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Probleme mit der Ordnung im 'eigenen' Wohnbereich

30. Januar 2013 um 16:59

Hallo zusammen,

ich schreibe hier, weil ich mal andere Meinungen zu einem Thema hören möchte, was mich seit längerem verfolgt.
Ich bin von Kind an eher ein chaotischer Mensch und und lasse in meinem Privatbereich gerne schon mal Sachen einfach liegen/ vernachlässige Haushaltspflichten schon mal gerne, wenn 'wichtigere' Sachen anstehen. Es ist nun aber nicht so, dass ich ein typischer Messie wäre.

In den Räumen, die mein Freund und ich 'gemeinsam' nutzen, achte ich zum Beispiel verstärkt darauf, dass jeder Besucher von außen reinkommen kann, ohne nen Dreck- oder Chaosschock zu bekommen - gerade dann, wenn sich wirklich Besuch ankündigt! Fürs Protokoll: Wir haben (noch) keine Kinder, aber dafür zwei Katzen. Nur in 'nicht-repräsentativen' Bereichen wie dem eigenen Arbeitszimmer und dem zugehörigen Balkon lasse ich schon eher mal 'die Sau raus' und kann mein Pflichtbewusstsein dann nicht so mobilisieren, wie ich es gerne hätte ("Jaja, deine Selbstdisziplin!" - O-Ton vom Liebsten)... Nein, es ist nun nicht so, dass man keinen Schritt mehr auf dem Boden tun könnte.

Dass es mir in manchen Bereichen leicht fällt, Ordnung zu wahren (wie in meinen digitalen Studienunterlagen und Küche/Bad) und mir in anderen wiederum so schwer und überflüssig erscheint, versteh ich selbst nicht -.-.Es nervt einen Teil von mir auch selbst, wenn ich denke: Du müsstest mal wieder... und der andere Teil von mir fragt: Warum denn, sieht doch eh keiner außer dir selbst. Genauso ist es mit der Kleidung: Wenn ich ausgehe oder das Haus verlasse, achte ich auf ein gepflegtes Äußeres, zuhause tut es dann aber doch die Jogginghose, die zwar bequem, aber sonst nichts ist .

Zum Hintergrund: Ich komme aus einem Umfeld, wo alles 'nach außen hin' immer super aussehen musste und wo jede Woche an einem festen Tag zum Zimmeraufräumen und Putzen Alarm geblasen wurde, mit der einzigen Ausnahme Krankheit. (Man hat es halt gemacht, damit die anderen zufrieden waren und man wieder seine Ruhe hatte....)

Ich weiß selbst, wie unlogisch das Ganze ist und dass ich mich selbst normalerweise genauso wichtig nehmen sollte wie den Eindruck, den ich auf andere mache... nur irgendwie fällt mir das immens schwer. Vielleicht habt ihr ja Tipps, wie ich abseits der Meinung anderer Leute Motivation und Freude an meinem 'Privatbereich' der eigenen vier Wände wiederfinden kann?

Ratlose Grüße, das Teufelchen

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31. Januar 2013 um 10:15


Da hätte ich auch gerne ein paar Anregungen - besonders zum Thema: "Ich bin mir wichtig - immer - nicht nur, wenn andere es sehen"...
Geht mir nämlich alles ziemlich ähnlich...
Die ebenso ratlose Räubertochter...

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31. Januar 2013 um 10:22
In Antwort auf keri_12694303


Da hätte ich auch gerne ein paar Anregungen - besonders zum Thema: "Ich bin mir wichtig - immer - nicht nur, wenn andere es sehen"...
Geht mir nämlich alles ziemlich ähnlich...
Die ebenso ratlose Räubertochter...

Noch so eine ^^
Beruhigend, dass es nicht nur mir so geht

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31. Januar 2013 um 10:31
In Antwort auf calla_12341183

Noch so eine ^^
Beruhigend, dass es nicht nur mir so geht

Noch dazu
mit Kindern und Katze....
Und eigentlich war mein bestreben, den Kinder einen gesunden Ordnungssinn mitzugeben...
Da ich aber selber keinen "gesunden" habe, is das echt schwierig...
An manchen Tagen räum ich auf, wie eine bekloppte, so dass hinterher keiner (inkl. mir) was wiederfindet...
Und dann wiederum lass ich alles stehen und liegen und animier auch meine Kinder nicht, hinter sich aufzuräumen...
Ein Teufelskreis...

Und ja - ich habe ebenso keine Selbstdisziplin - in jeglicher Hinsicht...

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31. Januar 2013 um 10:38
In Antwort auf keri_12694303

Noch dazu
mit Kindern und Katze....
Und eigentlich war mein bestreben, den Kinder einen gesunden Ordnungssinn mitzugeben...
Da ich aber selber keinen "gesunden" habe, is das echt schwierig...
An manchen Tagen räum ich auf, wie eine bekloppte, so dass hinterher keiner (inkl. mir) was wiederfindet...
Und dann wiederum lass ich alles stehen und liegen und animier auch meine Kinder nicht, hinter sich aufzuräumen...
Ein Teufelskreis...

Und ja - ich habe ebenso keine Selbstdisziplin - in jeglicher Hinsicht...

Hm...
Dass ich keine Selbstdisziplin im Generellen habe, würde ich nicht sagen. Wiederfinden tu ich die meisten Sachen noch... Nur eben, die Abhängigkeit vom Urteil anderer und von Feedback jeglicher Art. In Sachen Leistungserbringung an der Uni bin ich dagegen geradezu perfektionistisch Und auch dann, wenn ich mich oder mein Umfeld 'repräsentieren' muss. Irgendwie scheine ich den Druck von außen zu brauchen, wenn es auch nur durch einen schriftlichen Plan ist, um mich anzustrengen. Eigentlich ist das auch logisch, wenn man es seit Kindheit nicht anders kennt.

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31. Januar 2013 um 10:42
In Antwort auf calla_12341183

Hm...
Dass ich keine Selbstdisziplin im Generellen habe, würde ich nicht sagen. Wiederfinden tu ich die meisten Sachen noch... Nur eben, die Abhängigkeit vom Urteil anderer und von Feedback jeglicher Art. In Sachen Leistungserbringung an der Uni bin ich dagegen geradezu perfektionistisch Und auch dann, wenn ich mich oder mein Umfeld 'repräsentieren' muss. Irgendwie scheine ich den Druck von außen zu brauchen, wenn es auch nur durch einen schriftlichen Plan ist, um mich anzustrengen. Eigentlich ist das auch logisch, wenn man es seit Kindheit nicht anders kennt.

Ja,...
klingt irgendwie logisch.
Wenn ich Druck habe, kann ich das auch...
aber meist nur dann...

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31. Januar 2013 um 13:31

Ups...
Ja, das ist dann echt schon krass, wenn man einen totalen Messie vor sich hat (nä, Schimmelbares liegt bei mir nicht rum, das ist bäh)... Bei meinem Onkel wars mal so, dass selbst ich mich gefragt hab, ob der keinen Staubsauger hat .

Mir gehts ja vor allem um das Phänomen, dass ich (und viele andere wohl auch) einfach so sozialisiert sind, dass sie ihre Motivation nur 'durch andere' bekommen können. Und wie man aus der Denkschiene (ob es nun das Herrichten des eigenen Äußeren oder der eigenen Privaträume), das als Pflicht zu müssen, um es anderen zu beweisen, wieder rauskommt.

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31. Januar 2013 um 20:15

Wenn du jeden tag ein bisschen machst,
Ersparst du dir die Momente, in denen sich besuch ankündigt, und die die Hände über den kopf zusammen schlägst, weil du nicht weißt, wie du das so schnell schaffen sollst. Alleine das wäre Grund genug für mich Ordnung "in mein leben" zu bringen. In einer geordneten sowie sauberen Umgebung konnte ich zb immer besser abschalten, lernen, mich wohl fühlen. In nem Chaos Haushalt würde ich ne Krise bekommen. Richte dir notfalls feste Tage ein oder mach dir nen kleinen Plan, was du ändern würdest wollen.v
LG

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31. Januar 2013 um 21:38

Das ist mir theoretisch auch klar
@engelchen: Nicht, dass du hier nen falschen Eindruck kriegst, ich wohne schon nicht in ner totalen Messihöhle (da ginge das mit meinem Freund gar nicht mehr, der ein wahrer Ordnungsfreak ist )

Mit Putzplänen und Co habe ich (durchweg positive) Erfahrungen und brauche sie sogar ganz bürokratisch, um meinen festgelegten Anteil an der Haushaltsarbeit zu machen (ungerne, aber immerhin...es wäre sonst schlicht unfair). Sowas kennt man als jahrelanger WG-Bewohner . Ich seh es halt als Pflicht, die ich so schnell wie möglich erledigen und wieder abstoßen will. (BIn generell auch eher ein Rausgeher als Gemütlichkeitsmensch, der viel Energie in Deko und Co investiert...)Eine reine Pragmatikerin, daher leuchtet mir das Festlegen von Plänen auch ein.

Was ich gerne loswerden möchte, ist eben diese Tendenz, alles immer mit den Augen Fremder oder Bekannter zu betrachten (von wegen: "Ich weiß zwar, dass das und das nicht schön ist, aber n Fremder würd da eh nicht hinschauen." De facto mache ich mich so zurecht, kleide und trainiere meinen Körper so, dass ich denke, dass es in den Augen anderer Leute vorteilhaft wirkt. Und genauso ist es dann eben auch in den eigenen vier Wänden . Sicherlich hilft es, einen planmäßigen Überblick zu haben, auch wenn es an der Ursache wenig ändert.

Was das Arbeiten angeht: Prinzipiell mag ich es gar nicht, von zuhause zu arbeiten oder zu lernen, ich hätte "work" und "life" doch lieber räumlich getrennt. Logistische Schwierigkeiten (mal eben einen Klappkorb voller Ordner im Bus zur Uni transportieren und zurück) und die allgemeine Lernsituation vor Ort (dauert ewig, bis man einen halbwegs ungestörten Platz vor lauter Menschenmengen findet) machen das nur leider schwer möglich.



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1. Februar 2013 um 13:57

Die ordnung
aufräumen,putzen, ..........usw naja wer meine wohnung in top zustandt sehen will sollte sich vorher anmelden. jeden tag ein wenig haushalt klar, doch es kommt auch jeden tag was dazu an unordnung.
tipps zur motivation, habe ich keine die bei mir auf dauer geholfen haben. warum auch? haushalt fällt in den Freizeit bereich und da gibts auch freunde ,hobbys ,zeit für mich.
frage dich doch einfach was ist dir persönlich wichtiger , top aufgeräumte wohnung oder einen toller tag mit freunden, ein gutes buch oder lernen für die uni.
willst du in einer wohnung leben die unbewohnt aussieht?
keine katzen? die stubentieger verteilen immmer ihre haare
lg


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