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Psychisch kranke Mutter.... Ich kann nicht mehr!!!

28. August 2010 um 21:28

Hallo ihr Lieben,

hoffe ich bin hier richtig mit meinem Problem.
Ich habe eine psychisch kranke Mutter. Sie ist sehr aggressiv und dann wieder deprimiert. Sie hat sogar eine gesetzliche Betreuerin aber keiner hilft ihr wirklich. Sie will sich auch nicht helfen lassen!
Sie beleidigt mich immer schreit mich an oder geht mit dem Messer auf mich los. Und ich fange schon an sie zu hassen. Ich weiß nicht mehr was ich noch tun kann.
Ich bin vor drei Jahren extra zu ihr gezogen und habe gedacht ich kann ihr so irgendwie helfen aber nein... jetzt bin ich nervlich total am Ende.
Jeden Tag Stress und Streit und Geschrei. Egal was passiert und wenn die Nudeln überkochen...Ich bin Schuld und eine so schlechte Tochter. Ich weiß das ich eigentlich ausziehen sollte damit ich endlich mein Leben leben kann und nicht selber krank werde aber ich kann nicht. Sie sagt immer, wenn ich ausziehe kann ich sie nur noch auf dem Friedhof besuchen und ihr Blumen bringen. So fängt sie schon an wenn ich sogar nur weggehen möchte mit Freunden. Außerdem plagt mich ein schlechtes Gewissen da sie die Wohnung nicht mehr zahlen könnte wenn ich ausziehe, dann müsste sie auch ausziehen und sie meint ja immer das sie so krank ist. Aber ich habe schon Hass gegen sie und auch Angst nur wenn ich schon ihre Stimme höre zucke ich zusammen. Ich meine ich bin zwar schon 18 aber ich kann das einfach nicht aushalten. Seit drei Jahren versuche ich alle Probleme von ihr fernzuhalten. Kläre alles für sie aber nie auch nur ein dankeschön. Auch hat sie ein Drogen- und Alkoholproblem. Ich bin überfordert aber kaum will ich ihr Hilfe besorgen in Form von einem Klinikaufenthalt etc . spielt sie die arme alte frau. Sie kann wirklich sehr gut schauspielern. Keiner glaubt mir dann mehr und alle halten mich für hysterisch aber wirklich ich habe die Faxen dicke. Ich bin nur noch ein Wrack. Bitte helft mir!! Wie kann ich meine Gefühle austellen und einfach nur anfangen ohne angst mein leben zu leben???

eure Kiza

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29. August 2010 um 7:21


so was änliches habe ich auch duch meine mutter hatte depresion hat mich und meine geschwister nur geschlagen oder angeschrin bin dann auch bis zu bitteren ende dagebliben. das war aber ein fehler bin jetze selber krank und meine geschwister auch am bessten ist du gehst suchst dir ne eigene wohnung weil ein mänsch der was ankündigt tut nix der will nur aufmerksamkeit du mußt jetze an dich denken weil du dann auch irgentwahn so bist und es dan an denen kinder auläst deine mutter hat doch ein betreuer vondaher ist sie in guten händen setz dich mit ihn zusammen und sag ihm das du den druck nicht mehr stand häls besser ist es für dich dann wird er öfter kommen und wenn du arbeit hast kannst du sie besuchen gehn und abens wieder gehn

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29. August 2010 um 7:59

Denk auch an dich !
Liebe Kiza,

auch meine Mama ist psychisch krank. Im Gegensatz zu deiner ist dies jedoch schriftlich bestätigt worden = Schizophrenie.

Meine Jugend (da fing es an) war die Hölle. Ich konnte das alles gar nicht richtig einordnen. Die Schuldgefühle sind normal. Aber du musst sie überwinden !!!

Ich bin schon mit 17 abgehauen. Und - es war rückblickend gesehen die beste Entscheidung meines Lebens.

Ich bin Mama eines sechsjährigen Sohnes, lebe seit Jahren in einer intakten Partnerschaft und studiere Germanistik und Psychologie (woher kommt wohl diese Neigung ??) auf Lehramt. (Ich bin übrigens jetzt 26)

Meine beiden Schwestern jedoch ( 25 und 19) sind beide auch psychisch gestört. Das zeigt sich vor allem in sozialen Kontakten, die bei beiden so gut wie gar nicht vorhanden sind. Sie hatten auch noch nie eine Beziehung zu einem Jungen und sind beide übergewichtig. Ich habe fast gar keinen Kontakt mehr zu meiner Familie ! Sie mögen mich nämlich nicht, weil sie meine Eigenständigkeit nicht akzeptieren können.

Weißt du, durch das Studium habe ich erfahren, dass sich psychische Krankheiten vererbbar sind. Schon zu einem geringen statistischen Anteil ist es also möglich, dass ich auch daran erkranke. Wenn ich aber auf mich aufpasse, möglichst gut lebe und weitestgehend STress von mir fern halte, sinkt dieser Risikofaktor auf einen minimalen Wert.

Auch ich habe nur ein Leben. Und das gestalte ich mir, solange es noch geht, schön. Wer weiß, was kommt.

In diesem Sinne
Alles Gute

Anastasja

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29. August 2010 um 12:30

Danke...
Ja ihr habt Recht. Ich wünsche mir ja nichts mehr als mein eigenes Leben endlich zu bekommen.
Ich werde mich nach einer Wohnung umsehen und mich mit der Betreuerin meiner Mutter zusammen setzen vielleicht bringt es etwas.
Denn mir ist klar das sonst meine Gesundheit auf dem Spiel steht.
Vielen Dank nochmal

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5. Januar 2013 um 20:25

Hallo Kiza, ich habe von deinem Problem gelesen,
Hallo Kiza, ich habe von deinem Problem gelesen,
eventuell hast du ja in der Zwischenzeit eine gute Lösung für dich gefunden.Ich möchte dir dennoch den folgenden Link empfehlen, für Angehehörige psychisch erkrankter Menschen, für den Fall, dass du noch auf der Suche nach Lösungen bist.
Ich bin der Meinung, das Angehörige viel zu wenig Schutz und Hilfe bekommen und darüber hinaus auch viel zu wenig über die Hintergründe einer psychischen Erkrankung wissen um mit ihr umgeheh zu können. Die meisten Menschen die ich kenne(das waren nicht wenige) und die es versucht haben sind gescheitert und später am Erschöpfungsyndrom selber erkkrankt.
Es ist normal und so schon schwer genug für einen jungen erwachsenen Menschen sich vom Elternhaus zu lösen oder lösen zu wollen, von einem psychisch erkrankten Eltewrnteil sollte man sich räumlich erst recht distanzieren und höchstens Hilfe zur Selbsthilfe organsieren indem man sich an Profis wendet und ohne Schuldgefühle die Versorgung in ihre Hände legt.Im Normalfall benötigt der junge Mensch Unterstützung von den Eltern und nicht umgekehrt.
alles Gute dir
http://www.apk-hochfranken.de/wer_fragt_nach_mir.html
ula

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17. Januar 2013 um 1:07
In Antwort auf agatha_12284500

Danke...
Ja ihr habt Recht. Ich wünsche mir ja nichts mehr als mein eigenes Leben endlich zu bekommen.
Ich werde mich nach einer Wohnung umsehen und mich mit der Betreuerin meiner Mutter zusammen setzen vielleicht bringt es etwas.
Denn mir ist klar das sonst meine Gesundheit auf dem Spiel steht.
Vielen Dank nochmal

Gehe mit Deinem Problem nach Aussen
Hallo ich finde es sehr gut wenn Du Dir eine eigene Wohnung suchen möchtest. Wenn Du die Situation die Du zuhause hast nicht mehr aushälst schau doch mal ob Du für die Zeit der Wohnungssuche ein WG Zimmer suchst. Es kann ja nicht sein das Du Dich in der Wohnung in die Gefahr begibst angegriffen zu werden. Wenn es denoch zu einem Angriff auf Dich kommen sollte wähle die Nummer der Polizei und sage Ihr das Du denkst das Deine Mutter psychisch krank ist und das Sie Sie zu einer Untersuchung ins Krankenhaus bringen sollen. In den meißten Fällen helfen die eingetroffenen Beamten und bringen Deine Mutter in eine Fachklinik. Nur so kannst Du Ihr letztendlich helfen.Viel Glück

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17. Januar 2013 um 8:20

Psychisch kranke Angehörige
die psychisch kranke Mutter bin in dem Falle ich.
Ich hoffe doch sehr, dass mein Junior mal nicht solche Texte schreiben muß. Und einige der Antworten / Ratschläge hier im Thread lassen mir auch die Galle hochkommen.

Wie auch immer: Wenn es so schlimm ist, wie hier von einigen beschrieben wurde:
Seid ihr jünger als 20 - geht!
Ihr könnt nichts tun, Ihr könnt Euren Angehörigen *nicht* helfen. Ist völlig ausgeschlossen. Ihr "laß sie auch nicht im Stich" damit - eben weil Ihr nichts, gar nichts tun könntet, es frißt nur Euch auf und auch dem Angehörigen bringt es Leid.
GEHT - IHR KÖNNT NICHTS TUN.

Seit Ihr mindestens 20 - denkt nach. Genau nach. Sehr genau nach. Wir Westeuropäer sind kulturell darauf dressiert, dass es ja schon fast undenkbar ist, die Frage "Würdest Du jemanden verlassen, weil er krank ist?" mit "Ja" zu beantworten. Man würde sich quasi selbst als moralisch inkontinent entlarven.
Leute, das ist gefährlicher Unfug. Mit einem chronisch kranken Menschen zusammenzuleben hat seinen Preis. Immer. Egal welche Krankheit es ist, es kann niemals alles so sein wie bei "den anderen".
Es wird immer Momente geben, wo Ihr Euch verletzt fühlt. (natürlich meist unbeabsichtigt - aber letztlich ist verletzt verletzt, egal in welcher Verpackung)
Es ist immer anstrengender als "normal".
Es wird immer etwas geben, was Ihr gern machen würdet, aber für Euren Angehörigen eben einfach nicht drin ist.
Ihr müsst ständig darauf achten, dass Ihr Unterstützung und Grenzen in Balance haltet. Das ist nicht trivial. Ein kranker Mensch wird Eure Unterstützung brauchen bzw. sie wird ihm deutlich helfen. Aber zu viel davon schadet allen Beteiligten. Man tut niemandem einen Gefallen, wenn man ihn in Watte packt, das fühlt sich nur so an.

Informiert Euch genau über die Krankheit und dann über die Person.
Und dann denkt nach, bevor Ihr entscheidet, ob Ihr das tun könnt und wollt. Natürlich kann niemand von vorn herein sicher beurteilen, wie es laufen wird, völlig klar. Natürlich wird es nie perfekt laufen und immer alles "flutschen" - Macht beides nichts, Da ist immer Spielraum für kleine Ausflüge in den Straßengraben.

ABER: bitte versucht die Konditionierung auf "natürlich helfe ich demjenigen und lasse ihn nicht im Stich" ganz kräftig in Frage zu stellen. Auch, ganz besonders und gerade, wenn Ihr Euch als "guten und hilfsbereiten" Menschen seht! Bei der Gruppe wird es schwieriger.
Es gibt Menschen, die können das und es gibt Menschen, die können das nicht. Das hat mit "im Stich lassen" nichts zu tun. Bei dem Typen, der es kann gibt es, wie in jeder zwischenmenschlichen Beziehung, keine Garantie, dass es im konrekten Fall funktioniert. That's life.
Aber bei Menschen, die sich dabei hoffnungslos überschätzen, ist Leid für beide Seiten garantiert. Besser ein Ende mit Schmerzen als Jahre Schmerzen ohne Ende - für beide.

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17. Januar 2013 um 8:36
In Antwort auf avarrassterne

Psychisch kranke Angehörige
die psychisch kranke Mutter bin in dem Falle ich.
Ich hoffe doch sehr, dass mein Junior mal nicht solche Texte schreiben muß. Und einige der Antworten / Ratschläge hier im Thread lassen mir auch die Galle hochkommen.

Wie auch immer: Wenn es so schlimm ist, wie hier von einigen beschrieben wurde:
Seid ihr jünger als 20 - geht!
Ihr könnt nichts tun, Ihr könnt Euren Angehörigen *nicht* helfen. Ist völlig ausgeschlossen. Ihr "laß sie auch nicht im Stich" damit - eben weil Ihr nichts, gar nichts tun könntet, es frißt nur Euch auf und auch dem Angehörigen bringt es Leid.
GEHT - IHR KÖNNT NICHTS TUN.

Seit Ihr mindestens 20 - denkt nach. Genau nach. Sehr genau nach. Wir Westeuropäer sind kulturell darauf dressiert, dass es ja schon fast undenkbar ist, die Frage "Würdest Du jemanden verlassen, weil er krank ist?" mit "Ja" zu beantworten. Man würde sich quasi selbst als moralisch inkontinent entlarven.
Leute, das ist gefährlicher Unfug. Mit einem chronisch kranken Menschen zusammenzuleben hat seinen Preis. Immer. Egal welche Krankheit es ist, es kann niemals alles so sein wie bei "den anderen".
Es wird immer Momente geben, wo Ihr Euch verletzt fühlt. (natürlich meist unbeabsichtigt - aber letztlich ist verletzt verletzt, egal in welcher Verpackung)
Es ist immer anstrengender als "normal".
Es wird immer etwas geben, was Ihr gern machen würdet, aber für Euren Angehörigen eben einfach nicht drin ist.
Ihr müsst ständig darauf achten, dass Ihr Unterstützung und Grenzen in Balance haltet. Das ist nicht trivial. Ein kranker Mensch wird Eure Unterstützung brauchen bzw. sie wird ihm deutlich helfen. Aber zu viel davon schadet allen Beteiligten. Man tut niemandem einen Gefallen, wenn man ihn in Watte packt, das fühlt sich nur so an.

Informiert Euch genau über die Krankheit und dann über die Person.
Und dann denkt nach, bevor Ihr entscheidet, ob Ihr das tun könnt und wollt. Natürlich kann niemand von vorn herein sicher beurteilen, wie es laufen wird, völlig klar. Natürlich wird es nie perfekt laufen und immer alles "flutschen" - Macht beides nichts, Da ist immer Spielraum für kleine Ausflüge in den Straßengraben.

ABER: bitte versucht die Konditionierung auf "natürlich helfe ich demjenigen und lasse ihn nicht im Stich" ganz kräftig in Frage zu stellen. Auch, ganz besonders und gerade, wenn Ihr Euch als "guten und hilfsbereiten" Menschen seht! Bei der Gruppe wird es schwieriger.
Es gibt Menschen, die können das und es gibt Menschen, die können das nicht. Das hat mit "im Stich lassen" nichts zu tun. Bei dem Typen, der es kann gibt es, wie in jeder zwischenmenschlichen Beziehung, keine Garantie, dass es im konrekten Fall funktioniert. That's life.
Aber bei Menschen, die sich dabei hoffnungslos überschätzen, ist Leid für beide Seiten garantiert. Besser ein Ende mit Schmerzen als Jahre Schmerzen ohne Ende - für beide.

Ob das jetzt eindeutig formuliert war...
natürlich sollt Ihr nicht grundsätzlich gehen, wenn einer Eurer Angehörigen - sei es Mutter oder jemand anders - (psych.) krank ist.

Man kann auch mit chronischen psych. Krankheiten ein Leben führen, was nicht regelmäßig in einem psych. Massaker / Blutbad endet. Aber - wie gesagt: es wird anstrengender als "normal".
Im Zweifelsfalle sucht Euch (!!!!!!!!!!!!!) extrene (!) Hilfe, die Euch unterstützt bzw. bei Entscheidungen hilft. Keine Garantie für Weisheit, aber zumindest eine Perspektive mehr, um zu entscheiden.

Wenn derjenige, wie man so schön sagt, "stabil" ist, wird es immer einige kurze häßliche Zeitabschnitte geben - die sind zu schaffen, auch wenn man darüber nachdenken sollte, ob man das als Erwachsener kann und möchte auf Dauer. Außerdem sind die nicht *so* heftig, wie hier beschrieben.

*Wenn* es so schlimm ist wie hier beschrieben und nicht "nur" (ja, ich weiß...) für eine Woche bzw. häufig so extrem ist - *dann* solltet Ihr gehen. Alternativlos.
Auch bei Alkoholikern o.ä.,
Auch wenn Ihr Geschwister habt - Ja, kümmert Euch natürlich auch um diese, aber Ihr könnt keine Ersatzeltern sein und Ihr könnt den Geschwistern, Euch und den Angehörigen NICHT (!) helfen, indem Ihr bleibt und einfach alle Pflichten übernehmt, alles versucht zu kompensieren und auszugleichen und irgendwie so unauffällig zu sein, dass es keine Konflikte gibt - davon wird nicht ein einziger Punkt funktionieren. Faktisch unmöglich.

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