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Ohne meine Mutti ist alles anders

3. August 2017 um 2:27

Meine Mutti ist im August 2016 wegen einem Keim in der Klinik für immer eingeschlafen.
ich bin die jüngste von sechs Kindern und meine Mutti stand immer hinter mir, egal was ich für Mist angestellt habe. Jeden Tag hat sie angerufen und gefragt wie es mir geht, ich habe sie zu jeder Tages und Nachtzeit anrufen können. Auch wenn ich ihr nur etwas erzählt habe, hat mir das schon geholfen. 
Mund dann BAM! ist Mutti nicht mehr da.
Und seitdem ist alles völlig anders, als wäre ich ein andere Mensch, außerdem fühle ich mich alleine, niemand interessiert es wirklich wie es mir geht. Meine Probleme interessiert niemandem wirklich 
zumindest kann mir keiner die Kraft geben, die ich hatte. Ich komme einfach nicht mehr klar. Ständig habe ich auch das Gefühl jedem zur Last zu fallen. Ich nerve alle nur noch, ich bin am Ende einfach nicht mehr glücklich 
ich gebe mir Mühe, bin nach außen denke ich ein froher Mensch, aber ich lächle nur weil es zu schwer ist zu erklären, warum ich weine. Und ich könnte ständig nur heulen. Was ich sonst sogar wie nie gemacht habe. Ich war noch nie so sensibel wie jetzt schon 340 Tage. 1 Jahr ist fast schon rum 
ich kann mir keine Fotos von ihr anschauen nur kurz und flüchtig 
ihre Stimme hören von Aufnahmen geht absolut nicht obwohl ich mir wünsche ihre Stimme wieder zu hören.
und als wäre dies alles nicht schon schlimm genug, ist meine Schwester vor 2 Wochen eingeschlafen. Hirntumor diagnostiziert und 5 Tage später .....
Am 18.08. ist die Beerdigung, keine 365 Tage nach meiner Mutti jetzt meine Schwester 

Ihr könnt euch nicht vorstellen, was in meinem Kopf los ist
Ich denke total klar und bewusst. Der Tod gehört für alle dazu, aber dieses Gefühl, mein Gefühl macht mit total fertig und so gerne ich es ausschalten würde, es funktioniert nicht

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4. August 2017 um 10:45

Oh, das tut mir aufrichtig leid und ich möchte dir mein tiefstes Beileid damit ausdrücken. 

Mein Opa ist auch letzten Samstag von uns gegangen und mir kamen tatsächlich die Tränen, als ich deine Geschichte laß...

Jedes mal wenn der Tod anklopft und jemanden mit nimmt, denke ich auch daran, wie es wohl wäre, wenn meine Mutter stirbt oder mein Vater oder Bruder....

Ich kann dir nur raten, versuche einfach nicht die Trauerphase zu unterdrücken! Lass raus, was raus muss.. Aber lass dich nicht zu lange davon tragen und gehe deine typischen Alltagstätigkeiten nach. So lernst du mit der Zeit wieder zu "krabbeln" und wenn die Zeit kommt, wirst du wieder "laufen" können. 

Versuche einfach am Leben teilzunehmen, auch wenn du dich wie ein Roboter fühlst. Versuche, wenn das Schlimmste um ist, dir etwas gutes zu tun...Massagen oder ein Urlaub. 

Ich hoffe ich konnte dir helfen...

Viele Grüße und viel Kraft,

MISSLM 

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