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Panikattacke, enges Kleid, aufschneiden?

2. August 2015 um 22:01

Hallo alle zusammen,

ich habe eine Frage. Ich fühle mich generell unwohl wenn etwas zu eng um meine Brust ist und bin da vielleicht leicht klaustrophobisch. Einmal habe ich ein Kleid im Geschäft anprobiert und hatte den Reißverschluß aus Versehen nur zur Hälfte geöffnet und als ich das Kleid so halb über den Kopf gezogen hatte blieb ich stecken und bin dadurch so in Panik geraten, dass ich aus der Kabine stürmte und zum Glück waren gleich zwei Personen da, die mir das Kleid über den Kopf ziehen halfen. Es dauerte den ganzen Tag, bis ich mich wieder beruhigen konnte...

Vor einiger Zeit habe ich meinem damaligen Partner ein Kleid vorgeführt. Es ist relativ eng und hat am Rücken einen Reißverschluss, der bis ganz oben am Nacken schließt. Obwohl ich das Kleid schon einige Jahre habe und deshalb auch ganz gut "kenne" hatte sich auf einmal der Reißverschluß am oberen Ende in dem Stoffstück, das normalerweise unter dem Reißverschluß ist verhakt. Nachdem ich merkte, dass ich es nicht mehr öffnen konnte und schon leicht in Panik geriet, bat ich meinen Partner das Kleid zu öffnen. Allerdings ist es ihm auch nicht auf Anhieb gelungen und ich merkte, wie die Angst nicht mehr aus dem Kleid zu kommen immer stärker wurde. Das ist zugegebenermaßen vielleicht etwas irrational, aber in solchen Momenten habe ich meine Angst nicht im Griff, obwohl ich normalerweise schon ein eher reflektierter und rational handelnder Mensch bin.

Da ich nur noch aus dem Kleid raus wollte rannte ich in die Küche um ein Messer zu holen und bat meinen Partner das Stück Stoff in dem der Reißverschluss festklemmte aufzuschneiden. Er weigerte sich und meinte, damit würde man das Kleid kaputt machen. Verzweifelt versuchte ich ihm zu erklären, dass ich Angst habe, diese Angst immer schlimmer wird und ich JETZT aus dem Kleid rausmusste. Aber er wollte es nochmal versuchen das Kleid zu öffnen. Ich musste fast schon böse werden und "schreien", damit er endlich dieses blöde Stück Stoff wegschneidet. Dazu muss ich sagen, dass man dieses Stück Stoff nicht sieht, wenn das Kleid geschlossen ist. Das Kleid geht davon also nicht kaputt...

Er war hinterher sauer, weil ich mich so verhalten hatte und ich war hinterher sauer, weil er in einer Situation, die für mich offensichtlich so problematisch war, nicht einfach tun konnte worum ich ihn bat, ohne mit mir darüber zu diskutieren ob das jetzt rational ist oder nicht.

Bei Gelegenheit habe ich auch mit Freunden - hauptsächlich Männer - über diese Situation gesprochen und es ist so, dass eigentlich erstens niemand diese Angst versteht - aber damit kann ich leben, muss ja auch niemand verstehen, verstehe ich selbst nicht - und zweitens niemand versteht, dass ich hinterher sauer auf meinen Partner war.

Mein Gedanke ist der folgende, wenn ein anderer Mensch sich in einer "Ausnahmesituation" befindet und dieser Mensch mich darum bittet in dieser Ausnahmesituation etwas zu tun, was er für sich für richtig empfunden hat, dann würde ich es einfach tun und nicht darüber nachdenken ob ICH das jetzt als irrational empfinde oder nicht. Ich würde dann einfach das Messer nehmen und das Kleid aufschneiden und hinterher vielleicht fragen, was an der Situation jetzt so "drastische" Massnahmen erforderte...

Ich meine, wenn ich die andere Person nicht als unzurechnungsfähig einstufe, dann habe ich doch nicht das Recht mich in einer solchen Situation so über ihren Willen hinwegzusetzen.

Es ist mein Kleid, ich will da raus, wenn du es nicht öffnen kannst, dann schneide das Stück Stoff ab.

Ist das so schwer nachvollziehbar? Ich traue anderen Menschen doch zu, dass sie in solchen Momenten selbst entscheiden können was für sie richtig ist... und genau, dieses sich über die Entscheidung bzw. den Wunsch des anderen hinweg zu setzen, in einer einmaligen (!) Situation, und eine Diskussion anzufangen, war was mich so sauer gemacht hat. Mir ging es offensichtlich schlecht. Ich verhalte mich normalerweise nicht so... wenn dann mal so etwas ist, dann weiß ich doch selbst, was ich in so einer Situation brauche...

Was meint ihr dazu?

Liebe Grüße und einen schönen Sonntag Abend

FB

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3. August 2015 um 1:19

Liebe flyingbird!
Bekommst Du diese Panikattacken nur dann, wenn Dir Kleider zu eng sind?

lib

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3. August 2015 um 9:24

Für jemanden, der nichts von diesen Panikattacken weiß
oder wie schwer sie sind, ist das natürlich nicht nachvollziehbar. Da ist es normal, dass man sagt, ich probiers noch mal, bevor man zur Schere greift.

Hast Du keine Methoden, wie Du in solchen Situationen die Ruhe bewahren kannst?

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3. August 2015 um 10:16
In Antwort auf iziba80

Für jemanden, der nichts von diesen Panikattacken weiß
oder wie schwer sie sind, ist das natürlich nicht nachvollziehbar. Da ist es normal, dass man sagt, ich probiers noch mal, bevor man zur Schere greift.

Hast Du keine Methoden, wie Du in solchen Situationen die Ruhe bewahren kannst?

Ja, das verstehe ich
aber wenn ich dir dann nochmal ganz ernsthaft sage, bitte nimm die Schere und hol mich da raus, weil ich mich mit jedem Moment schlechter fühle? Ich weiß nicht, ich würde da nicht diskutieren...

So eine Situation ist bislang nur zwei Mal in meinem ganzen Leben (Mitte 30) aufgetreten und ich sah das nie als Problem an. Ich habe halt dann in den letzten zwei Jahren auf zu enge Kleidung verzichtet und dachte das gibt sich mit der Zeit wieder. Da das Kleid von jenem Tag mein Lieblingskleid ist, habe ich es an einem Tag angezogen ohne den Reißverschluß zu schließen, eine halbe Stunde gewartet bis das Herzklopfen weg war, dann den Reißverschluß etwas geschlossen, wieder gewartet usw. Jetzt ist dieses KLeid wieder angstfrei wobei ich noch immer irgendwie befürchte so eine "Atacke" könnte mich abends beim Ausgehen überkommen und das wäre natürlich etwas peinlich

Weil ich letzte Woche eine ähnliche Situation erlebte, habe ich etwas über Panikattacken gelesen und bin dann zwangsweise auch über Klaustrophobie gestolpert. Ich hatte das schon als Kind, dass ich bei Umarmungen die Krise bekomme, weil ich das Gefühl habe keine Luft mehr zu bekommen, ebenso unter Bettdecken oder Rollkragenpullover solche Dinge habe ich einfach vermieden. Belastet oder eingeschränlt hat mich das nie und ich habe das nie als Probblem angesehen und eigentlich sogar vergessen, dass das so war/ist.

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3. August 2015 um 10:21
In Antwort auf lightinblack

Liebe flyingbird!
Bekommst Du diese Panikattacken nur dann, wenn Dir Kleider zu eng sind?

lib

Eigentlich schon.
Eigentlich habe ich diese Angst so erst zwei Mal erlebt, nämlich in den beiden hier geschilderten Situationen. Normalerweise, wenn ich eine Bluse oder ähnliches habe bei dem dieses Gefühl hochkommt ziehe ich sie sofort aus.

Letzte Woche hatte ich in meiner Wohnung scheinbar eine "richtige" Panikattacke mit Atemnot und Engegefühl. Das wurde besser als ich das Haus verließ und verschlechterte sich wieder sobald ich in das von mir als unglaublich "stickig" empfundene Haus zurückging. Seither habe ich ständig eine latente Angst von der ich jederzeit das Gefühl habe sie könnte mich überwältigen. Die versuche ich natürlich zu kontrollieren, weil mir klar ist, dass das ziemlich irrational ist und ich mich nirgendwo, außer draußen an der frischen Luft mehr wirklich wohl fühle.

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3. August 2015 um 11:05
In Antwort auf badr_11887118

Eigentlich schon.
Eigentlich habe ich diese Angst so erst zwei Mal erlebt, nämlich in den beiden hier geschilderten Situationen. Normalerweise, wenn ich eine Bluse oder ähnliches habe bei dem dieses Gefühl hochkommt ziehe ich sie sofort aus.

Letzte Woche hatte ich in meiner Wohnung scheinbar eine "richtige" Panikattacke mit Atemnot und Engegefühl. Das wurde besser als ich das Haus verließ und verschlechterte sich wieder sobald ich in das von mir als unglaublich "stickig" empfundene Haus zurückging. Seither habe ich ständig eine latente Angst von der ich jederzeit das Gefühl habe sie könnte mich überwältigen. Die versuche ich natürlich zu kontrollieren, weil mir klar ist, dass das ziemlich irrational ist und ich mich nirgendwo, außer draußen an der frischen Luft mehr wirklich wohl fühle.

@flyingbirdy
Panikattacken kannst Du nur dann eindämmen, wenn Du Dich diesen Attacken stellst. Du müsstest also diese Attacken zulassen, auch wenn Du glaubst, Du kannst den Zustand nicht mehr länger ertragen. Wenn Du ein zu enges Kleid anziehst, solltest Du Dir das Kleid ansehen, Dich mit ihm vertraut machen und darüber lächeln. Je lockerer Du mit diesen Attacken umgehst, desto leichter wirst Du mit ihnen fertig. Du musst darüber sprechen, weil die Angst es nicht mag, wenn man über sie spricht. Panikattacken müssen aber nicht unbedingt "psychischer" Natur sein, sondern es können auch körperliche Ursachen dafür verantwortlich zeichnen. Das wäre z. B. bei einer Schilddrüsenüberfunktion der Fall. Wenn Dein Arzt Dir sagt, dass Du gesund bist, dann solltest Du mit einem guten! Psychologen darüber sprechen. Durch Entspannungstechniken, wie autogenem Training, bist Du bereits einen Schritt weiter. Wenn Du immer diese Angst im Kopf hast, wird sie zur größten Macht auf Erden, auch wenn diese Angst vollkommen unbegründet ist, weil sie nicht lebensbedrohlich ist. Lass` diese Attacken zu und Du wist Dich besser fühlen. Es geht nicht von heute auf morgen, es ist auch nicht leicht, aber, nach einiger Zeit, wird es immer besser werden. Probier` es aus und Du wirst sehen, dass ich recht habe!

Viel Glück und viel Erfolg!

lib

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3. August 2015 um 11:08
In Antwort auf badr_11887118

Ja, das verstehe ich
aber wenn ich dir dann nochmal ganz ernsthaft sage, bitte nimm die Schere und hol mich da raus, weil ich mich mit jedem Moment schlechter fühle? Ich weiß nicht, ich würde da nicht diskutieren...

So eine Situation ist bislang nur zwei Mal in meinem ganzen Leben (Mitte 30) aufgetreten und ich sah das nie als Problem an. Ich habe halt dann in den letzten zwei Jahren auf zu enge Kleidung verzichtet und dachte das gibt sich mit der Zeit wieder. Da das Kleid von jenem Tag mein Lieblingskleid ist, habe ich es an einem Tag angezogen ohne den Reißverschluß zu schließen, eine halbe Stunde gewartet bis das Herzklopfen weg war, dann den Reißverschluß etwas geschlossen, wieder gewartet usw. Jetzt ist dieses KLeid wieder angstfrei wobei ich noch immer irgendwie befürchte so eine "Atacke" könnte mich abends beim Ausgehen überkommen und das wäre natürlich etwas peinlich

Weil ich letzte Woche eine ähnliche Situation erlebte, habe ich etwas über Panikattacken gelesen und bin dann zwangsweise auch über Klaustrophobie gestolpert. Ich hatte das schon als Kind, dass ich bei Umarmungen die Krise bekomme, weil ich das Gefühl habe keine Luft mehr zu bekommen, ebenso unter Bettdecken oder Rollkragenpullover solche Dinge habe ich einfach vermieden. Belastet oder eingeschränlt hat mich das nie und ich habe das nie als Probblem angesehen und eigentlich sogar vergessen, dass das so war/ist.

Und dann holt es einen ein
Vielleicht wäre autogenes Training was für Dich.
Mir hilft das beim Zahnarzt und anderen unangenehmen Arztterminen.

Ich habe einen Bekannten, der hat panische Angst vor Hunden, egal wie groß oder klein. Das halten die Leute auch alle für "Spinnerei" und verstehen nicht, dass das keine Vernunftsache ist.

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3. August 2015 um 11:34
In Antwort auf lightinblack

@flyingbirdy
Panikattacken kannst Du nur dann eindämmen, wenn Du Dich diesen Attacken stellst. Du müsstest also diese Attacken zulassen, auch wenn Du glaubst, Du kannst den Zustand nicht mehr länger ertragen. Wenn Du ein zu enges Kleid anziehst, solltest Du Dir das Kleid ansehen, Dich mit ihm vertraut machen und darüber lächeln. Je lockerer Du mit diesen Attacken umgehst, desto leichter wirst Du mit ihnen fertig. Du musst darüber sprechen, weil die Angst es nicht mag, wenn man über sie spricht. Panikattacken müssen aber nicht unbedingt "psychischer" Natur sein, sondern es können auch körperliche Ursachen dafür verantwortlich zeichnen. Das wäre z. B. bei einer Schilddrüsenüberfunktion der Fall. Wenn Dein Arzt Dir sagt, dass Du gesund bist, dann solltest Du mit einem guten! Psychologen darüber sprechen. Durch Entspannungstechniken, wie autogenem Training, bist Du bereits einen Schritt weiter. Wenn Du immer diese Angst im Kopf hast, wird sie zur größten Macht auf Erden, auch wenn diese Angst vollkommen unbegründet ist, weil sie nicht lebensbedrohlich ist. Lass` diese Attacken zu und Du wist Dich besser fühlen. Es geht nicht von heute auf morgen, es ist auch nicht leicht, aber, nach einiger Zeit, wird es immer besser werden. Probier` es aus und Du wirst sehen, dass ich recht habe!

Viel Glück und viel Erfolg!

lib

@lib
Danke Ja, mit dem Kleid habe ich es versucht. Es hat auch ganz gut geklappt. Ich habe noch eine Bluse, die muss ich über den Kopf ziehen, ist etwas eng, sitzt aber dann perfekt. Bei der muss ich auch jedes Mal das Angstgefühl bekämpfen. Was dazu führt, dass ich sie nur an Tagen tragen an denen ich mich dem gewachsen fühle.

Ich habe eine Schilddrüsenunterfunktion und nehme L-Thyroxin. Mein Leben im Moment ist ziemlich stressig, Existenzängste usw., ich bin alleine, wollte immer Kinder haben, aber ich und "die Männer" passen nicht so gut zueinander, so langesam ich kann die Einsamkeit kaum noch ertragen. Ja, man muss lernen sich selbst zu lieben und alleine glücklich zu sein. Bin ich auch... aber nach vielen Jahren, reicht es irgendwann. Alleinsein als Dauerzustand seit vielen vielen Jahren. Ich bin nicht kontaktscheu oder so. Ich bin einfach anders und kann mit vielen Menschen nichts anfangen und sie auch nicht mit mir Das ist grundsätzlich auch ok... ich mag wie ich bin. Vermutlich stecke ich jetzt schon in einer midlifekrise. Meine Familie erdrückt mich, weil sie es nicht zulässt, dass ich mich frei bewege. Das alles könnten Erklärungen für meine Attacke letzte Woche sein. Ich habe schon 12 Jahre eine Psychoanalyse gemacht und bin vermutlich auch recht weit gekommen. Jetzt möchte ich keine Therapie mehr machen und eigentlich nur endlich leben... Aber ich und meine alltäglichen Kämpfe funken mir ständig dazwischen.

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3. August 2015 um 11:36

Ich möchte doch noch einmal
explizit nachfragen, ob mein Gedanke "dass man doch den Willen des anderen respektieren sollte und in einer solchen Situation einfach tun sollte was der andere will" so verständlich ist...

Liebe Grüße,
FB

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3. August 2015 um 12:09
In Antwort auf badr_11887118

@lib
Danke Ja, mit dem Kleid habe ich es versucht. Es hat auch ganz gut geklappt. Ich habe noch eine Bluse, die muss ich über den Kopf ziehen, ist etwas eng, sitzt aber dann perfekt. Bei der muss ich auch jedes Mal das Angstgefühl bekämpfen. Was dazu führt, dass ich sie nur an Tagen tragen an denen ich mich dem gewachsen fühle.

Ich habe eine Schilddrüsenunterfunktion und nehme L-Thyroxin. Mein Leben im Moment ist ziemlich stressig, Existenzängste usw., ich bin alleine, wollte immer Kinder haben, aber ich und "die Männer" passen nicht so gut zueinander, so langesam ich kann die Einsamkeit kaum noch ertragen. Ja, man muss lernen sich selbst zu lieben und alleine glücklich zu sein. Bin ich auch... aber nach vielen Jahren, reicht es irgendwann. Alleinsein als Dauerzustand seit vielen vielen Jahren. Ich bin nicht kontaktscheu oder so. Ich bin einfach anders und kann mit vielen Menschen nichts anfangen und sie auch nicht mit mir Das ist grundsätzlich auch ok... ich mag wie ich bin. Vermutlich stecke ich jetzt schon in einer midlifekrise. Meine Familie erdrückt mich, weil sie es nicht zulässt, dass ich mich frei bewege. Das alles könnten Erklärungen für meine Attacke letzte Woche sein. Ich habe schon 12 Jahre eine Psychoanalyse gemacht und bin vermutlich auch recht weit gekommen. Jetzt möchte ich keine Therapie mehr machen und eigentlich nur endlich leben... Aber ich und meine alltäglichen Kämpfe funken mir ständig dazwischen.

@flyingbirdy
Wenn Deine Familie Dich erdrückt und dafür sorgt, dass Du Dich nicht frei bewegen kannst, musst Du dafür sorgen, dass sie auf die Rücksicht nimmt. Du hast ein RECHT darauf. Besprich das mit Deiner Familie. Natürlich, es wird, vermutlich auch so SEIN, dass diese Attacken auf die Familie zurückzuführen sind. Sport ist ein hervorragender Ausgleich. Du musst ja nichts übertreiben. Täglich ein halbes Stündchen Bewegung, wie laufen oder auch andere Sportarten, können Wunder wirken. Du musst versuchen, wieder Freude am Leben zu bekommen, Dich den täglichen Kämpfen stellen. Nimm Stift und Papier und schreib` Dir auf, was Du ändern willst. Wenn Du 10 Punkte zusammen hast, arbeitest Du konsequent immer auf einen Punkt hin und hakst ihn dann ab. Jetzt hast Du nur noch 9 Punkte. Sage NIE, dass Du es nicht schaffst! Das ist ein gravierender Fehler. Sag` Dir: ICH ZIEH` DAS DURCH, weil ich wieder LEBEN möchte. Denk` immer positiv und lass` es keinesfalls zu, dass Andere Deine Wege zunichte machen, die Du Dir so mühsam geschaffen hast, denn nur so ist es möglich, die von Dir gesetzten Ziele zu verwirklichen. Du wirst doch nicht alles hinwerfen wollen, oder? Du schaffst es, wenn DU es schaffen willst!

Nochmals: Viel Glück, flyingbirdy!

Liebe Grüße,

lib

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4. August 2015 um 14:06

Hmmm
Ich verstehe dich, wäre auf deinen Freund jetzt aber nicht unbedingt sauer.

Ich kann bei sowas auch in Panik geraten, wenn auch nicht ganz so extrem. Hab da auch so eine kleine "Einengungsangst". Mir ist es auch schon passiert, dass ich in der Umkleide ein Kleid zwar anbekam, jedoch nicht wieder aus bekam. Da bekam ich auch schon Panik und habe wie blöd dran rumgezerrt. Zuhause, wenn mein Freund da wäre, wäre ich wohl etwas entspannter. Außer das Kleid würde mir die Luft wegschnüren.

Auch verstehe ich dich, dass du grundsätzlich verärgert darüber bist, dass jemand nicht tut, was du sagst, obwohl es dich betrifft und dem anderen egal sein kann. Ja, es ist dein Kleid. Ich hasse es auch, wenn mich wer nicht für voll nimmt. Ich hasse es, wenn jemand meine Entscheidung nicht akzeptiert und entsprechend agiert, obwohl es MEINE Sache ist, nur weil dieser Jenige einfach anderer Meinung ist. Dennoch muss ich sagen, dass ich in dem Fall im Nachhinein sicher froh über die Entscheidung meines Partners gewesen wäre, sich zu weigern, das Kleid aufzuschneiden. Er hat es nicht böse, sondern gut gemeint. Es gibt Situationen, wo es doch ganz gut ist, wenn ein anderer für uns entscheidet. Ich würde dies als eine solche sehen. Denn ich selbst wäre anschließend echt sauer auf mich, dass ich wegen einer eigentlich bescheuerten, grundlosen Angst, einer irrationalen Angst, mein Kleid zerstört hätte. Es ist auch einfach so, dass man, wenn man Panik hat, nicht unbedingt bei wirklich klarem Verstand ist.

Allerdings hätte auch ich mehr Verständnis von meinem Partner erwartet. Dass er nicht anschließend sauer ist, weil ich so reagierte. Dass er mir nicht eine Predigt hält, wie dumm und irrational das war. Sondern er versteht, dass Panik halt zu einem solchen Verhalten führen kann, und du ja nichts dafür kannst, dass du deswegen Angst bekommst. Du weißt selbst, dass die Angst unbegründet ist. Das sucht man sich aber halt nunmal nicht aus. Mein Freund versteht meine Ängste auch nie und tut sie als lächerlich ab. Da kommt auch weder Verständnis noch Rücksicht. Da fühlt man sich manchmal als sei man voll krank und gestört.

Bloß wie gesagt, ich würde mich hassen, würde ich eines meiner Kleider wegen sowas kaputt machen, weshalb ich im Nachhinein seine Entscheidung gut fände. Ob ich ihm das sagen würde, steht allerdings auf einem anderen Blatt.

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26. August 2015 um 19:56

Kann ich alles nachvollziehen...
Hey...
Mir geht es ähnlich bzw schlimmer...egal ob Oberteil oder Hose oder socken die zu eng sind...ich kriege sofort das Gefühl, dass ich keine Luft mehr bekomme...
Außerdem kriege ich sogar schon Panikattacken wenn ich zwischen der couchlehne und meinem Freund liege und er mir zu nahe rückt...
Würde es auch sehr gerne in den griff kriegen, mein Freund akzeptiert es meistens aber ich merke, dass es ihn verletzt wenn ich nicht kuscheln will zum einschlafen...
Alles gute, du bist nicht allein

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