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Psychisch krank?Minderwertigkeitskomplexe?

18. April 2006 um 21:16

Hallo zusammen.
Das, was ich versuche zu schreiben, ist wahrscheinlich ein wenig schwer zu verstehen, aber ich hoffe, dass ich alles halbwegs verständlich rüberbringen kann:
Also, ich bin 17, war 1 1/2 Jahre mit meinem "fast-Nachbar" (wohnt einpaar Häuser weiter) zusammen und wir haben alles ausprobiert, d.h. wir haben miteinander geschlafen usw. (keine Sorge, nichts verbotenes). Es lief eigentlich alles ganz gut, aber wir haben einen Jungen in der Stufe, der auch nur einpaar Häuser entfernt wohnt, der mich eigentlich immer beleidigt, schikaniert und "mobbt"(wie man so schön sagt). Mein Exfreund hat ihn nie davon abgehalten und manchmal sogar mitgelacht und so, was mich natürlich ungemein verletzt hat. Nun ja, zumindest haben die Jungs (der Kontakt weiterhin ist leider unvermeidbar) häufig Gesprächsthemen wie Oberweite, Hintern u.s.w., halt typische MöchtegernAufreißer-Themen. Da ich Oberweitenmäßig wirklich wenig zu bieten habe und auch wegen dieser ständigen "Terrorisierung" vollkommen unter Selbstzweifeln leide, gehts mir in letzter Zeit ziemlich mies...naja, eigentlich schon ziemlich lange, denn einerseits komme ich mit meinem Ex wirklich gut aus, aber andererseits hasse ich ihn manchmal für seine komischen, beleidigenden Sprüche (die bei weitem nicht mehr so regelmäßig kommen, wie kurz nach unserer Trennung).
Um es auf den Punkt zu bringen, meine Probleme sind die folgenden:
1. Ich hasse meinen Körper vom Hals abwärts.
2. ich hasse es, dass ich nicht über meinen Ex hinweg komme.
3. Ich fürchte, ich habe erliege einem Schönheitswahn, weil ich mich immer zu dick finde.
4. Manchmal könnte ich einfach nur heulen, weil ich mich für total unfair behandelt halte.

--> Ich weiß einfach nicht, ob ich wirklich psychische Probleme habe, oder ob das vollkommen normal ist, dass ich so von SElbstzweifeln und Minderwertigkeitskomplexen zerfressen bin...

Wäre euch wirklich dankbar, wenn ihr mir helfen könntet!!

Gruß,
Alexis

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19. April 2006 um 7:50

Ob du wirklich eine
psychische Störung hast, kann man von heir aus wohl sicher nicht beurteilen.
Aber du könntest es ja erst einmal mit einigen Selbsthilfemaßnahmen versuchen:
Suche dir z.B. zehn Dinge (Fähigkeiten, Eigenschaften, Leistungen [und wenn es "nur" 'ne gute Note in Musik ist] ...), die dir an dir geallen, auf die du stolz sein kannst (ich weiß, ist mitunter schwierig, aber mit einigem Nachdenken schafft das jeder.) Jedes Mal, wenn du dann wieder negative Gedanken hat, schiebst du diese zur Seite und stellst an seine Stelle einen guten Gedanken, der mit dem negativen irgendwie zusammenhängt (z.B. Ich bin fett! --> Andere wären froh, wenn wie in Größe M passen würden).
Und wenn du dich unfair behandelst fühlst, geh zu demjenigen, der das getan hat, und sag es ihm - das, was du mir da jetzt getan hat, hat mich sehr verletzt. oder so. Klar, braucht Selbstvertrauen, aber man kann alles trainieren. Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen.
Und was den Schönheitswahn angeht: Nenne mir doch bitte eine Frau, die kein Problem mit ihrer Figur hat. Wenn ich mit ein oder zwei Frauen zusammen bin, dann kommt spätestens nach einer halben Stunde das Gespräch auf Figur, Gewicht etc. Das ist nun einmal unsere Gesellschaft. Und so lange dieses nicht zu einem wirklichen Problem wird, ist es auch nicht so schlimm.
Ach ja, zum Thema "Oberweite" - ich denke, das ist einfach ein Problem deines Alters. Darünber wurde hier im Forum ja schon einmal ausgiebig diskutiert. Als ich sechzehn oder siebzehn war, war es mir auch peinlich, dass mein Busen praktisch nicht vorhanden ist. Und schau dich mal um! Glaubst du, du bist die einzige? Es gibt genug Frauen, die oben herum nicht allzu viel haben - und trotzdem leben. Und heute (mit Mitte dreißig) bin ich froh, dass ich einen kleinen Busen habe - da stört wenigstens auch nix.
Ich weiß, ich kann viel schreiben, ob es dich tröstet ist eine andere Sache. Aber glaub' mir, es gibt weit größere Probleme! Ich hab' es selbst erfahren.
So, keep smiling , du bist erst 17, hast das Leben noch vor dir, es kommen andere Jungs, andere FreundInnen, andere Orte, in denen du leben wirst (hoffe ich für dich), ... Es gibt viel zu entdecken im Leben. Lass dich nicht jetzt schon unterkriegen, sondern versuche, mit einem gesunden Humor durchs Leben zu gehen!
Alles Liebe, Lilotschka

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