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Probleme nach Absetzen der Pille

18. Oktober 2014 um 23:31

Hallo!
Ich nutze zum ersten Mal ein Forum, weil mir Ärzte bisher nicht weitergeholfen habe und ich Leute suche, denen es ähnlich geht und die mir sagen können, wie sie mit dieser Situation umgehen oder wie sie es bewältigt haben.

Folgendes: ich bin 20 Jahre alt und habe die Pille angefangen zu nehmen als ich 16 war. Vor 6 Monaten hab ich aufgehört, da mir bewusst wurde, wie verrückt es ist, täglich diese kleine Hormonbombe zu schlucken.
Im ersten Monat nach dem Absetzen war noch alles ok und ich war sehr zuversichtlich, da ich gehört habe, dass die meisten wieder an Lust gewinnen und sich allgemein ausgeglichener fühlen. Nach zirka einem Monat fing es an mir richtig mies zu gehen.
Ich war immer mehr für mich alleine, war genervt, grundlos nervös, hatte extreme Konzentrationsschwierigkeiten, wsr viel weniger einfühlsam, eher egoistisch, und war allgemein unglücklich und sehr, sehr nachdenklich.
Ich dachte, das ist normal, diese Umstellung ist ja eine wahnsinnige Belastung für den Körper. Meine Beziehung litt aber immer mehr darunter, da es mir auch schwer fiel Gefühle (die durchaus da waren) zu zeigen und körperliche Nähe fiel mir schwerer.
Ich ging zum Hausarzt, der untersuchte meinen Blutdruck und machte einen Bluttest (u.a. Blutfette, Blutzucker, Leukozyten, Leberwerte, Vitamin D, Eisen, Calcium, Selen, Zink und Schulddrüsenhormone). Alle Werte waren super außer Vitamin D, ich hatte einen Mangel und supplementiere seither. Nun, es wurde nicht besser. Ich ging zum Frauenarzt, der untersuchte meine Hormonwerte. Alle in Ordnung, außer Östradiol war stark erhöht (Werte einer Schwangeren im zweiten Trisemester), die Frauenärztin hielt es für einen Messfehler und lies einen Monat später nochmals einen Test durchführen-> die Werte waren im Normalbereich (Östradiol, Progesteron, Testosteron, Prolaktin,...)
Nun, inzwischen kann ich mich wieder aufs Studium konzentrieren nur fühle ich mich immer noch als wäre ein Schleier vor mir. Nichts macht mir wirklich Freude, so wie früher. Ich bin sehr nachdenklich und pessimistisch. Ich ziehe mich zurück und mir ist körperliche Nähe oft unangenehm.
Seit zirka drei Monaten habe ich ein Muster in meiner Stimmung erkannt und zwar geht es mir währemd der Periode sehr gut, so wie früher. Nicht nur, dass ich Freude an kleinen Dingen habe und sehr optimistisch und super gelaunt bin, ich habe auch stärkere Gefühle für meinen Partner, die ich i, dann auch unbedingt zeigen will und habe auch eine stärkere Lipido (die ansonsten eigentlich kaum vorhanden ist). Sofort nach der Regel gehts mir schlagartig schlecht und das hält an bis zur nächsten Periode.
Ich und mein Partner leiden darunter extrem.

Zum Verständnis vielleicht noch: ich war vor dem Absetzen immer eine sehr stabile, extrem soziale und einfühlsame Person, die eigentlich immer gute Laune hatte und nicht alleine sein wollte und war bis vor sechs Monaten noch total anhänglich an meinen Partner, Ich wollte jede freie Minute mit ihm verbringen (sind seit fünf Jahren zusammen).

Geht es jemandem ähnlich? Versteht mich irgendjemand?

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20. Oktober 2014 um 12:21

Hormonverhältnis
Vielen lieben dank für die Antwort,

Also nein, ich verhüte nur mit der Kupferkette Gynefix.
Meinen Partner habe ich schon vor der Pilleneinnahme gekannt. Ich habe sie erst nach einem Jahr Beziehung angefangen zu nehmen.

Hast du eine Idee warum es dann während der Periode wieder ganz normal ist?

Die Ärzte haben gar nicht auf das Verhältnis Progesteron zu Östradiol geachtet. Es liegt in meiner Ovululationsphase bei 1,7:1 und in der Follikelphase bei 5:1 (Messungen 3 und 5 monate nach Absetzen)

Kannst du dazu was sagen?

Liebe Grüße und Danke!

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