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Panik mit dem Auto auf die Autobahn zu fahren....

11. Februar 2008 um 10:11

Hallo zusammen, ist hier jemand, der das gleiche Problem hat wie ich ? Habe seit 12 Jahren den Führerschein und fahre eigentlich auch sehr gerne Auto. Leider traue ich mich jetzt seit ca. 8 Jahren nicht mehr auf die Autobahn Habe bereits eine Therapie gemacht, aber die hat auch nur kurzfristigen Erfolg gehabt Was kann ich noch machen ?
Bitte hilfe,
Danke

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15. Februar 2008 um 14:56

Das kenne ich..
Hallo loenchen,
das Problem kommt mir sehr bekannt vor, bei mir trat es vor etwa sechs Jahren das erste Mal aus heiterem Himmel auf, die Angst vor dem Überholen, die Schweißausbrüche und die Angst einfach vor die Leitplanke zu fahren. Das hat sich so weit gesteigert, dass ich überhaupt keine Autobahn mehr gefahren bin. Mittlerweile mache ich auch eine Therapie, weil sich die Angst auf andere Bereiche ausgebreitet hat, wie z. B. große Menschenansammlungen etc. Ich hatte vorher schon einmal eine Therapie gemacht, die mir aber überhaupt nichts gebracht hat. Mittlerweile habe ich auch therapiebegleitende Medikamente bekommen und es klappt super, es ist quasi wie neu geboren zu werden. Was wurde bei Dir in der Therapie besprochen? Gab es bei Dir schreckliche Erlebnisse in der Vergangenheit?

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17. Februar 2008 um 8:05

Hey,
ich habe dasselbe Problem wie du mit der Autobahn...Hatte vor 3 Jahren en Autounfall und seitdem jeden Tag Schmerzen,woraus sich dann Angstzustände entwickelt haben und am größten ist die Angst auf der Autobahn zu fahren...Mache jetzt bei einem Psychotherapeuten eine Hypnose-therapie und seitdem wird es wirklich besser...Er meinte auch so ne Hypnose ist besser,weil es viel mehr Wirkung(vor allem dauernde Wirkung) hat...
Kannst dich vielleicht ja mal in die Richtung umhören...

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19. Februar 2008 um 10:22
In Antwort auf doina_12849907

Das kenne ich..
Hallo loenchen,
das Problem kommt mir sehr bekannt vor, bei mir trat es vor etwa sechs Jahren das erste Mal aus heiterem Himmel auf, die Angst vor dem Überholen, die Schweißausbrüche und die Angst einfach vor die Leitplanke zu fahren. Das hat sich so weit gesteigert, dass ich überhaupt keine Autobahn mehr gefahren bin. Mittlerweile mache ich auch eine Therapie, weil sich die Angst auf andere Bereiche ausgebreitet hat, wie z. B. große Menschenansammlungen etc. Ich hatte vorher schon einmal eine Therapie gemacht, die mir aber überhaupt nichts gebracht hat. Mittlerweile habe ich auch therapiebegleitende Medikamente bekommen und es klappt super, es ist quasi wie neu geboren zu werden. Was wurde bei Dir in der Therapie besprochen? Gab es bei Dir schreckliche Erlebnisse in der Vergangenheit?

Seitenstreifen
hatte das auch eine zeitlang, aber da ich meine Panikattacken und Ängste hinter mir gelassen habe, geht es wieder. Ich habe mir gesagt wenn etwas sein sollte gibt es immer noch den Seitenstreifen zum hinstellen. Das hat mich total beruhigt, zu wissen das ich jederzeit anhalten kann, wenn es nötig sei. Dann wieder rum dachte ich mir, moment mal wenn ich auf der normalen strasse fahre gibt es kein seitenstreifen, aber ich bin ruhiger, ist also ne ironie gewesen. Überhaupt die ganzen Ängste habe ich in den griff bekommen weil ich mich fragte, warum sollte ich Angst auf der Autobahn haben oder im Supermarkt, und nicht grade jetzt? Warum nicht Abends im bett? Warum nicht beim Sex? Warum nur bei.... manchen Situationen? Weil ich mir diese Situationen ausgesucht habe, mir sagte jemand " lass deine Angst einfach los, lass sie einfach fallen" das hat gefunkt. ich habe gelernt Angst als ein freund zu betrachten ein lächelndes gesicht das mich im grunde nur schützen will. ich bedankte mich bei " meinem Freund" und sagte ich brauch Dich nicht mehr, ich hab nun alles im griff.Und nach und nach verschwand der freund

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20. Februar 2008 um 11:42

Ich kann das GUT verstehen
Hallo loenchen,

ich kann dich so gut verstehen! Ich hatte vor 1,5 Jahren einen Autounfall (als Beifahrerin) - und hatte seitdem immer richtig Panik, wenn ich irgenwo im Auto mitfahren musste (speziell auf der Autobahn). Erschwerend kam hinzu, dass ich selbst jahrelang kaum Auto gefahren bin - und vor der Autobahn sowieso immer Respekt habe. Mit der Hilfe eines Therapeuten habe ich diese Beifahrer-Angst dann in den Griff bekommen. Lange Strecken sind immer noch nicht mein liebstes Hobby - aber die Panik ist weg.

Meine Selberfahr-Autobahn-Angst habe ich aber gleich mit in Angriff genommen - indem ich wieder in die Fahrschule gegangen bin. Ich habe noch mal drei Doppelstunden genommen - und ein sehr lieber und einfühlsamer Fahrlehrer hat in der Zeit nichts anderes gemacht, als beruhigend auf mich einzureden und mich wieder die Auffahrten rauf- und runterfahren lassen. Das hat mir schon mal Sicherheit gegeben. Jetzt suche ich mir selbst Autobahnen aus, die ich gedanklich als "gut" eingestuft habe - die also nicht zu überlaufen sind und wo man normal drauffahren kann. Jetzt suche ich mir immer kleine Strecken raus und setze mir Ziele - z.B. zu Ikea über die Autobahn, auch wenn ich da nichts brauche. Ich habe mir selbst auch verboten, permanent gedanklich nach Umfahrungsmöglichkeiten zu suchen.

In den nächsten Wochen will ich diese kleinen Erfolge dann langsam steigern und mich dann mal auf die für mich "schlimmen" und stark befahrenen Autobahnen trauen. Bestimmt werde ich es irgendwann schaffen ...

Ich hoffe, dass ich dir damit ein bisschen Mut machen kann. Ich kann dir nur empfehlen, den Weg zur Fahrschule zu nehmen. Und: Von heute auf morgen wird niemand von uns die Angst los. Aber irgendwann werden wir es alle schaffen!

viele Grüße,
Steffi

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