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Phase mit "Freund"

18. Februar 2017 um 19:10 Letzte Antwort: 20. Februar 2017 um 13:57

Hallo!
Ob das zu 100% hier rein passt bin ich mir nicht sicher aber:
 Meine älteste Tochter (11 jahre, im juli 12)hat jetzt einen "Freund". Ich finde es ja grundsätzlich schön und fast in dem alter hab ich meinen Mann auch kennen gelernt aber mir fällt es trotzdem auch schwer wenn sie sagt, sie bringt ihn mit zu uns und geht dann in ihr Zimmer mit ihm. Bestimmt kommt bald die Frage "darf er bei uns/mir übernachten?" und da denke ich werde ich ihr sagen dass es zu früh ist. Ich hab kurz mit meinem Mann geredet als sie uns erzählt hat, dass sie einen Jungen (aus ihrer Schule.) toll findet und sogar liebt! Er sagte "ist doch schön!" Naja, ich sehe sie (wie viele mütter bestimmt) als mein Mädchen und noch nicht als ein Teenager. Sie ist schon aufgeklärt (von uns und der Schule und besimmt redet sie mit ihrern Freundinnen darüber) aber ich möchte wirklich  nicht dass sie vor ihrer Hochzeit oder zumindest vor 18 Sex hat. Ich selbst hatte auch erst mit 22 nach unserer Hochzeit Sex. Ich würde es ihr gerne so schonend sagen aber irgendwie hab ich doch Angst, dass sie denkt sie soll noch gar keinen Freund haben! Oder sie mich falsch versteht o.ä. Meinen Mann brauche ich  nicht mit ihr reden lassen, er ist da (etwas zu) locker, ich bin eher etwas der strengere Part. Vielleicht ist es nur eine Phase wo sie sich einbildet einen "Freund" haben zu müssen, ich weiss es nicht. Sie ist das grösste Kind deswegen weiss ich nicht wirklich mit der Situation umzugehen. 
Hat jemand eine Tochter im etwa gleichen alter? Vielleicht auch schon mit "Freund"?
LG ....

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19. Februar 2017 um 7:18

Klar ist sie keine Kopie von mir aber das mit dem Sex vor der Ehe (bzw 18) hat einen Religiösen Grund. Ich möchte nur dass sie weiss was sie tun SOLLTE und was nicht. Zwingen tu ich sie dann nicht..

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20. Februar 2017 um 12:53
In Antwort auf femmemaman7

Klar ist sie keine Kopie von mir aber das mit dem Sex vor der Ehe (bzw 18) hat einen Religiösen Grund. Ich möchte nur dass sie weiss was sie tun SOLLTE und was nicht. Zwingen tu ich sie dann nicht..

und Deine Tochter teilt Deine Religion? Dann brauchst Du ihr das auch nicht erklären / verbieten, denn dann ist es das, was sie auch möchte.
Aber die Regeln für andere Menschen (Tochter oder nicht) nach Deinen religiösen Vorstellungen auszurichten, halte ich für falsch. So etwas sollte doch jeder für sich selbst entscheiden. Zwingen KANNST Du sie auch nicht, aber Dein Mißfallen erzeugt ggf. Spannung und Druck - und das kann einen Keil zwischen Deine Tochter und Dich treiben, der schlimmstenfalls nie zu "heilen" ist.

Wenn Deine Tochter schon aufgeklärt ist, dann kannst Du Ihr auch sagen, wie Du dazu stehst und wenn Du nicht erlauben möchtest, dass der Freund bei Euch übernachtet - ist das sowieso Deine Entscheidung.
Aber ich würde Dir raten, sehr gut aufpassen wo bei dem "ich möchte dass sie mit dem Sex bis 18 / bis zur Ehe wartet" die Grenze zwischen Meinung / Rat und Druck / Manipulation ist. Wenn Du das Gefühl hast, dass das doch ganz klar und einfach ist und Du nie Druck ausüben würdest / manipulieren würde, dann siehst Du m.E. nur einen Teil des Bildes, denn nein, das ist es nie! In dem Moment, wo Deine Tochter das Gefühl hätte, dass es etwas gibt, was sie Dir mal besser nicht erzählt, ist die Grenze nämlich schon gut überschritten.
Also mein Rat wäre: tritt ihr immer so gegenüber, dass sie nie das Gefühl verliert, über alles mit Dir reden zu können. Was auch immer passiert.
 

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20. Februar 2017 um 13:57

Ihr etwas zu verbieten ist vielleicht nicht der ganz richtige Weg. Einmal neigen Kids in dem Alter unter Umständen zu oppositionellem Verhalten - dann motiviert ein Verbot eher dazu! Und wenn sie wirklich meinen schon so früh aktiv werden zu müssen, tun sie das eben tagsüber und sonstwo...
Ich würde eher mit ihr darüber reden. Ihr aufzeigen, warum es nich zu früh für Sex wäre, aber ohne sie unter Druck zu setzen. Und vielleicht hat sie ja gar nicht derartige Gedanken... Da wird auch oft ein bisschen übertrieben und zu viel unterstellt. Ich bin nun altersmäßig nicht ganz so weit entfernt von diner Tochter. und ich wäre in dem Alter nie auf die Idee gekommen, obwohl ich kein Kind von Traurigkeit war.

Zusammenfassen: Verbot kann das Gegenteil bewirken. Endgültig verhindern kannst du es nicht. Dann lieber mit ihr drüber reden.

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