Forum / Psychologie & Persönlichkeit

Partner zeigt mir gegenüber wenig Empathie, aber weint viel?

Letzte Nachricht: 6. Januar um 16:43
Y
yaa_12468424
21.11.21 um 23:52

Hi,

ich hoffe, mir kann jemand eine Einschätzung geben- ich grüble wie blöd und würde mich darüber freuen.
Ich bin 37, mein Partner 35.

Mein Freund ist oft unempathisch. Beispiel: Ich habe nachts starke Migräne und er regt sich lautstark neben mir  auf, dass die Zimmertemperatur zu hoch sei- kümmert sich aber nicht um mich. 

Ich habe Halsschmerzen und leichtes Fieber. Sein Kommentar: "Das ist das letzte, was ich noch brauche". 

An einem leidenschaftlichen Wochenende, das wir die ganze Zeit im Bett verbracht haben kommt 3 Tage später der Satz: "Mir hat frische Luft gefehlt". 

Er ist auch sehr pingelig, was Staub/Tierhaare/Dreck angeht und kritisiert, wie ich meine Wohnung eingerichtet habe etc.., 
leider oft in einem sehr undiplomatischen  Ton. Wenn ich dann traurig bin und (leider) manchmal anfange zu weinen, kommt er dann immer und weint ganz doll mit, sodass ich ihn kaum beruhigen kann. 

Auch wenn ich Vorschläge mache, wie man den nächsten Tag/Urlaub o.ä. gestalten könnte, ist seine erste Reaktion destruktiv. ("was soll ich denn da?". Er blockt viele Vorschläge ab (ich würde z.B. gerne an unserem 1. Jahrestag gerne mal schick ausgehen), weil "er nicht der Typ dafür" sei. 
Mit Abstand und Tage später geht er dann meistens auf meine Wünsche ein und entschuldigt sich. 

Ich zweifle manchmal an seiner Liebe zu mir und sage ihm das auch. Aber als ich mich 1x eine Woche zurückgezogen habe, meldete er sich jeden Tag weinend bei mir und sagt, er hätte nicht schlafen können und er wäre in Situationen, wo er "gebraucht" wird, oft überfordert.

Ich denke, dass er irgendeine mentale Störung(darf ich das so sagen?) hat und würde ihm/uns  gerne helfen. 

Weiss jemand Rat?

 

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K
kuchenmassaker
05.12.21 um 8:19
In Antwort auf yaa_12468424

Hi,

ich hoffe, mir kann jemand eine Einschätzung geben- ich grüble wie blöd und würde mich darüber freuen.
Ich bin 37, mein Partner 35.

Mein Freund ist oft unempathisch. Beispiel: Ich habe nachts starke Migräne und er regt sich lautstark neben mir  auf, dass die Zimmertemperatur zu hoch sei- kümmert sich aber nicht um mich. 

Ich habe Halsschmerzen und leichtes Fieber. Sein Kommentar: "Das ist das letzte, was ich noch brauche". 

An einem leidenschaftlichen Wochenende, das wir die ganze Zeit im Bett verbracht haben kommt 3 Tage später der Satz: "Mir hat frische Luft gefehlt". 

Er ist auch sehr pingelig, was Staub/Tierhaare/Dreck angeht und kritisiert, wie ich meine Wohnung eingerichtet habe etc.., 
leider oft in einem sehr undiplomatischen  Ton. Wenn ich dann traurig bin und (leider) manchmal anfange zu weinen, kommt er dann immer und weint ganz doll mit, sodass ich ihn kaum beruhigen kann. 

Auch wenn ich Vorschläge mache, wie man den nächsten Tag/Urlaub o.ä. gestalten könnte, ist seine erste Reaktion destruktiv. ("was soll ich denn da?". Er blockt viele Vorschläge ab (ich würde z.B. gerne an unserem 1. Jahrestag gerne mal schick ausgehen), weil "er nicht der Typ dafür" sei. 
Mit Abstand und Tage später geht er dann meistens auf meine Wünsche ein und entschuldigt sich. 

Ich zweifle manchmal an seiner Liebe zu mir und sage ihm das auch. Aber als ich mich 1x eine Woche zurückgezogen habe, meldete er sich jeden Tag weinend bei mir und sagt, er hätte nicht schlafen können und er wäre in Situationen, wo er "gebraucht" wird, oft überfordert.

Ich denke, dass er irgendeine mentale Störung(darf ich das so sagen?) hat und würde ihm/uns  gerne helfen. 

Weiss jemand Rat?

 

In einer Liebesbeziehung geht es darum, dass man Kompromisse findet bei den Dingen, bei welchen man unterschiedlicher Meinung ist (zB Urlaub). Das wäre die normale Herangehensweise! Außerdem ist es höchst fragwürdig, wenn dein Freund beginnt, an dir (Persönlichkeit, Äußeres) und anderen Dingen (Wohnung) herumzukritisieren. Normalerweise drückt man in einer gesunden Beziehung Wertschätzung für den Partner aus - und wenn es ein Problem gibt, dann geht man in das Gespräch um sich auszusprechen. Es hört sich für mich danach an, als würde dein Freund keine Kompromisse eingehen wollen und noch dazu seinen Unmut an dir auslassen. Ganz ehrlich: Das ist toxisch! Wenn das so weitergeht würde ich ihn verlassen. Du bist wertvoll! Du verdienst einen Mann, der sich auf dich einlässt und dir Wertschätzung zeigt. 

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ninirose
ninirose
04.01.22 um 10:19

Wäre er bereit, eine Therapie zu machen? Das fände ich sehr wichtig.

Für mich klingt das nach einer Depression. Symptome von Depressionen sind unter anderem Egoismus und mangelnde Empathie.

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A
andrea03
06.01.22 um 16:43

Hi,

das klingt, als ob dein Freund wirklich nicht sehr herzlich und gefühlvoll ist und seine Gefühle nur schwer zeigen kann. Ist vielleicht "seine Art". Muss sich ja aber durch irgendwas entwickelt haben. Dies zu ändern wird nicht leicht sein.
Kurios finde ich dann die Situationen, wenn er mit weint. Sowas kenne ich gar nicht. Er sagt ja selber, dass er in bestimmten Situationen überfordert ist. Nur was ist die Ursache???
Die Frage ist auch, ob er was an seinem Verhalten ändern möchte oder nicht. Du möchtest ja die Beziehung zu Ihm halten und suchst Lösungen. Habt ihr da schon offen darüber gesprochen? Wie reagiert er dann?
Gerade Situationen, wie das Ausgehen zum Jahrestag oder das Planen des Urlaubs, sind ja ganz normale und alltägliche Situationen in einer Beziehung. Da kann ja einer das Planen und Organisieren übernehmen aber wenn der andere Part gegen alles ist, dann verliert man die Lust, was schönes zu Planen oder Vorzuschlagen. Da kann ich deine Unzufriedenheit voll verstehen. 

Liebe Grüße

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