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Psychiatrie - Ja oder nein??

19. November 2012 um 16:12

Hey ihr,

ich fang' einfach mal an; es geht mir schon seit einigen Jahren nicht wirklich gut, hatte bspw. immer wieder Depressionen, SVV... Ich hatte vor einem Jahr auch eine Therapie gemacht, aber das hat mir nicht wirklich geholfen, ich habe mich mit der Psychologin auch nicht wirkllich gut verstanden..
Nun bin ich 18 und habe dieses Jahr mein Abi gemacht und direkt danach ein Studium angefangen.
Das Problem ist, dass es mir immer noch so schlecht geht; ich bin eher einsam, mit meinen Eltern komme ich nicht so gut klar und manchmal habe ich das Gefühl, dass mein Kopf auseinanderbrechen muss, weil ich zu viel nachdenke. Ich kann mich überhaupt auf gar nichts richtig konzentrieren und habe auf nichts wirklich Lust, was mir jetzt vor allem im Studium zum Verhängnis wird. Ich weiß nicht, wer ich bin und was ich mit meinem Leben anfangen will. Ich habe oft das Gefühl, dass ich die Außenwelt gar nicht mehr richtig wahrnehme und einfach nur in meiner eigenen Welt lebe. Und dann fühle ich mich so, als wäre ich schon längst tot, und als hätte irgendetwas anderes von meinem Körper Besitz ergriffen.. ich bin total leer und kalt und die Gefühle, die ich fühlen kann, verwirren mich total und ändern sich schlagartig. Ich habe dazu auch noch so viele Zwänge, die mich langsam verrückt machen.
Ich denke nicht, dass ich mich umbrigen würde, aber ich will so auch nicht weiterleben..

Seit längerem geistert der Gedanke in meinem Kopf herum, dass ich einige Zeit in eine Psychiatrie gehen könnte, weil eine ambulante Therapie wahrscheinlich nicht ausreichen würde. Dann könnte ich einfach mal weg von allem, raus aus dem Alltag, mich und meine Gedanken richtig sortieren und neue Kraft sammeln, um mein Leben danach so weiterzuleben, wie ich es will und so, dass es mir wieder Spaß macht.

Die Frage ist nur: wird einem in der Psychiatrie wirklich geholfen oder fertigen sie einen da nur mit Medikamenten ab?
Was sind eure Erfahrungen? Bekommt man genug Therapien? Hat es euch langfristig geholfen?
Und wie kommt man da überhaupt rein?
Ich weiß nicht, ob ich mit 18 noch in eine Jugendpsychiatrie könnte, das stelle ich mir von der Atmosphäre her angenehmer vor. Andererseits bin ich lieber in Gesellschaft älterer Menschen. zwischen 13- und 15-Jährigen würde ich mich unwohl fühlen. Kann man sich das in diesem "Übergangsalter" aussuchen und wenn ja, was würdet ihr als sinnvoller erachten?

Viele Grüße und danke schon mal!

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30. November 2012 um 11:37


hi, ich bin psychiatrieerfahrener.

Da du über 18 bist kommst du in eine Erwachsenenpsychiatrie und nicht mehr in die Jugendpsychiatrie.

An deiner Stelle würde ich mir den Gang in die Klapse ersparen.Therapien gibt es kaum, Gespräche erst recht nicht. Die Erwachsenenpsychiatrie ist eher ein "Wegsperren" als eine Behandlung. Solange du nicht Suizid oder Fremdgefährdent bist brauchste in keine Psychiatrie gehen.

Mein Tipp an dich wäre, suche dir ein Psychologe, mit dem du dich verstehst und der dich versteht. Besprech mit ihm deine Probleme und strebe eine Behandlung in einer Rehaklinik an.

Ein Psychiatrieaufenthalt wird dich nur noch mehr runterziehen und würde ich dir auf keinen Fall empfehlen!

Bei weiteren Fragen stehe ich dir gerne zur Verfügung. Alles Gute

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2. Dezember 2012 um 19:06
In Antwort auf hektor_12448985


hi, ich bin psychiatrieerfahrener.

Da du über 18 bist kommst du in eine Erwachsenenpsychiatrie und nicht mehr in die Jugendpsychiatrie.

An deiner Stelle würde ich mir den Gang in die Klapse ersparen.Therapien gibt es kaum, Gespräche erst recht nicht. Die Erwachsenenpsychiatrie ist eher ein "Wegsperren" als eine Behandlung. Solange du nicht Suizid oder Fremdgefährdent bist brauchste in keine Psychiatrie gehen.

Mein Tipp an dich wäre, suche dir ein Psychologe, mit dem du dich verstehst und der dich versteht. Besprech mit ihm deine Probleme und strebe eine Behandlung in einer Rehaklinik an.

Ein Psychiatrieaufenthalt wird dich nur noch mehr runterziehen und würde ich dir auf keinen Fall empfehlen!

Bei weiteren Fragen stehe ich dir gerne zur Verfügung. Alles Gute


Okay, vielen Dank für deine ehrliche Meinung!
Man hört irgendwie von allen Seiten, dass die Psychiatrie nicht so hilfreich sein soll..
Hast du zufällig Erfahrungen mit einer Rehaklinik?
Was genau ist da denn so anders?

Vielen Dank nochmal,
Liebe Grüße

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3. Dezember 2012 um 17:55

Heey! (:
Liebe Alittlebitlost,
ich bin mit deinem Problem sehr erfahren, auch wenn ich jünger bin als du, naja ein Jahr. ;D
Ich war mal in der Psychiatrie, & hab eine etwas andere Ansicht. Und zwar hat es mir dort sehr geholfen. Außerdem war es bei mir so, dass sich Menschen zwischen 18 & 21 aussuchen konnten, ob sie in die Jugend- oder Erwachsenenpsychiatrie gehen. Außerdem wird es nach Alter aufgeteilt, also die Jugendpsychiatrie nochmal in Alter unterteilt. Du wärst so bei denen ab 16 dann..

Mir haben sie dort gar keine Medikamente gegeben, obwohl ich Suizidgefährdet war. Ich hab viel Gesprächstherapie bekommen & auch Ergotherapie & bla. Mir hat es ganz ehrlich sogar Spaß dort gemacht, auch wenn man sich manchmal dann doch wieder nach Hause zurücksehnt.

Ich schöpfte dort viel positive Energie & kann es dir eigentlich nur empfehlen.

In eine Psychiatrie kommst du entweder, wenn du zu einem Psychiater gehst und ihm alles deiner Probleme erzählst und er es als dementsprechend ''schlimm'' empfindet (Kannst ja auch erwähnen, dass du schon mal Gesprächstherapie (?) hattest und das nichts gebracht hat), oder einfach zu einem Arzt. Der kann dich auch einweisen lassen,
uuuund außerdem;
Du kannst dich ab 18 Jahren ja jeder Zeit wieder selbst entlassen (also solange du nicht zwangseingewiesen wirst & das würdest du ja nicht werden..) , falls sie dich mit Medikamenten zupumpen wüüürden. o;

Liebe Grüße & Gute Besserung (:

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4. Dezember 2012 um 13:52
In Antwort auf dotty_12433232


Okay, vielen Dank für deine ehrliche Meinung!
Man hört irgendwie von allen Seiten, dass die Psychiatrie nicht so hilfreich sein soll..
Hast du zufällig Erfahrungen mit einer Rehaklinik?
Was genau ist da denn so anders?

Vielen Dank nochmal,
Liebe Grüße

Hey
Ich war 1 mal in einer Rehaklinik. Anders is das du nicht weggesperrt bist. Du hast Freiheiten, bist nicht eingesperrt, du hast mehr Therapien, die Atmosphäre is ne völlig Andere, kannst jederzeit abbrechen, wennde nicht mehr willst. Is einfach ne komplett andere Schiene und für dich auf jedenfall die bessere Alternative.

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