Home / Forum / Psychologie & Persönlichkeit / Psychische Störung nach Missbrauch

Psychische Störung nach Missbrauch

15. Mai 2019 um 19:16 Letzte Antwort: 17. Mai 2019 um 13:39

Hallo! Ich bin momentan 17 Jahre alt. Als ich 11 Jahre alt war, ist mir ein damals 47 Jahre alter Mann nahe gekommen. Also er hat mich angefasst. Das Ganze war mir damals unangenehm, aber ich habe nichts gesagt. Ich war mit der Situation völlig überfordert und ich war auch ein wenig neugierig denke ich. Als 12 war haben wir dann eine Beziehung geführt. Natürlich heimlich... Ich weiß heute nicht mehr, ob ich damals wirklich in ihn verliebt war oder er mich nur gut manipuliert hat. Ich denke, dass auch beides möglich wäre. Jedenfalls hat er dann als ich 13 Jahre alt war, dass erste Mal mit mir geschlafen. Ich fand es damals nicht schlimm. Im Gegenteil er war für mich da. Ich hatte damals große Probleme zuhause und auch in der Schule (Mobbing). Er hat mir zugehört, mich getröstet. Er war damals der einzigste Mensch in meinem Leben. Mit 16 Jahren dann haben sich meine Probleme zuhause gelöst und ich bin nach der mittleren Reife auf ein Gymnasium gewechselt. Dort habe ich viele Freunde gefunden und sein Einfluss auf mich hat natürlich nachgelassen. Ich war einfach nicht mehr so anfällig für seine Manipulationen und habe die Wahrheit erkannt. Plötzlich ist alles mit ihm unfassbar unangenehm worden. Jede Berührung hat nur noch Ekel bei mir ausgelöst. Er hat dann versucht mit allen Mitteln wieder Kontrolle über mich zu bekommen. Zum Beispiel hat er angedroht sich umzubringen oder sich mit anderen Frauen zu treffen, sollte ich nicht tun was er möchte. So ging das dann ein halbes Jahr lang, bis ich es geschafft habe mich von ihm zu lösen. Heute fühlt es sich so an, als wäre ich eine Marionette gewesen und nicht ich selbst. Erst als er aus meinem Leben verschwunden war, habe ich realisiert, was da überhaupt passiert ist. Seitdem geht es mir psychisch nicht so gut. Ich habe immer wieder depressive Phasen, Ängste, etc. Ich bin momentan mit einem Arzt in Kontakt, der aber nicht Psychologe ist, sondern ein ganz anderes Fachgebiet hat. Er hat sich nur in psychologische Themen eingelesen. Natürlich war das, was mir passiert ist, juristisch gesehen Missbrauch. Aber dieser Arzt ist der Meinung, dass meine Symptome nicht davon kommen können, da ich ja nie vergewaltigt wurde, ich es damals wollte und das seiner Meinung nach keine Situation war, die ein Trauma auslösen könnte. Und trotzdem beschäftigen mich diese Ereignisse seit Jahren. Egal was in meinem Leben passiert, es kommt immer wieder hoch. Ich würde alles dafür tun, diese Bilder in meinem Kopf einfach vergessen zu können. Wie seht ihr das? Seid ihr der Meinung, dass das, was mir da passiert ist, mit meinen Depressionen in Zusammenhang stehen könnte?

Mehr lesen

16. Mai 2019 um 8:17

Wie schon in deinem anderen Thread zu dem Thema gibt es nur eine Lösung! DU MUSST ZUM PSYCHOLOGEN, dieses Thema wird dich dein Leben lang beleiten! Ein knapp 50 Jähriger der mit einer 13 Jährigen schläft gehört ins Gefängnis wo er mit Seife behandelt wird bis ihm die von oben wieder rauskommt. Er hätte dein Opa sein können-allein der Gedanke wiedert mich an.
In keinem Fall ist das gewollt. Auch wenn du das denkst-er hat deine Situation ausgenutzt. Deine Ängste und den Zustand dass du sonst niemanden hattest gegen dich verwendet um sich an dir zu vergreifen!
Du bist nun alleine-das ist vorher anders gewesen. Aber es gibt viele Möglicheiten um deine Laune zu verbessern, Freunde, Hobbies, Lesen, Serien schauen.
Nutze deine Zeit um deine Zukunft mit Tröumem zu füllen.

Ich hoffe in diesem Fall dass du ein FAKE bist, denn wenn nicht solltest du EIGENTLICH zur Polizei und Anzeige machen gegen diesen Dreckskerl.

Gefällt mir
17. Mai 2019 um 9:16

manche Ärzte sind seltsam. Es ist doch offenscihtlich dass deine Symptome von der ganzen Geschichte kommen, woher sollen sie sonst kommen? Dass er das bestreitet ist echt peinlich. Ich weiß nicht worauf er da hinaus will, Fakt ist , du musst die Thematik verarbeiten und das geht wohl nur mit einem Psychologen.

Es wäre sicherlich so oder so gut später einen normalen Freund zu haben, der nicht so dominant und Machtbeherrschend ist, sonst würde das spiel wieder neu losgehen, gänzlich unabhängig welches Alter er hat. Also pass da gut auf, auf wen du dich einlässt.

Aber um das Problem zu lösen, wirst du neben der Therapie bei einem Psychologen vermutlich auch eine gesunde Beziehung brauchen, ganz einfach um Vertrauen zu nem männlichen Partner zu haben. Du brauchst aber auf jeden Fall dann beides, sonst würde vermutlich zu viel negativer Einfluss durch deine traumatische Erfahrung eine neue Beziehung belasten.

Ich könnte mir noch vorstellen, dass du eine Therapie nur hinbekommst, wenn du das Thema innerlich loslässt und nicht irgendwie Hass und noch mehr Ekel aufbaust, das würde das ganze nur noch steigern. Die erfahrung von anderen zeigen eigentlich, dass man das Thema auf andere art und weise abschließen muss. Vielleicht gibt es dazu ja auch noch Selbsthilfegruppen, wo du hingehen könntest.

Gefällt mir
17. Mai 2019 um 9:25

Wichtig wäre noch deine Ängste genau zu analysieren, was dir jetzt genau Angst macht, damit du die sie loswirst. Das wird vermutlich auch nur ein echter Psychologe machen. Warum hast du jetzt nur einen normalen Arzt?

Fakt ist, Ängste zu analysieren ist ein wichtiger Punkt dabei.

Ein faktor der mir einfällt, seine Aktionen am Ende sind ja die Aktionen eines  "Psychopathen" und Machtmenschen. Wir hatten hier im Forum schon diverse Threads zu dem Thema, wo auffällt dass diese Menschen immer wieder auf ähnliche Weise reagieren. Drohen also emotional zu erpressen, sich umzubringen etc. meine Schwester hatte auch mal so jemanden bei dem sehr ähnliches passiert ist und noch zusätzlich etwas Gewalt.
Ich glaube es ist ganz gut für dich, wenn du weißt, dass du damit nicht allei nbist,so dass du das "Monster" von ihm nicht zu sehr aufbauschst. Es gibt halt solche Menschen und die muss man vermeiden. Aber normaler Weise kann man nach einiger Zeit erkennen, in welche Richtung sie ticken.

Gefällt mir
17. Mai 2019 um 13:39
In Antwort auf anna_210

Hallo! Ich bin momentan 17 Jahre alt. Als ich 11 Jahre alt war, ist mir ein damals 47 Jahre alter Mann nahe gekommen. Also er hat mich angefasst. Das Ganze war mir damals unangenehm, aber ich habe nichts gesagt. Ich war mit der Situation völlig überfordert und ich war auch ein wenig neugierig denke ich. Als 12 war haben wir dann eine Beziehung geführt. Natürlich heimlich... Ich weiß heute nicht mehr, ob ich damals wirklich in ihn verliebt war oder er mich nur gut manipuliert hat. Ich denke, dass auch beides möglich wäre. Jedenfalls hat er dann als ich 13 Jahre alt war, dass erste Mal mit mir geschlafen. Ich fand es damals nicht schlimm. Im Gegenteil er war für mich da. Ich hatte damals große Probleme zuhause und auch in der Schule (Mobbing). Er hat mir zugehört, mich getröstet. Er war damals der einzigste Mensch in meinem Leben. Mit 16 Jahren dann haben sich meine Probleme zuhause gelöst und ich bin nach der mittleren Reife auf ein Gymnasium gewechselt. Dort habe ich viele Freunde gefunden und sein Einfluss auf mich hat natürlich nachgelassen. Ich war einfach nicht mehr so anfällig für seine Manipulationen und habe die Wahrheit erkannt. Plötzlich ist alles mit ihm unfassbar unangenehm worden. Jede Berührung hat nur noch Ekel bei mir ausgelöst. Er hat dann versucht mit allen Mitteln wieder Kontrolle über mich zu bekommen. Zum Beispiel hat er angedroht sich umzubringen oder sich mit anderen Frauen zu treffen, sollte ich nicht tun was er möchte. So ging das dann ein halbes Jahr lang, bis ich es geschafft habe mich von ihm zu lösen. Heute fühlt es sich so an, als wäre ich eine Marionette gewesen und nicht ich selbst. Erst als er aus meinem Leben verschwunden war, habe ich realisiert, was da überhaupt passiert ist. Seitdem geht es mir psychisch nicht so gut. Ich habe immer wieder depressive Phasen, Ängste, etc. Ich bin momentan mit einem Arzt in Kontakt, der aber nicht Psychologe ist, sondern ein ganz anderes Fachgebiet hat. Er hat sich nur in psychologische Themen eingelesen. Natürlich war das, was mir passiert ist, juristisch gesehen Missbrauch. Aber dieser Arzt ist der Meinung, dass meine Symptome nicht davon kommen können, da ich ja nie vergewaltigt wurde, ich es damals wollte und das seiner Meinung nach keine Situation war, die ein Trauma auslösen könnte. Und trotzdem beschäftigen mich diese Ereignisse seit Jahren. Egal was in meinem Leben passiert, es kommt immer wieder hoch. Ich würde alles dafür tun, diese Bilder in meinem Kopf einfach vergessen zu können. Wie seht ihr das? Seid ihr der Meinung, dass das, was mir da passiert ist, mit meinen Depressionen in Zusammenhang stehen könnte?

Wer sagt denn dass du eine Depression hast? Ich denke, dass kann nur ein Therapeut bestimmen und auch nicht dieser Arzt. Er hat sich nur mit der Thematik beschäftigt. Nicht mehr. 

Du solltest dich in richtig gute Hände begeben. Grundsätzlich passieren sehr vielen Menschen in der Kindheit unfassbar schlimme Dinge die man kaum bearbeiten kann. Allerdings muss man auch sagen, dass du das leider auch wolltest bis du in die Pubertät kamst. Natürlich war es Missbrauch. Er hätte trotzdem dich nicht anfassen dürfen
 
Begib dich in professionelle Hände 

Gefällt mir
Diskussionen dieses Nutzers