Forum / Psychologie & Persönlichkeit / Tod & Trauer

Plötzlicher Tod meines Schwiegervaters

20. Juni 2006 um 15:39 Letzte Antwort: 26. Juni 2006 um 8:42

Irgendwie weiß ich gar nicht wie ich anfangen soll...
Wir sind letzte Woche Samstag (10.06.) losgefahren, um meinen SV (49 Jahre) zu besuchen. Wir hatten ein paar Tage nichts von ihm gehört und sein Handy war immer aus - was untypisch für ihn war. Wir haben uns Sorgen gemacht. An der Wohnung angekommen, haben wir geklingelt, doch er hat nicht aufgemacht. Die Nachbarin hat dann gesagt, sie habe ihn auch schon ein paar Tage nicht mehr gesehen...
Da er seit Anfang des Jahres Diabetiker ist und nicht so gut mit der Krankeit klarkam, haben wir beschlossen die Polizei zu rufen (wir hatten keinen Schlüssel, er lebte alleine). Die kamen dann auch und haben das Schloss aufgebrochen und sind in die Wohnung rein. Und dann der schrecklichste Augenblick den man sich in dieser Situation vorstellen kann - der Polizist drehte sich um und sah uns an und dann war alles klar...
Mein Schatz ist in die Wohnung reingerannt und hat erstmal geschrieen und geheult. Ich konnte da keinen Fuss reinsetzen, ich stand wir versteinert da.
Dann kam der Arzt der den Tod bescheinigte und der Bestatter und so nach 4 Stunden sind wir dann -keine Ahnung wie- nach Hause gefahren.
Und dann muss man sich um sooooo viel Sachen kümmern, das ist echt der Wahnsinn. Wir haben sowas noch nie mitgemacht und waren echt überfordert. Vor allem mein Schatz, der nichtmal Zeit hatte, richtig zu trauern, weil er tausend Entscheidungen treffen musste.

Gott, wie schrecklich das ist!

Heute, eine gute Woche später ist alles (bis auf den Nachlassverwalter) alles über die Bühne. Er wurde beigesetzt und darf jetzt in Frieden ruhen.

Ich weiß echt nicht, wie wir das verarbeiten sollen...

Danke euch fürs *zulesen*,
Lg Sunny

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24. Juni 2006 um 9:00

Mein Beileid!
Es tut mir whansinnig leid was ich durchgemacht habt und durchmachten musstet!
Das muss ein rieser Schock gewesen sein!
Wie komm ihr denn jetzt damit klar? Und was ist mit deiner Schwiegermutter?

vor 5 Wochen ist der Vater meines Freundes an Leukämie gestorben, im Alter von 52 Jahren. Das war auch ein Schock für uns, aber dennoch waren wir ja darauf vorbereitet, zumindest in den letzten Tagen und es hat uns nicht so sehr überrumpelt wie euch.
Dennoch war / ist es schlimm.
mein freund spricht kaum drüber und trauert mehr für sich. seine mutter war auch die ganze zeit dem ganzen organisatorischen krams beschäftigt und somit gut abgelenkt... jetzt geht es alles irgendwie weiter.. was ja auch gut ist...
...es ist nur so komisch, so traurig... das war doch noch kein Alter.

ich will meinem freund ja auch helfen, bin auch immer für ihn da wenns geht, aber er will auch nicht so reht drüber sprechen...

ich wünsche euch ganz viel Kraft, ihr werdet das "überstehen"!

liebe grüße, lieschen

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26. Juni 2006 um 8:42
In Antwort auf simone_11866575

Mein Beileid!
Es tut mir whansinnig leid was ich durchgemacht habt und durchmachten musstet!
Das muss ein rieser Schock gewesen sein!
Wie komm ihr denn jetzt damit klar? Und was ist mit deiner Schwiegermutter?

vor 5 Wochen ist der Vater meines Freundes an Leukämie gestorben, im Alter von 52 Jahren. Das war auch ein Schock für uns, aber dennoch waren wir ja darauf vorbereitet, zumindest in den letzten Tagen und es hat uns nicht so sehr überrumpelt wie euch.
Dennoch war / ist es schlimm.
mein freund spricht kaum drüber und trauert mehr für sich. seine mutter war auch die ganze zeit dem ganzen organisatorischen krams beschäftigt und somit gut abgelenkt... jetzt geht es alles irgendwie weiter.. was ja auch gut ist...
...es ist nur so komisch, so traurig... das war doch noch kein Alter.

ich will meinem freund ja auch helfen, bin auch immer für ihn da wenns geht, aber er will auch nicht so reht drüber sprechen...

ich wünsche euch ganz viel Kraft, ihr werdet das "überstehen"!

liebe grüße, lieschen

Danke, euch natürlich auch!
Da haben wir ja ähnliche Geschichten irgendwie...

Mittlerweile kommen wir irgendwie klar. Ich denke, mal verdrängt vielleicht auch unbewußt einiges? Keine Ahnung! Wie ist das bei euch?

Mein Freund hat am Anfang sehr viel darüber geredet, momentan auch eher nicht mehr.
Und meine Schwiegermutter, die hat zwar auch getrauert, aber dadurch dass sie geschieden waren und seit 1992 keinen Kontakt hatten, ging es ihr mehr um meinem Schatz denke ich, weil er seinen Vater verloren hat.

Das ist echt lieb von dir, dass du uns Kraft wünscht. Die können wir gut gebrauchen!

Ich denke, wir sollten einfach nur für unsere Männer da sein und sie ihre Trauer so leben lassen, wie es eben hochkommt. Wenn sie reden wollen, dann hören wir zu und wenn sie nicht reden wollen, sind wir einfach da. Es ist schon schwierig, weil das ja eche ne Herausforderung für die Beziehung ist....
Aber das werden wir schon schaffen!

Liebe Grüße zurück,
Sunny

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