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Psychische Probleme

27. August 2018 um 12:55 Letzte Antwort: 29. August 2018 um 16:19

Hallo, 
Ich weiß nicht so recht wo ich anfangen soll, deshalb schreibe ich einfach mal das was mir so durch den Kopf geht. 
Erstmal zu mir: Ich bin weiblich, 17 Jahre alt und besuche momentan noch eine Realschule. In der Schule bin ich was die Noten angeht weder sehr gut noch sehr schlecht, was aber viel an Faulheit liegt. Mein größtes Problem in der Schule ist, dass ich wirklich überhaupt nicht mit anderen Schülern klar komme. Ich rede nie fast nie mit anderen, lache nie und mir werden deswegen auch oft Fragen gestellt (von Schülern sowie Lehrern) warum ich mich so benehme. 
Außerhalb der Schule komme ich recht gut klar. Seitdem ich denken kann liebe ich Tiere über alles. Mein Hund ist wirklich das wichtigste was es für mich gibt und wenn er bei mir ist fällt es mir beispielsweise auch viel leichter mit anderen zu sprechen, solange es um das Thema Tiere geht rede ich wirklich viel und auch gerne. In meiner Freizeit bin ich außerdem auch viel am Stall bei meiner Reitbeteiligung, dort komme ich auch mit den Menschen recht gut aus.
Für Menschen empfinde ich überhaupt keine Empathie, für Tiere hingegen würde ich alles tun! 
Obwohl es mir außerhalb der Schule recht gut geht und ich vorallem mit meinem Hund sehr glücklich bin, empfinde ich irgendwie eine Leere. Mein Leben fühlt sich einfach jeden Tag so eintönig an, jeden Tag das selbe in der Schule, jeden Tag die selben Abläufe. Ich komme damit nicht so richtig klar. Würde es nach mir gehen, würde ich (natürlich zusammen mit meinem Hund) viel reisen, die Welt entdecken und neue Orte erkunden. Ich sehne mich einfach nach neuen Erfahrungen,  Abenteuern und evtl. auch ab und zu mal neuen Bekanntschaften. 
Ein weiterer punkt der mich sehr beschäftigt ist dass ich wirklich Unfähig bin Beziehungen zu anderen Menschen einzugehen. Sexuelles Interesse besteht bei mir überhaupt nicht. Weder zu Frauen noch zu Männern oder irgendetwas anderem. Ich hatte zwar schon Beziehungen aber die waren wohl eher der verzweifelte Versuch doch irgendwie in der Gesellschaft „normal“ zu wirken. Bei Freundschaften ist es eigentlich das selbe. Ich habe eine Beste Freundin seit vielen Jahren die eigentlich wie meine Schwester ist. Mit ihr komme ich sehr gut klar da sie vom Denken her fast genau wie ich ist. Doch neue Freundschaften/Beziehungen gehen bei mir generell komplett schief. Sie halten etwa 2 Monate und danach stoße ich die Menschen von mir weg, schmeiße sie praktisch weg als wären sie Scheiße und interessiere mich dann auch nicht weiter dafür, habe auch kein schlechtes Gewissen. Ich denke, es liegt daran dass ich einfach niemanden zu nah an mich ran lassen kann/will. In meiner Kindheit sieht es auch nicht ganz rosig aus. Meine Mutter ist schizophren, Depressiv und hat Drogenprobleme. Damit bin ich praktisch aufgewachsen. An der Stelle möchte ich gerne erwähnen dass ich selbst wirklich noch NIE geraucht, getrunken oder Drogen konsumiert habe, worauf ich auch sehr stolz bin. 
Ich wurde viel hin und her gereicht. Lebte erst mit meinen Eltern, als sie sich trennten bei meiner Mutter. In der zweiten Klasse wurde ich vom Jugendamt in ihre Obhut genommen, dann zog ich zu meinen Großeltern (mütterlicher Seite), dann zog ich wieder mit meiner Mutter zusammen, dann wieder zu meinen Großeltern zurück, dann zu meinem Vater. Bei meinem Vater ging es mir im Endeffekt so schlecht, dass ich für ein paar Wochen in die Psychiatrie musste. Tabletten haben bei mir allerdings nur Nebenwirkungen gezeigt und in der Klapse ging es mir von Tag zu Tag schlechter. Psychotherapeuten, Psychologen usw. haben bei mir generell einfach nichts gebracht sondern meine Situation eher verschlechtert. 
Nach der Psychiatrie war ich für kurze Zeit bei meinem Vater. Dann zog ich zu meiner Oma väterlicherseits. Gleich an dem Tag an dem ich zu ihr gezogen bin holten wir sogar meinen Hund, den ich mir immer so sehr gewünscht habe, ab. Mein Hund hilfr mir wirklich unheimlich, vor ihm war gar nicht daran zu denken dass ich mal in der Stadt ganz entspannt rum laufen kann ohne einen halben Anfall wegen der ganzen Menschen zu bekommen, denn davor fühlte ich mich immer von jedem beobachtet, verfolgt und ich hatte das Gefühl, dass die Leute über mich reden und über mich lachen. Damit komme ich mal zum nächsten Punkt: ich bin extrem unzufrieden mit mir selbst. So sehr, dass es mich im Alltag wirklich einschränkt. Ich gehe nie ungeschminkt und ohne gemachte Haare aus dem Haus. Auf Familienfotos etc. Bin ich schon lange nicht mehr zu sehen da ich mich weigere mich fotografieren zu lassen. Auch mit mir als Mensch bin ich komplett unzufrieden. Ich hasse meinen Charakter und empfinde mich als komplett Talentlos. Ich habe zwar Hobbies, beispielsweise Forografiere ich sehr gerne und bekomme auch öfter Komplimente für meine Bilder, mein Hund ist sehr gut erzogen und kann über 40 Tricks obwohl sir bis jetzt noch nicht in einer Hundeschule waren. Auch deshalb staunten schon recht viele und machten mir Komplimente doch dass interessiert mich nicht. Ich empfinde mich einfach nur als Nutzlos, Talentlos und ich bin mir selbst peinlich. Ich habe große Anst vor der Zukunft. Zwar habe ich viele Pläne, Träume und Wünsche, bin mir allerdings sehr sicher dass ich nichts davon erreichen und umsetzen werde.  
Um ehrlich zu sein, weiß ich gar nicht welche Antworten ich mir auf diesen langen Text erhoffe falls er überhaupt komplett von jemandem gelesen wird aber ich würde mich ddnnoch über antworten freuen. 
 
 

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28. August 2018 um 22:12
In Antwort auf user261151

Hallo, 
Ich weiß nicht so recht wo ich anfangen soll, deshalb schreibe ich einfach mal das was mir so durch den Kopf geht. 
Erstmal zu mir: Ich bin weiblich, 17 Jahre alt und besuche momentan noch eine Realschule. In der Schule bin ich was die Noten angeht weder sehr gut noch sehr schlecht, was aber viel an Faulheit liegt. Mein größtes Problem in der Schule ist, dass ich wirklich überhaupt nicht mit anderen Schülern klar komme. Ich rede nie fast nie mit anderen, lache nie und mir werden deswegen auch oft Fragen gestellt (von Schülern sowie Lehrern) warum ich mich so benehme. 
Außerhalb der Schule komme ich recht gut klar. Seitdem ich denken kann liebe ich Tiere über alles. Mein Hund ist wirklich das wichtigste was es für mich gibt und wenn er bei mir ist fällt es mir beispielsweise auch viel leichter mit anderen zu sprechen, solange es um das Thema Tiere geht rede ich wirklich viel und auch gerne. In meiner Freizeit bin ich außerdem auch viel am Stall bei meiner Reitbeteiligung, dort komme ich auch mit den Menschen recht gut aus.
Für Menschen empfinde ich überhaupt keine Empathie, für Tiere hingegen würde ich alles tun! 
Obwohl es mir außerhalb der Schule recht gut geht und ich vorallem mit meinem Hund sehr glücklich bin, empfinde ich irgendwie eine Leere. Mein Leben fühlt sich einfach jeden Tag so eintönig an, jeden Tag das selbe in der Schule, jeden Tag die selben Abläufe. Ich komme damit nicht so richtig klar. Würde es nach mir gehen, würde ich (natürlich zusammen mit meinem Hund) viel reisen, die Welt entdecken und neue Orte erkunden. Ich sehne mich einfach nach neuen Erfahrungen,  Abenteuern und evtl. auch ab und zu mal neuen Bekanntschaften. 
Ein weiterer punkt der mich sehr beschäftigt ist dass ich wirklich Unfähig bin Beziehungen zu anderen Menschen einzugehen. Sexuelles Interesse besteht bei mir überhaupt nicht. Weder zu Frauen noch zu Männern oder irgendetwas anderem. Ich hatte zwar schon Beziehungen aber die waren wohl eher der verzweifelte Versuch doch irgendwie in der Gesellschaft „normal“ zu wirken. Bei Freundschaften ist es eigentlich das selbe. Ich habe eine Beste Freundin seit vielen Jahren die eigentlich wie meine Schwester ist. Mit ihr komme ich sehr gut klar da sie vom Denken her fast genau wie ich ist. Doch neue Freundschaften/Beziehungen gehen bei mir generell komplett schief. Sie halten etwa 2 Monate und danach stoße ich die Menschen von mir weg, schmeiße sie praktisch weg als wären sie Scheiße und interessiere mich dann auch nicht weiter dafür, habe auch kein schlechtes Gewissen. Ich denke, es liegt daran dass ich einfach niemanden zu nah an mich ran lassen kann/will. In meiner Kindheit sieht es auch nicht ganz rosig aus. Meine Mutter ist schizophren, Depressiv und hat Drogenprobleme. Damit bin ich praktisch aufgewachsen. An der Stelle möchte ich gerne erwähnen dass ich selbst wirklich noch NIE geraucht, getrunken oder Drogen konsumiert habe, worauf ich auch sehr stolz bin. 
Ich wurde viel hin und her gereicht. Lebte erst mit meinen Eltern, als sie sich trennten bei meiner Mutter. In der zweiten Klasse wurde ich vom Jugendamt in ihre Obhut genommen, dann zog ich zu meinen Großeltern (mütterlicher Seite), dann zog ich wieder mit meiner Mutter zusammen, dann wieder zu meinen Großeltern zurück, dann zu meinem Vater. Bei meinem Vater ging es mir im Endeffekt so schlecht, dass ich für ein paar Wochen in die Psychiatrie musste. Tabletten haben bei mir allerdings nur Nebenwirkungen gezeigt und in der Klapse ging es mir von Tag zu Tag schlechter. Psychotherapeuten, Psychologen usw. haben bei mir generell einfach nichts gebracht sondern meine Situation eher verschlechtert. 
Nach der Psychiatrie war ich für kurze Zeit bei meinem Vater. Dann zog ich zu meiner Oma väterlicherseits. Gleich an dem Tag an dem ich zu ihr gezogen bin holten wir sogar meinen Hund, den ich mir immer so sehr gewünscht habe, ab. Mein Hund hilfr mir wirklich unheimlich, vor ihm war gar nicht daran zu denken dass ich mal in der Stadt ganz entspannt rum laufen kann ohne einen halben Anfall wegen der ganzen Menschen zu bekommen, denn davor fühlte ich mich immer von jedem beobachtet, verfolgt und ich hatte das Gefühl, dass die Leute über mich reden und über mich lachen. Damit komme ich mal zum nächsten Punkt: ich bin extrem unzufrieden mit mir selbst. So sehr, dass es mich im Alltag wirklich einschränkt. Ich gehe nie ungeschminkt und ohne gemachte Haare aus dem Haus. Auf Familienfotos etc. Bin ich schon lange nicht mehr zu sehen da ich mich weigere mich fotografieren zu lassen. Auch mit mir als Mensch bin ich komplett unzufrieden. Ich hasse meinen Charakter und empfinde mich als komplett Talentlos. Ich habe zwar Hobbies, beispielsweise Forografiere ich sehr gerne und bekomme auch öfter Komplimente für meine Bilder, mein Hund ist sehr gut erzogen und kann über 40 Tricks obwohl sir bis jetzt noch nicht in einer Hundeschule waren. Auch deshalb staunten schon recht viele und machten mir Komplimente doch dass interessiert mich nicht. Ich empfinde mich einfach nur als Nutzlos, Talentlos und ich bin mir selbst peinlich. Ich habe große Anst vor der Zukunft. Zwar habe ich viele Pläne, Träume und Wünsche, bin mir allerdings sehr sicher dass ich nichts davon erreichen und umsetzen werde.  
Um ehrlich zu sein, weiß ich gar nicht welche Antworten ich mir auf diesen langen Text erhoffe falls er überhaupt komplett von jemandem gelesen wird aber ich würde mich ddnnoch über antworten freuen. 
 
 

ich empfinde dich als kluges mädchen. du scheinst wenig liebe und obhut erlebt zu haben. du empfängst liebe von deinem hund und die liebe von tieren zu spüren, ist wirklich die ehrlichste und schönste liebe.

was mir zu denken gibt, ist, dass du evtl. auch psychisch erkrankt sein kannst oder auf den besten weg dort hin bist.

ich würde an deiner stelle eine bertungsstelle aufsuchen und eine verhaltenstherapie machen. das wird dir defintitv helfen und du solltest von zu hause ausziehen, sobald es klappt. schnpp dir deinen hund und baue dir ein schönes leben auf. dir stehen lle türen offen.

du kannst alles schaffen. gib nicht auf.

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29. August 2018 um 16:07

Ich hindere mich zum größten Teil selbst daran, meine Ziele zu erreichen. Ich bin sehr perfektionistisch und wenn nur eine kleine Sache nicht 100%ig so klappt, wie ich es mir vorgestellt habe, dann schmeiße ich sofort alles hin. 

Es ist nicht unbedingt so, dass ich kein Interesse an anderen habe. Mir fehlt wirklich Mitgefühl für andere. Wenn Menschen leiden wegen was auch immer, lässt mich das in 98% aller Fälle total kalt. 

Mit neuen Bekanntschaften meine ich einfach interessante Leute die man evtl. Mal treffen könnte wenn man unterwegs ist. Aber nicht unbedingt Leute zu denen man dann weiter Kontakt hält. 

Berufswunsch ja, irgendwie schon. Mein Traum wäre später Tierfotografin zu werden. Allerdings gibt es so viele gute Tierfotografen. Sich unter all denen einen Namen zu machen scheint für mich selbst irgendwie unmöglich. 

Ich war ja schon bei mehreren Psychotherapeuten und auch Psychologen. Hat alles nichts gebracht. Habe mich von allen total missverstanden gefühlt. Ich hatte meist den Eindruck, dass mich die meisten nicht so richtig ernst nehmen.

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29. August 2018 um 16:19

Dass ich sozial solche Probleme habe beschöftigt mich schon ziemlich. Aber hauptsächlich leide ich weil ich einfach mit mir selbst so unzufrieden bin dass ich am liebsten in die Haut einer anderen schönen, klugen und erfolgreichen Person schlüpfen würde. 
Am schlimmsten für mich ist allerdings wirklich dass mein Alltag einfach langweilig und immer gleich ist. Ich verbringe auch ziemlich viel Zeit damit, tolle Urlaubsziele zu suchen aber abgseen davon dass ich keinn Führerschein habe, fehlt mir einfach das nötige Kleingeld. Ich würde mich schon freuen einfach mal einen Wochenendtrip in eine andere Umgebung zu machen.
Ein anderer Grund weshalb es mir auch oft schlecht geht ist dass ich mir oft eine „normale“ Familie wünsche. Ich hätte zu gerne eine Mutter und einen Vater die mich unterstützen, lieben, was mit mir unternehmen und mir auch mal einen Tritt in den Hintern geben wenns zB um die Schule geht.

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