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Panik vor Krebserkrankungen! Bitte lest mal =(

18. April 2010 um 18:46

Hallo

ich bin 20 jahre alt. Das ganze ist mir selbst auch sehr peinlich denn ich kann damit gar nicht mehr umgehen. Ich wäre wirklich dankbar über antworten von euch. Denn ich bin echt fertig mit allem im Moment. Ich kann einfach nicht mehr!

Ich habe panische Angst vor Krebserkrankungen . Ich kann teilweise deswegen nicht mehr.

Das geht seit 2 jahren jetzt so. Es fing alles schleichend an, ohen das ich es merkte wurde es immer schlimmer.

Sobald ich nur eine klitzekleine sache habe z.B kopfweh, bauchweh, grippe ich denke sofort , ohne abweichung an KREBS!

Hirntumor, leukämie, lymphom etc. alles das hab ich schon gedacht da sich habe...

Sobald das eine aufgehört hat, fängt das andere an. Ich finde immer was neues sozusagen . Und das aller schlimmste ist : Ich kann nichts dagegen tun. Ich will diese Gedanken stoppen aber es geht nicht. Sie kommen einfach.

Ich steigere mich oft so rein das ich fix und fertig bin und nicht mehr leben möchte.

Ich weiß nicht mehr was ich tun soll?! Ich weiß wie schlecht diese Angst ist , ich weiß das es nichts bringt, das weiß ich alles ..

Aber ich kann es nicht ändern =( Und wenn ich daran denke einer von meiner Familie könnte krebs kriegen z.B bruder, mama, papa dann muss ich fast weinen. Ich habe so angst davor.

Ich fühle mich hilflos ausgefliefert. In unserer Familie liegt zwar nichts vor in sachen krebs, aber das heißt ja nichts. Ich versuche mich gesund zu ernähren , kein alk, kein rauchen.
Aber all das ist einfach keine garantie.

Auch kommt hinzu das ich mich seit längerer Zeit total ausgebrannt und erschöpft fühle. Am schilmmsten ist es nach der Arbeit.

ICh war früher so Lebenslustig und fröhlich, optimistisch davon ist nichts mehr da . Ich fühle mich oft leer und komplett fertig... Einfach Motivationslos und Hoffnungslos.

Ich zeige das keinem . Meine Freunde sehen das fröhliche Mädchen , das spaß hat , gerne auf partys geht etc... Aber tief in mir, bin ich das nicht.

ICh fühle mich so traurig , einfach so kaputt.

Das macht mir alles etwas Angst

ich wäre sehr dankbar über antworten

lg eure verzweifelte Dani

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18. April 2010 um 19:28

Kopf hoch! : )
Hallihallöchen

Also ich denke, dass deine Angst Krebs zu bekommen aus einer ganz anderen Tatsache (Unzufriedenheit) resultiert und sich nur als "die Sache Krebs-Krankheit" manifestiert.

Die Krankheit Krebs an sich steht ja für folgende Aspekte :

-ohmächtig sein, also Kontrolle über sich verlieren, bzw. man hat ja keine Kontrolle bei dieser Krankheit, weil sie so vielseitig ist und nicht berechenbar.

-plötzliche Veränderungen. Diese Krankheit kommt, schleicht sich an, man merkt es nicht. Und plötzlich ist sie da.

-Verlust des Selbstbildes. Wenn man von dieser Krankheit betroffen ist, ist man gezwungen, sie erst einmal zu akzeptieren und zu verinnerlichen. Die Folgen aus der Therapie, wahrscheinlich, man kann physisch nicht mehr so wie vorher - bis hin zu optischen Veränderungen.

-vollige Hilflosigkeit. Man ist, leider, selbst nicht in der Lage etwas dagegen zu unternehmen und ist auf die Hilfe von anderen angewiesen.

Da ich selbst nicht von dieser Krankheit betroffen sind, sind dies hier nur Vermutungen und was man halt so hört immer.

Sieh dir die Schlagwörter in meiner Aufzählung an.

Kommt dir das bekannt vor? Wirst du im Alltag öfters damit konfrontiert? (öhnmächtig sein, plötzliche Veränderungen, Verlust des Selbstbildes, Hilflosigkeit+alle Assoziationen dieser Themen)
Ich könnte mir gut vorstellen, dass deine Angst eben aus diesen Tatsachen resultiert und du es auf eine eventuelle Krebs-Erkrankung projezierst, weil es soviel Ahnlichkeit damit aufweist.
Wahrscheinlich bist du mit irgendetwas überfordert, vielleicht läuft bei dir etwas nicht so wie du dir es vorgestellt hast. Und du denkst dir sicher auch öfters, wie hätte es anders sein können?
Wenn man sich halt nicht darüber klar ist, dass man mit seiner Situation (seinem Leben!!) unzufrieden ist kann das halt ganz leicht dazu führen, dass man sich etwas vormacht und es sich anstelle von einer psychischen Unzufriedenheit auf eine körperliche Schwäche überträgt. Damit suchst du Unbewusst eine alternative, um nicht zugeben zu müssen, dass du dir selbst was vormachst, sondern du *willst* gerade zu, dass die allgemeine innere Unzufriedenheit, diese Unruhe, dieses schlechte Gefühle, einen ganz einfachen körperlichen Grund hat.

Du hast ja auch geschrieben, dass du in der "Öffentlichkeit" immer so tust, als wäre alles in Ordnung. Ich denke, dass kommt daher, dass du Angst hast, jemand könnte deine wahren Gefühle entdecken, dich darauf ansprechen und du müsstest dich somit also auch selbst damit konfrontieren.

Da muss also ein Punkt (oder mehrere) in deinem Leben sein, mit dem du absolut nicht zufrieden bist und der dich so beeinflusst, dass du nicht anders kannst.

Vielleicht gab es etwas in deinem Leben, was das ausgelöst hat - es kann schon Jahre her sein und dir nicht mehr bewusst in Erinnerung sein - und trotzdem jetzt so einen Einfluss auf dich ausüben.

Oder vielleicht ist es dein Job?

Frag dich mal was es sein könnte.

Das du auch Angst davor hast, es könnte jemanden in deiner Familie treffen, vermute ich, sind Verlustängste. Die stehen natürlich im Zusammenhang damit, wenn man mit etwas unzufrieden ist. Denn sobald man unzufrieden ist, verliert man ja sozusagen die Kontrolle über etwas.

Unzufriedenheit -> man kann es womöglich nicht ändern -> keine Kontrolle darüber also -> Verlustangst.

Und peinlich muss dir das schon gar nicht sein.

Ich hoffe, das kann dir ein bischen helfen und hoffe auch, dass ich keinen Blödsinn geschrieben habe : o) ...

Grüße

Nicole

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18. April 2010 um 19:39
In Antwort auf eleni_12451388

Kopf hoch! : )
Hallihallöchen

Also ich denke, dass deine Angst Krebs zu bekommen aus einer ganz anderen Tatsache (Unzufriedenheit) resultiert und sich nur als "die Sache Krebs-Krankheit" manifestiert.

Die Krankheit Krebs an sich steht ja für folgende Aspekte :

-ohmächtig sein, also Kontrolle über sich verlieren, bzw. man hat ja keine Kontrolle bei dieser Krankheit, weil sie so vielseitig ist und nicht berechenbar.

-plötzliche Veränderungen. Diese Krankheit kommt, schleicht sich an, man merkt es nicht. Und plötzlich ist sie da.

-Verlust des Selbstbildes. Wenn man von dieser Krankheit betroffen ist, ist man gezwungen, sie erst einmal zu akzeptieren und zu verinnerlichen. Die Folgen aus der Therapie, wahrscheinlich, man kann physisch nicht mehr so wie vorher - bis hin zu optischen Veränderungen.

-vollige Hilflosigkeit. Man ist, leider, selbst nicht in der Lage etwas dagegen zu unternehmen und ist auf die Hilfe von anderen angewiesen.

Da ich selbst nicht von dieser Krankheit betroffen sind, sind dies hier nur Vermutungen und was man halt so hört immer.

Sieh dir die Schlagwörter in meiner Aufzählung an.

Kommt dir das bekannt vor? Wirst du im Alltag öfters damit konfrontiert? (öhnmächtig sein, plötzliche Veränderungen, Verlust des Selbstbildes, Hilflosigkeit+alle Assoziationen dieser Themen)
Ich könnte mir gut vorstellen, dass deine Angst eben aus diesen Tatsachen resultiert und du es auf eine eventuelle Krebs-Erkrankung projezierst, weil es soviel Ahnlichkeit damit aufweist.
Wahrscheinlich bist du mit irgendetwas überfordert, vielleicht läuft bei dir etwas nicht so wie du dir es vorgestellt hast. Und du denkst dir sicher auch öfters, wie hätte es anders sein können?
Wenn man sich halt nicht darüber klar ist, dass man mit seiner Situation (seinem Leben!!) unzufrieden ist kann das halt ganz leicht dazu führen, dass man sich etwas vormacht und es sich anstelle von einer psychischen Unzufriedenheit auf eine körperliche Schwäche überträgt. Damit suchst du Unbewusst eine alternative, um nicht zugeben zu müssen, dass du dir selbst was vormachst, sondern du *willst* gerade zu, dass die allgemeine innere Unzufriedenheit, diese Unruhe, dieses schlechte Gefühle, einen ganz einfachen körperlichen Grund hat.

Du hast ja auch geschrieben, dass du in der "Öffentlichkeit" immer so tust, als wäre alles in Ordnung. Ich denke, dass kommt daher, dass du Angst hast, jemand könnte deine wahren Gefühle entdecken, dich darauf ansprechen und du müsstest dich somit also auch selbst damit konfrontieren.

Da muss also ein Punkt (oder mehrere) in deinem Leben sein, mit dem du absolut nicht zufrieden bist und der dich so beeinflusst, dass du nicht anders kannst.

Vielleicht gab es etwas in deinem Leben, was das ausgelöst hat - es kann schon Jahre her sein und dir nicht mehr bewusst in Erinnerung sein - und trotzdem jetzt so einen Einfluss auf dich ausüben.

Oder vielleicht ist es dein Job?

Frag dich mal was es sein könnte.

Das du auch Angst davor hast, es könnte jemanden in deiner Familie treffen, vermute ich, sind Verlustängste. Die stehen natürlich im Zusammenhang damit, wenn man mit etwas unzufrieden ist. Denn sobald man unzufrieden ist, verliert man ja sozusagen die Kontrolle über etwas.

Unzufriedenheit -> man kann es womöglich nicht ändern -> keine Kontrolle darüber also -> Verlustangst.

Und peinlich muss dir das schon gar nicht sein.

Ich hoffe, das kann dir ein bischen helfen und hoffe auch, dass ich keinen Blödsinn geschrieben habe : o) ...

Grüße

Nicole

Danke Nicole
Hi Nicole,

vielen, vielen Dank für deine ausführliche Antwort. Ich versteh was du meinst.

Und es kann wirklich gut sein das es an Dingen liegt die mich stören. Ich z.B finde das ich total viele gute freund emit der Zeit verloren habe, oder diese sich als keine richtigen raustellten.

Das belastet mich z.B sehr extrem. Seit längerer Zeit

Vielleicht liegt es ja daran .

Du hast rech tich komme mir so hilflos vor, z.B wenn ich daran denke meine haare zu verlieren das wäre schrecklich. Ich liebe die doch so . Auch wenn das jetzt einfältigt und oberflächlich klingt aber sowas kommt mir in den Sinn wennn ich an die Krankheit denke...

Ich weiß nicht ob ich da alleine rauskomme, vllt. sollte ich mir ja einen Therapeuten suchen oder so ...

lg

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19. April 2010 um 17:42

Hi
Du solltest dir auf jeden Fall einen Therapeuten suchen, der oder die kann dir dabei helfen, heraus zu finden, was wirklich hinter deiner Angst steckt. denn ansonsten quälst du dich ja nur weiter rum und das bringt nix.
ich denke, dass du keine schlimme Störung hast oder so, sondern dass du einfach irgendein problem hast, das du nicht in den griff bekommst.
Einen Therapeuten findest du übrigens, wenn du bei der Kassenärztlichen vereinigung anrufst, die können dir Auskunft geben.

Viel Glück dabei!!!

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