davor eine beziehung von 5monaten (yeeahh, wahnsinn ich weiß)


So jetzt hab ich keine Lust mehr zu schreiben. Wollte euch ein wenig von mir erzählen, damit ihr einen kleinen Eindruck bekommt. Das was ich da oben geschrieben habe sind nur so Kleinigkeiten und schlecht ausgedrückt, weil ich es gerade nicht besser kann ( was ich bei meinen eigenen Gefühlen sowieso sehr schlecht kann).
Habe auch mit autogenem Training angefangen aber ich kann nicht da ruhig sitzen und mich entspannen. Unmöglich.

Weiß nicht was ich tun soll, denn diese ganzen negativen Sachen nehmen seit Monaten nur noch überhand und ich ertrage es einfach nicht mehr ( im moment denke ich auch öfters drüber nach einfach vor den Zug z.B. zu springen. Das würde mich erleichtern )
Habe überlegt nen Psychologen? Aufzusuchen aber ich könnte mir niemals vorstellen mit dem über meine Gefühle und Co zu sprechen ..

P.S.: Ganz gaga bin ich noch nicht. Aber was nicht ist kann ja bekanntlich noch werden.
Und bitte nicht denken das dass hier jetzt alles locker flockig rüber kam, das denken leider immer alle bei mir aber so bin ich



Danke im voraus an die, die sich das alles durchgelesen haben und mir mit Rat & Tipps zur Seite stehen.

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26. Februar 2013 um 15:32

Es tut mir leid...
... dass du dich so mies fühlst!
Deine Symptome klingen für mich sehr nach Depression, aber ich hab keine Fachausbildung ... also ich würd dir raten, zu dem Hausarzt deines Vertrauens (!) zu gehen und ihm das anzuvertrauen. Würde ja reichen, deine Symptome zu nennen, die du so gut zusammen gestellt hast. Und dann bin ich auch ein grosser Verfechter der Therapie, das könnte aber auch alles über deinen Hausarzt laufen. Im Normalfall müssten sie Therapeuten kennen, die gut sind und dir wen empfehlen. Dann läuft es eigentlich immer gleich ab: dort anrufen, meist auf den AB quatschen und auf den Rückruf warten, auf einen Termin hoffen. Dann hast du glaub 3 Termine, wo du schauen kannst, ob die Harmonie/ Sympathie stimmt. Du brauchst dem Therapeuten nicht alles sofort anvertrauen, ich denke, so ein Vertrauensverhältnis muss auch erst wachsen... wenn der eine nix für dich ist, gehst du zum nächsten...
Das wichtigste für ne Therapie ist, so finde ich, der Wille dazu, egal woher der Antrieb kommt, etwas in deinem Leben verändern zu wollen...
Ich bin nun schon seit einigen Jahren in Therapie, wegen Umzug in eine andere Stadt bei einer neuen Therapeutin, die für mich die beste Therapeutin der Welt ist Könnte mir aber auch nie vorstellen, mit einem Mann über alles mögliche zu reden, für mich musste es eine Frau sein. Das darfst du ja alles bestimmen...
Aus meiner miesen Stimmung (und Depression) herauszukommen, hat mir geholfen, einzusehen, dass ich erwachsen bin und mein Leben nun selbst gestalten darf. Ich wollte vieles verändern, aber alleine hätt ich das nicht geschafft, also hab ich mir Hilfe bei einem Therapeuten gesucht und habe damit sehr gute Erfahrungen gemacht.
Entspannen, das konnt ich auch nie... und ich übe mich noch immer darin Geholfen hat mir zum Beispiel PMR, am besten als CD laufen lassen, da brauch ich nicht grübeln, wann ich was an- und wieder entspannen muss, es wird mir ja "gesagt"

Schreib mir ruhig, wenn du Fragen wegen einer Therapie hast... oder sonst noch was auf dem Herzen hast! Ich wünsche dir sehr, dass es dir bald besser geht und du die richtige Hilfe bekommst! Alles Liebe!

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