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Forum / Psychologie & Persönlichkeit

Opa gestorben... gleichgültig oder nicht verarbeitet?

Letzte Nachricht: 9. November 2014 um 13:20
M
mayme_12844625
29.06.11 um 20:32

Mein Opa ist heute vor 6 Wochen gestorben. Ich bin praktisch mit ihm aufgewachsen, das Haus meiner Großeltern steht auf unserem Grundstück und daher habe ich ihn fast immer um mich rum gehabt. Er war mir immer absolut wichtig und ein großes Vorbild - allein aus dem Grund weil er das Haus in dem ich aufgewachsen bin, mit den eigenen Händen erbaut hat.

Vor 4 Jahren (mit 16) bin ich dann ausgezogen - knapp 400km weg von den Großeltern und Eltern. Ich habe oft versucht alle zu besuchen, was aber natürlich nicht immer ging...

April / Anfang Mai ging es ihm dann nicht mehr so gut - Anfangs war er tapfer. Dann sagte ihm sein Doc, dass es bald zuende sein wird (er war stark krank).
Ab dem Zeitpunkt hat er sich selbst aufgegeben - und dass das nicht lange gut geht, wussten wir alle.

Es war geplant das ich das Wochenende an seinem und meinem Geb. dorthin fahre - er hat einen tag vor mir. Als es ihm dann so schlecht ging, wollte ich vorher schon hin, aber meine mum meinte ich soll lieber nicht kommen und ihn nicht sehen, er würde mich nicht erkennen und mir würde es das herz brechen wenn ich ihn so sehen würde....

ich habe auf sie gehört, denn bekanntlich haben die Eltern ja immer recht und wollen einen schützen. 1 Tag vor der Anreise ist er dann gestorben.

Es ging mir natürlich schlecht - ich habe geweint - so 5 Stunden und ab da kamen keine Tränen mehr. Alles war weg...

Am Tag der Beerdigung - meine 1. Beerdigung überhaubt - ging es mir auch nochmal schlecht - am Grab bin ich auch zusammengebrochen.

Wenn ich heute nach 6 Wochen mit meiner Familie über ihn rede, dann realisiere ich nicht, das er tod ist. für mich ist er noch da, vielleicht verreist.
aber es ist nicht so das es klick macht und ich wirlich weiß bzw mein körper mir sagt: "hey, er kommt nicht wieder"

er war mir so wichtig, aber warum kann ich nicht weinen obwohl ich es so gerne will? Und warum verschwindet der Gedanke an seiner "Reise" nicht?

Meine Mum erzählte mir heute das er ein Buch über sein Leben geschrieben hat - er war in unseren Ortschaften ein bekannter Mann - Sie will mir das Buch geben.
Versteh ich dann vielleicht das er nich mehr da ist?

Mache ich irgendwas falsch? Habe ich ihn *vergessen*?

Bitte gebt mir einen Rat

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M
marita_12844962
08.07.11 um 23:10

Heej
meein opa ist auch qestorben und weiß wie du dich fühlst aba ich konnte mich nichd mal von ihm verabschieden weeil er voon qestern auf heeute einfach tod war .und ich möchte dir nur saqen du hast ihn nie verqessen denn jemnd deen du wirklich liebst der ist in deinem herzen bis zu deinem lebensende ..
ich werde die hoffnunq auch nie aufqeben das es bald wiederkommt .keeiner ka das schnell verarbeiten und realisieren ab rutsch nicht ab und bau sccheiße ..dein leben muss weiterqehen ..!

vieele qrüße ..

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I
iris_12527557
19.07.11 um 13:22

Deine Mutter wollte es richtig machen,
hat es aber falsch gemacht. Denn man sollte die Möglichkeit haben, sich zu verabschieden und Hinfälligkeit und Zerfall gehören einfach dazu. Du bist zwar kein Kind mehr, aber es war deine erste Erfahrung dieser Art. Man hat festgestellt, dass Kinder sehr viel besser damit umgehen können, als Erwachsene es verstehen. Leider ist der Tod in unserer Kultur sehr ausgegrenzt. Da gibt es die Sprüche, "in Erinnerung behalten, wie er mal war" usw. Ich kann dir nur raten, geh in eine Trauergruppe oder such dir ein Trauerforum, tausch dich mit Menschen aus, die so etwas erlebt haben. Du bist meiner Meinung nach in einer Erstarrung, einem gewissen Trauma.
Ich hoffe und wünsche, dass deine Tränen bald fließen. Du kannst deinem Opa übrigens Briefe oder Tagebuch schreiben. Wenn du möchtest stelle ein Bild auf, zünde eine Kerze für ihn an. Pflanze einen Baum für ihn . Was immer du möchtest oder kannst. Er ist auf der anderen Seite des Vorhanges. Es gibt auch sehr gute Bücher über Tod und Trauer. Schau mal bei www.amazon.de und lass dich inspirieren.
Gruß Melike

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T
tessie_11928600
09.11.14 um 13:20

Ein Rat für Dich
Erst einmal ein paar Worte: Gute Reise Opa. Du warst ein guter Freund, aber dein Körper wird vergehen und wir werden Trost in der Trauer finden für den Schmerz den alle die ihn kannten erlitten haben.
Nun zu deinem problem: Es ist ganz normal, es erst einmal nicht realisiert zu haben. Ihr kanntet euch schon lange und hattet eine feste Bindung aufgebaut. Du hast deine Opa sicherlich nicht vergessen, nur solltest du versuchen dich wirklich damit auseinander zu setzten. Bei der Psychologin zum beispiel.
Ich wünsche dir in deinem leben viel Glück und hofffe, dass du bald über ihn hinwegkommen wirst.
Deine benixx

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