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Plötzlich war sie da.....

26. September 2006 um 10:27

Hallo zusammen, es ist bestimmt schon öfters darüber geschrieben worden hier im Forum und es gibt genug Antworten aber ich habe für mich das Gefühl es für mich selbst nochmal hier rein zu schreiben.
Ich leide nun seit letzten Jahr ungefähr seit Mai an Panickattacken. Dies hat sich ganz langsam eingeschlichen und ich hab es erst gar nicht gemerkt was da passiert mit mir. Zu diesen Zeitpunkt war meine Freundin schwanger und es passierte dann folgendes. Die Blase riß und sie musste ins Krankenhaus, dort blieb sie 4 Tage doch länger konnten sie unser Baby nicht drin behalten, da eine Bakterielle Infektion auftrat, das Krankenhaus entschloß sich für einen Kaiserschnitt um das Leben nicht aufs Spiel zu setzen. Unser Junge kam dann 8 Wochen zu früh auf die Welt, ein Frühchen, wie es so heißt. In dieser Zeit stand ich ganz schän unter Druck, da meine Freundin auch noch einen Sohn hat der versorgt sein wollte, Kindergarten, Einkauf, Krankenhaus.
Dann noch meine eigene Tochter aus erster Ehe, die natürlich auch zu ihren Papa wollte, dies kam auch noch dazu. Umzug den wir geplant hatten, regelte ich allein, schaute mir Wohnungen an, machte Termin, fuhr wieder ins Krankenhaus zu meiner Freundin und von dort wieder ins nächste Krankenhaus zu meinen Sohn, da er verlegt wurde noch am gleichen Abend.
Durch die ganze Belastung habe ich gar nicht genau mitbekommen was mit mir passiert, ich war leer, erschöpft, total müde und am Ende aber ich sagte mir, da musst Du jetzt durch, es geht nicht anders. Dann kam der 15.07.2005 ich bekamm meine erste Hyperventilation abends nach dem Ktankenhausbesuch unseres Sohnes, meine Freundin war inzwischen wieder Zuhause. An diesen Tag wurde unser Sohn getestet, ob er nach Hause kann, leider nicht. Habe mir da auch noch nichts gedacht und noch gelacht, das ist gleich wieder weg, war nach kurzer Zeit auch so aber es stellten sich Schmerzen mit ein in der Brust links über Herzhöhe die Tage, dazu kam dann Schwindel, Herzrasen, nasse Hände, Atemnot, komische Gefühl überhaupt im Körper, nachts Angst gehabt einzuschlafen. Es wurde jedoch nicht besser, dann kam der 17.07.2005, da wurde es so schlimm das wir den Notarzt rufen mussten. Ich war total Scheißgebadet, blaß, eine komische Atmung, muss ich mal so sagen und total benommen. Der Rettungsdienst nahm mich gleich mit ins Krankenhaus,für mich heute ein Fehler, wie ich finde, denn dort wurde meine Angst erst richtig in Gang gesetzt.
Nach dem EKG ging es mir schon wieder besser, durfte mich aber nicht bewegen und sollte liegen bleiben im Bett. Blut wurde mir abgenommen zum Test. Dann kam stellvertretender Ass-Artz, der machte alles nur schlimmer, mit einen lächeln sagte er, es kann sein das sie kurz vor einen Herzinfarkt stehen oder aber sie haben Luft im Blut, das testen wir ja gerade, keine Sorge aber es könnte auch sein das sie gleich hier aus dem Bett fallen und tot sind. Alles mit einen lächeln, ich total am weinen und Angstvoll, meine Freundin am weinen, sie war ja auch anwesend und ein Bekannter der mich total traurig anschaute mit Tränen in den Augen. Nach einer Röntgenuntersuchung, die nichts erbrachte und den Ergebniss der Blutabnahme konnte ich nach 7 Stundne das Krankenhaus verlassen.
Aber ab da wurde es jeden Tag schlimmer, ich habe mich nichts mehr getraut, auf jede Reaktion meines Körper geachtet. Jedes zittern mitbekommen, den Herzschlag, das Pulsieren des Blutes, eigentlich alles.
Es kam dann die ANgst vor der Angst, ich konnte nichts mehr machen, von einen Arzt zum nächsten, ich delegierte nur noch die Aufgaben die zu machen waren und lag fast nur noch im Bett, konnte kaum essen, weil dann wieder eine Attacke kam, Schwindel ect.
Ich wechselte den Hausarzt, und das brachte den ersten Erfolg. Eines Tages wurde ich mit dem Rettungsdienst zum Hausarzt gebracht, wieder EKG, nichts bedrohliches, wie mir versichert wurde, aber da brach es total raus aus mir, ein heftiger Weinkrampf kam da hoch und der Arzt erkannte wie es um mich steht. Ich bekam Insidon, 3 Mal am Tag eine, am Anfang half es, ich hatte meine Zeiten, wann ich sie nehmen musste, ich richtete alles danach ein, doch irgendwann vergißt man sie auch mal und dann war sie wieder da die Panickattacke. So ging es auch nicht noch weiter 3 Besuche beim Hausarzt und er sagte so geht es nicht weiter ich muss in Krankenhaus, da es sich bei mir um psychosomatische Störungen handelt.
Überweisung bekommen, Termin bekommen.
Ich weiß nicht ob es jemand ließt hier aber ich denk es reicht erstmal, ich werd das hier fortsetzen und weiter schreiben, wenn es jemand möchte. ???

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26. September 2006 um 12:09

Hallo vincedream
bei mir fing das alles auch so an: Abschulussprüfung der umschulung, umzug in eine andere stadt, arbeit suchen usw. dann meine erste atteke im juni dieses jahres. natürlich notfall, ekg, hausärzte etc. alles ok bei mir. sie ist immer bei mir die angst, aber ich gehe einkaufen und fahr auto und arbeite 3 mal die woche als bedieneung. arbeitest du?
würd dir gern mehr schreiben aber muss gleich in die arbeit. möchtest du denn ins krankenhaus? hab mir auch schon überleget ob ich das machen soll. aber ich hab angst dass ich mich dann in die sache dort noch mehr reinsteige...
lg johanna

ps wie geht deine freundin damit um? mein freund kann das überhaupt nicht verstehen.....

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26. September 2006 um 15:03
In Antwort auf kaylee_11960826

Hallo vincedream
bei mir fing das alles auch so an: Abschulussprüfung der umschulung, umzug in eine andere stadt, arbeit suchen usw. dann meine erste atteke im juni dieses jahres. natürlich notfall, ekg, hausärzte etc. alles ok bei mir. sie ist immer bei mir die angst, aber ich gehe einkaufen und fahr auto und arbeite 3 mal die woche als bedieneung. arbeitest du?
würd dir gern mehr schreiben aber muss gleich in die arbeit. möchtest du denn ins krankenhaus? hab mir auch schon überleget ob ich das machen soll. aber ich hab angst dass ich mich dann in die sache dort noch mehr reinsteige...
lg johanna

ps wie geht deine freundin damit um? mein freund kann das überhaupt nicht verstehen.....

Ich würde es Dir Raten
Ich würde in die Klinik gehen, es hilft einen wirklich, man muss sich halt drauf einlassen und es wird kein Zuckerschlecken dort.
Man erfährt sehr viel über sich in den Therapien, manchmal auch zuviel
Und meistens ist es sehr tränenreich aber dies gehört dazu.

Gruß

Vince Dream

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