Home / Forum / Psychologie & Persönlichkeit / Polizei "Dein Freund und Helfer" !

Polizei "Dein Freund und Helfer" !

28. November 2011 um 23:09

Hallo zusammen

Wenn ich jetzt gerade darüber wieder nach denken könnte ich wieder einen Hass auf die ganze Menschheit haben!
Ersteinmal die Vorgeschichte, warum ich bei der Polizei gelandet bin:
Ich wurde vor ca. 3 Jahren vergewaltigt und seid ca. einem halben Jahr mache ich Therapie, und zu dieser Therapie brauchte ich die Unterschrift meiner beiden Elternteile.
Meine Eltern sind getrennt, und mein Vater wollte diese Unterschrift nicht hergeben, bevor er nicht den Grund weis, ich wollte das erst nicht aber ich wollte auch diese Therapie, also bin ich darauf ein gegangen, aber ich hatte nicht mit "sowas" gerechnet...Mein Vater ist zur Polizei gegangen und hat eine anzeige gegen Unbekannt gemacht, ohne mich vorher zu fragen ob ich das will oder nicht!
Ja Meine Therapeutin, meine Mutter und ich haben es versucht immer zu vermeiden zur Polizei zu gehen, weil ich laut einem Gutachten meiner Therapeutin immer noch dazu geferdet bin bei einer Vernehmung wieder rückschläge zu erleiden.

Ja und jetzt musste ich letzens zur Polizei.
Meine Mutter durfte noch nichtmals mit zur Vernehmung!
Die Tante hat mir noch nichtmals Hallo gesagt -.-
Sie klärte mich über mein Strafrecht etc. weiteres auf und sagte dann "Schies mal los!", ich sagte dann das ich nicht mit dieser Person darüber reden kann und auch im Moment noch nicht dazu im stande wäre. Sie klärte mich noch einmals darüber auf etc. Ich fing dann an zu heulen und "schrie" schon fast rum das ich nicht aussagen kann und sich daran auch nichts ändern wird und das ich mit so einer Person nicht darüber reden kann udn wenn sie mir nicht glaubt, das es dann ihr problem sei! Dann sagte sie knallhart zu mir: Das ihr Kolegium das auch als sehr unwahrscheinlich hielte und sie auch und das sie das jetzt zum Staatsanwalt oder wie der heißt gibt und wenn der mich vorläd das ich dann eine Aussage machen "MUSS", sie führte mich herunter meine mutter wartete dort auf mich ich rannte heulden daraus und schrie durch die ganze gegen "Ich hasse meinen Vater, immer wenn der sich in unser Leben einmischt macht er alles kaputt ich will ihn nie wieder sehen ich hasse ihn, der kann mir gestohlen bleiben!"...Das meinte ich auch so...Wir fuhren direkt zu meiner Therapeutin..Die nacht darauf war ich mit Albträumen geplagt, und mir geht es zur zeit wieder schlechter als vorher, wollte mich letzens wieder umbringen und ritzen..

Und das soll "dein Freund und Helfer " sein? das ich nicht lache!

Danke fürs zu hören

Mehr lesen

29. November 2011 um 15:03

Lass dich nicht unterkriegen.
Mein armer Schatz, du hast mein ganzes Mitgefühl. Aber Mitgefühl allein find ich ein bisschen arm, darum versuchs mit folgendem Text:

Zum Vorwurf der Vergewaltigung werde ich keine Stellung nehmen. Ich habe keine Anzeige erstattet und bin zu Aussagen, die einer Strafverfolgung dienen könnten, nicht in der Lage. Es ist mir bewusst, dass Sie zu einer Ermittlung gezwungen sind, sobald Sie Kenntnis von der Straftat einer Vergewaltigung haben, allerdings bin ich gesundheitlich nicht fähig, auszusagen. Die Anzeige erfolgte durch meinen Vater, dessen Unterschrift ich benötigte, um eine Therapie zu erhalten. Durch die Anzeige, die keinesfalls mit mir besprochen wurde, werden die Therapieerfolge unnötig gefährdet. Meine Gesundheit ist mir wichtiger, als eine Strafverfolgung. So wie ich Ihre Position verstehe, bitte ich Sie, meinen Standpunkt zu respektieren. Mehr kann und werde ich zu diesem Thema nicht sagen. Ich bitte um Ihr Verständnis.

Druck dir den Text aus und leg ihn jedem vor, der dich befragen will und zu dem du hingehen musst. Ich an deiner Stelle würde meinem Vater auch ein Briefchen schreiben, das der sich bestimmt nicht hinter den Spiegel stecken würde. Wenn ich dir was helfen kann, schreib einfach.
Liebe Grüße, Nelly

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

29. November 2011 um 16:37

Aussage vor der Polizei
Liebes Opfer,
Halte Dich an den Rat von "Nelly hilft"- Dein Vater weiß offenbar nicht, was er in Deiner Seele anrichtet!
Das Dumme an Deiner Geschichte ist das, dass "Vergewaltigung" ein Offizialdelikt ist, das heißt, der Anzeigende (in diesem Fall Dein Vater) kann die Anzeige nicht mehr zurücknehmen, selbst wenn er es wollte.
Der Staatsanwalt MUSS die Anzeige aufgreifen und verfolgen.
Aber Dich kann niemand zwingen, etwas als "Zeugin" (und das bist du in diesem Verfahren) auszusagen, was du nicht weißt (bzw. nicht wissen willst), Auch vor dem Staatsanwalt MUSST du nichts sagen, allerdings vor dem Gericht, wenn es überhaupt so weit kommt.
Du weißt nicht, wer Dich vergewaltigt hat, also kannst du auch keinen Täter benennen. Aber mache um alles in der Welt mit der Therapie weiter und lass' dich von den Behörden nicht beirren: Die sind nicht an DIR und Deinem Wohlergehen, sondern nur an ihrem "Erfolg" und an der Verurteilung interessiert.
Alles Gute!

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

29. November 2011 um 21:37

....
Ich habe meiner Mutter damals einen Brief geschrieben wie es dazu gekommen ist, und den Brief hat die Polizei erhalten

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

1. Dezember 2011 um 22:09

Was sagt deine therapeutin
Hallo,
Ich kann dich gut verstehen, ich war auch minderjährig und mein Vater hat zwar nicht einfach so eine Anzeige gemacht, aber er hat mich schon ganz schön unter druck gesetzt, dass ich eine mache. Meine Eltern durften bei der Befragung auch nicht dabei sein. Eltern sind nun mal meistens auch immer Zeugen. Nicht für die Tat selber aber sie können doch schon zu dir und deiner Person was sagen. Daher ist es logisch das Sie nicht dabei sein können. Aber ich habe meine Psychologin mit nehmen dürfen. Die war bei der gesamten Befragung dabei, mir hat das sehr geholfen. Wobei die Polizistin die mich befragt hat sehr verständnisvoll gewesen ist. Also solltest du noch mal hin müssen frag mal, ob deine Therapeutin nicht dabei sein darf. Hoffe ich konnte dir helfen.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

2. Dezember 2011 um 21:21

Polizei -.-
Hallo,
mach dir mal keine Gedanken über das was die Polizistin gesagt hat. Ich bin selbst vergewaltigt worden und habe ihn direkt angezeigt. So eine Aussage ist sehr sehr hart und du wirst da auf Herz und Nieren geprüft. Mir ging es damals nicht anders als dir, der Polizist hat sogar gesagt das ich das wollte. Das die Polizistin bei dir gesagt hat, das ihr Kollegium das auch für unwahrscheinlich hällt, kann dir um ehrlich zu sein sch*** egal sein. Die Polizisten haben sich da kein Urteil zu bilden und im Endeffekt entscheidet das der Richter ob er dir glaubt und nicht diese Polizistin.

Jetzt ist natürlich das Problem das dein Vater Anzeige erstattet hat und jetzt die Staatsanwaltschaft ermittelt, also wenn es zur Verhandlung kommt MUSST du aussagen. ABER bis zu dem Tag geht noch bestimmt ein Jahr ins Land und da hast du noch genug Zeit mit deiner Therapeutin zu sprechen und dich darauf vorzubereiten. Und dir einen Anwalt zu suchen. Das soll nicht heißen das du dich verteidigen musst, das muss er, aber dein Anwalt setzt sich massiv ein. An deiner Stelle würde ich auch keine Aussage mehr bei der Polizei machen ohne Anwalt. Für die Verhandlung, gibt es in den meisten Gerichten ein Zeuginnenwartezimmer (informier dich am besten beim weißen Ring) und dein Anwalt darf und finde ich auch sehr gut, darf sich zu dir setzen wenn du deine gerichtiliche Aussage machst. Oder in Außnahme unter Außschluß von ihm.

Ich wünsche dir auf jeden Fall viel Glück und drücke dir einen Daumen (bei zwei verdrückt man das Glück)
Liebe GRüße

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

21. Februar 2012 um 11:50

Vater
Dein Vater will dir helfen kann dich verstehen gib nicht auf

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

28. Februar 2012 um 19:15

Ääähm Sorry
Hallo

Ich will dir nicht zu nahe treten....aber du kannst froh sein,dass sie nicht die Kripo alarmiert haben

Denn es gilt den Sachverhalt zu klären....zum Wohl der Gesellschaft,denn diese Person könnte sich auch an Anderen vergehen
darum geht es...
Sie müssen die Gefährdung aus dem Weg räumen...
was deine Therapeutin dir rät ist ebenso wenig gut....denn in Deutschl gilt es was sowas angeht schnell zu handeln
bitte Verzeih....es meint da keiner böse mit dir...
Sie wollen Dich und andere Opfer schützen,denn meistens wiederholen dsie Täter ihre Taten

Sicher ist es schwer für dich und das verstehte ich auch absolut aber du müsstest informiert worden sein,dass du dich hättest untersuchen lassen MÜSSEN von einem Arzt um ein glaubwürdiges Attest zu haben
müsstest ein phycholog Gutachten erstellen lassen
sowei endlich Anzeige erstatten....
Die Beweise sind sonst futsch und du am Boden zerstört weil ohne Beweise keine Bestrafung

ich wünsche dir Alles Gute

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

29. Februar 2012 um 8:02
In Antwort auf vanigliakiss

Ääähm Sorry
Hallo

Ich will dir nicht zu nahe treten....aber du kannst froh sein,dass sie nicht die Kripo alarmiert haben

Denn es gilt den Sachverhalt zu klären....zum Wohl der Gesellschaft,denn diese Person könnte sich auch an Anderen vergehen
darum geht es...
Sie müssen die Gefährdung aus dem Weg räumen...
was deine Therapeutin dir rät ist ebenso wenig gut....denn in Deutschl gilt es was sowas angeht schnell zu handeln
bitte Verzeih....es meint da keiner böse mit dir...
Sie wollen Dich und andere Opfer schützen,denn meistens wiederholen dsie Täter ihre Taten

Sicher ist es schwer für dich und das verstehte ich auch absolut aber du müsstest informiert worden sein,dass du dich hättest untersuchen lassen MÜSSEN von einem Arzt um ein glaubwürdiges Attest zu haben
müsstest ein phycholog Gutachten erstellen lassen
sowei endlich Anzeige erstatten....
Die Beweise sind sonst futsch und du am Boden zerstört weil ohne Beweise keine Bestrafung

ich wünsche dir Alles Gute

Liebe Vanigliakiss
Auch wenn ich dich und deine Motive sehr gut verstehen kann, bin ich trotzdem total auf der Seite von Emotion. DAS OPFER entscheidet, ob es genug Kraft für einen Prozess hat, nicht die Eltern, nicht die Bekannten und auch sonst niemand. Es ist für Außenstehende so einfach, zur Anzeige zu raten, aber das Opfer muss die Aussage machen, die Untersuchung über sich ergehen lassen und sich im Prozess von übereifrigen Verteidigern provozieren lassen. Die Ratgeber sind dann meist schon wieder weg.
Nein, wenn Emotion sich gegen eine Anzeige entscheidet, dann ist das ihr gutes Recht und sie hat meine volle Unterstützung.
Aber am schlimmsten finde ich deinen Hinweis, dass Emotion anzeigen muss, weil andere Frauen ja sonst gefährdet sind. Es hilft Opfern kein Stück, wenn sie zu Mittätern gemacht werden. Wenn du etwas zum Schutz anderer Frauen tun willst, frage bei den Behörden nach, ob es endlich einen Weg gibt, dass es Opfern leichter gemacht wird, diesen Weg zu gehen.

An Emotion: Du weißt, dass ich dich ganz besonders lieb habe und dass ich oft an dich denke. Du hast nichts falsch gemacht, mein Schatz. Kopf hoch, Süße.
Alles Liebe für dich, Engelchen,
deine Nelly

1 LikesGefällt mir Hiflreiche Antwort !

1. März 2012 um 14:41

Aeh........
die letzten Beiträge haben mich erschreckt.
Klar war es hart, was Dein Vater getan hat. Aber es war das Richtige. Dass die Polizei vielleicht nicht überall das richtige Einfühlungsvermögen trifft - jeder ist anders und diese versuchen ihren Job gewissenhaft und korrekt machen.

Wenn solche Texte wie von Nelly Schule machen, ist die logische Zukunft klar. Kein Opfer das aussagt.. macht kein Opfer... gibt keinen Täter... damit Straffreiheit.
Böse gesagt, könnte man dann die Streichung von Vergewaltigung aus dem Strafkatalog fordern. Schließlich muss man die Opfer vor der Aussage schützen.
Das kann es wohl nicht sein. Ein Rat, Täter nicht anzuzeigen. Sollen diese den dann 'nichtexistenten' Opfern weiterhin begegnen können? Diese psychische Belastung sollte vielleicht auch mal betrachtet werden

*vorEntsetzenKopfschüttel*

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

1. März 2012 um 18:09
In Antwort auf orrell_11910538

Aeh........
die letzten Beiträge haben mich erschreckt.
Klar war es hart, was Dein Vater getan hat. Aber es war das Richtige. Dass die Polizei vielleicht nicht überall das richtige Einfühlungsvermögen trifft - jeder ist anders und diese versuchen ihren Job gewissenhaft und korrekt machen.

Wenn solche Texte wie von Nelly Schule machen, ist die logische Zukunft klar. Kein Opfer das aussagt.. macht kein Opfer... gibt keinen Täter... damit Straffreiheit.
Böse gesagt, könnte man dann die Streichung von Vergewaltigung aus dem Strafkatalog fordern. Schließlich muss man die Opfer vor der Aussage schützen.
Das kann es wohl nicht sein. Ein Rat, Täter nicht anzuzeigen. Sollen diese den dann 'nichtexistenten' Opfern weiterhin begegnen können? Diese psychische Belastung sollte vielleicht auch mal betrachtet werden

*vorEntsetzenKopfschüttel*

Nur wer sich stark genug fühlt, sollte anzeigen
Das war wohl ein Missverständnis. Ich bin doch nicht gegen eine Anzeige, wie hast du das denn rausgelesen?
Ich sage nur, dass einem Opfer die Entscheidung, ob es anzeigt oder nicht unter allen Umständen gelassen werden muss. Emotion fühlte sich eben nicht stark genug dafür und hat sich gegen eine Anzeige entschieden (was ich damals übrigens auch getan habe und deshalb sehr gut verstehen kann). Ich kenne das, wenn alle möglichen und unmöglichen Leute auf eine einquatschen, man solle schnellstens eine Anzeige machen, man wäre sonst ja schließlich schuld, wenn anderen Frauen noch was passieren würde... Das ist psychische Folter für das Opfer. Darum stehe ich allen bei, die anzeigen wollen und helfe ihnen so gut ich kann. Egal, ob sie mir ihren Frust schreiben können oder ich ihre Aussagen zu Papier bringe, denn manche Gerichte erlauben das mittlerweile. Ich mache das seit nunmehr 15 Jahren und habe eine gewisse Erfahrung darin entwickelt. Ich rate niemandem, was er tun soll, weder sage ich, "zeige an", noch sage ich "lass es unter allen Umständen". Ich respektiere jede Entscheidung und richte mein Handeln danach. Darin kann ich nach wie vor keinen Fehler sehen.

Im Fall von Emotion hat der Vater die Anzeige gemacht, ohne seiner Tochter auch nur Bescheid zu geben. Ich überlasse es jedem, seine Schlüsse daraus zu ziehen. Aus meiner Sicht ist das ganz unmöglich.

Vielleicht beurteilst du meinen Standpunkt jetzt ein wenig anders.

LG, Nelly

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

2. März 2012 um 0:35


Ich versteh erstmal nicht wieso man für eine Therapie die Unterschrift beider Eltern braucht.
Wenn deine Eltern getrennt sind müsste doch einer von ihnen das Sorgerecht haben, oder teilen sie sich das immer noch? Und selbst wenn, seltsam ist es schon dass zwingend beide Unterschriften gebraucht werden. Da muss ich gestehen dass ich so etwas zum ersten Mal höre/lese.

Das dein Vater die Tat zur Anzeige gebracht wird kann ich gut nachvollziehen, etwas anderes würde ich kaum tun wenn es mein Kind betreffen würde.
Natürlich hätte er vorher darüber mit dir reden sollen, sachlich und ohne zu sehr zu drängen. Dass er das nicht getan hat, und stattdessen direkt zur Polizei gegangen ist, liegt mMn daran dass er in dem Augenblick einfach zu wütend gewesen ist. Wütend und schockiert dass SEINEM Kind so etwas angetan wurde. Darüber solltest du einmal nachdenken statt in die Welt zu schreien wie sehr du ihn hasst.

Über das "Verhör" kann man sagen was man will. Wenn es sich so abgespielt hat bist du wohl an Madame Eisenhose geraten die von Einfühlungsvermögen noch nie etwas gehört hat. Da kann man sich nun aufregen oder nicht, im Endeffekt macht sie auch nur ihren Job. Und der ist in diesem Fall heraus zu finden was passiert ist. Denn die Polizei möchte helfen. Nicht nur dir, um zu verhindern dass du diesem Kerl womöglich noch einmal über den Weg läufst, sondern auch allen anderen die vielleicht nach dir das Pech haben.

Therapie ist sicher schon der beste Anfang, und vielleicht setzt du dir ja zum Ziel mit erhobenem Haupt der Zukunft entgegen zu blicken, statt dich von deiner Angst dominieren zu lassen.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

2. März 2012 um 23:58
In Antwort auf orrell_11910538

Aeh........
die letzten Beiträge haben mich erschreckt.
Klar war es hart, was Dein Vater getan hat. Aber es war das Richtige. Dass die Polizei vielleicht nicht überall das richtige Einfühlungsvermögen trifft - jeder ist anders und diese versuchen ihren Job gewissenhaft und korrekt machen.

Wenn solche Texte wie von Nelly Schule machen, ist die logische Zukunft klar. Kein Opfer das aussagt.. macht kein Opfer... gibt keinen Täter... damit Straffreiheit.
Böse gesagt, könnte man dann die Streichung von Vergewaltigung aus dem Strafkatalog fordern. Schließlich muss man die Opfer vor der Aussage schützen.
Das kann es wohl nicht sein. Ein Rat, Täter nicht anzuzeigen. Sollen diese den dann 'nichtexistenten' Opfern weiterhin begegnen können? Diese psychische Belastung sollte vielleicht auch mal betrachtet werden

*vorEntsetzenKopfschüttel*

Definition von richtig???
@baerchiwue:
Sag mal, seit wann gibt es eigentlich eine Definition für "das Richtige"? Das ist mir bis jetzt ja komplett entgangen...
Schon mal dran gedacht, dass das, was für die eine richtig ist, für die andere ganz falsch sein kann? Wenn man sich stark genug fühlt, in einer solchen Ausnahmesituation "zurückzuschlagen", dann sollte man das vll tun, und wenn nicht sollte man es lassen, bevor man hinterher noch kaputter ist, als man es vorher schon war. Man kann weder sagen "alle sollen anzeigen", noch kann man sagen "alle sollen es lassen", schließlich sind wir doch alle Individuen. Da gibt es keine Universallösung und ich schätze Emotion weiß besser, was für sie gut ist, als irgendjemand anders. Ich finde es schwer zu beurteilen, ob eine Anzeige nun die richtige Entscheidung wäre oder nicht und da ich dazu kein Urteil abgeben kann, findest du hier auch keinen Beitrag von mir, der zu irgendwas raten würde. Das überlasse ich Leuten, die sich mit der Materie auskennen und es besser wissen als ich.
Oh, und die arme Polizei mit dem mangelnden Taktgefühl, das ist echt schlimm... Mein Gott, sollen sie sich halt ausnahmsweise mal Mühe geben und darauf verzichten, auf einer ohnehin schon verletzten Seele noch weiter herumzuprügeln!
Und zu den Konsequenzen von "Nicht-Aussagen": Kennst du die gängigen Strafen für Vergewaltigung? Die sind ein Witz. Unser Rechtssystem ist da oft so lasch, dass es einer Straffreiheit schon fast gleichkommt. Bitte doch erstmal das Justizministerium das Strafmaß zu überdenken.
"Wenn solche Texte wie von Nelly Schule machen..." ..., haben wir in Zukunft vll endlich Opfer, die sich trauen, sich ihrem Umfeld entgegenzustellen und sich nicht diktieren zu lassen, was sie tun sollen. Nelly hat genau wie Emotion erkannt, was für diese am besten ist, und unterstützt sie dabei. Nelly hat hier schon vielen Opfern geholfen, also kritisiere bitte nicht ihre Arbeit, denn die ist genau wie Nelly fantastisch.

@Emotion:
Lass dich bitte nicht verunsichern und dir einreden, dass irgendwelche weiteren Straftaten deine Schuld wären. Dich trifft überhaupt keine Schuld. Und es ist unter aller Sau von deinem Vater über deinen Kopf hinweg über eine Anzeige zu entscheiden, ohne mit dir darüber zu reden. Das ist ganz allein deine Entscheidung, da darf dir niemand reinreden. Wenn ich an deiner Stelle wäre und eine Anzeige nicht wollte, würde ich sie auch boykottieren, was das betrifft hast du also meine volle Unterstützung.

@Nelly:
Du machst einen tollen Job, mach weiter so! Du siehst die Menschen wenigstens noch als Individuen und rätst nicht zu irgendwelchen "Einheitslösungen", das finde ich klasse. Wenn ich nur halb so viel könnte wie du, wäre ich stolz!

Lg an alle,

Lynn

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

3. März 2012 um 1:07
In Antwort auf saffie_12753076

Definition von richtig???
@baerchiwue:
Sag mal, seit wann gibt es eigentlich eine Definition für "das Richtige"? Das ist mir bis jetzt ja komplett entgangen...
Schon mal dran gedacht, dass das, was für die eine richtig ist, für die andere ganz falsch sein kann? Wenn man sich stark genug fühlt, in einer solchen Ausnahmesituation "zurückzuschlagen", dann sollte man das vll tun, und wenn nicht sollte man es lassen, bevor man hinterher noch kaputter ist, als man es vorher schon war. Man kann weder sagen "alle sollen anzeigen", noch kann man sagen "alle sollen es lassen", schließlich sind wir doch alle Individuen. Da gibt es keine Universallösung und ich schätze Emotion weiß besser, was für sie gut ist, als irgendjemand anders. Ich finde es schwer zu beurteilen, ob eine Anzeige nun die richtige Entscheidung wäre oder nicht und da ich dazu kein Urteil abgeben kann, findest du hier auch keinen Beitrag von mir, der zu irgendwas raten würde. Das überlasse ich Leuten, die sich mit der Materie auskennen und es besser wissen als ich.
Oh, und die arme Polizei mit dem mangelnden Taktgefühl, das ist echt schlimm... Mein Gott, sollen sie sich halt ausnahmsweise mal Mühe geben und darauf verzichten, auf einer ohnehin schon verletzten Seele noch weiter herumzuprügeln!
Und zu den Konsequenzen von "Nicht-Aussagen": Kennst du die gängigen Strafen für Vergewaltigung? Die sind ein Witz. Unser Rechtssystem ist da oft so lasch, dass es einer Straffreiheit schon fast gleichkommt. Bitte doch erstmal das Justizministerium das Strafmaß zu überdenken.
"Wenn solche Texte wie von Nelly Schule machen..." ..., haben wir in Zukunft vll endlich Opfer, die sich trauen, sich ihrem Umfeld entgegenzustellen und sich nicht diktieren zu lassen, was sie tun sollen. Nelly hat genau wie Emotion erkannt, was für diese am besten ist, und unterstützt sie dabei. Nelly hat hier schon vielen Opfern geholfen, also kritisiere bitte nicht ihre Arbeit, denn die ist genau wie Nelly fantastisch.

@Emotion:
Lass dich bitte nicht verunsichern und dir einreden, dass irgendwelche weiteren Straftaten deine Schuld wären. Dich trifft überhaupt keine Schuld. Und es ist unter aller Sau von deinem Vater über deinen Kopf hinweg über eine Anzeige zu entscheiden, ohne mit dir darüber zu reden. Das ist ganz allein deine Entscheidung, da darf dir niemand reinreden. Wenn ich an deiner Stelle wäre und eine Anzeige nicht wollte, würde ich sie auch boykottieren, was das betrifft hast du also meine volle Unterstützung.

@Nelly:
Du machst einen tollen Job, mach weiter so! Du siehst die Menschen wenigstens noch als Individuen und rätst nicht zu irgendwelchen "Einheitslösungen", das finde ich klasse. Wenn ich nur halb so viel könnte wie du, wäre ich stolz!

Lg an alle,

Lynn

Rechtsstaat
ok.. ich gebe zu: nicht alles in diesem Strafrecht passt mir. Ich wünsche mir auch einige Strafverschärfungen.
Ich habe mal nach Anzeigepflichten gesehen. http://de.m.wikipedia.org/wiki/Strafanzeige leider ist im 138 so eine Straftat nicht enthalten.
Fuer mich persönlich ist jedoch eines klar. Wenn in meiner Familie oder Freundeskreis so etwas vorkäme, wär ich auch bei der Polizei.
Auch wenn nelly sich wundert, wo ich es herauslese. Aber ich bin nicht der Einzige, der hier liest. Es gibt genug 'komische Typen' hier. Man kann schon den Eindruck gewinnen, dass einem nichts passiert. Ich werde nicht unbedingt angezeigt.
Schaut Euch doch mal die neue Aufarbeitung der Kirchen an. Erst jetzt nach Jahren kommt etwas ins Rollen. Hätten aber vor 20 Jahren manche nicht geschwiegen... wären heute weniger Fälle im Nachhinein aufgetaucht. Und es sind noch nicht lange alle zu Tage gefördert. Innerhalb von Familien denke ich auch, dass weitere Opfer (Dritte) uU nicht vorkommen. Aber auch ich habe schon Artikel gelesen, dass Geschwister missbraucht wurden, und das ältere Geschwister später erst den Mund aufgemacht hat, nachdem das jüngere auch missbraucht worden war - also zu spät.
Die psycholog. Betreuung sollte das Opfer aufbauen, dass es nach einer gewissen Zeit, die Stärke hat, alles durch zu stehen.

Was ich auch hier sehe. Frauen können sich eher auf die Gefühlsebene begeben und das Problem aufarbeiten. Ich habe Verständnis. Aber - ich als Mann sehe den Hammer des Gesetzes. Und wenn die Strafe mild ausfällt... der Druck der Gesellschaft danach kann größer sein... wenn man in ländlicheren Gegenden lebt. Für mich gilt: keine Gnade für Straftäter.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

3. März 2012 um 8:46
In Antwort auf agi_12063517


Ich versteh erstmal nicht wieso man für eine Therapie die Unterschrift beider Eltern braucht.
Wenn deine Eltern getrennt sind müsste doch einer von ihnen das Sorgerecht haben, oder teilen sie sich das immer noch? Und selbst wenn, seltsam ist es schon dass zwingend beide Unterschriften gebraucht werden. Da muss ich gestehen dass ich so etwas zum ersten Mal höre/lese.

Das dein Vater die Tat zur Anzeige gebracht wird kann ich gut nachvollziehen, etwas anderes würde ich kaum tun wenn es mein Kind betreffen würde.
Natürlich hätte er vorher darüber mit dir reden sollen, sachlich und ohne zu sehr zu drängen. Dass er das nicht getan hat, und stattdessen direkt zur Polizei gegangen ist, liegt mMn daran dass er in dem Augenblick einfach zu wütend gewesen ist. Wütend und schockiert dass SEINEM Kind so etwas angetan wurde. Darüber solltest du einmal nachdenken statt in die Welt zu schreien wie sehr du ihn hasst.

Über das "Verhör" kann man sagen was man will. Wenn es sich so abgespielt hat bist du wohl an Madame Eisenhose geraten die von Einfühlungsvermögen noch nie etwas gehört hat. Da kann man sich nun aufregen oder nicht, im Endeffekt macht sie auch nur ihren Job. Und der ist in diesem Fall heraus zu finden was passiert ist. Denn die Polizei möchte helfen. Nicht nur dir, um zu verhindern dass du diesem Kerl womöglich noch einmal über den Weg läufst, sondern auch allen anderen die vielleicht nach dir das Pech haben.

Therapie ist sicher schon der beste Anfang, und vielleicht setzt du dir ja zum Ziel mit erhobenem Haupt der Zukunft entgegen zu blicken, statt dich von deiner Angst dominieren zu lassen.

...
Das mit dem "Verhör" hat weniger was mit Madame Eisenhose zutun, sondern mehr weil mehr als 50% der Frauen die jemanden wegen Vergewaltigung anzeigen, das aus Rache tun und nicht weil der Mann tatsächlich übergriffig wurde. Eine Vergewaltigung 100% nachzuweisen ist leider sehr schwer und in dem Punkt entscheidet der Richter oder Richterin wem er mehr glaubt und das sind nur Kleinigkeiten.

DU solltest allerdings nicht damit rechnen das er für Jahre ins Gefängnis geht. Laut Erwachsenenstrafrecht sind es mindestens 2Jahre ohne Bewährung. Darauf würde ich mich aber nicht verlassen.

Ich hoffe für dich das du einen Richter bekommst, ich habe die Erfahrung gemacht das die Männer da viel konsequenter entscheiden als Frauen - traurig aber Wahr.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

3. März 2012 um 14:11
In Antwort auf orrell_11910538

Rechtsstaat
ok.. ich gebe zu: nicht alles in diesem Strafrecht passt mir. Ich wünsche mir auch einige Strafverschärfungen.
Ich habe mal nach Anzeigepflichten gesehen. http://de.m.wikipedia.org/wiki/Strafanzeige leider ist im 138 so eine Straftat nicht enthalten.
Fuer mich persönlich ist jedoch eines klar. Wenn in meiner Familie oder Freundeskreis so etwas vorkäme, wär ich auch bei der Polizei.
Auch wenn nelly sich wundert, wo ich es herauslese. Aber ich bin nicht der Einzige, der hier liest. Es gibt genug 'komische Typen' hier. Man kann schon den Eindruck gewinnen, dass einem nichts passiert. Ich werde nicht unbedingt angezeigt.
Schaut Euch doch mal die neue Aufarbeitung der Kirchen an. Erst jetzt nach Jahren kommt etwas ins Rollen. Hätten aber vor 20 Jahren manche nicht geschwiegen... wären heute weniger Fälle im Nachhinein aufgetaucht. Und es sind noch nicht lange alle zu Tage gefördert. Innerhalb von Familien denke ich auch, dass weitere Opfer (Dritte) uU nicht vorkommen. Aber auch ich habe schon Artikel gelesen, dass Geschwister missbraucht wurden, und das ältere Geschwister später erst den Mund aufgemacht hat, nachdem das jüngere auch missbraucht worden war - also zu spät.
Die psycholog. Betreuung sollte das Opfer aufbauen, dass es nach einer gewissen Zeit, die Stärke hat, alles durch zu stehen.

Was ich auch hier sehe. Frauen können sich eher auf die Gefühlsebene begeben und das Problem aufarbeiten. Ich habe Verständnis. Aber - ich als Mann sehe den Hammer des Gesetzes. Und wenn die Strafe mild ausfällt... der Druck der Gesellschaft danach kann größer sein... wenn man in ländlicheren Gegenden lebt. Für mich gilt: keine Gnade für Straftäter.

An baerchwue: Keine Gnade für Täter: Wir stehen auf des selben Seite,
aber wir haben unterschiedliche Ansätze, wie wie das erreichen wollen. Du siehst den Hammes des Gesetzes (der in meinen Augen im Falle von Vergewaltigung eher einer Feder entspricht), ich sehe das Opfer. Ich wettere seit Jahren, dass es für Opfer zu schwer gemacht wird. Heute weiß ich nicht mehr, wie viele Prozesse ich schon mit vorbereitet habe, aber es müssen mehr als 50 sein. Ich betreue die Opfer psychologisch - sowohl vor als auch nach dem Prozess. Und die Nachsorge ist komischerweise immer aufwändiger, als die Vorbesprechung. Sagt dir das was? Wenn Frauen nach dem Prozess mehr Betreuung brauchen, als vorher, dann scheint der ihnen nicht richtig gut getan zu haben, oder?
Ich bewundere und unterstütze alle Frauen, die sich für eine Anzeige entscheiden, ich bewundere und unterstütze aber auch die Frauen, die das nicht schaffen, denn hier gibt es nicht "besser" und "schlechter", sondern nur die Selbsteinschätzung.
Ich kenne einige Leute vom Weißen Ring, die sich auch öffentlich dazu bekennen, dass sie durchaus zu einer Anzeige raten. Aber sogar sie gestehen einem Opfer die eigene Entscheidung zu. Sie kümmern sich um die Opfer, stehen ihnen mit Rat und Tat zur Seite und übernehmen sogar eine Menge Kosten. Wenn sogar diese wunderbare Organisation (der meine Liebe und Dankbarkeit gehört), Betroffene allein entscheiden lässt, solltest du, der du sonst nichts für die Opfer zu tun scheinst, das dann nicht erst recht respektieren?

Du sagst, die psychologische Betreuung "sollte das Opfer aufbauen, dass es nach einer gewissen Zeit, die Stärke hat, alles durch zu stehen". Genau das versuchen wir. Bei manchen geht es ziemlich schnell, andere "kauen" sehr lange an den psychischen Verletzungen. Wenn man aber gute physische Beweise haben will, muss man innerhalb von 2 -3 Tagen anzeigen. Die Zeit reicht - und ich denke da sind wir beide uns einig - mit Sicherheit nicht für eine Stärkung aus. Ich traue mir nicht zu, eine Frau in nur 72 Stunden für einen Prozess fit zu machen.

Du hast mir einen massiven Vorwurf gemacht. Meine Texte wären ein Abraten was Anzeigen betrifft. Ich habe dich gefragt, wie du darauf kommst und erhalte darauf keine Antwort. Du schüttelst entsetzt den Kopf und ich will wissen, weswegen. Jetzt frage ich nochmal: Wo hast du einen Text von mir gelesen, in dem ich einem Opfer geraten habe, nicht anzuzeigen?

Ich habe die "Kirchensache" verfolgt. Wir sind da einer Meinung. Es ist ein Unding, was da passiert ist. Aber glaubst du im Ernst, dass man sich gerade in den Fällen an den Opfern abarbeiten sollte? Kindern, die von ihren Eltern voller Vertrauen in die Hände von Geistlichen gegeben wurden und von ihnen - geliebten Autoritätspersonen - gräßliche Sachen erlebt haben? Verwechselst du da nicht etwas?
Wenn irgendwo in der Welt eine Vergewaltigung passiert, ist immer nur einer schuld: Der Vergewaltiger. Und sonst gar niemand. Frühere Opfer sind absolut unschuldig und es ist in meinen Augen ein Verbrechen, wenn man ehemaligen Opfern einreden will, sie seien schuld an neuen Vergewaltigungen, weil sie nicht dir Kraft besitzen, einen Täter anzuzeigen. Wenn du Schwierigkeiten hast, das zu verstehen, dann übertrage diese Verletzungen doch einfach mal aufs Körperliche. Stell dir vor, das Opfer habe seine Gliedmaßen dadurch verloren. Würdest du jetzt einen Dauerlauf erwarten?

In einer ländlichen Gegend kann es übrigens genauso passieren, dass Opfer, die sich endlich trauen über schreckliche Dinge zu reden, als Nestbeschmutzer ausgegrenzt werden.

Ich finde es schön, dass du dich mit traurigen, schlimmen Vorfällen beschäftigen willst, würde dir aber dringend raten, keine voreiligen Ratschläge und erst recht keine Urteile abzugeben. Es wäre super, wenn du Opfer als die akzeptieren könntest, die sie nach einer Gewalttat sind und sie nicht in eine Schablone pressen könntest, in die sie nicht passen.

Solltest du aber versuchen, unsere Gerichtsbarkeit zu mehr Menschlichkeit zu bewegen, hast du meine volle Unterstützung. Lass uns auf dem Sektor zusammenarbeiten statt die Schwachen für die Unzulänglichkeit von Gesetzgebern anzuprangern.

Ich wünsche dir alles Gute,
Nelly

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

3. März 2012 um 18:05

...
Ich finde es traurig das die polizei den opfer nicht glaubt

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

25. März 2012 um 10:27
In Antwort auf malak_11847289

Liebe Vanigliakiss
Auch wenn ich dich und deine Motive sehr gut verstehen kann, bin ich trotzdem total auf der Seite von Emotion. DAS OPFER entscheidet, ob es genug Kraft für einen Prozess hat, nicht die Eltern, nicht die Bekannten und auch sonst niemand. Es ist für Außenstehende so einfach, zur Anzeige zu raten, aber das Opfer muss die Aussage machen, die Untersuchung über sich ergehen lassen und sich im Prozess von übereifrigen Verteidigern provozieren lassen. Die Ratgeber sind dann meist schon wieder weg.
Nein, wenn Emotion sich gegen eine Anzeige entscheidet, dann ist das ihr gutes Recht und sie hat meine volle Unterstützung.
Aber am schlimmsten finde ich deinen Hinweis, dass Emotion anzeigen muss, weil andere Frauen ja sonst gefährdet sind. Es hilft Opfern kein Stück, wenn sie zu Mittätern gemacht werden. Wenn du etwas zum Schutz anderer Frauen tun willst, frage bei den Behörden nach, ob es endlich einen Weg gibt, dass es Opfern leichter gemacht wird, diesen Weg zu gehen.

An Emotion: Du weißt, dass ich dich ganz besonders lieb habe und dass ich oft an dich denke. Du hast nichts falsch gemacht, mein Schatz. Kopf hoch, Süße.
Alles Liebe für dich, Engelchen,
deine Nelly

Hallo Nelly
Eben weil ich nicht Aussenstehende bin,rate ich ihr dazu meine Liebe
denn es ist in Deutschl so,ohne so viele Beweise wie möglich-gibt es keine Bestrafung,auch wenn die Bestrafungen oft zu milde ausfallen....

Klar muss sie selbst damit lernen umzugehen,aber daran zu knabbern hat sie nicht nur heute und morgen sondern ein Leben lang...Man muss auch an Andere denken und Anderen so etwas ersparen wollen...denn die Person würde sicherlich wieder zuschlagen

aber in einer Sache geb ich einem anderen Beitragsverfasser hier Recht,ich habe auch noch nie davon gehört,dass ein Phychologe die Unterschriften beider Eltern einholt bzw bei Jugendlichen über 14 überhaupt.Die Schweigepflichtsentbindung und und und für sowas benötigen sie beide Unterschriften aber doch nicht für eine Therapie.?????

Ausserdem kann sie bei der polizei drauf bestehen mit einem anderen Polizisten zu reden,das ist gar kein Problem.....gibt es öfter....

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

25. März 2012 um 10:35
In Antwort auf malak_11847289

Liebe Vanigliakiss
Auch wenn ich dich und deine Motive sehr gut verstehen kann, bin ich trotzdem total auf der Seite von Emotion. DAS OPFER entscheidet, ob es genug Kraft für einen Prozess hat, nicht die Eltern, nicht die Bekannten und auch sonst niemand. Es ist für Außenstehende so einfach, zur Anzeige zu raten, aber das Opfer muss die Aussage machen, die Untersuchung über sich ergehen lassen und sich im Prozess von übereifrigen Verteidigern provozieren lassen. Die Ratgeber sind dann meist schon wieder weg.
Nein, wenn Emotion sich gegen eine Anzeige entscheidet, dann ist das ihr gutes Recht und sie hat meine volle Unterstützung.
Aber am schlimmsten finde ich deinen Hinweis, dass Emotion anzeigen muss, weil andere Frauen ja sonst gefährdet sind. Es hilft Opfern kein Stück, wenn sie zu Mittätern gemacht werden. Wenn du etwas zum Schutz anderer Frauen tun willst, frage bei den Behörden nach, ob es endlich einen Weg gibt, dass es Opfern leichter gemacht wird, diesen Weg zu gehen.

An Emotion: Du weißt, dass ich dich ganz besonders lieb habe und dass ich oft an dich denke. Du hast nichts falsch gemacht, mein Schatz. Kopf hoch, Süße.
Alles Liebe für dich, Engelchen,
deine Nelly

Ach so noch etwas....
bevor ich es vergesse....

Mittlerweile muss man nicht mehr zwingend mit dem Täter in einem Raum bei der Verhandlung aussagen oder sich den Verteidigern zum Fraß hinwerfen....dazu reichen Einschätzungen des Phychologen,dass sie das NICHT müsste....

Die Gerichte sind was das angeht auch humaner geworden...

Ich weiss nicht mit was ihr Alle zu tun hattet,es klingt Alles mehr als nur traurig,echt schrecklich aber genötigt dazu wird Keiner mehr

Natürlich benötigt es sehr viel Kraft,sehr viele Emotionen kommen hoch...es sagt Niemand das so etwas einfach ist,Keiner sagt,dass man mit den Opfern nicht mitfühlend umgehen sollte oder Sonstiges....es ging ja rein darum,sie aufzuklären,dass wenn zu viel Zeit verstreicht,sie im Nachhinein nicht mehr so viel erreichen kann gegen den Täter
darüber muss man sich dann auch im Klaren sein

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

25. März 2012 um 12:53
In Antwort auf vanigliakiss

Hallo Nelly
Eben weil ich nicht Aussenstehende bin,rate ich ihr dazu meine Liebe
denn es ist in Deutschl so,ohne so viele Beweise wie möglich-gibt es keine Bestrafung,auch wenn die Bestrafungen oft zu milde ausfallen....

Klar muss sie selbst damit lernen umzugehen,aber daran zu knabbern hat sie nicht nur heute und morgen sondern ein Leben lang...Man muss auch an Andere denken und Anderen so etwas ersparen wollen...denn die Person würde sicherlich wieder zuschlagen

aber in einer Sache geb ich einem anderen Beitragsverfasser hier Recht,ich habe auch noch nie davon gehört,dass ein Phychologe die Unterschriften beider Eltern einholt bzw bei Jugendlichen über 14 überhaupt.Die Schweigepflichtsentbindung und und und für sowas benötigen sie beide Unterschriften aber doch nicht für eine Therapie.?????

Ausserdem kann sie bei der polizei drauf bestehen mit einem anderen Polizisten zu reden,das ist gar kein Problem.....gibt es öfter....

Liebe vanigliakiss
Ich bin ebenfalls betroffen, weiß also auch, wovon ich rede. So sehr ich jeden Täter hinter Gittern sehen möchte, ich habe meine auch nicht angezeigt, weil ich das niemals gepackt hätte. Ich bewundere jeden, der es schafft und gehe den Weg mit ihnen, so gut ich es kann. Aber ich muss auch die Rechte der Opfer sehen lernen.
Ich halte nichts davon, wenn man jemanden zu etwas überredet. Ich finde es falsch, wenn man mit "ich habe das auch gemacht, das schaffst du schon" argumentiert, denn nicht alle Menschen sind gleich und was du schaffst, ist für mich vielleicht unmöglich. Deshalb bin ich aber nicht schlechter als du, nur anders.

Eine Sache geht aber gar nicht: Man darf Opfer nicht dafür verantwortlich machen, wenn Täter erneut vergewaltigen. Bei der Argumentation vergisst man gern, dass diese Täter ja nicht lebenslang weggesperrt werden. Wäre das so, könnte ich es noch eher verstehen. Der Schutz anderer Frauen ist also zeitlich begrenzt. Und das Opfer ist für die Handlungen des Täters nicht verantwortlich.

@ Sterni:
Danke schön für Verteidigung.

LG, Nelly

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

28. März 2012 um 11:39

Ich gebe Dir einen sehr guten Rat
Gehe niemals ohne Zeugen zur Polizei. Beratungsstellen gehen mit. Du kannst jede Aussage verweigern, wenn Dir die Kripobeamtin nicht passt. Es gibt auch sehr viele nette Frauen bei der Kripo oder Polizei. Du musst eins wissen: zum Abschlußbericht kommt immer noch eine persönliche Bewertung von deiner Person mit hinzu. Und das ist ausschlaggebend, was dann passiert. Das ist eigentlich tötlicher, als die Vergewaltigung selbst. So ging es mir.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

29. März 2012 um 12:21
In Antwort auf daire_12775956

...
Ich finde es traurig das die polizei den opfer nicht glaubt

Das alles dank den schnäpfen
Es ist wirklich traurig, das haben wir aber alles solchen schnäpfen wie der Ex- geliebten von Kachelmann zu verdanken. Es ist aus purer Rache. Die leidtragenden sind doch wirklich wir Opfer wir müssen mindestens 3 weitere finden vom selben Täter damit er wirklich mal hinter Schwedischegardienen kommt. Wenn ich solche dinge im vernseh sehe dann bin ich meist auf 180 da ich solche lügen nicht haben kann.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

24. August 2012 um 10:16

Ja verzeih
nur so stellte Nelly mich hin in dem Moment aber bei genauerem Lesen dieses threads bestätige ich nochmals den einen Herren in der Runde hier......
der thread kommt schon komisch...
zumal dieses Einverständnis der Eltern....das stimmt so nicht...braucht man nicht und nirgends....
daher schreibe ich zu diesem thread Mal überhaupt gar nichts mehr
die Story erscheint mir nicht ganz koscher.....
packe da meine mittlerweile-Ansicht nicht in Watte...

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

Frühere Diskussionen
Diskussionen dieses Nutzers
Wiederholung-Stop-Start!
Von: emotion96
neu
26. Januar 2012 um 21:51
Wir machen deinen Tag bunter!
instagram

Das könnte dir auch gefallen