Forum / Psychologie & Persönlichkeit

Panikattacke und völlige Verzweiflung

7. Februar um 16:43 Letzte Antwort: 8. Februar um 15:14

Hallo,
ich arbeite im Krankenhaus und die letzten 3 Monate waren überaus stressig. Ich hatte gefühlt 3 Mal so viel Stress wie ich vertragen kann.
War oft an meinen Grenzen, total kaputt und innerlich gereizt. Habe trotzdem weitergemacht, weil es immer irgendwie ging.

Heute Morgen im Frühdienst hatte ich plötzlich das Gefühl völlig neben mir zu stehen. Danach hatte ich Kreislaufprobleme. Mein Puls war zu hoch und ich dachte , ich würde umkippen. Habe mich Panik erfüllt gefühlt. Körperteile waren leicht taub, alles wirkte unreal und ich weinte wie aus dem Nichts. Ich war wie benommen.

Ich fühle mich müde und gleichzeitig ruhelos, weil ich so gereizt bin. Ich reagiere sogar gereizt auf Menschen, die mir sehr wichtig sind etc. 
es fühlt sich komplett alles zu viel an. Ich habe nichtmal Lust auf nichts tun. Bin so kraftlos..

Werde mich morgen krankschreiben lassen. Für wie lange sollte man wegen sowas wohl zu Hause bleiben? Und überhaupt, was stimmt nicht mit mir ?

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8. Februar um 15:14
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Hallo,
ich arbeite im Krankenhaus und die letzten 3 Monate waren überaus stressig. Ich hatte gefühlt 3 Mal so viel Stress wie ich vertragen kann.
War oft an meinen Grenzen, total kaputt und innerlich gereizt. Habe trotzdem weitergemacht, weil es immer irgendwie ging.

Heute Morgen im Frühdienst hatte ich plötzlich das Gefühl völlig neben mir zu stehen. Danach hatte ich Kreislaufprobleme. Mein Puls war zu hoch und ich dachte , ich würde umkippen. Habe mich Panik erfüllt gefühlt. Körperteile waren leicht taub, alles wirkte unreal und ich weinte wie aus dem Nichts. Ich war wie benommen.

Ich fühle mich müde und gleichzeitig ruhelos, weil ich so gereizt bin. Ich reagiere sogar gereizt auf Menschen, die mir sehr wichtig sind etc. 
es fühlt sich komplett alles zu viel an. Ich habe nichtmal Lust auf nichts tun. Bin so kraftlos..

Werde mich morgen krankschreiben lassen. Für wie lange sollte man wegen sowas wohl zu Hause bleiben? Und überhaupt, was stimmt nicht mit mir ?

Hallo,

die Situation in den Krankenhäusern ist derzeit mehr als bloß angespannt. Hinzu kommt, dass alles, was bisher als Ausgleich für einen stressigen Job diente aufgrund von Corona ausbleibt. Auch innerhalb der Familien kommt es immer häufiger zu Spannungen. 

Dein Hausarzt soll dich mal für 4 Wochen aus dem Verkehr ziehen. Wenn er das nicht in einem Arbeitsgang attestieren möchte gehst du wöchentlich zu ihm und verlängerst die Krankschreibung jeweils um eine Woche. Es wäre gut einen Termin bei einem Neurologen/Psychiater zu vereinbaren, aus dem Grund, weil sie dir vermutlich viel früher einen Notfalltermin anbieten können, als es Therapeuten tun können. Dieser Fachbereich ist in der Lage dich auch mal für längere Zeit aus dem Verkehr zu ziehen und fackelt damit nicht lange. Sollte Bedarf sein für Medikation bist du an der richtigen Stelle.

Deine Beschreibung klingt wie eine Panikattacke. Es ist absolut richtig jetzt sofort zu reagieren. Versuchte den Tag zu Hause dennoch ein klein wenig zu strukturieren, auch wenn es schwer fällt. z.B. tägliche Spaziergänge an der frischen Luft. Reichen die 4 Wochen nicht aus zur Erholung wird verlängert.
Lass dich auch bei einem Therapeuten auf die Warteliste setzen. 

Schaff dir zukünftig Freiräume im Job. Es wird immer mehr Arbeit da sein, als du schaffen kannst. Persönliche Grenzen setzen gegenüber der Leitung wäre nicht verkehrt. Du kannst Menschen nur helfen, wenn du leistungsfähig bleibst. Das heißt nicht "nur" mehr arbeiten, sondern abwägen und auch einmal Nein sagen. 

Ich hoffe, es wird dir bald besser gehen.

LG Sis

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