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Probleme neue Freundschaften zu knüpfen

3. März 2006 um 17:58 Letzte Antwort: 7. März 2006 um 17:32

Hallo,
vielleicht könnt ihr mir ja ein paar Tips geben bezgl. neue Freundschaften zu schließen.

Ich bin nicht soo schüchtern, sondern kann mir einen Ruck geben und auf andere Leute zugehen. Da seht ihr auch schon, dass ich nicht gleich im Vordergrund stehe(n) (will) und sofort von Leuten umringt bin. Ich bin also kein Mittelpunktsmensch.
Ich unterhalte mich gerne über interessante und vor allem lustige Dinge. Small Talk mag ich nicht, denn was soll ich noch dazu sage: "man, schneit es draußen" Antwort:"OOO jaaa". Davon mache ich höchstens Gebrauch, um ins Gespräch zu kommen.

Es ist mir schon klar, wenn man jemanden kennen lernen möchte, dass man auf andere zugehen muss.

Oftmals ist es aber so, wenn ich ein Gespräch beginne und versuche es fortzuführen,dann fällt mir irgendwann nichts mehr ein, was ich erzählen könnte. Und von der anderen Person kommt auch nichts. Das passiert meistens schon nach 10 Minuten...Und dann fühle ich mich irgendwie unbehaglich. Ich habe schon öfters die Erfahrung gemacht, dass von anderen unterhaltungsmäßig nicht viel läuft und ich frage mich dann immer, wie ich denn sonst jemanden näher kennen lernen soll. Ich frage mich auch, ob es an mir liegt...aber ich bin überhaupt nicht aufdringlich, im Gegenteil.Ich rede nicht viel, aber ich kann, aber nur wenn andere auch mal was erzählen, was nicht gerade small talk ist. Bei der Arbeit zum Beispiel (ich bin erst seit 1,5 Monaten dort), würde ich gerne mehr Kontakt zu den anderen aufbauen. Aber es gelingt mir nicht richtig. Gleich von Anfang an habe ich versucht ein Gespräch aufzubauen, denn gerade zu Anfang gibt es ja noch viel zu erzählen (finde ich), wie "was machst du?", "wie lange bist du schon hier?" usw.. Ich habe mir auch schon vorgenommen, beim Mittagessen zu versuchen, die Leute näher kennen zu lernen. Aber entweder ist jeder an seinem Tisch, oder jetzt kommt es: heute und gestern war es so, dass zwei Mädels aus meinem Zimmer (wir sind dort zu viert) zum Mittag essen gegangen sind und haben mich nicht gefragt!!! Ich war da schon ein wenig sauer, habe es aber nicht gezeigt (habe mir aber überlegt zu sagen) und war schön weiter freundlich. Ich habe vor paar Tagen schon mal gefragt, ob jemand Lust hätte zum Essen zu gehen, aber da hatten sie dann was dabei und haben es an ihrem Tisch gegessen...

Kann mir das jemand erklären? Was soll ich tun?

LG
Evilily

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3. März 2006 um 18:23

Tja,
wie können deine Kolleginnen einfach so ohne Dich Essen gehen?
Weil sie es nicht nötig haben, mit jemanden ihre Pause zu verbringen, denn sie nicht sympathisch finden.
Vielleicht wirkst Du auf sie einfach einen Tick zu arrogant, hast du dir das schon mal überlegt?
Nicht jedes Gespräch muss hoch intellektuellen Inhalts sein
und der sogenannte "small talk" gehört eben dazu, gerade wenn man sich noch nicht so gut kennt. Auch auf diese Ebene lässt sich zwischenmenschlich etwas aufbauen, nur wenn du dir "zu schade" dafür bist, vermeidest du dadurch ja schon den Versuch.
Komm von deinem hohen Roß herunter und beobachte mal den kommunikativen Umgang der anderen Kollegen in deinem Büro.
Du musst dich nicht verbiegen, sondern solltest anderen Gesprächformen etwas offener und vorbehaltsloser gegenüber stehen. Wann hast du das letzte Mal wirklich richtig und lauthals gelacht (und wenn es auch noch so ein Blödsinn war)???
Versuche lockerer zu werden und erwarte von anderen nicht zu viel, du bist eine Kollegin, nicht weniger aber auch nicht mehr.
Wenn die Anderen dich sympathisch finden sollen und auch Lust dazu haben ihre Pause mit dir zu verbringen, ist es an dir, etwas zu tun. Gehe auf sie zu, frage um Rat, lass dir helfen und bekunde dein Interesse, auch wenn es mal nicht 100%ig dein
Thema sein sollte.
Du musst dich deshalb nicht verbiegen, nur etwas lockerer im Hinblick auf deine Anspruchshaltung werden und offensiver auf deine Umgebung zugehen.

Gruß
redcorner

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3. März 2006 um 18:59
In Antwort auf inez_12562985

Tja,
wie können deine Kolleginnen einfach so ohne Dich Essen gehen?
Weil sie es nicht nötig haben, mit jemanden ihre Pause zu verbringen, denn sie nicht sympathisch finden.
Vielleicht wirkst Du auf sie einfach einen Tick zu arrogant, hast du dir das schon mal überlegt?
Nicht jedes Gespräch muss hoch intellektuellen Inhalts sein
und der sogenannte "small talk" gehört eben dazu, gerade wenn man sich noch nicht so gut kennt. Auch auf diese Ebene lässt sich zwischenmenschlich etwas aufbauen, nur wenn du dir "zu schade" dafür bist, vermeidest du dadurch ja schon den Versuch.
Komm von deinem hohen Roß herunter und beobachte mal den kommunikativen Umgang der anderen Kollegen in deinem Büro.
Du musst dich nicht verbiegen, sondern solltest anderen Gesprächformen etwas offener und vorbehaltsloser gegenüber stehen. Wann hast du das letzte Mal wirklich richtig und lauthals gelacht (und wenn es auch noch so ein Blödsinn war)???
Versuche lockerer zu werden und erwarte von anderen nicht zu viel, du bist eine Kollegin, nicht weniger aber auch nicht mehr.
Wenn die Anderen dich sympathisch finden sollen und auch Lust dazu haben ihre Pause mit dir zu verbringen, ist es an dir, etwas zu tun. Gehe auf sie zu, frage um Rat, lass dir helfen und bekunde dein Interesse, auch wenn es mal nicht 100%ig dein
Thema sein sollte.
Du musst dich deshalb nicht verbiegen, nur etwas lockerer im Hinblick auf deine Anspruchshaltung werden und offensiver auf deine Umgebung zugehen.

Gruß
redcorner

Sowas...
na, sowas habe ich schon befürchtet, dass sie mich vielleicht nicht sympatisch finden....aber obwohl sie mich nicht kennen??? das macht mich schon irgendwie fertig.

na, ich "versuche" schon die ganze zeit small talk zu führen. ich wollte jetzt echt nicht rüberbringen, dass ich mich nur auf "hoch intellektuelem Kurs" bewegen möchte. ich weiß gar nicht mehr, was ich reden soll. an einem tag habe ich mich mit meiner chefin so lustig unterhalten, dass ich dachte, das eis wäre gebrochen. aber am nächsten tag war es wieder das gleiche.
ich tue meinen arbeitskolleginnen auch ab und zu einen Gefallen, indem ich was mitkopiere oder einscanne...was auch immer, das tu ich gern. Mittlerweile traue ich mich öfters auch gar nicht mehr was zu sagen, denn es könnte ja so nichtssagend und uninteressant sein, so ein "blablabla". ich überleg es mir doppelt und dreifach. im allgemeinen bin ich nämlich eher schüchtern. das will ich mir aber nicht so anmerken lassen und tu so als ob es eine freiwillige Zurückhaltung wäre. Aber wenn jemand mit mir ein Gespräch beginnt, dann unterhalte ich mich bereitwillig. Oftmals habe ich den Eindruck, dass das umgekehrt nicht der Fall ist. Aber vielleicht wissen die Leute auch nicht, was sie reden sollen. Aber das nehme ich ihnen nicht übel, sondern respektiere sie.
Wir sitzen in einem Großraumbüro, in dem die einzelnen Abteilungen durch Trennwände getrennt sind. Die zwei Kolleginnen sitzen sich gegenüber und ich sitze mit meiner Betreuungsperson etwas weiter entfernt. Diese redet nicht viel (außer dass wir uns an enem Tag eben echt gut unterhalten haben. das war wohl ein guter Tag) . Und wenn sich die beiden anderen unterhalten, dann höre ich fast nichts, da sie untereinander reden.


Gruß,
Evilily

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3. März 2006 um 19:07
In Antwort auf birgit_12119991

Sowas...
na, sowas habe ich schon befürchtet, dass sie mich vielleicht nicht sympatisch finden....aber obwohl sie mich nicht kennen??? das macht mich schon irgendwie fertig.

na, ich "versuche" schon die ganze zeit small talk zu führen. ich wollte jetzt echt nicht rüberbringen, dass ich mich nur auf "hoch intellektuelem Kurs" bewegen möchte. ich weiß gar nicht mehr, was ich reden soll. an einem tag habe ich mich mit meiner chefin so lustig unterhalten, dass ich dachte, das eis wäre gebrochen. aber am nächsten tag war es wieder das gleiche.
ich tue meinen arbeitskolleginnen auch ab und zu einen Gefallen, indem ich was mitkopiere oder einscanne...was auch immer, das tu ich gern. Mittlerweile traue ich mich öfters auch gar nicht mehr was zu sagen, denn es könnte ja so nichtssagend und uninteressant sein, so ein "blablabla". ich überleg es mir doppelt und dreifach. im allgemeinen bin ich nämlich eher schüchtern. das will ich mir aber nicht so anmerken lassen und tu so als ob es eine freiwillige Zurückhaltung wäre. Aber wenn jemand mit mir ein Gespräch beginnt, dann unterhalte ich mich bereitwillig. Oftmals habe ich den Eindruck, dass das umgekehrt nicht der Fall ist. Aber vielleicht wissen die Leute auch nicht, was sie reden sollen. Aber das nehme ich ihnen nicht übel, sondern respektiere sie.
Wir sitzen in einem Großraumbüro, in dem die einzelnen Abteilungen durch Trennwände getrennt sind. Die zwei Kolleginnen sitzen sich gegenüber und ich sitze mit meiner Betreuungsperson etwas weiter entfernt. Diese redet nicht viel (außer dass wir uns an enem Tag eben echt gut unterhalten haben. das war wohl ein guter Tag) . Und wenn sich die beiden anderen unterhalten, dann höre ich fast nichts, da sie untereinander reden.


Gruß,
Evilily

Und noch was...
ich hatt mit der einen kollegin in den ersten zwei tagen viel zu tun, da sie mir alles gezeigt hat. d.h. ich bin ihr nicht "zu fremd".

ciao,
evilily

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3. März 2006 um 19:23
In Antwort auf birgit_12119991

Sowas...
na, sowas habe ich schon befürchtet, dass sie mich vielleicht nicht sympatisch finden....aber obwohl sie mich nicht kennen??? das macht mich schon irgendwie fertig.

na, ich "versuche" schon die ganze zeit small talk zu führen. ich wollte jetzt echt nicht rüberbringen, dass ich mich nur auf "hoch intellektuelem Kurs" bewegen möchte. ich weiß gar nicht mehr, was ich reden soll. an einem tag habe ich mich mit meiner chefin so lustig unterhalten, dass ich dachte, das eis wäre gebrochen. aber am nächsten tag war es wieder das gleiche.
ich tue meinen arbeitskolleginnen auch ab und zu einen Gefallen, indem ich was mitkopiere oder einscanne...was auch immer, das tu ich gern. Mittlerweile traue ich mich öfters auch gar nicht mehr was zu sagen, denn es könnte ja so nichtssagend und uninteressant sein, so ein "blablabla". ich überleg es mir doppelt und dreifach. im allgemeinen bin ich nämlich eher schüchtern. das will ich mir aber nicht so anmerken lassen und tu so als ob es eine freiwillige Zurückhaltung wäre. Aber wenn jemand mit mir ein Gespräch beginnt, dann unterhalte ich mich bereitwillig. Oftmals habe ich den Eindruck, dass das umgekehrt nicht der Fall ist. Aber vielleicht wissen die Leute auch nicht, was sie reden sollen. Aber das nehme ich ihnen nicht übel, sondern respektiere sie.
Wir sitzen in einem Großraumbüro, in dem die einzelnen Abteilungen durch Trennwände getrennt sind. Die zwei Kolleginnen sitzen sich gegenüber und ich sitze mit meiner Betreuungsperson etwas weiter entfernt. Diese redet nicht viel (außer dass wir uns an enem Tag eben echt gut unterhalten haben. das war wohl ein guter Tag) . Und wenn sich die beiden anderen unterhalten, dann höre ich fast nichts, da sie untereinander reden.


Gruß,
Evilily

Gut möglich Evilily,
dass du einfach zu "verkrampft" auf andere wirkst.
Sorry, doch du solltest nicht erwarten, dass sich einem netten Gespräch - hier mit deiner Chefin - auch gleich eine Freundschaft anschliesst. Ihr Verhalten am folgenden Tag solltest Du nicht allzu persönlich nehmen. Sie ist deine Chefin und kann/darf/sollte sehr vorsichtig damit sein, sich einer ihr untergebenen Mitarbeiterin allzu freundschaftlich zu zeigen.

Noch etwas Prinzipielles: Im beruflichen Alltag sollte man sich sehr gut überlegen, ob man/frau Freundschaften anstrebt bzw. sucht. Gegen eine nicht zu vertraute Bekanntschaft ist nichts einzuwenden, bei einer Freundschaft besteht immer die Gefahr, dass es zu üblen Gerüchten kommen kann, wenn die Beteiligten mal verkracht sind oder die Freundschaft sich "überlebt" hat.

Du bist noch relativ neu,hast du denn schon deinen "Einstand" gefeiert? (Falls das heute noch angesagt ist, ich finde es eine nette Geste und man kommt dabei auch eher ins Gespräch)

Falls du es nicht kennst, d.h. der/die neue Mitarbeiter(in)
bringt Kuchen (warum nicht selbstgebacken?) oder verschiedene
süße Teilchen für die Frühstückspause oder die Kaffeepause am Nachmittag mit. (Kaffee ist ja auch schnell gemacht)
Überlege dir mal, ob das etwas für dich wäre (und ich finde,
es wird auch nach 1,5 Monaten sehr gut bei den anderen ankommen)

Ansonsten versuche doch weiter freundlich und hilfsbereit zu sein, wenn jemand etwas erzählt auch mal interessiert nachzufragen (z.B. jemand hat erzählt, das Mann/Kind/Mutter o.a.
krank ist. Es beweist dann einfach deine menschliche Anteilnahme bei Gelegenheit nachzufragen, ob es der betreffenden Person besser geht bzw. wie es ihr zwischenzeitlich geht)

Klinke dich öfters mal in Gespräche ein und frage Sachen nach, die du nicht kennst oder verstehst - bitte ohne jedoch penetrant
zu sein.
Und lächle öfter mal deine Mitmenschen einfach so - ganz ohne Grund - mal an.
Sei geduldig und erwarte bitte nicht gleich morgen oder übermorgen die Knaller-Ergebnisse, schließlich bist du noch neu und wirst auch von den anderen noch "beschnuppert".

Lg

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3. März 2006 um 19:35
In Antwort auf inez_12562985

Gut möglich Evilily,
dass du einfach zu "verkrampft" auf andere wirkst.
Sorry, doch du solltest nicht erwarten, dass sich einem netten Gespräch - hier mit deiner Chefin - auch gleich eine Freundschaft anschliesst. Ihr Verhalten am folgenden Tag solltest Du nicht allzu persönlich nehmen. Sie ist deine Chefin und kann/darf/sollte sehr vorsichtig damit sein, sich einer ihr untergebenen Mitarbeiterin allzu freundschaftlich zu zeigen.

Noch etwas Prinzipielles: Im beruflichen Alltag sollte man sich sehr gut überlegen, ob man/frau Freundschaften anstrebt bzw. sucht. Gegen eine nicht zu vertraute Bekanntschaft ist nichts einzuwenden, bei einer Freundschaft besteht immer die Gefahr, dass es zu üblen Gerüchten kommen kann, wenn die Beteiligten mal verkracht sind oder die Freundschaft sich "überlebt" hat.

Du bist noch relativ neu,hast du denn schon deinen "Einstand" gefeiert? (Falls das heute noch angesagt ist, ich finde es eine nette Geste und man kommt dabei auch eher ins Gespräch)

Falls du es nicht kennst, d.h. der/die neue Mitarbeiter(in)
bringt Kuchen (warum nicht selbstgebacken?) oder verschiedene
süße Teilchen für die Frühstückspause oder die Kaffeepause am Nachmittag mit. (Kaffee ist ja auch schnell gemacht)
Überlege dir mal, ob das etwas für dich wäre (und ich finde,
es wird auch nach 1,5 Monaten sehr gut bei den anderen ankommen)

Ansonsten versuche doch weiter freundlich und hilfsbereit zu sein, wenn jemand etwas erzählt auch mal interessiert nachzufragen (z.B. jemand hat erzählt, das Mann/Kind/Mutter o.a.
krank ist. Es beweist dann einfach deine menschliche Anteilnahme bei Gelegenheit nachzufragen, ob es der betreffenden Person besser geht bzw. wie es ihr zwischenzeitlich geht)

Klinke dich öfters mal in Gespräche ein und frage Sachen nach, die du nicht kennst oder verstehst - bitte ohne jedoch penetrant
zu sein.
Und lächle öfter mal deine Mitmenschen einfach so - ganz ohne Grund - mal an.
Sei geduldig und erwarte bitte nicht gleich morgen oder übermorgen die Knaller-Ergebnisse, schließlich bist du noch neu und wirst auch von den anderen noch "beschnuppert".

Lg

Mal schaun...
danke für deine tips. das mit den teilchen für die kaffeepause werde ich mal umsetzen.

vielleicht bin ich einfach zu ungeduldig. trotzdem fand ich mich als Neuling von dem gemeinsamen Mittagessen schon ausgeschlosssen. Oder bin ich da zu überempfindlich? Keine Ahnung..mal sehen.

LG,
Evilily

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3. März 2006 um 19:56
In Antwort auf birgit_12119991

Und noch was...
ich hatt mit der einen kollegin in den ersten zwei tagen viel zu tun, da sie mir alles gezeigt hat. d.h. ich bin ihr nicht "zu fremd".

ciao,
evilily

Juhu evilily,
war noch beim Schreiben und habe diesen Beitrag noch nicht gelesen.
Würde dich gerne noch auf folgendes hinweisen:
Du bist die "Neue" und mit einer großen Menge sehr verschiedener
Beziehungen, sichtbarer und unsichtbarer Kommunikationsnetzwerke
konfrontiert.
Die Kollegin hat viel Zeit mit dir verbracht und dich herumgeführt, gut, das war vielleicht auch ihre zugewiesene Aufgabe, daraus kann weder auf Sympathie noch Antipathie geschlossen werden.
Andere Kolleginnen sind vielleicht auch schon länger gut miteinander bekannt oder befreundet und verhalten sich dir gegenüber einfach noch etwas reserviert, weil sie dich noch nicht richtig kennen. (Überlege dir doch auch mal die Situation aus ihrer Perspektive)

Bedenke bitte auch, wie wichtig deine innere Einstellung ist.
Wenn du denkst, dass die Anderen dich eh nicht mögen, verhälst du dich ganz anders (und weit weniger freundlich) als wenn Du
im Hinterkopf dir immer wieder sagst " GutDing braucht Weile".
Ich nehme es nicht persönlich, da ich noch relativ neu bin und
die anderen mich noch nicht richtig einschätzen können.

Bleib freundlich, offen, hilfsbereit und nett und freue dich auf den Frühling - bis dahin wirst Du sehr viel besser in dein
Arbeitsumfeld eingebunden sein!

Lg

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3. März 2006 um 19:56

Um Small Talk wirst Du nicht herumkommen.
Schon in der Steinzeit plauderte man mit dem von der Nachbarhöhle darüber, wie mickrig die Mammuts heuer sind

Während ihr Scheiße labert, wirst Du von Deinem Gesprächspartner gecheckt, und Du checkst ihn. Ihr merkt das beide nicht, aber alle die Signale, die da wortlos rüberkommen, werden untersucht. Deine Stimme, Deine Bewegungen, Dein Gesichtsausdruck, sogar Dein Geruch. Das ist anstrengend, man kann dabei nicht über den Irakkrieg oder Immanuel Kant diskutieren. Auch Tiere beschnüffeln sich, wenn sie sich treffen (wenn nicht dabei eines gleich gefressen wird) Und, Hand aufs Herz: Sind wir nicht zum Großteil noch Tiere?

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3. März 2006 um 22:53

Hallo Evilily!
Ich habe im September eine neue Arbeitsstelle angetreten und zuerst dieselben Probleme. Und es lag auch wirklich daran, dass ich einfach arrogant gewirkt habe. Ich bin auch seeeeeehr schüchtern, weiß nie, was ich sagen soll, wenn ich jemanden nicht kenne, und es fällt mir dann auch sehr schwer zu lächeln. Außerdem hatte ich parallel dazu auch noch genug andere Probleme. Aber au jeden Fall: Ich wirkte arrogant und keineR wollte Kontakt zu mir.
In so einer Lage hilft eigentlich nur eins: LÄCHELN ! Wenn du morgens ins Büro kommst, gehe gerade, "nimm Platz ein", setze ein tolles Lächeln ein und sage laut und deutlich "Guten Morgen", "Hallo" o.ä., frage nach, wie es dem/der anderen geht. Oder mache eine Bemerkung über das Wetter ... (hört sich doof und platt an, aber ist halt nur ein Einstieg/Kontaktaufnahme). Dann muss dein Gegenüber nämlich antworten. Und auch wenn es schwierig ist, versuche das Gespräch in Gang zu halten (aber um Himmels Willen nicht stockstei!). Es ist schwer, aber ... Du darfst nicht vergessen: Die anderen kennen einander vielleicht schon seit Jahren. Sie haben es nicht nötig, den ersten Schritt zu tun. Sie sind auch vorher ohne dich ausgekommen. Das klingt (und ist) hart, ist aber die Wahrheit.
Wenn einige KollegInnen miteinander sprechen oder zusammensitzen, setze dich ruhig dazu. Mache einen interessierten Eindruck, auch wenn dich das (Gesprächs-)Thema nicht interessiert. Frage, wenn sich die Gelegenheit ergibt, auch nach Persönlichem. Interesse am anderen zeigen ist immer sehr gut, das schmeichelt. Mache den anderen kleine Komplimente, ohne aber anbiedernd zu wirken (z.B. über das Aussehen, die Kleidung o.ä.).
Wende dich auch mit Fragen bzgl. der Arbeit an die KollegInnen, auch dieses ist ein Zeichen von Interesse und zeigt den anderen, dass du ihre Kompetenzen/Erfahrung und somit auch sie selbst zu schätzen weißt.
Wenn die anderen essen gehen, frage soch einfach, ob du mitgehen kannst. Ich glaube nicht, dass das deinem Image schadet.
Und vergiss nicht: Small-Talk ist, wie meine VorrednerInnen auch schon geschrieben haben, ENORM WICHTIG. Über welche weltbewegenden oder hochtrabenden Themen sprichst du denn z.B. in deiner Freizeit mit Unbekannten? Warum sollte es also bei der Arbeit anders sein?
Und dann darfst du auch nicht vergessen, dass das alles am Anfang mitunter viel Kraft kostet (Lächeln z.B., wenn einem danach nicht zumute ist), aber anders geht es nicht (blöder Spruch: ohne Fleiß kein Preis). Und wenn du merkst, dass dann doch in deiner Kommuinikation oder im Versuch der Kontaktaufnahme etwas nicht so gelungen ist, wie du es dir vorgestellt hast, nimm das nicht als Fehler, sondern nur als Feedback: Hat nichtgeklappt, war in dieser Situation nicht die angemessene Strategie, also passe ich mein Verhalten an und probiere etwas anderes. Nur nicht aus der Ruhe bringen lassen! Und die Hoffnung nicht aufgeben, immer am Ball bleiben!
Alles Gute dabei!

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7. März 2006 um 17:23
In Antwort auf renie_12451281

Hallo Evilily!
Ich habe im September eine neue Arbeitsstelle angetreten und zuerst dieselben Probleme. Und es lag auch wirklich daran, dass ich einfach arrogant gewirkt habe. Ich bin auch seeeeeehr schüchtern, weiß nie, was ich sagen soll, wenn ich jemanden nicht kenne, und es fällt mir dann auch sehr schwer zu lächeln. Außerdem hatte ich parallel dazu auch noch genug andere Probleme. Aber au jeden Fall: Ich wirkte arrogant und keineR wollte Kontakt zu mir.
In so einer Lage hilft eigentlich nur eins: LÄCHELN ! Wenn du morgens ins Büro kommst, gehe gerade, "nimm Platz ein", setze ein tolles Lächeln ein und sage laut und deutlich "Guten Morgen", "Hallo" o.ä., frage nach, wie es dem/der anderen geht. Oder mache eine Bemerkung über das Wetter ... (hört sich doof und platt an, aber ist halt nur ein Einstieg/Kontaktaufnahme). Dann muss dein Gegenüber nämlich antworten. Und auch wenn es schwierig ist, versuche das Gespräch in Gang zu halten (aber um Himmels Willen nicht stockstei!). Es ist schwer, aber ... Du darfst nicht vergessen: Die anderen kennen einander vielleicht schon seit Jahren. Sie haben es nicht nötig, den ersten Schritt zu tun. Sie sind auch vorher ohne dich ausgekommen. Das klingt (und ist) hart, ist aber die Wahrheit.
Wenn einige KollegInnen miteinander sprechen oder zusammensitzen, setze dich ruhig dazu. Mache einen interessierten Eindruck, auch wenn dich das (Gesprächs-)Thema nicht interessiert. Frage, wenn sich die Gelegenheit ergibt, auch nach Persönlichem. Interesse am anderen zeigen ist immer sehr gut, das schmeichelt. Mache den anderen kleine Komplimente, ohne aber anbiedernd zu wirken (z.B. über das Aussehen, die Kleidung o.ä.).
Wende dich auch mit Fragen bzgl. der Arbeit an die KollegInnen, auch dieses ist ein Zeichen von Interesse und zeigt den anderen, dass du ihre Kompetenzen/Erfahrung und somit auch sie selbst zu schätzen weißt.
Wenn die anderen essen gehen, frage soch einfach, ob du mitgehen kannst. Ich glaube nicht, dass das deinem Image schadet.
Und vergiss nicht: Small-Talk ist, wie meine VorrednerInnen auch schon geschrieben haben, ENORM WICHTIG. Über welche weltbewegenden oder hochtrabenden Themen sprichst du denn z.B. in deiner Freizeit mit Unbekannten? Warum sollte es also bei der Arbeit anders sein?
Und dann darfst du auch nicht vergessen, dass das alles am Anfang mitunter viel Kraft kostet (Lächeln z.B., wenn einem danach nicht zumute ist), aber anders geht es nicht (blöder Spruch: ohne Fleiß kein Preis). Und wenn du merkst, dass dann doch in deiner Kommuinikation oder im Versuch der Kontaktaufnahme etwas nicht so gelungen ist, wie du es dir vorgestellt hast, nimm das nicht als Fehler, sondern nur als Feedback: Hat nichtgeklappt, war in dieser Situation nicht die angemessene Strategie, also passe ich mein Verhalten an und probiere etwas anderes. Nur nicht aus der Ruhe bringen lassen! Und die Hoffnung nicht aufgeben, immer am Ball bleiben!
Alles Gute dabei!

Hallo an alle, die genatwortet haben,
eure meinungen und tips haben mich etwas weiter gebracht! Dankeschön

@lilotschka: woher weißt du, dass du arrogant gewirkt hast?

LG,
Evilily

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7. März 2006 um 17:32
In Antwort auf birgit_12119991

Hallo an alle, die genatwortet haben,
eure meinungen und tips haben mich etwas weiter gebracht! Dankeschön

@lilotschka: woher weißt du, dass du arrogant gewirkt hast?

LG,
Evilily

@eviliy
Ich habe mal während des Studiums an einem Workshop zum Thema "Selbst- und Fremdwahrnehmung" teilgenommen. Das war zu einer Zeit, als ich unter massiven Essstörungen litt. Na, ist egal, au jeden Fall hat mir da gesagt, dass ich total arrogant wirke. Und es mag sein, dass ich viele schlechte Seiten besitze, aber eines bin ich bestimmt nicht, nämlich eingebildet. Aber es ist halt so, dass man schnell so wirkt, wenn man sich von den anderen zurückzieht. Sie glauben dann, man WOLLE mit ihnen nichts zu tun haben. Und auf der neuen Arbeitsstellung hat mir meine Chefin das auch gesagt - allerdings wr ihr auch klat, dass ich eigentlich andere Probleme habe/hatte (ich hatte/habe übrigens wieder Probleme mit dem Essverhalten - es kommt halt immer alles zusammen )
Ob du arrogant wirkst, kann ich allerdings von hier logischerweise nicht beurteilen .
Ich wollte das damit auch nicht sagen, aber kann ja sein!
Alles Gute!

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