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Panikattacken und ANGST vor der Arbeit Hilfe?

5. September 2011 um 16:57

Hey Ihr Lieben.

Ich habe eben mal etwas das Forum durchstöbert und habe beschlossen mich auch mal zu wagen von meinem Problem zu berichten.

Ich leide seit einiger Zeit unter ständigen Panikattacken und Angst vor den Attacken selbst
Am schlimmsten ist es zB beim Einkaufen, auf der Arbeit, in Bussen/Bahnen, bei Fremden....also eigtl überall außer Zuhause und bei meiner Mutter,

Mal kurz zu mir selbst:
Ich bin (noch) 21 Jahre und wohne zusammen mit meinem Freund, Ich bin seit letztem Jahr in einer Traumatherapie, die ich aber leider seit Anfang des Jahres sehr schleifen lasse und seit Monaten garnicht mehr dort war
Einfach aus dem Grund, das ich Angst hatte mich meiner Vergangenheit zu stellen und das alles hat mich sehr überfordert und mich nur noch mehr belastet, anstatt das es mir geholfen hat, Zudem kam die Panik mit dem Bus eine Stunde dorthinzufahren...

Auch nochmal kurz zu meiner Vergangenheit...
Als ich 13 war fing mein Onkel mich an zu Missbrauchen...
Als ich mit 16 Anfing in einem Kiosk zu arbeiten, ging das gleiche mit meinem Chef weiter
Ich habe die Schule abgebrochen, war nicht mehr zuhause nur unterwegs, nahm Drogen und habe mich Selbstverletzt.
Mit 20 fing ich an das verdrängte durch meinen Freund wieder aufzuarbeiten und begann die Therapie. Habe auch erstmals mit meiner Familie über alles gesprochen die bis dahin nichts wussten.

Jetzt aber mal zum Momentanen Problem...
Ich habe seit ca 2 Wochen einen neuen Job.
Und habe diesen heute kündigen müssen weil ich mit meiner Angst einfach nicht zurecht kommen kann und keinen anderen Ausweg gesehen hab
Ich bereue es so sehr, denn ich will doch einfach Arbeiten können...die Arbeit war toll, mein bester Freund und mein Schatz arbeiten auch dort und wir haben immer sehr viel Spaß gehabt,
Aber ich schaffe es einfach nicht mehr diese Angst zu verdrängen

Was kann ich tun? Ich will den Job nicht verlieren und mein Chef ist auf sehr kulant. Aber ich denke mit dem heutigen Gespräch mit Ihm darüber wie es mit mir aussieht und ich momentan nicht dazu bereit bin mich auf die Arbeit zu konzentrieren habe ich wohl ganz versagt

Was ist los mit mir und wie bekomme ich die Angst in den Griff und kann sie bekämpfen?

Ich kann so nicht mehr


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7. September 2011 um 9:02

Angst
Erstmal tut mir das sehr leid, was dir passiert ist. Mir geht es im Moment auch nicht so gut und ich bin auch krank geschrieben, hast du schon mal über eine Kur nachgedacht, eine psychosomatische Kur, ich kann dir das nur empfehlen, ich werde das auch machen, denn da hat man erst mal den Halt, wenn man in seine Vergangenheit zurückgeht, denn das ist leider die einzige Möglichkeit, das die Wunden heilen, man muss sich leider noch mal dem Schmerz stellen. Ich wünsche dir viel Kraft für den weiteren Weg. LG

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7. September 2011 um 14:53

Hallo liebe...
...Prallline! Ich habe Deinen Beitrag gelesen und ich muss sagen dass er mich sehr berührt hat. Ich selber leide seit 11 Jahren und Panik- und Angststörungen. Mal mehr, mal weniger. Ich kann also ungefähr nachvollziehen wie schwer das alles für Dich ist. Ich kann Dir nur sagen: Du musst kämpfen kämpfen kämpfen.. und Du darfst nicht zulassen dass die Angst Deinen Alltag bestimmt. Auch wenn man im Moment das Gefühl hat, dass die Angst einen umbringt, wenn man z.B. im Bus sitzen muss.
Sehe jeden Tag als "Übung" an und stelle Dich - wenns geht - jeder Situation. Du wirst sehen, je öfter Du als "Sieger" hervor gehst (also sprich: eine Sache trotz Deiner Angst gemacht hast), umso besser wird es Dir gehen. Natürlich gibt es auch Tage die nich so doll laufen, aber die dürfen auch mal sein.Die bezeichne ich bei mir immer als "Loser"-Tage!
Ich finde es auch sehr wichtig eine Therapie oder eine Kur zu machen. Es kann einem nur helfen! So hart es manchmal auch sein kann...
Ich drücke Dir ganz ganz ganz fest die Daumen dass Du die nötige Kraft bekommst, um das Problem anzugehen!
Kopf hoch! Es geht immer irgendwie weiter...
Viele liebe Grüße

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7. September 2011 um 15:27
In Antwort auf kazumi_12673032

Angst
Erstmal tut mir das sehr leid, was dir passiert ist. Mir geht es im Moment auch nicht so gut und ich bin auch krank geschrieben, hast du schon mal über eine Kur nachgedacht, eine psychosomatische Kur, ich kann dir das nur empfehlen, ich werde das auch machen, denn da hat man erst mal den Halt, wenn man in seine Vergangenheit zurückgeht, denn das ist leider die einzige Möglichkeit, das die Wunden heilen, man muss sich leider noch mal dem Schmerz stellen. Ich wünsche dir viel Kraft für den weiteren Weg. LG

Danke ihr Lieben!!!
erstmal ein großes Dankeschön für eure Antwort!
Bin sehr froh das ihr euch die Zeit genommen habt mir zu antworten.

@cici: Oh man es tut mir sehr leid das du auch schon so lange Jahre darunter leidest! Weist du denn bei dir woher es kommt? Also kennst du die Ursache bei dir?
Es ist nicht leicht und im moment gestaltet es schon ein wenig meinen Tag...und vor allem DIE ARBEIT
Mein Arbeitgeber war aber so lieb und meinte wenn es mir besser geht kann ich gerne wieder dort anfangen wenn ich dazu bereit bin! Damit geht es mir schon etwas besser.
Mit den "Übungstagen" werde ich mir versuchen zu Herzen zu nehmen.

@schnuppel: also über eine Kur habe ich noch nicht nachgedacht...und erlich gesagt macht mir der Gedanke auch etwas Angst. Ich meine...weg von hier und getrennt von meinem schatz. ich stelle mir vor das mich das nur sehr belasten würde habe endlich nach langem wieder einen Termin bei meiner Therapeutin am 22.09., dauert zwar noch ein Stück aber Hilfe ist in Sicht...

Manchmal weis ich nichtmal selbst ob ich diese Panikattacken mit meiner Vergangenheit verbinden soll...weil es eher so ist das das was da passiert ist damals, meine Person, mein Denken, mein Fühlen und mein Handeln verändert hat, und das die Folgen daraus ( Schulabbruch, Drogen, Selbstverletzung usw ) kommen. Und dadurch habe ich mich damals sehr früh aufgegeben und ja... es ist schwer mein Leben wieder anzunehmen, motiviert zu sein und mich dem Ernst zu stellen....für all das fehlt manchmal so sehr die Kraft und dann weis ich nicht mehr wohin mit mir selbst.

Und diese Änderungen die dadurch in meinem Leben hervorgetreten sind, will ich einfach weg haben
Es macht alles so unerträglich und ich vergesse leider oft...das ich was wert bin und was besonderes....habe wenig selbstvertrauen und selbstwertgefühl

Und bei der Traumatherapie die will halt eben gezielt an die vergangenheit und gezielt an das was genau passiert ist, dabei will ich doch einfach die "Folgen" weghaben

Nochmals tauuuuuuusend Dank für eure Antworten! Ihr seit so lieb!

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7. September 2011 um 15:46
In Antwort auf debra_12138255

Danke ihr Lieben!!!
erstmal ein großes Dankeschön für eure Antwort!
Bin sehr froh das ihr euch die Zeit genommen habt mir zu antworten.

@cici: Oh man es tut mir sehr leid das du auch schon so lange Jahre darunter leidest! Weist du denn bei dir woher es kommt? Also kennst du die Ursache bei dir?
Es ist nicht leicht und im moment gestaltet es schon ein wenig meinen Tag...und vor allem DIE ARBEIT
Mein Arbeitgeber war aber so lieb und meinte wenn es mir besser geht kann ich gerne wieder dort anfangen wenn ich dazu bereit bin! Damit geht es mir schon etwas besser.
Mit den "Übungstagen" werde ich mir versuchen zu Herzen zu nehmen.

@schnuppel: also über eine Kur habe ich noch nicht nachgedacht...und erlich gesagt macht mir der Gedanke auch etwas Angst. Ich meine...weg von hier und getrennt von meinem schatz. ich stelle mir vor das mich das nur sehr belasten würde habe endlich nach langem wieder einen Termin bei meiner Therapeutin am 22.09., dauert zwar noch ein Stück aber Hilfe ist in Sicht...

Manchmal weis ich nichtmal selbst ob ich diese Panikattacken mit meiner Vergangenheit verbinden soll...weil es eher so ist das das was da passiert ist damals, meine Person, mein Denken, mein Fühlen und mein Handeln verändert hat, und das die Folgen daraus ( Schulabbruch, Drogen, Selbstverletzung usw ) kommen. Und dadurch habe ich mich damals sehr früh aufgegeben und ja... es ist schwer mein Leben wieder anzunehmen, motiviert zu sein und mich dem Ernst zu stellen....für all das fehlt manchmal so sehr die Kraft und dann weis ich nicht mehr wohin mit mir selbst.

Und diese Änderungen die dadurch in meinem Leben hervorgetreten sind, will ich einfach weg haben
Es macht alles so unerträglich und ich vergesse leider oft...das ich was wert bin und was besonderes....habe wenig selbstvertrauen und selbstwertgefühl

Und bei der Traumatherapie die will halt eben gezielt an die vergangenheit und gezielt an das was genau passiert ist, dabei will ich doch einfach die "Folgen" weghaben

Nochmals tauuuuuuusend Dank für eure Antworten! Ihr seit so lieb!

Hallo...
...Pralline!
Das ist doch selbstverständlich. Schließlich hat es mir auch immer sehr gut getan, wenn ich mit jemanden darüber reden konnte, der auch wusste wovon er redet.
Ich kann Dir - ehrlich gesagt - nicht sagen, welche Ursache das bei mir hat. Das versuche ich momentan auch mit meiner Therapeutin zu ergründen.
Das ist übrigens meine zweite Therapie. Die erste hat mir unheimlich geholfen und danach hatte ich vier jahre lang Ruhe. Seit knapp zwei Jahren ist es wieder schlimmer... aber ich werde die Hoffnung nicht aufgeben und ich bin mir sicher dass es irgendwann ganz wegbleibt.

ich kenne das gut und ich kann es sooo gut nachvollziehen wenn du schreibst dass es nicht einfach ist.
hast du denn von deiner therapeutin tipps fürs z.B. Atmen bekommen!! Das hilft mir immer sehr gut... UND: ich hab immer einen Leitgedanken wenn die Angst in mir hochkriecht: "Entspann Dich. Wo Entspannung ist, kann keine Angst sein!"... es hat zwar lang gedauert, bis ich den Satz intus hatte, aber mittlerweile klappt es ganz gut.
Ich bin mir sicher dass Du das auch bald in den Griff bekommst. Es war/ist für mich immer wichtig zu wissen: sowas haben viele Menschen, ich bin nicht die einzige!!

Es wird wieder... da bin ich mir ganz sicher. Auch wenn es manchmal schwierig wird und man an "Losertagen" das Gefühl hat, dass man nie wieder auf einen grünen Zweig kommt. Du hast natürlich leider viel mitgemacht in Deinem jungen Leben und deshalb hast du wahrscheinlich auch so viel aufzuarbeiten. Ich schicke Dir deshalb gaaaanz viel Kraft um das alles anzugehen.
Ich finde es übrigens toll von deinem Chef dass er da soviel Verständnis zeigt. Sowas gibt es leider nicht oft.

Viele Grüße

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