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Phase abwarten oder doch Hilfe suchen?

16. November 2017 um 18:25

Hey,

ich bin hier in der Hoffnung, dass jemand vielleicht vetwas ähnliches kennt, oder wenigstens eine Idee hat was falsch ist. Schöießlich sind hier auch einige Mütter unter euch, und ich brauche wohl mal die Sicht einer erwachsenen Person, die schon Erfahrung mit dem Leben hat....

Ich bin 18, habe dieses Jahr meine Ausbildung als MFA begonnen und halte dies auch für die wohl beste Entscheidung meines Lebens. Soweit so gut, aber etwas belastet mich. Etwas was die Menschen in meinem Alter, die ich kenne, nicht nachvollziehen können.
Ich lebe seit 5 Jahren mit 3 imaginären Freunden. Wenige meiner Freunde wissen es und mit noch weniger rede ich über sie wirklich. Sie sind komplett unterschiedlich, aber irgendwie spiegeln sie jeder einen Teil von mir wieder. Gleichgültigkeit, Verwirrung und Hass. Klar hab ich auch andere Gefühle aber in den letzten Jahren haben sich diese besonders herauskristalisiert... Ist es in meinem Alter überhaupt gesund mit Menschen zu reden die nicht mal einen Körper besitzen und nur für mich zu hören sind?
Dazu kommen Depressionen, die gerne auch in aggressive Anfälle überschlagen. Diese sind auch wohl ein Grund warum ich mit 17 von meiner Mutter zum Auszug gebeten wurde und nun bei meiner Oma wohne. Die Frau die ich meine Mutter nenne, gibt mir jedes Mal wenn ich dort zu besuch bin, das Gefühl nicht erwünscht und manchmal sogar gehasst zu werden...

Ich verletze mich selbst, und habe einfach nur den Gedanken im Kopf sterben zu wollen, auch wenn das einfach keine ösung ist. ich hasse mich selbst so sehr wie ich noch nie jemanden gehasst habe, aber ich schaffe es einfach nicht etwas zu ändern.
Das ist jetzt ein kleiner Auszug meiner Probleme....

Für die, die es bis hierher geschafft haben... Belüge ich mich selbst wenn ich sage dass es nur die Hormone sind und die Phase bald enden wird? Gibt es Phasen die 5 Jahre andauern?

Vielleicht hat ja jemand eine Antwort die mir etwas weiterhilft, oder jemandem geht es genauso und man kann sich austauschen.

Schon mal Danke und einen schönen Abend.
-Fault

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16. November 2017 um 18:52

Liebe TE,

sofern Deine Schilderungen tatsächlich real sind, solltest Du unbedingt einen Psychologen aufsuchen. Starke Depressionen sind keinesfalls normal.

Alle anderen Strategien, zu der insbesondere ein Abwarten zählt, werden Dir keine Lösung erbringen.

Viel Erfolg!

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17. November 2017 um 8:20
In Antwort auf fault

Hey,

ich bin hier in der Hoffnung, dass jemand vielleicht vetwas ähnliches kennt, oder wenigstens eine Idee hat was falsch ist. Schöießlich sind hier auch einige Mütter unter euch, und ich brauche wohl mal die Sicht einer erwachsenen Person, die schon Erfahrung mit dem Leben hat....

Ich bin 18, habe dieses Jahr meine Ausbildung als MFA begonnen und halte dies auch für die wohl beste Entscheidung meines Lebens. Soweit so gut, aber etwas belastet mich. Etwas was die Menschen in meinem Alter, die ich kenne, nicht nachvollziehen können.
Ich lebe seit 5 Jahren mit 3 imaginären Freunden. Wenige meiner Freunde wissen es und mit noch weniger rede ich über sie wirklich. Sie sind komplett unterschiedlich, aber irgendwie spiegeln sie jeder einen Teil von mir wieder. Gleichgültigkeit, Verwirrung und Hass. Klar hab ich auch andere Gefühle aber in den letzten Jahren haben sich diese besonders herauskristalisiert... Ist es in meinem Alter überhaupt gesund mit Menschen zu reden die nicht mal einen Körper besitzen und nur für mich zu hören sind?
Dazu kommen Depressionen, die gerne auch in aggressive Anfälle überschlagen. Diese sind auch wohl ein Grund warum ich mit 17 von meiner Mutter zum Auszug gebeten wurde und nun bei meiner Oma wohne. Die Frau die ich meine Mutter nenne, gibt mir jedes Mal wenn ich dort zu besuch bin, das Gefühl nicht erwünscht und manchmal sogar gehasst zu werden...

Ich verletze mich selbst, und habe einfach nur den Gedanken im Kopf sterben zu wollen, auch wenn das einfach keine ösung ist. ich hasse mich selbst so sehr wie ich noch nie jemanden gehasst habe, aber ich schaffe es einfach nicht etwas zu ändern.
Das ist jetzt ein kleiner Auszug meiner Probleme....

Für die, die es bis hierher geschafft haben... Belüge ich mich selbst wenn ich sage dass es nur die Hormone sind und die Phase bald enden wird? Gibt es Phasen die 5 Jahre andauern?

Vielleicht hat ja jemand eine Antwort die mir etwas weiterhilft, oder jemandem geht es genauso und man kann sich austauschen.

Schon mal Danke und einen schönen Abend.
-Fault

Hilfe suchen.

Die Hormone spielen schon eine Rolle, aber mit "sind nur die Hormone" hat das nicht viel zu tun. Es ist eher so, dass in der Pubertät bei vielen Betroffenen psych. Krankheiten ausgelöst werden / sich massiv verschlimmern, durch den Gefühlsfasching, aber abwarten reicht da nicht.
Insbesondere Selbstverletztung entwickelt sich auch ganz schnell in eine Richtung, die mehr mit Sucht gemeinsam hat als mit allem anderen.

Keine Ahnung, warum Du nach "Müttern" fragst - ok, Mutter bin ich, aber das ändert da wenig... ich bin aber auch ein Mensch, der nicht nur die Arme von oben bis unten voller Narben hat und selbst erst Ende 20 in Behandlung gegangen ist. Von daher kann ich Dir nur dringenst abraten, noch länger zu warten. Habe ich probiert, kann ich gar nicht weiter empfehlen.

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