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Probleme mit verzogener Stieftochter

2. September 2005 um 9:39

Hallo.
Ich lebe mit meinem Freund zusammen. Er hat eine 7 Jährige Tochter. Wir waren vor einer Woche für 8 Tage mit Ihr im Urlaub. Ich hätte das Kind jeden Tag schütteln können, was ich natürlich nicht gemacht habe. Ich weiß nicht wie ich mich dem Kind gegenüber richtig verhalten soll. Ich erzähle erst einmal am besten über das Kind. Ihr Name ist Laura. Laura lebt bei Ihrer Mutter, die ich nicht sonderlich gut leiden kann. Lauras Mutter zieht es aber vor das Kind sehr oft zu meinem Freund oder zu Ihren Eltern zu geben. Am Wochenende ist sie immer bei Ihren Eltern. Was dazu führt das sie bei jedem machen kann was sie will und sehr verwöhnt wird, weil jeder ihr nur das beste will, wenn sie schon mal da ist. Laura ist auch ein Kind das Lügt und auch noch bei Ihrer Meinung bleibt wenn man sie darauf hinweißt das man weiß das sie lügt und ist sauer wenn man ihrer lüge nicht nachgibt. Sie wiederspricht und ist vorlaut, mal ganz davon abgesehen das sie es nicht für nötig hält auch nur im geringsten Maße zu hören. Und sie ist nur glücklich wénn sich alles um sie dreht. Geht es nicht nach Ihrem Kopf bockt sie sehr doll rum.Vor dem Urlaub hatte ich eigentlich keine großen Probleme. Sie war jeden Donnerstag abend bei uns. Einige Zeit ging ich icht arbeiten, da hatte ich mich manchmal fast nen anzen Tag um sie gekümmert. Da bin ich noch ganz gut mit Ihr zurecht gekommen. aber im Urlaub ging es gar nicht. Ich muss dazu sagen das ich komplett anders erzogen worden bin als dieses Kind. Mir wurde bei gebracht die Erwachsenen respektvoll zu behandeln, sparsam zu sein, das ich nicht alles bekomme wenn ich will und so weiter. Bloß dieses Kind bekommt alles in den Arsch gestopft, sie kann sich schon über nix mehr freuen. Ich finde das nicht richtig. Im Urlaub wurde es richtig schlimm. Sie hat die meiste Zeit nur gebockt, weil wir nicht das gemacht haben sie möchte, was die Qualitätz des Urlaubes und die Stimmung untereinander nicht unbedingt anhebt. Alles was ich Ihr angeboten hatte hat sie abgelehnt. Ich nehme mal an weil es nicht von ihr selbst kam.Seit sie in der Schule ist ist sie noch vorlauter geworden. Ich hätte manchmal aus der Haut fahren können wenn ich mitbekommen habe was sie zu ihrem Vater sagt. Ich mein, ich habe mich wirklich bemüht, es ist ja schließlich seine Tochter. Aber seit dem Urlaub möchte ich dieses Kind nicht mehr sehen. Weil es mich nur noch aufregt.Wie kann es sein das ein Kind mit 7 Jahren schon so unmöglich ist das ich es nicht ersehen kann? Was soll ich nur machen? Ich weiß nicht wie ich mich ihr gegenüber verhalten soll? Ich kann dem Kind doch nicht in den Popps kriechen und alles nach ihrem Kopf machen nur damit es keinen Ärger gibt?! Ich kann sie doch aber auch nicht einfach ignorieren. Wie soll man mit so einem Kind umgehen das einen nur leiden kann wenn es machen kann was es will. Nach dem Urlaub drückte sie nämlich bei oma und opa auf die Tränendrüse wie schrecklich der Urlaub doch war. Natürlich wurde sie dann zum Trost ordenlich entschädigt von den Großeltern. Und das wusste sie natürlich, sie ist ja nicht dumm. Ihr hat es nur nicht so gut im Urlaub gefallen weil sie nicht bestimmen durfte und sie Ihren Pappi nicht für sich alleine hatte. Im Urlaub hatte sie mal gemerkt das es noch andere Menschen auf der Welt gibt als sie. Denn wir haben nix gemacht was nicht Kindgerecht gewesen wäre. Es hat sie auch niemant geschimpft oder angefasst (was man ja sowieso nicht macht) Wir waren 2x in verschiedenen Wasserparks, waren am Strand, waren in einem Naturpark wo sie Tiere füttern konnte, waren 3 Tage nur am Pool weil Prinzesschen das gerne hat. Jedes andere Kind wäre schon total froh gewesen das es in den Urlaub fahren kann, aber das ist für sie schon selbstverständlich. Ich bin in der Familie wahrscheinlich die einzige die ihr nicht den "Arsch abwischt" und auch mal was sagt was ihr vielleicht nicht gefällt. Und jetzt bin ich die Böse. Was soll ich jetzt machen?

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2. September 2005 um 9:55

Hi...
...ich habe zwar keine erfahrung in kindererziehung aber ich denke nicht, dass du da großartig was machen kannst. es ist schließlich nicht dein kind.
und eltern/großeltern reagieren bekanntlich sehr allergisch darauf, wenn man sie kritisch auf ihre erziehungsmethoden anspricht. ich würde mal versuchen mit deinem freund zu reden, in einem ganz normalen ton ohne vorwurfsvoll zu klingen. entweder er nimmt es an, oder du hast schlicht und ergreifend pech gehabt. da wirst du persönlich wohl nicht viel ändern können.
lg
kuke

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2. September 2005 um 13:21

Wow was für ein Satansbraten
Hallo ich bin 21 Jahre alt also mit Kindern noch nicht so viel am Hut!
Ich verstehe dich total! Was für ein Balk von Kind! Das Laura ding hätte ich einmal ausreichend im Wasser getaucht!!! Entschuldige meine Art aber was denkt sich das ding!!

Ich kenne die Situation von meinem Bruder! Seine Freundin hat auch so eine Tochter jedoch ein bisschen älter!

Glaub mir das ist eine Frage der Zeit! Spätestens in der Schule, wird sie nicht mehr gemocht von den Mitschülern wegen Ihrer Art und dann wird sie es versuchen von sich aus zu ändern!

Dir Rate ich nur Cool zu bleiben! Jedoch mach nach wie vor das was du für richtig haltest! Nicht ins poppöchen gehen also lass dir nicht auf der Nase herum tanzen! Und versuche einige Regeln mit deinem Partner abzusprechen, an die sich auch die kleine halten muss!!!

LG

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2. September 2005 um 21:03
In Antwort auf adelle_11963897

Hi...
...ich habe zwar keine erfahrung in kindererziehung aber ich denke nicht, dass du da großartig was machen kannst. es ist schließlich nicht dein kind.
und eltern/großeltern reagieren bekanntlich sehr allergisch darauf, wenn man sie kritisch auf ihre erziehungsmethoden anspricht. ich würde mal versuchen mit deinem freund zu reden, in einem ganz normalen ton ohne vorwurfsvoll zu klingen. entweder er nimmt es an, oder du hast schlicht und ergreifend pech gehabt. da wirst du persönlich wohl nicht viel ändern können.
lg
kuke

"Mein Haus - Mein Auto - Mein Kind"
Ist zwar eine übliche Argumentation, aber ich wundere mich immer wieder, wie unkritisch ökonomische Begriffe auf Menschen angewandt werden, als ob es sich dabei um eine Art "wirtschaftliche Verschiebemasse" handelt (wie es ja bei Scheidungen tatsächlich der Fall ist).
Ein Kind "gehört" - im Sinne von "Eigentum" - wie ich, Du, Ihr zunächst mal niemandem; irgendjemand hat das Sorgerecht, ja, aber das gibt ihm noch lange nicht das Recht, mit "seinem" Kind anzustellen, was er will.

Wenn ich mit jemand zusammenlebe, so muß er auch akzeptieren, daß ich mich in sein Leben einmische (so wie ich es ja auch akzeptieren muß), auch wenn es ihm dann & wann nicht gefällt. Und das Kind gehört halt zu seinem Leben dazu; man hat nicht nur das Recht, sondern sogar die Pflicht, sich zu Erziehungsfragen zu äußern, wenn man merkt, daß etwas schiefläuft.
Das "Verwöhntwerden" ist ja nur ein harmloses Beispiel; was wäre denn, wenn das Kind klauen würde & der Vater verbittet sich eine Einmischung? Wäre das dann auch "seine" Sache? Sicher nicht, weil irgendwann das Jugendamt anklopfen würde.
Natürlich muß man immer damit rechnen, daß der Mann auf Deine Argumente/Bedenken nicht eingeht, aber dann würde sich die Frage stellen, was man von der Partnerschaft halten soll.
Ist aber nur meine höchstpersönliche Meinung. Ist ja nicht "mein" Kind *g*

Gruß









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2. September 2005 um 21:14
In Antwort auf na'im_12954821

"Mein Haus - Mein Auto - Mein Kind"
Ist zwar eine übliche Argumentation, aber ich wundere mich immer wieder, wie unkritisch ökonomische Begriffe auf Menschen angewandt werden, als ob es sich dabei um eine Art "wirtschaftliche Verschiebemasse" handelt (wie es ja bei Scheidungen tatsächlich der Fall ist).
Ein Kind "gehört" - im Sinne von "Eigentum" - wie ich, Du, Ihr zunächst mal niemandem; irgendjemand hat das Sorgerecht, ja, aber das gibt ihm noch lange nicht das Recht, mit "seinem" Kind anzustellen, was er will.

Wenn ich mit jemand zusammenlebe, so muß er auch akzeptieren, daß ich mich in sein Leben einmische (so wie ich es ja auch akzeptieren muß), auch wenn es ihm dann & wann nicht gefällt. Und das Kind gehört halt zu seinem Leben dazu; man hat nicht nur das Recht, sondern sogar die Pflicht, sich zu Erziehungsfragen zu äußern, wenn man merkt, daß etwas schiefläuft.
Das "Verwöhntwerden" ist ja nur ein harmloses Beispiel; was wäre denn, wenn das Kind klauen würde & der Vater verbittet sich eine Einmischung? Wäre das dann auch "seine" Sache? Sicher nicht, weil irgendwann das Jugendamt anklopfen würde.
Natürlich muß man immer damit rechnen, daß der Mann auf Deine Argumente/Bedenken nicht eingeht, aber dann würde sich die Frage stellen, was man von der Partnerschaft halten soll.
Ist aber nur meine höchstpersönliche Meinung. Ist ja nicht "mein" Kind *g*

Gruß









Nachtrag
Das ist auch das Dilemma der Scheidungskinder: werden sie einem Elternteil "zugesprochen" & der andere Teil ist nur noch als Unterhaltszahler tätig, fehlt eben eine Person, die diese fehlenden Part ausfüllt. Oft ist es dann so, daß der "erziehende" Elternteil sich von nun an jede Einmischung von außen (Freunde, Eltern) verbittet; so ist zwar der eigene Egoismus befriedigt, aber das Kind hat halt das Pech, ohne den "ausgleichenden" Part aufzuwachsen.
Die Folgen kann es dann aufarbeiten, wenn es erwachsen ist. Zurückgeben kann man ihm seine Kindheit allerdings nicht mehr.


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5. September 2005 um 10:42
In Antwort auf na'im_12954821

Nachtrag
Das ist auch das Dilemma der Scheidungskinder: werden sie einem Elternteil "zugesprochen" & der andere Teil ist nur noch als Unterhaltszahler tätig, fehlt eben eine Person, die diese fehlenden Part ausfüllt. Oft ist es dann so, daß der "erziehende" Elternteil sich von nun an jede Einmischung von außen (Freunde, Eltern) verbittet; so ist zwar der eigene Egoismus befriedigt, aber das Kind hat halt das Pech, ohne den "ausgleichenden" Part aufzuwachsen.
Die Folgen kann es dann aufarbeiten, wenn es erwachsen ist. Zurückgeben kann man ihm seine Kindheit allerdings nicht mehr.


Sicher...
...aber im endeffekt ist es doch trotzdem so, dass viele eltern sich angegriffen fühlen wenn sich "außenstehende" in die erziehungsmethoden einmischen. das ist nunmal die realität, auch wenn es vielleicht anders sein sollte.

aber das war ja auch nicht die frage die frage war, wie sie sich verhalten soll. meine meinung nach: vorsichtig ansprechen und kucken wie er reagiert (und ich gehe nunmal davon aus, dass er sich auf den schlips getreten fühlen wird!)
ist ja auch nur meine meinung.

gruß
kuke

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5. September 2005 um 14:16

Was meinst Du, wie es dem Kind geht?
Also, ich habe auch einen Freund mit einer 7 jährigen Tochter (die gott sei dank sehr lieb ist). Es gibt Situationen, da kann ich aber das Kind auch nicht verstehen- dabei meine ich so Aktionen wie Schmollen und nix sagen und solche kleinen fiesen Manipulationen. ABER mir hat sehr geholfen, darüber nachzudenken, wie sich das Kind wohl fühlt. Was macht sie so unzufrieden, daß sie den ganzen urlaub rumbockt bzw. warum ist sie so unausgeglichen, daß sie konstante Aufmerksamkeit braucht? was kann man tun, damit das Kind bei Dir ZUFRIEDENER wird, denn einfach alles nach ihrer Nase zu machen scheint sie ja eher unzufrieden zu machen. Das kind braucht Grenzen und wenn ihre Familie die nicht setzt, kannst Du nur dafür sorgen, daß Eure Fronten geklärt sind und zwar auf liebevolle Art.
Ich habe der Tochter meines freundes mal gesagt : "Ich hab dich wirklich lieb aber wenn Du einfach schmollend abdampfst und eine halbe Std. nichts sagts, werd ich Dir nicht hinterher rennen. ich weiß dann nicht was Du hast, deswegen mußt Du zu mir, wenn Dich was ärgert" Das hat sie verstanden, weil ich sie nicht kritisiert habe und das klappt jetzt auch.
Aber gegen das verwöhnen kannst Du nichts tun - du kannst nur deine eigenen regeln mit ihr finden und brauchst dafür auch deinen freund. Wenn die Kleine merkt, daß ihr eine Einheit seid, dann wird sie versuchen, mit Euch klar zu kommen. Sie hats ja schließlich auch nicht ganz einfach....

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5. September 2005 um 14:40

Lass ihr zeit
unternehm etwas mit ihr du musst ihr nur etwas zeit lassen damit sie sich an dich gewöhnt es ist nicht leicht eine neue mutter zu bekommen

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5. September 2005 um 20:44
In Antwort auf adelle_11963897

Sicher...
...aber im endeffekt ist es doch trotzdem so, dass viele eltern sich angegriffen fühlen wenn sich "außenstehende" in die erziehungsmethoden einmischen. das ist nunmal die realität, auch wenn es vielleicht anders sein sollte.

aber das war ja auch nicht die frage die frage war, wie sie sich verhalten soll. meine meinung nach: vorsichtig ansprechen und kucken wie er reagiert (und ich gehe nunmal davon aus, dass er sich auf den schlips getreten fühlen wird!)
ist ja auch nur meine meinung.

gruß
kuke

Re
"...aber im endeffekt ist es doch trotzdem so, dass viele eltern sich angegriffen fühlen wenn sich "außenstehende" in die erziehungsmethoden einmischen."

Ja, aber eine Lebenspartnerin ist keine Außenstehende.

Gruß

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6. September 2005 um 7:53
In Antwort auf na'im_12954821

Re
"...aber im endeffekt ist es doch trotzdem so, dass viele eltern sich angegriffen fühlen wenn sich "außenstehende" in die erziehungsmethoden einmischen."

Ja, aber eine Lebenspartnerin ist keine Außenstehende.

Gruß

Wie gesagt...
...ist ja nur meine meinung

grüße

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6. September 2005 um 8:58

Denk mal anders
Könnte es nicht sein das den Groll gegen die Mutter ( die du nicht magst - wie Du schreibst ) un-bewusst auf das Kind überträgst ?
Was kann bitte das Kind dafür das Du seine Mutter nicht magst ?! Was geht es bitte Dich an wie oft Tochter bei Oma und Opa ist ?? Das geht nur die Eltern und Oma und Opa an !! Machen Tochter und Vater mal was alleine ?! Denn Eifersucht von der Kleinen spielt vielleicht mit eine Rolle. Oder ist das für Dich auch ein Problem die beiden mal alleine was machen zu lassen ?
was ist mit Deinem eigenen Kinderwunsch ?
Man ist fast immer anders erzogen als die Kinder - bei den Kinder will man fast immer alles anders machen. Und wie soll bitte eine 7 J. sparsam sein ?????
Die Kleine hat die Trennung der Eltern mit erlebt - es gibt kaum ein größeres Trauma für ein Kind.
Du schreibst leider nichts wielange ich ihr zusammen seit wann sich die Eltern getrennt haben, ob ihr zusammenlebet und so weiter was etwas mehr Hintergrundinfo geben würde.
Überlege vielleicht braucht sie nur Aufmerksamkeit ( die man so dann natürlich nicht laufen lassen kann ) aber dann mal in andere Bahnen lenken sollte ?!
Und noch was, Kinder brauchen Regeln und klare Linien und Laura hat im Moment beides nicht. Vielleicht will sie auch ihre Grenzen austesten.
So für die klare Worte ist aber Meinung ( aus ganz viel Erfahrung )
sonne

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