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Probleme mit unserer Tochter

11. Februar 2007 um 10:25

Hallo zusammen,

ich bin noch neu hier und hoffe ihr könnt mir weiterhelfen. Ich bin ziemlich verzweifelt wegen unserer 5 Jahrigen Tochter. Sie war schon immer sehr auf mich bezogen und ziemlich schüchter und ich habe mir nie weiter etwas dabei gedacht. Als sie dann in den Kindergarten gekommen ist gabe es die erste Zeit massive Probleme das sie immer sehr geweint hat als ich wegegangen bin. Das hat sich erst gelegt als sie eine Freundin gefunden hatte, aber war diese Morgens noch nicht da als ich sie brachte gab es ein ziemliches Theater das sie mich nicht gehen lassen wollte und hat geweint und geschrienen. Mir wurde gesagt ich sollte den Abschied so kurz wie möglich machen. Das habe ich dann auch gemacht.

Bei einem Elternsprechtag, da war sie ca. 1,5 Jahre im Kindergarten sagte man mir das sie sich ziemlich auf eine Person fixieren würde und das wenn diese Person (ihre Freundin) nicht da wäre sie auch nicht auf andere Kinder zu gehen würde um sich jemand neuen zu suchen zum spielen, sondern alleine spielen würde. Auch wenn ihre Freundin mit jemandem anderen spielen würde war meine Tochter sehr traurig. Mir wurde geraten das zu beobachten und wenn es sich nicht ändern würde einen Kinderspychologen aufzusuchen. Ich war völligst aufgelöst. Zu diesem Zeitpunkt war ich gerade wieder schwanger.

Als Ihre Schwester auf die Welt kam, habe ich nochmals im Kindergarten nachgefragt ob alles in Ordnung wäre und man sagte das sich die Geburt ihrer Schwester positiv auf meine Tochter ausgewirkt hätte, sie könne besser teilen und wäre offener und aufgeweckter. Also ein durchweg positives Ergebenis, keine Rede mehr vom Kinderpsychologen. Das morgendliche Geheule im Kiga muss ich sagen bleib aber sporadisch, da sie aber aufhörte soald ich weg war schenkte ich dem wie mir gesagt wurde keine große Beachtung.


Seit ca. 3 Wochen macht meine Tochter wieder massive Probleme bei der Trennung von mir, sei es im Schwimmkurs wenn ich sie abgebe, oder morgens im Kindergarten, jede Trennung vom mir ist ein Drama. Daraufhin sprach ich im Kiga auf dem Gang ihre Betreuerin an und die sagte doch glatt zu mir: OH ja wir müssen es mal unterhalten, Celina macht ziemlich Probleme.
Ich dachte ich falle vom Glauben ab, warum sprach mich den vorher keiner an, hätte ich nicht gefragt... Aber egal, Mittags ging ich dann zum Termin mit der Gruppenleiterin und die sagte mir das meine Tochter ziemlich viel weinen würde und mit manchen Sachen schlichtweg überfordert. Man muss dazu sagen sie wird im Frühjahr 6 und soll dieses Jahr eingeschult werden. Sie wäre sehr ängstlich, hätte kein Selbstbewußtsein und vor verschiedenen Sachen Angst. Am meisten wohl davor irgendwelche Fehler zu begehen. Meine Tochter ist im Kindergarten ihres Alter wegen im Vorschulparlament und in einem Sprachprogramm eingeteilt und jedesmal wenn sie an der Reihe ist und etwas gefragt wird, bricht sie in Tränen aus, hat auf einmal Bauchweh und will zur Mama. Wir sollten bitte einen Psychologen aufsuchen und uns wurde angeraten unser Kind für die Schule um ein Jahr zurückzustellen.

Ich fühle mich als ob mir jemand den Boden unter den Füßen weggezogen hat. Was habe ich falsch gemacht, bin ich so eine schlechte Mutter das ich es einfach nicht hinbekomme meinem Kind selbsvertrauen zu geben.
Was kann ich tun um mein Kind zu unterstützen? Ich werde am Montag direkt einen Psychologen kontakrieren, ich möchte doch das es meinem Kind gut geht und es nicht immer Angst haben braucht.
Wie ist das mit einem Psychologen, hat jemand Erfahrung? Zahlt das die Krankenkasse oder muss ich das privat zahlen, woran es natürlich nicht scheitern soll.
So ich hoffe Ihr könnt mir ein paar Tips geben.

Gruß Ferelya

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13. Februar 2007 um 21:16

Hi ferelya
also ich habe jetzt kein kind mit so einem problem oder so und ich gehe zwar noch zur schule (bin 14), aber ich kann trotzdem was dazu sagen:

als ich im kindergarten war, habe ich anfangs auch immer total geheult wenn meine mama weggegangen ist. das hat sich später gelegt. als ich dann in die grundschule kam, habe ich mich nie getraut mich zu melden, weil ich angst hatte, etwas falsches zu sagen. später in der 4. klasse hatte ich das mit dem melden öfters noch mal ausprobiert, aber da ich dann immer total nervös war wurde ich rot und ich habe dann immer was völlig anderes gesagt, was ich eigentlich sagen wollte. und dann dachte ich immer, dass ich im kindergarten viel selbstbewusster gewesen wäre(auch wegen jungs und so).

als ich dann in der 5./6. (vorwiegend 5.)klasse kam, habe ich, wenn ich etwas falsches gesagt habe immer (fast) angefangen zu heulen (also ich habs so n' bisschen versteckt aber es habn' eh alle bemerkt). von der 3. bis ende 6. klasse hatte ich nur die gleiche freundin. als in der 7. dann die klassen aufgeteilt wurden, kam ich mit 2 freundinnen zusammen, die selbstbewusster waren und viel scheiß machten. in dieser zeit wurde ich viel selbstbewusster, obwohl ich immer rot wurde, wenn ein ein junge/lehrer mich ansprach.
jetzt bin ich in der 8. und ich werd nicht mehr rot oder krieg heulkrämpfe. wenn ich lust habe melde ich ich und sag was zu nem thema. mein lieblingsfach ist englisch, da melde ich mich so ziemlich die ganze stunde, wenn es was zu sagen gibt.
jungs gegenüber bin/gebe ich mich immer total cool, aber ich leg eh keinen wert auf die aus meiner klasse. ich gehör natürlich nicht zu den beliebten mädels aus meiner klasse und bin auch nicht mit ihnen "befreundet", wie es fast alle mädels aus der klasse sind. d.h. ich mach auch nicht irgendwie die jungs an oder so. momentan bin ich in ner 4-er clique (eine davon ist eine der beiden aus der 7.). ich bin nicht der typ, der sich jeden tag mit jemenden trifft-ich treff mich relativ selten mit meinen friends.

das mit deiner tochter ist ja schon ziemlich extrem, und das mit dem psyschologen ist schon eine gute idee.
hoffe ich hab dir irgendwie geholfen und wünsche dir und deiner tochter viel erfolg,

lg kate

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20. Februar 2007 um 17:31

Psychologe- Ja
Liebe Ferelya,
ich verstehe die Not in der du dich befindest. Den Rat zu bekommen das eigene Kind zum Psychologen zu schicken, ist wie ein Schuss ins Genick. Man hat Schuldgefühle, macht sich Vorwürfe und ewig kreist die Frage 'Was habe ich falsch gemacht?'
Ein Gang zum Psychologen ist im Fall deiner Tochter jedoch mit Sicherheit die richtige Entscheidung. Sie hat, soweit ich das beurteilen kann, ein starkes unsicher- ambivalentes Bindungsmuster entwickelt und durch eine Verhaltenstherapie bei dir und deiner Tochter (bzw. anderen relevanten Bezugspersonen innerhalb der Familie) kann die Situation erheblich verbessert werden.
Es ist keine Schande einen Psychologen um Rat zu fragen und deine Tochter ist nicht 'verrückt' oder ähnliches. Auch musst du dir keine Vorwürfe machen, denn sowas kommt vor. Es scheint wie gesagt nur ein Bindungs'muster' zu sein, dass sich durchbrechen lässt, wodurch euer Alltag wieder ein Stückchen einfacher werden kann

Alles Liebe, Nina

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