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Plötzliche unerklärlich auftretende Traurigkeit

27. September 2011 um 21:51

Seit der Pupertät überkommt mich mindestens einmal in zwei Wochen meistens für einen halben
Tag ein unerklärlicher Traurigkeitsanfall.

Ich will dann mit niemandem reden, will allein sein, habe Heulkrämpfe, schreibe dramatische Gedichte wenn es gut läuft, wenn es schlecht läuft haue ich meinen Kopf gegen die Wand.
Ich bin dann meistens einfach extrem traurig darüber wie oberflächlich alles ist, wie ungerecht die welt ist, warum mein Bruder (gefühlt) bevorzugt wird, warum ich fehlerhaft bin, warum die welt fehlerhaft ist, warum wir sterben müssen, warum wir überhaupt leben etc.

Mein Problem ist, ich weiß nicht warum mich diese Traurigkeit immer wieder so plötzlich überkommt. Eigentlich bin ich ein sehr sozialer Mensch und habe viele tolle Freunde und eine liebe intakte Familie. Ich bin auch ständig unterwegs, gehe gerne auf Partys, tanze, flirte und habe viel spaß dabei, bin auch gut in der schule,, mach gerad Abi, will dann auch studieren und weiß auch schon was.

Mir ist aber aufgefallen, dass ich meine Heulanfälle meistens entweder Abends wenn der Tag stressig war, oder morgens wenn ich am Abend zuvor unterwegs war (mit vielen Leuten).
Ich hab sogar manchmal das Gefühl, dass ich dieses Auftreten der Emotitonen brauche, dass diese Emotionen Kreativität und Kräfte in mir freisetzen (desshalb schreibe ich auch die Gedichte...)

Bin ich schon eine gespaltene Persöhnlichkeit zwischen Emo und netter, sozialer Mensch?
Woher kommt diese Traurigkeit? Kennt ihr das? Sollte ich versuchen etwas dagegen zu tun oder sollte ich meinen Gfühlen freien Lauf lassen?

Oder vergehen diese Anfälle irgendwann wieder..?

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28. September 2011 um 8:03

Hast du
schon mal darüber nachgedacht dich einem Psychologen anzuvertrauen?
Mir kommt das was du erzählst sehr bekannt vor, für mich klingt das nach einer Depression.
Wenn man eine hat dann kommt es sehr häufig vor dass man unkontrollierte und, für einen selbst, plötzliche unerklärliche Heulkrämpfe bekommt.
Du schreibst dass du diese bekommt wenn du mir vielen Leute zu tun hattest oder es einfach nur stressig für dich war.
Vielleicht kannst du aus irgendeinem Grund mit solchen Situationen nicht richtig umgehen oder sie nicht richtig verarbeiten, und wenn du dann zur Ruhe gekommen bist bricht das aus was du die Zeit davor evtl. unterdrückt hast.

Das sind alles natürlich nur mutmaßungen, ich würde dir raten mal einen Psychologen auzusuchen und mit ihm zu sprechen. Er kann dir dann definitiv sagen was mit dir los ist, aber ich finde du solltest es nicht einfach so "laufen lassen".

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30. September 2011 um 12:05
In Antwort auf snowrose88

Hast du
schon mal darüber nachgedacht dich einem Psychologen anzuvertrauen?
Mir kommt das was du erzählst sehr bekannt vor, für mich klingt das nach einer Depression.
Wenn man eine hat dann kommt es sehr häufig vor dass man unkontrollierte und, für einen selbst, plötzliche unerklärliche Heulkrämpfe bekommt.
Du schreibst dass du diese bekommt wenn du mir vielen Leute zu tun hattest oder es einfach nur stressig für dich war.
Vielleicht kannst du aus irgendeinem Grund mit solchen Situationen nicht richtig umgehen oder sie nicht richtig verarbeiten, und wenn du dann zur Ruhe gekommen bist bricht das aus was du die Zeit davor evtl. unterdrückt hast.

Das sind alles natürlich nur mutmaßungen, ich würde dir raten mal einen Psychologen auzusuchen und mit ihm zu sprechen. Er kann dir dann definitiv sagen was mit dir los ist, aber ich finde du solltest es nicht einfach so "laufen lassen".

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Ja, ist wirklich verrückt, in deinem Alter hatte ich das genau so. Gehe, wenn du kannst, JETZT zur Therapie. Später wird es nur schwieriger aus diesen Höhen und Tiefen wieder raus zu kommen und selbst Lösungsmuster zu finden! Es könnte sich sonst noch mehr draus entwickeln. Ja, es klingt nach gelebten Höhen und Tiefen (denn die Höhen sind nicht genug, und die Tiefen auch nicht). Vielleicht hilft da auch ein Familientherapie. Lass dich noch! von deinen Eltern auffangen wenn das geht. Natürlich ist das wahrscheinlich auch ein hormonelles Ding - du bringst es auf den Punkt - du bist in der Pubertät, wir unterschätzen noch was das körperlich und psychisch ausmacht. Denke daran, dass das auch mit der Menstruation zusammen hängen kann - der Körper muss sich noch an einen Zyklus gewöhnen (der bei den meisten Frauen von Höhen und Tiefen begleitet wird). -Ist nur eine Vermutung, aber sicherlich auch nur ein möglicher Aspekt.

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