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Psychische Gewalt der Eltern

9. Mai 2017 um 19:11

Hallo,

ich wollte hier mal was loswerden, was ich noch nie jemandem erzählt habe..
Vielleicht hat jemand nen tipp, wie man damit leben kann.

Und zwar hab ich (w21) heute mit meiner Mama und meiner Schwester (16) zusammen Mittag gegessen. Es ging um das Thema Haare färben.
Ich hatte mal einen Haarunfall, weil ich sie mir von blond auf braun gefärbt habe. Meine Eltern waren dagegen. Warum hab ich nie wirklich verstanden.
Als der Ansatz nachkam, wollte ich mir den natürlich nachfärben. obwohl ich das dann auch nicht durfte, hab ich das trotzdem gemacht.
Meine Eltern haben im Bad eine Folie gefunden und es dementsprechend herausgefunden. Die sind dann in mein Zimmer gelaufen und mein Vater hat mich total angeschrien. Mein Kissen genommen und wollte mich damit hauen. Meine Mutter hat ihn ein wenig zurückgehalten.
- Heute meinte meine Schwester, dass das total übertrieben war und sie sich das nicht verbieten lassen würde-
eine andere Sache war: ich hab mal richtigen Bockmist gebaut als ich jünger war, sodass eine Anzeige ins Haus flatterte (ich war zu dem Zeitpunkt 13, also nicht strafbar)
und meine Eltern haben mich fast verstoßen, ich wurde so sehr angeschrien, dass ich mir in die Hose gepullert habe, mit mir wurde nicht mehr geredet und ich wurde nicht mal mehr angeguckt.. sie haben mich immer gefragt, warum ich Ihnen sowas angetan habe.. aber die Anzeige hat die ja eigentlich in kleinster weise tangiert..
ich hatte richtig Angst vor meinen Eltern. Und als Strafe durfte ich mich nicht mehr schminken, nicht mehr raus usw. Meine Mutter hat mich gezwungen mit ihr zum frauenarzt zu gehen, um zu gucken, ob ich noch Jungfrau bin. Hat mich beim Frauenarzt mit der Anzeige bloßgestellt.. obwohl die mit dem Thema Jungfräulichkeit 0,000 zu tun hatte..

jetzt habt ihr mal einen kleinen Einblick. Und nun zu meinem Anliegen: ich fühle mich manchmal echt wertlos und bin nur glücklich, wenn ich was bei der Arbeit geleistet habe (ich übernehme schon als Azubi größere Projekte, was vor mir noch niemand gemacht hat)
aber sobald etwas nicht so perfekt läuft, wie ich mir das vorstelle oder ich mal etwas weniger zu tun habe, falle ich direkt in ein Loch. Noch schlimmer wird es, wenn ich eigentlich Kleinigkeiten "versaue". Dann habe ich total Angst in dem Moment, dass ich es mir bei demjenigen verspielt habe oder hab bei einigen Sachen sogar Angst, dass ich meinen job verliere.
ich Versuch es immer jedem Recht zu machen und lass mich für vieles ausnutzen, sage nie nein, habe Angst vor Ablehnung.
Ich hab ein bisschen gelesen und ich denke mal, dass mich meine Eltern emotional bzw. psychisch geschädigt haben..

Was kann ich tun, damit ich mich wieder wie ein wertvoller Mensch fühle? 🙈

Ich bin fur für jede Antwort dankbar!

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9. Mai 2017 um 20:05

Lieben Dank für die Antwort!

ich war mal bei einer Psychotherapeutin. Fazit: nach dem Gespräch gings mir noch viel schlechter als davor und ich hatte das Gefühl, dass mich niemand versteht/mir niemand helfen kann.. 
vielleicht sollte ich es nochmal bei wem anders versuchen 

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9. Mai 2017 um 20:53
In Antwort auf sophieschmetterling

Hallo,

ich wollte hier mal was loswerden, was ich noch nie jemandem erzählt habe..
Vielleicht hat jemand nen tipp, wie man damit leben kann.

Und zwar hab ich (w21) heute mit meiner Mama und meiner Schwester (16) zusammen Mittag gegessen. Es ging um das Thema Haare färben.
Ich hatte mal einen Haarunfall, weil ich sie mir von blond auf braun gefärbt habe. Meine Eltern waren dagegen. Warum hab ich nie wirklich verstanden.
Als der Ansatz nachkam, wollte ich mir den natürlich nachfärben. obwohl ich das dann auch nicht durfte, hab ich das trotzdem gemacht. 
Meine Eltern haben im Bad eine Folie gefunden und es dementsprechend herausgefunden. Die sind dann in mein Zimmer gelaufen und mein Vater hat mich total angeschrien. Mein Kissen genommen und wollte mich damit hauen. Meine Mutter hat ihn ein wenig zurückgehalten.
- Heute meinte meine Schwester, dass das total übertrieben war und sie sich das nicht verbieten lassen würde-
eine andere Sache war: ich hab mal richtigen Bockmist gebaut als ich jünger war, sodass eine Anzeige ins Haus flatterte (ich war zu dem Zeitpunkt 13, also nicht strafbar)
und meine Eltern haben mich fast verstoßen, ich wurde so sehr angeschrien, dass ich mir in die Hose gepullert habe, mit mir wurde nicht mehr geredet und ich wurde nicht mal mehr angeguckt.. sie haben mich immer gefragt, warum ich Ihnen sowas angetan habe.. aber die Anzeige hat die ja eigentlich in kleinster weise tangiert.. 
ich hatte richtig Angst vor meinen Eltern. Und als Strafe durfte ich mich nicht mehr schminken, nicht mehr raus usw. Meine Mutter hat mich gezwungen mit ihr zum frauenarzt zu gehen, um zu gucken, ob ich noch Jungfrau bin. Hat mich beim Frauenarzt mit der Anzeige bloßgestellt.. obwohl die mit dem Thema Jungfräulichkeit 0,000 zu tun hatte.. 

jetzt habt ihr mal einen kleinen Einblick. Und nun zu meinem Anliegen: ich fühle mich manchmal echt wertlos und bin nur glücklich, wenn ich was bei der Arbeit geleistet habe (ich übernehme schon als Azubi größere Projekte, was vor mir noch niemand gemacht hat)
aber sobald etwas nicht so perfekt läuft, wie ich mir das vorstelle oder ich mal etwas weniger zu tun habe, falle ich direkt in ein Loch. Noch schlimmer wird es, wenn ich eigentlich Kleinigkeiten "versaue". Dann habe ich total Angst in dem Moment, dass ich es mir bei demjenigen verspielt habe oder hab bei einigen Sachen sogar Angst, dass ich meinen job verliere.
ich Versuch es immer jedem Recht zu machen und lass mich für vieles ausnutzen, sage nie nein, habe Angst vor Ablehnung. 
Ich hab ein bisschen gelesen und ich denke mal, dass mich meine Eltern emotional bzw. psychisch geschädigt haben..

Was kann ich tun, damit ich mich wieder wie ein wertvoller Mensch fühle? 🙈

Ich bin fur für jede Antwort dankbar!
 

Hallo Sophie

Irgendwie kommt mir das, was du da beschreibst traurig bekannt vor. Dass es dir nach einer Sitzung bei der Psychotherapeutin mies geht, zeigt dass sie erfolgreich war. Sie soll ja gerade da den Finger anlegen, wo es wehtut und Dinge ausgraben, die man lieber verdrängt,eben gerade weil sie schmerzhaft sind.
Was Du nun machen kannst lässt sich so einfach nicht beschreiben. Ein Anfang ist, dass Du dich in deiner Selbstwahrnehmung von der meinung deiner Eltern distanzierst. Dass soll soviel heissen, dass Du unbewusst noch ein hohes Gewicht auf die Meinung dner Eltern legst, weil sie in ihrer Elternrolle sehr viel einfluss auf dich hatten und weil Eltern einem nun einmal nahestehen müssen, wie es einem immer eingetrichtert wird.
So siehst Du dich unbewusst immer aus dem Blickwinkel, den Du bei deinen Eltern annimmst oder besser gesagt erwartest. Und dieser Blickwinnkel ist, wie Du selber geschrieben hast, wenig wohlwollend. Fang an, dir ein eigenes Wertesystem aufzubauen. Fange damit an, zu hinterfragen, wenn du dich mies fühlst, wenn Du eine Bagatelle vergurkt hast oder allgemein wieder in so eine Gemütslage kommst. fang an, dich zu fragen nach welchem Wertesystem du "versagt" haben sollst. Deinem, oder dem subjektiven deiner Eltern.
Ich kann dir aber jetzt schon sagen, dass dieser weg kein leichter werden wird. professionelle Hilfe, zumindest am rande wäre an dieser Stelle vielleicht nicht das dümmste.
Ist aber ein sehr, sehr verzwicktes und Komplexes thema um hier mal so einen Fixit-ratschlag zu geben.

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